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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
el El, Peter Dambier, hk12, Sven Salbach, E. Vornberger, Bernd Schlueter

Winston: ein mir unbekanntes Ladeverhalten

Startbeitrag von el El am 10.11.2013 14:13

Hallo die Herren,
jetzt wo es kälter wird bemerke ich bei meinen Winstons folgendes Ladeverhalten: Wenns warm ist steigt die Spannung rellativ gleichmäßig und gemächlich an, dann ab so ca 3,55V rascher und ab 3,60V sehr rasch auf 3,65V (Ladeschlußspannung) zu klettern. ABer nun? Jetzt hats ca 5° draußen, das leere El wird angehängt. Die Spannung steigt schon zu Beginn schnell auf etwa 3,50V an, und verharrt dann ungewohnt lange so zwischen ca 3,57 und 3,60V. Ja, alle Zellen etwa gleich, es eilt keine davon. Gleicher HP Lader, noch keine Batterieheizung (aber ich seh schon die wird wohl kommen müssen sonst ist die Reichweite halbiert). Ist das normal und den Temperaturen geschuldet?
Sorry, ist mein erster Winter mit Litium ;)
Schönen Restsonntag,
Konstantin

Antworten:

Hallo Konstantin.

Um die Null Grad werden die Winstons seltsam und unter Null ist sogar ungesund für sie. Jack (ev-tv.me) hat da mal versuche gemacht. Eventuell Blog und Archiv.

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 10.11.2013 15:03
Ungesund nur für die alte Generation der Winstons und alle anderen LiFePO4's. Die aktuelle Generation (seit etwa 2 Jahren Standard bei Winston) mit Yttrium Zusatz lässt sich auch unter 0°C laden. Das gilt aber nur für die Winston-Zellen.
Im übrigen beobachte ich das andere Verhalten der Zellspannung bei niedrigen Temperaturen ebenfalls.

von E. Vornberger - am 10.11.2013 15:12
Karin u Peter, wollt mir den link anschaun, werd aber immer zu [www.icloud.com] weitergeleitet, is das normal? Auf jeden fall gehts da für mich leider nicht weiter.

Vornberger, meine sind ein knappes Jahr alt, also vertragen sie es. Naja, wenn das bei Dir auch so ist dann seh ich das mal als normal an :)

Besten Dank!
Konstantin

von el El - am 10.11.2013 17:28
Der Bindestrich wars:

[www.evtv.me] "[www.evtv.me];

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 10.11.2013 20:21
Offensichtlich ein kristalliner Vorgang noch unbekannter Art. Ob in die Kaliauge meiner Nicads auch 3% Lithiumhydroxyd beigemischt wird, um das Kristallgefüge aufzulockern?

Bei Bleibatterien verwendet man schon seit Ewigkeiten diverse Fremdzusätze um Alterungs- und Kristallisdationsvorgängen entgegenzusteuern:
Calzium für möglichst hohe Strombelasbarkeit (Starterbatterien), Selen für hohe Zyclenfestigkeit (Solarbatterien), Wismut, Cobalt ...
Ist halt Allchemie.
Fremdatome lockern Kristallgefüge auf. Wir kennen alle die schmelzpunkterniedrigenden Zuschlagstoffe bei der Eisen. und Glasproduktion...Eis wird erst durch das Vermischen mit Fett und Zucker genießbar...
Manche Zusatzstoffe bewirken aber auch eine stärkere Kristallisation und Härte.
So etwas ist immer mit einer Volumenveränderung verbunden, die in Batterien meist unerwünscht ist.
Meist, denn bei höherer Temperatur zerfallen in den Winston entstandenen Kristalle wohl wieder.

Trotzdem, Lithium ist ein Riesenfortschritt und wir stehen noch am Anfang.

Impulsladen ist wohl inzwischen weitgehend aufgegeben, obwohl man bei Bleibatterien harte Sulfatkristallschichtren damit knacken kann.
Meine Nicads mögen keine zarten Ladeströme (nicht geeignet für solare Anwendung).

von Bernd Schlueter - am 11.11.2013 10:48
Hallo,

so seltsam ist das garnicht.
Sinkende Temperatur > steigender Innenwiderstand
dadurch steigt die "von aussen" gemessene Spannung relativ an.
Bildlich: Stau vor dem Eingang zur Konzerthalle.
Gegen Ladeende, geht der Lader in die Strombegrenzung und die Endspannung landet im gewohnten Bereich. Bildlich: Stau löst sich auf, weil Halle noch nicht ganz voll und weniger Zustrom an Besuchern.
Beim Entladen sieht man die umgekehrte Tendenz die sich durch stärkeres Einbrechen der gemessenen Spannung zeigt.

Fließt Strom durch einen Widerstand entsteht Wärme. Auch das wirkt sich wärend des Ladens und Entladens aus.
Steigende Temperatur > sinkender Innenwiderstand.
D.h. hier entsteht (in Grenzen) ein Regelkreis und die Leistungsfähigkeit des Akkus steigt wärend der Nutzung wenn nicht andere Umgebungseinflüsse wie z.B. zusätzliches Auskühlen durch Fahrtwind hinzukommen.

Gruß
Horst

von hk12 - am 11.11.2013 14:01
ok, so wirds mir auch verständlicher daß das Laden mit weniger Strom "verträglicher" erscheint. Ach ja: Fahren ohne Batterieheizung: Ist das ok daß ich so Reichweiteneinbußen von ca 50% gegenüber dem Sommer habe?
LG Konstantin

von el El - am 11.11.2013 15:38
Nun, das hängt wiederum davon ab wie Dein Akku dimmensioniert ist.

Hier kommen so Dinge wie:
Elektrische Leistung = Spannung x Strom (P= I xU)
in's Spiel.

Ein kleinerer Akku bricht stärker ein da er für gleiche Fahrdynamik relativ höher belastet wird.
Da er stärker einbricht wird mehr Strom für gleiche Leistung benötigt und so ist er schneller leer.
Der größere Akku wird nicht so stark beansprucht, bricht nicht so stark ein und braucht das nicht in dem Maße durch höheren Strom zu kompensieren.

Dieses Verhalten gilt natürlich auch im Sommer, aber nicht so krass, denn die Schere klappt zum Winter viel weiter auf (s.o.).

Gruß
Horst

von hk12 - am 11.11.2013 16:38
Bedingt durch den höheren Innenwiderstand ist das Verhalten normal.
Allerdings schont man die Akkus, wenn man den Ladestrom deutlich reduziert.
So wie sich die Spannungskurve beim Entladen nach unten verchiebt, so verscheibt sie sich beim Laden bei Kälte nach oben

von Sven Salbach - am 12.11.2013 20:49
Danke Sven, wird beherzigt :)
LG Konstantin

von el El - am 12.11.2013 20:58
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