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elweb Batterie
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vor 2 Jahren, 3 Monaten
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vor 2 Jahren, 2 Monaten
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andreas Andreas, Christian s, laase, R, Emil, el El, Peter End., R.M, schachtelhalm, omitreligion, thegray, Joe-Hotzi

Vorrichtung zum Abschätzen des ''Ladezustands'' von Lion Akkus

Startbeitrag von Christian s am 25.10.2015 14:18

Es sind hier momentan Leute im forum wie sven , andreas andreas, richard , laase und einige andere die offensichtlich kniffligste Aufgaben lösen können... vielleicht läßt sich sowas realisieren :

Eine Vorrichtung die so alle 2 sekunden über das Hauptshunt mißt wieviele Amperes gerade fließen und gleichzeitig wieviel Volt die Fahrspannung ist.
Bei vollem Akkus paßt zu jedem Amperewert ein höherer Voltwert ,bei leerem Akku ein niedrigerer.

wenn nun mehrere solche vergleichsmessungen immer niedriger werden zB bei 100A nur noch 36V statt 39V sollte eine Hilfsspannung ( 0 für leer und 2V für voll die unsre Kappaanzeige am Armaturenbrett braucht ) entsprechend reduziert werden und die LED pünktchen werden weniger..

Man könnte sowas dann Einbrechmesser nennen.


das ist sicher eine Aufgabe die nur mit hochintelligenten Bauteilen gemacht werden kann aber vielleicht gibts solche ja.

Für den Laien wäre das ein Kästchen mit 2 Klemmen für den Hauptshunt , zwei für die Fahrspannung
und eine wo die kleinspannung 0-2V rauskommt die man statt dem Kapamesser an das pin 5 der tachoplatine für die Kappaanzeige hängt

Außen am Kästchen sollten noch ein wählschalter oder dip switches sein zur Eingabe der Zellanzahl zB 12 oder 15 Zellen..

Kann natürlich nicht die einzelzellbezogene Unterspannungssicherheitswarnung eines BMS ersetzen aber man hat den ladezustand viel besser im Auge als bei reiner Voltanzeige die man halt über den Daumen mit dem Gasfuß in Bezug bringt

Die 50 interessantesten Antworten:

Was du da skizzierst ist am Ende die Bezugsgröße Ri.

Der Rest ist ein Analogrechner denn man mit OPV aubauen kann.

Nur Hakt das ganze etwas Genauigkeit der Meßwertaufnahme ; Ri-Drift je nach Zellentemperatur und Shunt-Temp. Und je besser der Chemische Speicher ist geht auch sein von Haus aus vorhandener Ri gegen fast nicht vorhanden - ergo die Differenzen sehr sehr klein - aber ich will nicht s Kaputt reden Pardon schreiben dafür bin ich nicht gut genug.

von thegray - am 25.10.2015 14:59
Hallo

Die Temperatur macht da einiges kaputt. Nimm mal die Modellbau Lipos wenns kalt ist brechen die obwohl voll von 4,1 auf 1,7 V unter Last ein.

Die beste Messung ist und bleibt die Ah Zählung die bleiben nämlich gleich.

Gruß

Roman

von R.M - am 25.10.2015 18:11
das temperaturabhängige fällt natürlich auch bei der volt /Gasfußmethode auf aber wenns so kalt ist schrumpft ja auch die kapazität.

bei der Ah messung fällt ja auch das Alter der akkus raus

wäre jedennfalls ganz interessant.... keine ahnung ob sich das leichter als eine Ah Messung machen lässt.

Momentan hab ich mich für meine strecken die meist unter 30km sind ganz gut an den alten Kappamesser in originalkonfiguration gewöhnt..der macht auch sowas ähnliches wie eine ah messung ... trotz antipeukertkorrektur die jetzt nicht mehr stimmt wie schon öfters diskutiert

von Christian s - am 25.10.2015 19:37
Lacht ruhig, ich orientiere mich an der Spannung unter Volllast auf ebener Strecke. Um die 3,15V geht noch viiiel, bei um die 3,10V heißts runter vom Strom und um auf der sicheren Seite zu sein, innerhalb der nächsten 15km laden. Ja der Spannungsbereich ist sehr klein, aber das war mir immer genau genug. Bei Eiseskälte stimmen die Spannungsbereiche bei mir trotzdem so halbwegs, wirds kälter fahr ich zuerst mal nicht mehr mit Gegencompound, wirds kälter dann nicht mehr ohne, sondern nur noch mit vollem Feld. Also die rund 3,10V (dann eben bei vollem Feld) nehm ich auch als Stütze wenns richtig kalt ist.

