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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
21
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
el El, Sven Salbach, Emil, thegray, Bernd Schlueter, R.M, Jan-EL, inoculator, Andreas Wolf

so, jetzt hab ich Trottel eine Zelle zuviel..

Startbeitrag von el El am 22.09.2013 16:45

Nabend die Herren,
Mit großem Schrecken hab ich vor 2 Wochen einen schrecklichen Zellendrift festgestellt, eine Winston war unter Last ganz tief unten. Konnte mir zwar nicht vorstellen warum, aber ich hab in den sauren Apfel gebissen und eine neue bestellt.
- danke Sven für die rasche Lieferung -
Heute war mal kein Regen und ich wollte sie einbauen: Aha, warum ist denn das dünne schwarze Kabel vom Celllog da so locker? Alles gut angezogen, 70km Probefahrt, alles bestens. Mehr wars nicht, nur dieses blöde Kabel von der Zellüberwachung.
Jetzt weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen soll: Ich möchte die Zelle als fünfzehnte noch dazustecken, vom Platz her gehts ja prima. Ich hab aber einen unumgebauten Curtis (und ein Umbau scheidet wegen der Kosten wirklich aus) und dieser soll ja bei 50-51 abschalten. Mist. 14 waren überhaupt kein Problem, konnte ich sofort nach dem Laden wegfahren, aber wie geht das mit 15? Reicht da der Trick mit der Heizung? 51/15=3,4V
Rein rechnerisch müßt sich das doch irgendwie ausgehen, oder? Und bringt das überhaupt was, so von der Reichweite/Geschwindigkeit her?

Danke und liebe Grüße,
Konstantin

Antworten:

MMh, mehr als 3 Volt. Hätte nicht übel Lust, aus so einer einzigen Zelle einen Wandler zu bauen und auf 14 Volt hochzutransformieren, um die Fahrbatterie zu entlasten.
Das habe ich mit allerbestem Erfolg schon vor vier Jahrzehnten mit Germaniumtransistoren gemacht, damals aus nur 0,4 bis 1,5 Volt. Die 20 Volt-Mosfets mit 1,4 Milliohm sind allerbestens dafür geeignet.Problematisch ist dabei nur das Laden. Aber in Reihe mit den anderen Fahrakkus gehts. Selbst Walter Schottkis Dioden haben eine entsetzlich hohe Durchlassspannung.
Eine einzige Zelle, das hat den Vorteil, dass man mit einem einzigen Mikroprozessor alles überwachen und den Wandler steuern kann.
Ihr wisst, ich habe etwas für Tiefstspannungstechnik übrig, einst entstanden wegen der teuren Solarzellen...
Meine Induktionslader sind dafür predestiniert. Stecker sind da unbrauchbar. Tesla und Cityel werden vom gleichen Lader bedient. Der Unterschied liegt nur in der Sekundärspule.
Über 48 Volt braucht man meiner Ansicht bei Elektrofahrzeugen nicht hinauszugehen.
Naja, beim Tesla schon. 300 kW bei 48 volt, das bedeutete über 6000 Ampere. Das ist selbst mir zuviel.

von Bernd Schlueter - am 22.09.2013 17:52
Hää:confused: 51?

Was denn jetzt, haste einen 36 (>42V)oder einen 48?

Bau die dazu und geh halt mit der Zellspannung soweit runter das es grade so ausgeht.

Auf den letzten MV der einzelnen Zelle verlierste da kaum was gewinnst aber den Großteil der 15 dazu - Und fährst dadurch Spanungstechnisch flacherere Zyklen - was dem Zellleben entgegenkommt.
Und mit einem 48 (Ladeend >59V) Fahren etliche hier mit 16 Zellen der macht nämlich bei etwas um die 60 dicht!

von thegray - am 22.09.2013 18:25
Hab einen "36er" der lt. Forum bei 50-51V dicht macht. Muß aber zum balancieren auf je 3,65V - kann ja nicht jetzt wegen der einen Zelle alle Balancer tauschen ;)
Ich habe die Dichtmachgrenze mit 14 Zellen auch bei Ladeende und sofortigem Starten noch nie erreicht - fällt ja sofort zusammen. Ich denke ich werds mal einfach mit der Heizung ausprobieren.

von el El - am 22.09.2013 18:48
JA - die Balancer die waren nicht m meinem Blickfeld!

