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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Manfred aus ObB, J_T_Kirk, Peter Dambier, Ralf Wagner

Fraunhofer ISE Freiburg Batterieforschung

Startbeitrag von Ralf Wagner am 23.10.2014 21:23

Hi Zusammen,
ich war heute im ISE und hatte eine sehr interessantes Gespräch und Führung. Das ISE widmet sich unter anderem dem Speicherthema, testet Batterien und es wird an Batteriemanagementsystemen entwickelt.

Ein Thema am ISE ist vorhandene Batteriesysteme zu testen, aktuell werden Li Systeme getetstet, in Klimakammern unter definierten Bedinungen. Es gibt Firmen die Batteriesysteme dort testen lassen. Es gibt ein beeindruckendes Messequipment um Batterien auch mit hohen Leistungen zu zyklen. Neben Li Systemen steht dort auch eine sehr große Redox Flow Batterie.

Im Focus steht auch die Entwicklung von aktiven Batteriemanagementsystemen und eine möglichst genaue Bestimmung von State of Charge (SOC) und State of health (SOH). Für die genaue (!) Bestimmung des aktuellen SOC müssen sehr viele Parameter betrachtet werden. In dem Bereich arbeiten offenbar viele Systeme noch sehr rudementär, so dass hier wohl tatsächlich noch viel Entwicklungsbedarf besteht. Die Hardware der BMS ist noch überschaubar, interessant ist die Software mit der die Batterie nachgebildet ist um aus aktuellen Messwerten auf den realen Zustand der Zellen zu schließen.

Interessant war auch die Diskussion zu Lebensdauern von Zellen, auch dort war mein Ansprechpartner persönlich der Meinung dass die Tesla Standardzellen keine 20 und voraussichtlich auch keine 10 Jahre halten (8 Jahre Gewährleistung), das war auch von anderen Batterieexperten schon so zu lesen. Problematisch ist dabei weniger die Zyklenlebensdauer sondern die kalendarische Lebensdauer. BMW hat deutlich hochwertigere Zellen, allerdings auch den deutlich höheren Preis und damit die viel kleinere Batterie, was die Gesamtnutzbarkeit gegenüber Tesla deutlich reduziert. Ich ziehe daraus den Schluss das man nicht mit einer Batterielebensdauer länger der Gewährleistung rechnen sollte. In 8 Jahren wird es vielleicht andere Techniken geben, 5 x mehr Kapazität als heute ist denkbar. ... Das wären dann 1000 km NEFZ Reichweite für die ZOE oder 2500 km für den Tesla oder ein rollender Speicher für zu Hause. Aufladen mit PV Strom am Arbeitsort und Abends einspeisen ins Heimnetz, die Idee hatte ich schon länger...

Ich bleibe dort in Kontakt.
Ralf

Antworten:

Wenn ich mir so die Netzteile in PCs anschau, was soll da blos kaputt gehen ...

Mal die "Elkos" anschauen, oh, oh, 20 Stück von jeder Sorte und 3 Stück von jeder Sorte haben sich schon ganz schön aufgeplustert. Zugegeben, Elkos werden längst nicht mehr gebaut und schon garnicht eingebaut, allerhöchstens verbaut.

Was wie ein Elko aussieht, knallt auch wie ein Elko wenn er explodiert und stinkt auch wie ein Elko und das graue Zeug was er aushustet wird für Kurzschlüsse im ganzen PC sorgen.

1973 habe ich meine Amateurfunklizens gemacht. Das 12V Netzteil von damals lädt heute Batterien. Bis auf die Elkos alles bestens. Den Regeltransistor kann ich blind ein- und auslöten, jedesmal wenn ich mit einem Blechschraubenzieher die Spannung vereht habe, gab es einen kurzen ... und da wo früher ein Elko war sind jetzt fünf. Das ganze Gehäuse ist voller Elkos, aber das Ding ist unkaputtbar. Schaltnetzteile gab es damals nicht. Also das Netzteil von 1973, gebaut in Japan 1972 mit Teilen aus Japan von 1969 funktioniert weitgehend unverändert und besser gesiebt, als damals, vor allem kommt es besser mit vagabundierender Hochfrequenz klar, weil ich ausser den Elkos auch noch ein paar Keramic Cs verteilt habe. Verbaut habe ich die nicht, ich habe sie sorgsam und wohlplatziert untergebracht, eingebaut.

