Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
50
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Woche, 2 Tagen
Beteiligte Autoren:
Emil, Sven Salbach, E. Vornberger, Manfred aus ObB, Christian s, R.M, andreas Andreas, Multimegatrucker, el El, LiFeEl

LiFePo4 Messdiagrame, Alterung, Zyklen etc

Startbeitrag von Sven Salbach am 18.07.2014 18:18

[docs.google.com]


Für die BMS Kritiker...
"Durch das ständige Zyklisieren konnte das BMS die Batterie nicht mehr ausreichend balancen, so

dass die Spannungen auseinander drifteten. Daraus folgte, dass eine Zelle wegen Über-
ladung geplatzt ist."

"Ursache dafür war die falsche Dimensionierung des Balancingsystems. Dass es zum

Ausfall gekommen ist, liegt wahrscheinlich daran, dass nicht überwacht wurde, ob das

Balancing der verschiedenen Stufen abgeschlossen war."



Daher immer mein dringender Appell, wenn beim BMS Alarmausgänge vorhanden sind, diese auch bitte anschließen!! Ansonsten ist es für die Katz..nur dann kann auch bei einem BMS Fehler, das BMS noch irgendwie handeln, dann kann auch eine Fehlerhafte Pragrammierung des Systems nicht zzu so einem Schaden führen!
Desweiteren wurden einfachste Chinesen passive Systeme verwendet...wie sowas in einer Studie verwendung finden kann ist ein Armutzeugnis!!
Das BMS von BMZ kenne ich nicht, wenn ich aber schon wieder CAN et clese, war es offenbar viel zu komplex..also auch nichts halbes oder ganzes!
fehlt jetzt nur noch das die auch die Cellog8 oder andere Mudellbausysteme für diese Wissenschaftliche Studie eingesetzt hätten!!
Desweiteren stört mich die Aussage, "Trotz einer Pause von 60 Minutne reichete es nicht für den Zellenangeleich"
Pause bei 3,7v xn Zellen? Oder pause ohne alles?!?
Dann haben die macher der Studie weiteres nicht verstanden!

Antworten:

Die haben wenigstens schonmal vernünftige Zellen getestet.

A123 ANR26650 gehören zu meinen persönlichen Favoriten :spos:.

Meine 208 (13p16s) Zellen sind übrigens auch von der Firma BMZ GmbH.
Stromlieferanten ohne ENDE!

Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 18.07.2014 22:19
Sehr interessante Studie! Danke!

Die Chinesen-BMS haben in der Regel einen sehr geringen Balancer-Strom (

von Emil - am 19.07.2014 08:23
Zitat
Sven Salbach
fehlt jetzt nur noch das die auch die Cellog8 oder andere Mudellbausysteme für diese Wissenschaftliche Studie eingesetzt hätten!!


Schau mal wie der redet! ;) Richtig eingesetzt bietet auch das celllog ausreichenden Schutz, falsch eingesetzt ist - wie so oft berichtet - auch das beste bms für die Katz.

LG Konstantin

von el El - am 20.07.2014 07:45
Hallo

Selbst mit dem kleinen Balancerstrom gehts ich hab an meinem 20AH Zusatzakkupack so ein Teil dran das kann auch den Ladestrom schalten und war für 16 Zellen mit 70€ auch nicht so teuer, Anzeige gibts zwar keine aber die brauche ich ja auch nicht bzw. kann ich ja reduntant nochmal einbauen dann gibts halt zwei Abschaltausgänge.

Das einzige wo man aufpassen muß ist die Zellenspannung beim balancieren, selbst gute Balancer gehen da in der Spannung zu hoch.

z.B. bei 3,6 V Balancierspannung auf 3,9V das ist aber ein generelles Problem von Balancern die nur Schalttransitoren drinnen haben und nicht schnell takten.


Gruß

Roman

von R.M - am 20.07.2014 09:13
das stelle ich ja auch agr nicht in frage, nicht umsonst biete ich die Low Budget Lösung ja selber an, aber für so eine Messung zur Veröffentichlung!! wo es darum geht die maximale lebensdauer der Akkus zu erziehlen etc pp!! ist dies Art wie hier gearbeitet wurde, stümperhaft!

von Sven Salbach - am 20.07.2014 10:54
Die Studie ist ja auch schon ein paar Jahre her. Da hat sich mittlerweile doch einiges getan.