Christian, die Kapazität schrumpft auch bei Kälte nicht sehr stark, ich fahr prinzipiell ohne Heizung sobald die Scheibe frei ist und schaffe auch bei Kälte annähernd die gleiche Strecke, nur eben langsamer. Eine Rettungsdecke ist leichter und günstiger als größere Akkus ;)

von el El - am 25.10.2015 20:15
Zitat
el El
Lacht ruhig, ich orientiere mich an der Spannung unter Volllast auf ebener Strecke.


Warum sollte jemand darüber lachen? Das sind Deine Erfahrungswerte unter den von Dir festgelegten Betriebsbedingungen.

Ich habe einen Batteriecomputer des sehr genau arbeitet. Aber zur Verifikation verwende ich die Spannungswerte bei Lade-/Entladeströmen die weniger als C/100 betragen. Dies entspricht nahezu der Leerlaufspannung. Und die Leerlaufspannung für LiFePO4 bei verschiedenem SOC ist aus verschiedensten Messungen bekannt.

von Emil - am 26.10.2015 05:53
Ja ja das Laden in St Gilgen !
Eben ich habe bei meinen meist kürzeren Strecken ähnliche Erfahrungen wie Du gemacht u habe mir gedacht ein gerätchen könnte diese sache ja irgendwie anzeigbar machen

Schönen Feiertag !

von Christian s - am 26.10.2015 10:51
Genau Christian :) In Bad Reichenhall ist auch eine gute Tanke, war unlängst in Sallfelden. Mit Rettungsdecke ;)

So ein Gerätchen wär dann in meinem Fall ein gutes Voltmeter, aber es muß ja trotzdem nicht gleich was von Fluke sein, angeschlossen an der Zelle, die unter Last am weitesten runtergeht. Sind ja trotz allem nicht alle gleich von der Kapazität her.

sowas wie eine Tankanzeige wär das trotzdem nicht, weil die Lastspannungen laange Zeit etwa gleich hoch bleiben, ganz langsam runtergehen und eben erst das Durchbrechen der 3,10V eine Aussagekraft hat. So in etwa wie ein Lämpchen das beim Verbrenner die Reserve anzeigt.

lg Konstantin

von el El - am 26.10.2015 11:53
Hallo,

ich baue mir in meine Elektroautos immer einen analogen Drehspul-Voltmeter ein, der z.B. 30 Volt umfaßt. Mit Dioden wird die Spannung genau eingestellt, dass die Anzeige funktioniert.

Hier kann man nun gut ablesen wann die Zellen gebalanced werden und wie sie am Kapazitätsende oder bei Kälte sie sich verhalten.

Gruß, Dragan



von omitreligion - am 27.10.2015 20:06
Hi Christian,
ich weiß nicht, wie es die anderen von Dir Angsprochenen sehen, aber ich hätte keine Lust, noch eine x.te Abwandlung eines BMS in Software (und hier auch Hardware) zu gießen.
In meiner BMS-Software möchte ich es, ähnlich wie Du vorschlägst so machen, daß ich mir
1. die drei schlechtesten (im Sinne von Spannungsauffälligsten) herausfinde
2. die sowohl permanent abspeichere und mit den Ist-Daten aus dem jeweils aktuellen Zyklus vergleiche
3. Bei "matching" mindestens von diesen Zellen immer wiederkehrend Datensätze, bestehend aus U@(I,T) abspeichere und damit
4. die Restreichweitenprognose, die zunächst nur auf den zuvor eingeladenen Ah basiert, "abgleiche".
Dieser Korrelationsvorgang wird wahrscheinlich sehr viel Testzeit in Anspruch nehmen bis man für diese Zellen mit diesem Alter in diesem Fahrzeug sagen kann: das stimmt so hinlänglich.