Vielleicht steckt da das Übel. In der Massenfertigung wir nicht mehr eingebaut, sondern verbaut. Her damit, stecks rein, Hauptsache weg. Ob das jetzt ein Elko war, oder eine Handgranate, der Kunde wirds schon herausfinden, er hat ja schliesslich Garantie.

Ein Alurohr, abgeschnitten, bei 18 oder 24 Millimeter, zwei Lagen Schokoladenpapier mit einem Hauch Gartendünger dazwischen und aufgerollt auf einen Alunagel, kunstgerecht ins Alurohr geschoben und oben und unten zugepappt. Teslabatterie.

Anders als Elkos bekommt die normalerweise keine dicken Backen. Also ein Computernetzteil sollte sie schon überleben. Kaputt geht nix. Die verliert nur Kapazitatzi, also Reichweite. Olle Autos werden normalerweise nicht wie Rennwagen gedroschen, Mann geht sorgsam mit ihnen um und Frau sogar besonders behutsam. Da ist Lithium drin, kein Blei. Wie ein El fährt, mit grauem Blei, kann sich jeder vorstellen. Lithium fährt dem Bleianker auch mit 30 Jahren noch davon, aber die Reichweite ist dann wohl nur noch die Hälfte.

In 30 Jahren werden unsere Solaranlagen mit einer Flut billiger, gebrauchter Teslabatterien überschwemmt werden. So billig dass kein Paarhufer sich über die niedrige Kapazität wundert. Schlecht sind die nicht aber sehr haltbar.

Liebe Grüsse von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 25.10.2014 09:47
Zitat
Peter Dambier


.... Kaputt geht nix. .....



Ich weiß Du bist ein Pirat, kleine Empfelung beim Lesen die Augenklappe anheben, im ersten Beitrag steht

Zitat
Forumshausherr
auch dort war mein Ansprechpartner persönlich der Meinung dass die Tesla Standardzellen keine
20 und voraussichtlich auch keine 10 Jahre halten (8 Jahre Gewährleistung), das war auch von anderen Batterieexperten schon so zu lesen.
Problematisch ist dabei weniger die Zyklenlebensdauer sondern die kalendarische Lebensdauer.


Allerdings ist im ersten Beitrag auch zu lesen

Zitat

oder ein rollender Speicher für zu Hause. Aufladen mit PV Strom am Arbeitsort und Abends einspeisen ins Heimnetz, die Idee hatte ich schon länger...


Kleiner Hinweis Frau Aigner hat folgende Idee ( nachzulesen unter [www.stmwi.bayern.de] PDF Seite 26 bis 27 )

Zitat
Ilse im Landtag
Erstens eine Reform des Systems der Netzentgelte:
Sie sollen künftig nicht mehr nur an die verbrauchte Strommenge anknüpfen.
Eine verbrauchsunabhängige Komponente schafft mehr Kostengerechtigkeit.
Wer nur 1000 Kilowattstunden aus dem Netz bezieht, weil er eine Eigenverbrauchsanlage
hat, braucht das Netz genauso dringend wie der, der 4000 Kilowattstunden bezieht.


von Manfred aus ObB - am 25.10.2014 10:27
Ein verbrauchsunabhängiges Netzentgelt gibt es aber bereits. Mal auf die eigene Stromrechnung schauen. Da steht eine Position "Grundpreis", die genau dies beinhaltet. Jetzt können sich natürlich fundametalistische PV Gegner aus Oberbayern gerne darüber aufregen, dass dieser Grundpreis insbesondere für Besitzer einer PV Anlage zu niedrig wäre. Dann ist er aber für alle zu niedrig, auch für diejenigen, die Ihren Strom komplett aus dem Netz oder teilweise aus Wasserkraft, Biomasse oder anderen Quellen beziehen.
Wie dringend man als Privatperson das Stromnetz braucht ist übrigens nur davon abhängig inwieweit man für die Erfüllung der persönlichen Bedürfnisse auf kontinuierliche Stromversorgung angewiesen ist. Es soll auch heute noch Leute geben die keinen Stromanschluß ans Netz benötigen aber z.B. durch gesetzliche Regelungen und Netzbetreiber zum Anschluß gezwungen werden.

Gruß, Uwe

von J_T_Kirk - am 25.10.2014 12:12
Zitat
J_T_Kirk
Ein verbrauchsunabhängiges Netzentgelt gibt es aber bereits. Mal auf die eigene Stromrechnung schauen. Da steht eine Position "Grundpreis", die genau dies beinhaltet.