Zu dem sind oft die Geldmittel knapp. Da muss man nehmen was man bekommt.

Interessanter sind für mich die Ergebnisse!

von Emil - am 20.07.2014 11:40
Ich haben einen 100Ah 8S Pack und ein 100A BMS.

Laut Celllog ;) schaltet es exakt bei 3.485 das Balancing an und bei exakt 3.645 wird der Ausgang beim Laden hochohmig.

von Emil - am 20.07.2014 11:43
Das meine ich ja, die Ergebnisse sind somit nicht wirklich verwertbar! Auch wenn es dennoch nicht schlecht aussieht, und die Akkus eigentlich gut abschneiden, soll eben langes halten auch hohen Spannungslevel möglichst unterbleiben.
Wie dem auch sei, jedenfalls schneiden die A123 wie erwartet gut ab

von Sven Salbach - am 20.07.2014 11:49
Die hohe kalendarische Alterung bei 20° C hat mich doch etwas überrascht. Nach 500 Tagen nur noch etwa10 % Kapazitätsverlust bei Ladezuständen im Bereich von 50-100%, das ist heftig.

Wie will man da 20 Jahre Lebensdauer z.B. bei Solarspeichern erreichen?

von Emil - am 20.07.2014 12:06
deshalb rate ich ja immer dringends die Akkus kühl zu halten und ich selber lade meine im Hochsommer nur so wie benötigt, also meist steht -39Ah auf meiner Anzeige ...lade dann in den Morgenstunden mit 5-12A nur so viel nach wie ich schätzungweise benötige etc pp...
Das geht aber eben durch die 160Ah auch sehr gut, jemand der nur 90Ah drin hat, kann das natürlich nicht s optimal ausnutzen, da er vielleicht doch spontan weiter fahren will...

Direkt nach dem Fahren lade ich, wenn es keinen Grund dazu gibt gar nicht bei den jetzigen Temperaturen...
Versuche die Akkus immer unter 30°C zu halten

von Sven Salbach - am 20.07.2014 13:48
Wäre für Lithium auch eine Temperaturkompensation der Ladespannung sinnvoll?

von Emil - am 21.07.2014 05:47
nein, das braucht es von allem am wenigsten, bzw wenn man sowieso seltens 100% Reichweite benötigt würde ich das gar nicht weiter denken

von Sven Salbach - am 21.07.2014 08:00
Hier ist noch ein anderer Test.

von Emil - am 21.07.2014 08:53
Manche LiFePO4 Ladegeräte scheinen aber so was wie Temperaturkompensation machen.

Ich kann mich erinnern dass vor etwa 10 Jahren in den Thundersky Unterlagen auch etwas von Temperaturkompensation stand.

von Emil - am 21.07.2014 09:02
wie gesagt, wäre das letzte worüber ich mir einen kpf machen würde, wenn du nicht 100% Reichweite und Schnelladung benötigst

von Sven Salbach - am 21.07.2014 09:33
Hallo

Bei der Ladung nicht, bei der Entladung wohl. ich erlebe öfter daß kalte Zellen im Flugmodell bis 1,7 V bei 30C einbrechen wenn sie voll sind. Deshalb deaktiviere ich die Unterspannnugsabschaltung für die ersten 30s.

Bei dem Strom ist das natürlich nach 15s vorbei da ist die Zelle warm.

Gruß

Roman

von R.M - am 21.07.2014 19:43
Danke für den Link!

Da stellen sich mir wirklich die Fußnägel hoch, wenn ich einerseits bedenke, wie stümperhaft die Akkus ausgeführt wurden und ganz besonders wenn ich daran denke, welch immense Summen hier investiert wurden, um letztlich ein Ergebnis zu erhalten, dass letztlich jeder Hobbyist mit nem Modellbaulader ebenso hätte auf die Beine stellen können.

Und das ist sicher nur ein Projekt von vielen ...das Geld wäre sinnvoller in Ladeinfrastruktur angelegt!

Gruß Dieter

von LiFeEl - am 25.12.2014 13:21
Hier ein interssanter Thread zum Thema LiFePO4.

Hier ist es mittlerweile Konsens, dass das Laden von LiFePO4 Akkus mit mehr als 3,45V die Lebensdauer erheblich verkürzt. Deshalb schalten viele Nutzer ihre Ladegeräte nach dem Erreichen einer Zelle von 3,45V einfach ab. Ein Nutzer hat nach fast 1000 Zyklen mit den Winston Zellen keinen Nenneswerten Kapazitätsunterschied feststellen können.