Alternativ (quickndirtybutcheap) würde ich Dir meine Variante aus Bleizeiten vorschlagen:
1. alle Pole auf Buchsenfeld in die Nähe des Armaturenbretts rauslegen (polnah abgesichert mit je 5A Flachstecksich)
2. mit Li-Monitor a la BM16 oder von Hand das "Sorgenkind" ermitteln
3. dieses mit DVM Modul während der Fahrt beobachten
4. mit BM16 ggf ermitteln, ob es wirklich noch DIESE zelle ist, oder schon eine andere

Wie ich schon mehrfach schrieb: ich persönlich habe zZt nur das BM16. Dieses allerdings so mit Ladegerät und Curtis verbunden, daß sie "nicht ohne BM16 Freigabe können".
Das BM16 zeigt als special feature sehr schön die "bis jetzt" in diesem Zyklus erreichten Minimalspannungen aller Zellen an. Da kann man zB sehen, daß bis Hälfte der Fahrt Z7 das Minimum mit 3.05V "anführt", später aber von Z3 "negativ überholt wird". Ganz zum Schluß kann es auch sein, daß zB bei starker Beschleun doch noch eine eeitere Zelle die Abschaltung des Curtis erzwingt, weil unter 2.7V.
Ich brauche also keine weitere Anzeige neben dem BM16 mehr. In einem anderen FZ habe ich daneben noch einen Ah Zähler an einem LEM, aber das ist eigentlich nur Selbstbetrug, da das BM16 eh dann abschaltet, wenn die erste Zelle Umin unter Last hat und nicht dann, wenn XX Ah rum sind.

Allem paar Wochen (eher Monate) balance ich aktiv mit meinem 16s Ladebalancer über die beschriebene Buchsenleiste (Polzugang) aus.
Viele Grüße, Lars

von laase - am 03.11.2015 17:54
stimmt ! bei li darf man den Èinbruchsmesser`wohl nicht mit der Gesamtspannung sondern mit der spannung der schlechtesten Zellen füttern was noch einen weiteren schritt erfordert um die jeweils schlechtesten zellen zu ermitteln was die ganze software komplizierter macht und aber auch eine unmenge von kabeln zusätzlich zum BMS erfordern würde wenn es nicht darin integriert ist ..

Schönen Abend!

von Christian s - am 03.11.2015 19:19
Zitat
Christian s
... auch eine unmenge von kabeln zusätzlich zum BMS erfordern würde wenn es nicht darin integriert ist ...


Genau das sollte m.E.n. eben ein gutes BMS haben. Das GK-BMS zeigt beste und schlechteste Zelle und schaltet auch zellgenau ab. Schon aus der Spannungsdiff Max - Min und das evtl. Wechsel der Zellnummern lassen sich gute Rückschlüsse auf den Zustand der Gesamtbatterie ziehen. Bei vielen Zellen würde ich mir sowohl von Zmin als auch Zmax zwei der mehr Anzeigen wünschen. Oder eben eine Gesamtübersicht wie bei manchen App.
[attachment 1639 BMS_TEXX_Einzelzellenanzeige_klein.jpg]

von Joe-Hotzi - am 05.11.2015 11:04
beim Litrade BMS kann ich mit einem USB Stecker ja einen Laptop anstecken der graphisch mit balkendiagramm rechtgut sichtbar jede einzelzelle anzeigt ... nur wenn ich dem Laptop im El habe sehe ich die Straße nicht mehr ... auch nichtgut..

ich hab kein smartphone aber ich sehe daß die normalmenschen sowas immer nach zwei jahren wegwerfen solche smartphones sind doch schon halbe computer vielleicht kann man so eines in Zukunft mal statt dem Laptop tauglich machen .

von Christian s - am 06.11.2015 09:57
Hallo Christian,
richtig, Laptop im El geht nicht. Zumindest nicht während der Fahrt.
Ein Tablet (Win7) mit gerade mal 7 Zoll reicht völlig. Hat mich in der Bucht gerade mal 40 € gekostet.



Die Aufnahme wurde bei Sonnenschein gemacht. Bei normalen Wetter spiegelt da nichts.