Tja wenn man jetzt was freiprogrammierbares hätte ....

von thegray - am 22.09.2013 20:07
Hätt ich wäre ich könnt ich :)
Naja, ich kanns ja auch mal vor dem Einbau mit einem Lader probieren, Zellen abklemmen, Lader dran, dann die Spannung langsam hochdrehen und ein paar cm fahren probieren, schaun wann er abschaltet..
Oder eben Bernds Lösung, die eine Zelle parallel zu allen anderen, mit 50 stepup convertern parallel ;)

von el El - am 22.09.2013 20:26
Hallo Konstantin,

die Erhöhung der Spannung bringt nur etwas, wenn Du die Untersetzung änderst und somit die Endgeschwindigkeit beibehältst.
Alternativ kann auch ein dynamischer Begrenzer, der bei einer voreingestellten Geschwindigkeit das "Gas" zurück nimmt, einen positiven Effekt bringen.

Nur alleine durch Erhöhung der Spannung wirst Du keine echte höhere Reichweite haben.

Der 48V Curtis schaltet irgendwo bei 58V in Überspannunungsschutz -je nach interner Ausführung auch mal 61V.

Die Heizung bei Lithium wird schwierig, da diese doch um einiges Spannungssteifer sind, als z.bsp NC.
Versuch macht klug.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 23.09.2013 10:55
Danke Carsten. Nun ja, zumindest etwas mehr Biß am Berg würde es bringen auch wenn ich nihcts umbaue. Nochmal: Ich hab den 36V Curtis :(
LG Konstantin

von el El - am 23.09.2013 14:51
Ich hab vor einiger Zeit von 12 x 180 Ah auf 13 x 18 Ah erweitert. Bei gleicher
Geschwindigkeit ist der Strom deutlich nach unten gegangen. Die Endgeschwindigkeit
hat sich + 3 km/h nur minimal erhöht. Im Bereich 30 bis 50 km/h ist die
Beschleunigung deutlich besser geworden. Sehr gut beim überholen von Treckern.
Entsprechend dem geringen Stromverbrauch hat sich die Reichweite erhöht,
jedenfalls solange man nicht permanent mit Vollgas rumdüst.

Der Curtis macht keine Probleme, ich hab aber auch nen 48 V Typ drin.

Nur der Scheibenwischer entwickelt manchmal ein gewisses Eigenleben.

bis denne
Jan

von Jan-EL - am 23.09.2013 16:37
Ich bin über ein Jahr mit einem 36V Curtis und 15 Cälbern gefahren. Wenn der Akku nach dem laden länger als eine Stunde steht kann man ohne schick schnack losfahren. Wenn ich allerdings direkt nach dem laden losfahren wollte, musste ich ca 1 Minute die Heizung anschalten.

Mittlerweile bin ich allerdings auf einen 48V Curtis gewechselt, da der alte und noch nicht näher bekannten Gründen über den Jordan gegangen ist.

Meine Ladeendspannung habe ich auf 54V eingestellt.

Gruß Andreas

von Andreas Wolf - am 23.09.2013 16:45
Hallo

Der 48V Curtis schaltet bei 63V ab, umgebaute eventuell früher.

Der 36er sollte mindestens 46V vertragen.


Gruß

Roman

von R.M - am 23.09.2013 17:04
Danke an alle für eure Infos!
Andreas: 1min Heizung. Na das ist doch ein gangbarer Weg. Ladeschlußspannung etwa 54V will ich auch machen. Hab jetzt bei 14 Zellen 51,1V und so schnell konnte ich noch nie losfahren als daß da der Curtis blockiert hätte.