Auch verzichten viele auf einen ständig vorhandener Balancer, einmal weil deren Zellen beim Laden mit dieser maximalen Spannung kaum driften und auch damit Ungleichgewichte, die durch die Balancer selbst verursacht werden könnten, vermieden werden. Es gibt Leute deren Winston Zellen nach vielen 100 Zyklen praktisch keine Unterschiede zeigen.

In den Dokument das ich zuletzt gepostet habe sieht man einen erheblichen Unterschied in der Lebensdauer auch je nach Nutzung. Eine durchschnittliche Nutzung im unteren bis mittleren Bereich des SOC führt zur längsten Lebensdauer, während ein Betrieb am oberen Ende dagegen zur kürzesten Lebensdauer.

Vor diesem Hindergrund stellt sich mir die Frage ob die auch hier im elweb propagierte Praxis die Zellen jedes Mal bis auf 3,60V voll zu laden und jedes Mal die Zellen mit dieser hohen Spannung auszugleichen hinsichtlich der Lebensdauer wirklich zielführend ist, und ob es nicht schon nach einigen 100 Zyklen zu einem bösen und teueren Erwachen kommt.

Man erreicht wahrscheinlich mit dieser hohen Ladespannung die Zahl der Zyklen, allerdings keine lange kalendarische Lebensdauer. Die Zyklentests werden ja innerhalb kürzester Zeit durchgeführt, lassen deshalb keine Aussage über kalendarische Lebensdauer zu.

Was nützen einem 5000 Zyklen innerhalb von einem Jahr?

Man sollte jetzt nicht glauben, dass dann bei 250 Nutzzyklen im Jahr der Akku auch 20 Jahr hält, so wie es gerne einfach hochgerechnet wird. Gerade das Laden mit viel zu hoher Spannung, das halten der Zellen bei hoher Spannung während des Ausgleichs und der ständige Betrieb nahe bei 100 % SOC führen dann möglicherweise dann dazu das nach 5 Jahren schon Schluss ist.

Ich habe meine Akkus bisher mit 3,50 V pro Zelle geladen und auch der Balancer startet bei dieser Spannung. Ich werde die Spannung weiter auf 3,45V senken, insbesondere da überwiegend mit relativ niedrigen Strom geladen wird, und das Ladegerät wird auch spätestens dann abgeschaltet wenn eine Zelle 3,50 V erreicht hat. Eingeschaltet werden die Ladegeräte erst wenn mindestens 30% der Kapazität entnommen wurde. Eine ähnliche Methode verwendet übrigens mittlerweile mein Notebook. Wo der Akku früher nur etwa 1 Jahr hielt hat er jetzt nach 3 Jahren noch die volle Kapazität.

Was ist Eure Meinung zu diesem Thema?

von Emil - am 30.12.2014 16:48
Meine direkte Empfehlung lautet daher ja auch bis 3,5V und gelegentlich auf 3,65V Laden zwecks ausgleich.
Das Problem ist, das man um 3,4V noch kaum Drift erkennen kann, daher glauben viele Irrtümlich, alles sei in bester Ordnung und einige Monate später dann ein unerklährlicher ausfall....

Bei all diesen Lösungen ist daher eine Einzelzellenüberwachung ZWINGEND!
Dann würden viele auch sofort erkennen, weshalb es zum Ausfall kam...wenn einmal mit höherer Spannung geladen wird...

Das ist das fiese an den LifePos :-) Viele ANwender nehmen haben halt noch die Kentnisse von Blei und übertragen diese Beobachtung auf die FePos, dummerweise geht das eine ganze zeit gut, daher wiegt man sich in falscher Sicherheit, bis....----

von Sven Salbach - am 30.12.2014 17:28
Vielleicht sind die hochwertigen automatischen Bleiladegeräte doch gar nicht so schlecht für das Laden von LiFePO4 Akkus, wenn man die Spannungsschwellen und Zeiten für Absorptions- (3,45V/Zelle), Erhaltungs- (3,30V/Zelle) und Ausgleichsladung (3,60V/Zelle mit Strombegrenzung) auf vernünftige Werte einstellen kann.