Gut bin einverstanden, in Zukunft bezahlen Bezieher den Börsenpreis, der Rest wie EEG und was nun noch
alles kommt auf den Grundpreis, also so im Monat 200 € Grundpreis und 350 kWh zu 4¢ bei Vollbezieher im Monatsmittel, macht 14 € pluß die 200 €
der Selbstpvversorger ( der ja gerade dann Strom braucht wenn kein Ernerubarer da ) im Monatsmittel 80 kWh zu 4 ¢ macht 3,20 also 203,20 ¢
ja das könnt Gerecht sein


Zitat
J_T_Kirk
Jetzt können sich natürlich fundametalistische PV Gegner aus Oberbayern gerne darüber aufregen, dass dieser Grundpreis insbesondere für Besitzer einer PV Anlage zu niedrig wäre.


:rp:

von Manfred aus ObB - am 25.10.2014 12:55
Zitat
Manfred aus ObB
Zitat
J_T_Kirk
Ein verbrauchsunabhängiges Netzentgelt gibt es aber bereits. Mal auf die eigene Stromrechnung schauen. Da steht eine Position "Grundpreis", die genau dies beinhaltet.


Gut bin einverstanden, in Zukunft bezahlen Bezieher den Börsenpreis, der Rest wie EEG und was nun noch
alles kommt auf den Grundpreis, also so im Monat 200 € Grundpreis und 350 kWh zu 4¢ bei Vollbezieher im Monatsmittel, macht 14 € pluß die 200 €
der Selbstpvversorger ( der ja gerade dann Strom braucht wenn kein Ernerubarer da ) im Monatsmittel 80 kWh zu 4 ¢ macht 3,20 also 203,20 ¢
ja das könnt Gerecht sein


Zitat
J_T_Kirk
Jetzt können sich natürlich fundametalistische PV Gegner aus Oberbayern gerne darüber aufregen, dass dieser Grundpreis insbesondere für Besitzer einer PV Anlage zu niedrig wäre.


:rp:

Na, dann kannst Du ja schon mal Deiner ach so geliebten Oma Käthe, die alleinstehend 100 kWh pro Monat aus dem Netz verbraucht, erklären warum sie nach Deiner Milchmädchenrechnung künftig statt bisher 30 EUR /Monat nun 204 EUR/Monat zahlen soll!

von J_T_Kirk - am 25.10.2014 13:20
Zitat
J_T_Kirk

Na, dann kannst Du ja schon mal Deiner ach so geliebten Oma Käthe, die alleinstehend 100 kWh pro Monat aus dem Netz verbraucht, erklären warum sie nach Deiner Milchmädchenrechnung künftig statt bisher 30 EUR /Monat nun 204 EUR/Monat zahlen soll!


Aber Du sollst doch keinen Troll Füttern, Schäm Dich :rolleyes:

von Manfred aus ObB - am 25.10.2014 15:18
Zitat
J_T_Kirk

Na, dann kannst Du ja schon mal Deiner ach so geliebten Oma Käthe, die alleinstehend 100 kWh pro Monat aus dem Netz verbraucht,
erklären warum sie nach Deiner Milchmädchenrechnung künftig statt bisher 30 EUR /Monat nun 204 EUR/Monat zahlen soll!



Für welche die bei der Realen Dingen hier auf Terra zuweit ab vom Schuß, da am Ende der Galaxis

[www.solarserver.de]

Überschrift in dem Link

Agora Energiewende fordert Reform des Entgeltsystems für Stromnetze: „Bisherige Netzentgelt-Systematik passt nicht zur Energiewende“

Leseprobe daraus

Zitat

Zum anderen zahlen Industriebetriebe derzeit Netznutzungsentgelte pauschal entsprechend ihres maximalen Strombedarfs.
Dies sei in Zeiten der Energiewende kontraproduktiv, denn es sei durchaus gewünscht, dass Unternehmen ihren Stromverbrauch stark variieren – je
nachdem, ob gerade viel Solar- und Windstrom oder wenig zur Verfügung steht. Die Studie empfiehlt daher, das System der Netzentgelte
so zu reformieren, dass zu Zeiten von Stromknappheit höhere und in Zeiten von hohem Stromangebot geringere Entgelte erhoben werden.


Wer also dann Strom braucht wenn der Strom knapp, wird sich an hohe Preise gewöhnen müßen,
wenn der Strom zum Sau füttern vorhanden gibt's so gut wie nix dafür.

In diesen Sinn etwas Platz in der Kühltruhe machen und rechtzeitig einfrieren.

von Manfred aus ObB - am 09.12.2014 14:09
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