Fein, also Zelle rein, noch ein balancer dazu, Heizung 1min und fertig. Klasse!
Schönen Abend,
Konstantin

von el El - am 23.09.2013 19:29
;-)
Oder was dynamisch balancierendes ohne feste Spannungsschwelle :-)

von Sven Salbach - am 24.09.2013 22:14
Das könnte sowas sein.

von Emil - am 25.09.2013 06:22
ich spielte eigentlich darauf an
[litrade.de]

Aber so oder so ist das in diesem Fall wohl nicht das richtige, da nicht alle ersetzt werden sollen, so viel Budget ist mit sicherheit nicht mal eben eingeplant, daher war das auch eher mit nem ;-)
zu verstehen, wenn dann eher die programmierbaren Balancermodule von mir oder wchriss z.B.

Ob das von Dir gepostete Teil mehr als vier Zellen unterstützt kann ich nicht sehen.
einfach kakadieren geht natürlich nicht, wenn ein Modul nicht weiss was das andere tut

von Sven Salbach - am 25.09.2013 06:47
Zitat
Sven Salbach
Ob das von Dir gepostete Teil mehr als vier Zellen unterstützt kann ich nicht sehen.
einfach kakadieren geht natürlich nicht, wenn ein Modul nicht weiss was das andere tut


Die Info ist nicht auf der Webseite, aber es gibt Einzelbalancer für Einzelzellen die über zwei gemeinsame Balancer-Leitungen kaskadiert werden können. Man kann aber auch wie in diesem Falle Boards mit mehreren Balancern drauf bekommen. Man kann sich auch welche mit einer bestimmten Anzahl fertigen lassen. Der Preis bestimmt sich aus der Zahl der Balancer.

Aber Du hast natürlich recht, für diese Erweiterung ist das vom Preis her nicht geeignet.

Aber ich fand das Produkt auch wegen der hohen Balancer-Leistung sehr interessant. Es ist im Prinzip ein Art PowerCheq, funktioniert aber etwas anders. Anscheinend wird über bidirectionale DC/DC-Wandler Energie über einen gemeinsamen Bus ausgetauscht.

von Emil - am 25.09.2013 11:50
was mich an diesem Prinzip stört, vorr. es ist bei dem so..dort wird meis tdie Ladung von einer Zelle in die nächste verschoben, es geht oftmals aber nicht direkt von Zelle 1 in Zelle 6 sonder immer stück für Stück in Zelle 2 dann von 2 in 3 etc..
Und das ist natürlich nichts...
Wenn es direkt schaufeln kann ist es natürlich i.o

von Sven Salbach - am 25.09.2013 12:38
Hey Leute, zerbrecht euch doch nicht weiter den Kopf! Ich hab die Zelle zwar noch nicht eingebaut, brauch ja noch einen zusätzlichen balancer, aber wenn es tatsächlich mit "1min Heizung an" funktioniert, was brauch ich da noch eine andere Lösung? Perfekter muß es doch garnicht sein. Und günstiger gehts auch nicht.

LG und danke an alle,
Konstantin

von el El - am 25.09.2013 13:30
Zitat
Sven Salbach
Wenn es direkt schaufeln kann ist es natürlich i.o


Das ist hier anscheinend so. Die starken Zellen speisen auf dem Bus ein und die schwachen Zellen entnehmen vom Bus. Dies ist dürfte weit effizienter sein als das PowerCheq Prinzip.

Auf dem Bild siehst Du übrigens links und rechts die Anschlüsse für den Bus und unten den Anschlussblock für die Zellen.

von Emil - am 26.09.2013 07:00
Hallo, Sven, ich bin begeistert von Deinem BMS. Ist ja die Lösung überhaupt!


Die eine Zelle mehr kann mainer Vermutung nach nur Unheil anrichten, wenn man den Motorcontroller anfangs damit belastet. Klar, Zuerst die Heizung einschalten, bis die spannung entsprechend abgesunken ist.

von Bernd Schlueter - am 27.09.2013 10:33
danke :-)
steckt viel Erfahrung für den rauhen Einsatz im EL drin :-)

von Sven Salbach - am 27.09.2013 10:44
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