Hier noch eine Zusammenfassung der Ergebnisse des A123 Tests aus der Arbeit von Jens Groot:

Quelle
Der durchschnittliche SOC für D hat einen Fehler in der Tabelle.

Fehlerursachen bei Lithium Akkus

von Emil - am 31.12.2014 06:14
keine Frage, daher rate ich auch oft/meist dazu, den Originallader zu behalten. Einzig die unnötige Standby Ladung ist unschön und sollte unterbunden werden.
Insbesondere weil es hochwertigere zuverlässige Bleilader am MArkt gibt, bei liFePo Ladern ist die Auswahl deutlich kleiner und Qualitativ..naja wenn richtig teuer gibt es 2-3 mögliche zur Auswahl..

von Sven Salbach - am 31.12.2014 06:29
Die Standby Ladung spielt eigentlich keine Rolle wenn Die Spannung unter 3,33V liegt, da ja dann normalerweise kein Strom mehr fließt. Wenn man keine SOC abhängige Schaltung hat kann man die Spannung auch auf 3,2 V senken, so dass die Zellen erst Mal ein Stück entladen werden, bevor sie wieder geladen werden.

Es hängt natürlich auch von der Anwendung ab. Bei einem Elektromobil würde man das Ladegerät einfach komplett abschalten. Wenn man allerdings eine Stromversorgung für Wohnmobil, Yacht oder das Haus realisiert, da sollte man sicherstellen, dass vorhandene Solarenergie auch genutzt wird und der Akku nicht unnötig entladen wird.

Hier wäre dann eine Ertrags- und Verbrauchsprognose für den nächsten Tag interessant. Dann könnte man den Akku nur auf eine Kapazität von 20 % + (Ertrag - Verbrauch) + Reserve aufladen und somit den Akku schonen. Allerdings ist das nur für die Sommerzeit relevant wo es einen großen Überschuss gibt. Im Winter, wo der Verbrauch in der Regel über dem Ertrag liegt reicht es wenn man die 20 % Untergrenze hält.

von Emil - am 31.12.2014 06:40
Artikel zum Thema Calendar Life

von Emil - am 02.01.2015 19:24
Why lithium batteries die.

von Emil - am 03.01.2015 18:52

Re: LiFePo4 Laden bei Kälte

Gibts schon Tips zum Laden der 12 Stück 100er Winstons bei 0 bis -10 Grad? um Lebensdauer zu erhalten ?
Da ich jetzt ca 10 km El fahre brauch ich nicht unbedingt viel Kapazität .

Ich lade dzt mit ca 15 A Höchststrom das Ladende ist 3,46 V ( Das Litrade BMS balanct ab 3,4)

Sicher vernünftig ist direkt nach dem Fahren zu laden da sind Akkus am wärmsten- ( ich hab auch den Unterboden mit Plane zugeklebt ( Das Dreckloch ist zu )

soll man eher mit 30 A Laden damit beim Laden mehr Wärme entsteht ?
sind 7A besser ? ( Wenn Zeit gerade keine Rolle spielt )

soll man eher nur alle paar mal voll laden bis zum Balancen und dazwischen nur mal kurz nachladen bis 3,35 V ?

ist sogar eine höhere Ladeendspannung bei Kälte besser wie bei Bleiern oder gar verboten ?

von Christian s - am 04.02.2015 07:02

Re: LiFePo4 Laden bei Kälte

Jede Erwärmung Durch Last oder LAden bedeutet extremen Stress für den Akku, also viel Wärme, viel Stress...
Daher direkt nach dem Fahren LAden, wenn der Akku sowieso noch warm ist UND generell bei allen gängigen Akkus gilt je langsamer desto schonender!
Gerade bei niedrigen Temperaturen ist es bei LI sehr wichtig, langsam zu laden.
Im Winter so oft wie möglich laden, also direkt nach der Fahrt und auch ruhig bis 3,65 V oder so!!!
DENN je lehrer die Zellen sind, desto höher ist ihr Innenwiderstand und je höher der ist, desto wärmer wird der Akku bei den hohen Anfahströmen und desto mehr wird er also gestresst.

Ich schalte trotzt meiner 16x160Ah beim Anfahren die Heizung ab und sobald es auf fahrt ist wieder an, bzw erst Stufe eins und dann evtl zwei.
Ich versuche wenn irgendmöglich 100A Batteriestrom niemals zu überschreiten.
Daher macht es Sinn den alten Dynamischen Strombegrenzer im EL verbaut zu lassen bzw sich an der Spannungsanzeige weiter zu orientieren..
Ich versuche beim F4 die Anzeige nie unter 1/2 gehen zu lassen im Spannungsbereich.
Das wird bei kleineren Zellen natürlich so nicht klappen.
Das gute an den 160Ah ist, das die während der Fahrt immer genau mit den im Datenblatt empfohlenen Werten betrieben werden also 0,3C und nur beim Anfahren mal mit 0,6C

Ich lade selbst übrigens heute bei 0,5°C Akkutemperatur nur mit 10A bei 160Ah Zellen!

von Sven Salbach - am 04.02.2015 07:29

Re: LiFePo4 Laden bei Kälte

Danke sven für die Info ! bei 3,65 V beginnt ja am BMS schon der orange bereich. Du meinst also im winter kann man da ruhig öfters hinladen. mit wenig strom. werds mal machen

bei steigung schalte ich die Heizung auch aus seit ich bemerkt habe daß da schon trotz strombegrenzung die Gesamtspannung auf ca 36V einbricht ( also gemittelt auf 3V) . ohne Heizung hält sie sich mit vorsichtigem Gasfuß so gut wie immer drüber .

von Christian s - am 04.02.2015 10:04
Nach den Ergebnissen dieser Doktorarbeit steckt hinsichtlich Lebensdauer noch erhebliches Potential in LFP und NMC Zellen.

[attachment 1423 14341168366500.jpg]
[attachment 1424 14341168652351.jpg]

von Emil - am 12.06.2015 13:48
Aber welche Zyklentiefe? Ich kann mir schwer vorstellen, dass jeder Zyklus eine 0%-100% Ladung/Entladung war. Dann hätten wir es mir lauter Wunderzellen zu tun.
Da ich ehrlichgesagt zu faul bin die Doktorarbeit zu lesen: Steht irgendwo etwas zu der Zyklentiefe bei diesen Messungen?
Die Angabe des Spannungsbereichs ist bei den unterschiedlichen Entnahmeraten ausgesprochen nichtssagend. Ausschlaggebend wäre der Start/Ende-SoC bei jedem Zyklus.

von E. Vornberger - am 12.06.2015 15:08
Zitat
E. Vornberger

Da ich ehrlichgesagt zu faul bin die Doktorarbeit zu lesen: Steht irgendwo etwas zu der Zyklentiefe bei diesen Messungen?


Da soll man es Recht machen können, alles akademisch genau beschrieben und dann ist zu Lang :confused:

von Manfred aus ObB - am 12.06.2015 15:34
Die Antwort steht doch unter den Diagrammen (Spannungsbereich und Entladerate). :drink:

Ich halte das schon für aussagekräftig win man das mit den Erfahrungen mit aktuellen Zellen vergleicht. Der SOC dürfte sich zwischen etwa 0 und 95 % bewegen.

von Emil - am 12.06.2015 16:33
Genau das ist eben nicht aussagekräftig. Die Spannungslage der Zellen gibt keinen aussagefähigen Ladezustand. Schon gleich gar nicht, wenn die verschiedenen Zelltypen auch noch mit unterschiedlcihen C-Raten zykliert wurden. Das ist einfach hahnebüchen.
Nur die genaue Angabe der Lade/Entladetiefe lässt vergleichen, wie die Zyklenzahlen zu interpretieren sind. Es macht einen sehr großen Unterschied in der möglichen Zyklenzahl, ob ich z.B. von 20%-80% oder von 5%-95% zykliere. Siehe die Datenblätter der Hersteller.
Den Doktotvater möchte ich mal kennenlernen. Von Akkutechnologie hat er jedenfalls keine Ahnung.

von E. Vornberger - am 12.06.2015 17:13
Zitat
E. Vornberger

Den Doktotvater möchte ich mal kennenlernen. Von Akkutechnologie hat er jedenfalls keine Ahnung.



Nun des ist

"Doktorvater Herrn Prof. Werner Tillmetz"

Also der

Prof. Dr. Werner Tillmetz Leiter des Geschäftsbereiches Elektrochemische Energietechnologien


Bildquelle:[www.zsw-bw.de]


Soll ma den Kontakt vermitteln der freut sich sicher wenn Er was dazulernt :o

weil sonst schmeist Der des ganze schenne Forschungsgeld zum Fenster naus

[www.iwr.de]

Zitat

Hoher Wertschöpfungsanteil entfällt auf die Batterie
Die Zellen haben eine Lade-Endspannung von 4,1 Volt, ein Gewicht von 650 Gramm und
entsprechen dem PHEV-1-Standard für Plug-in-Hybride. Eine Optimierung soll demnächst vorgenommen werden.
„Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht“, so Tillmetz weiter. „Durch verbesserte Prozesse können wir die Kapazität, Qualität
und Ausbeute in den nächsten Monaten deutlich erhöhen.“

Laut einem aktuellem Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität entfallen bis zu 40 Prozent des Wertschöpfungsanteils
in Elektrofahrzeugen auf die Batterie. Das Automobilland Deutschland will künftig in diesem Markt mitmischen und die wettbewerbsfähigsten
Zellen für Elektroautos entwickeln und fertigen.


Millionen-Unterstützung für Batterie-Anlage von Bund und Land


von Manfred aus ObB - am 12.06.2015 17:33
Ich muss jetzt doch mal erläutern, wieso ich das alles schreibe. Ich bin Dipl.-Physiker und bin seit über 20 Jahren mit Unterbrechungen e-mobil und war lange Zeit beruflich mit der Entwicklung von Leistungselektroniken, Batteriemanagementsystemen und Grundlagenuntersuchnungen zu Akkutechnologie beschäftigt. Von daher weiß ich wieviel Unsinn hier auf dem Gebiet teilweise verbreitet wird.
Die Klemmspannung bei Li-Akkus ist absolut ungeeignet den genauen Ladezustand zu bestimmen, und damit auch ungeeignet irgendwelche Zyklenzahlen zu bestimmen. Für verwertbare Ergebnisse ist der gemesse Ladezustand relvant, gemessen über die geladene und entnommene Strommenge, sonst nichts. Indirekt kann auch der dynamische Innenwiderstand herangezogen werden.
Nur an den extremsten Enden der Lade/Entladekurve kann man Überspannung und Tiefentladung detektieren. Und wenn man bis an diese Enden zwischen 0% und 100% zyklisch lädt kann man die möglichen Ladezyklen einfach den Datenblättern der Hersteller entnehmen und kann sich die Doktorarbeit sparen. Alles was über 0% und unter 100% SoC liegt ist extrem abhängig von Temperatur, Innenwiderstand und C-Rate so dass man das gar nicht erst versuchen sollte.
Ohne die Angabe des jeweiligen Lade/Entladetiefe sagen die Ergebnisse gar nichts und sind irreführend. Eine Projezierung der Zyklenlebesdauer auf 81 Jahre ist einfach lächerlich und nichtssagend.
Kein Automobilhersteller würde sich auf so etwas verlassen. Alle SERIÖSEN Untersuchungen zu dem Thema belegen das.
Führend sind in D neben z.B. der RWTH (Lehrstuhl Prof. D. Sauer) vor allem die Automobilzulieferer, die ohne verifizierbaren und reproduzierbaren Untersuchungen keine Chancen hätten Ihre System auf die Straße zu bringen.

von E. Vornberger - am 13.06.2015 08:43
Zitat
E. Vornberger

"Eine Projezierung der Zyklenlebesdauer auf 81 Jahre ist einfach lächerlich und nichtssagend."


Also da hätt ich jetzt zminderscht die korrekte Aussage dort als Zitat erwartet, mit Quellenangabe
um verifizieren zu können, daß die Zusammfaßung nicht aus den Kontext gerißen is, weil des klinkt
mir sehr nach Dr. Sheldon Cooper ( auch in Physik ) der Penny erklärt das Lichtjahre eine Entfernungseinheit
und keine Zeitangabe ;-)

von Manfred aus ObB - am 13.06.2015 09:13
er hätte es so gerade noch verwenden können, wenn er sich auf LiPos bezogen hätte...aber offenbar kennt der Typ nicht den unterschied zu LiFePo und hat damit die ganze Arbeit versaubeutelt...

von Sven Salbach - am 13.06.2015 09:42
Mir scheint Du hast die Dissertation immer noch nicht gelesen und erlaubst Dir trotzdem ein Urteil. Wenn Du sie nämlich gelesen hättest dann wüsstest Du dass nicht die Klemmenspannung als Kriterium für den Zyklentest verwendet wird.

Ist es normal, dass Du Dir bei Deiner Arbeit auch ein Urteil erlaubst bevor Du Dich über die Fakten informiert hast?

von Emil - am 13.06.2015 09:59
Zitat
Emil
Die Antwort steht doch unter den Diagrammen (Spannungsbereich und Entladerate). :drink:

Ich halte das schon für aussagekräftig win man das mit den Erfahrungen mit aktuellen Zellen vergleicht. Der SOC dürfte sich zwischen etwa 0 und 95 % bewegen.

Es geht genau um diese Aussagen "Die Antwort steht doch unter den Diagrammen.." und "..dürfte...".
Die Texte zu den Diagrammen stellen eben völlig falsche Schlussfolgerungen dar und das "...dürfte.." beschreibt genau das Problem, dass nämlich der SoC und damit die Zyklentiefe mit Sicherheit nicht gemesssen wurde.

von E. Vornberger - am 13.06.2015 11:19
Zitat
E. Vornberger

Es geht genau um diese Aussagen "Die Antwort steht doch unter den Diagrammen.." und "..dürfte...".
.


Dürfte, sollte, könnte und wen man wollte könnte man den Text sogar lesen

Was wäre mal rein Hypothetisch, wenn ein normaler Bürger ohne Dr. und Bachlor und Herr Professorin oder
sonst was, würde das lesen und sich dann Fragen und wenn der junge Mann für SOC einen deutschen
Begriff verwendet hätte, was würd das wohl bedeuten, das andere Akademiker vor lauter ich hab immer Recht
( so wie halt üblich ) das garnicht verstehen würden :joke: ( oder auch Nicht )


Sven hast Du den Text in der PDF gelesen oder wie die meisten hier nur die ersten Seiten :rolleyes:

von Manfred aus ObB - am 13.06.2015 13:26
nur überflogen und mich dann derallgmeinem kritik angeschlossen ;-)
Hatte beim Überfleigen halt auch nichts dergelichen gesehen..*schäm*

von Sven Salbach - am 13.06.2015 14:26
Hallo
Auf die Gefahr hin, dass das Thema verfehlt wird, möchte ich Euch auf diese lesenswerten Grundlagen hinweisen:
[www.buya123products.com]
Battery Pack Design, Validation
,
and
Assembly Guide
using A123
Systems
AMP20
M1
HD
-
A
Nanophosphate
®
Cells

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 28.02.2016 22:07
Ich möchte mal die Diagramme um ein neues zur kalendarischen Alterung ergänzen:
[attachment 2360 lifepo4-alterung-4979428969058621637.PNG]

Es ist aus dem diesem Bericht.

Das Studium des Reports kann ich jedem nur empfehlen.

Daraus ergibt sich für mich die folgende Ladestrategie für Elektroautos um die Alterung so klein als möglich zu halten:
- Fahrzeug erst unmittelbar vor der Nutzung laden.
- Laden so schnell wie möglich aber in der Regel kleiner als 1C
- Standzeiten möglichst mit weniger als 70 % bei LiFePO4, 50 % bei NCA von Tesla
- möglichst nur den SOC Bereich 20-70 % nutzen

Eine tägliche Standzeit von 2 h bei 100 % ist genauso schlimm wie eine Standzeit von 1 Monat bei 100 %.

Es ist also viel besser statt einmal die Woche auf 100 % zu laden und jeden Tag nur 10-20 % zu nutzen, jeden Tag unmittelbar vor der Nutzung immer auf 50 % zu laden.

Balancing bei jedem Laden, und passives Balancing generell ist sehr schlecht für die Zellen, wenn nicht sofort danach wieder auf einen Wert vor der letzten Stufe entladen wird.

Die tägliche Nutzung ist mit ein entscheidender Faktor wie schnell die Degradation fortschreitet. Ein Jahr lang jeden Tag 2h auf 80 % ist genaus schlimm wie 1 Monat lang auf 80 %. 10 Jahre lang jeden Tag 2h auf 80 % ist genauso schlimm wie die im Diagramm gezeigten 10 Monate auf 80 %. Mit der richtigen Strategie kann man meiner Meinung nach die kalendarische Alterung halbieren ohne dass es eine wesentliche Einschränkung bedeutet.

von Emil - am 19.06.2017 06:43
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.