Ach ja, unbedingt ein Gerät nehmen das nicht über den USB-Anschluss geladen werden muß.
Das wäre sehr unklug !!

von Peter End. - am 06.11.2015 15:39
Da kann man was damit anfangen! hat das Teil die Software brav geschluckt ?

Falls du die details der Softwareinstallation noch im kopf hast , könntest Du sie ja in mein Gerüst einer gebrauchsanweisung im PMOS thread einbauen Den alten Text kopieren u mit deinem neuen Anteil ergänzt mit Überschrift Installation am Tablet als neue thread- Zeile ergänzt wieder reinstellen ...
wäre doch gelacht wenn wir nicht einen guten beipackzettel für das Teil hinbekämen.

von Christian s - am 06.11.2015 18:47
Hallo Christian,

ich habe die Software schon mit allen möglichen Rechnern, Laptops und Tablets zum laufen gebracht.
Wichtig ist halt nur dass der Treiber für das USB-Kabel (Wandler) installiert und ein älteres Windows Betriebssystem benutzt wird.
Also Win-XP, Win7 und wie die alle heißen mögen sind kein Problem. Selbst bei Win8 oder 10 sollte die Software laufen. Das habe ich aber noch nicht probiert. Allerdings funktioniert die Treibersoftware des USB-Wandlers nicht mit den neuen Betriebssystemen. Also geht"s nicht.

Dieser Wandler (USB auf TTL UART) sollte am besten beim Jens gekauft werden. Vor allem wenn man nicht genau weiß was genau man braucht. Da gibts einige verschiedene Ausführungen.

Zur eigentlichen Installation und Inbetriebnahme kann ich nicht viel Schreiben. Das ist jetzt schon einige Monate her und das Ding läuft ohne Probleme. Habe mich zwischenzeitlich auch nicht mehr damit befassen müssen. Aber wenn ich es (dank der Hilfe vom Jens) hinbekommen habe ist es insbesonders für die heutige Generation die mit Computern und Co. aufgewachsen ist überhaupt kein Problem.

Christian, sorry aber ich habe bis heute nicht kapiert wie ich einen geschriebenen Text hier im Forum so kopiere dass er im nächsten, von mir geschriebenem Beitrag wieder erscheint und ich ihn bearbeiten kann. Ist wahrscheinlich sehr einfach, ich muss aber nicht alles wissen. Vielleicht könnte jemand anderes meine Erkenntnisse in den Text einfügen, bzw. ins Elwiki stellen.

Aber nochmal der wichtige Hinweis, falls jemand sich ein Tablet für diesem Anwendungsfall besorgen möchte: Dieses Gerät muß eine Lademöglichkeit oder eine Spannungsversorgung haben die nichts mit dem USB-Anschluss zu tun hat. Es reicht nicht vor Fahrtbeginn die internen Akkus zu laden. Der Stromverbrauch des am besten sehr hell eingestellten Bildschirms ist viel zu hoch um auch nur 1 Stunde so überbrücken zu können.

mfG
Peter

von Peter End. - am 07.11.2015 13:43
wenns schoneinige monate her istweiß mans nicht mehr so genau geht mirauchso ich hätt damals genau mitschreiben sollen ...
zum kopieren einfach mit derli maustaste drüberfahren daß es blaul wird strng c drücken u dann einen neuen beitrag öffnen u mit strg v wieder hinenin u dort bearbeiten...

von Christian s - am 07.11.2015 17:01
Danke, ich dachte das hat was mit der Schaltfläche "Zitierten Text einfügen" zu tun.

Ich habe mal was ergänzt.

Allerdings sind meine Hinweise zur Beobachtung der Zellspannung während der Fahrt dort vielleicht nicht an richtiger Stelle plaziert. Das BMS funktioniert ja auch ohne diese Anzeige.

mfG Peter

von Peter End. - am 07.11.2015 18:05
https://www.youtube.com/watch?v=py_LKc1Zt7w

5,41€ incl. Versand

manual

Das ist dann meine Version mit der Spannungsüberwachung etwas verfeinert und mit schickem Balken.

Ha, den Spaß gönn ich mir!

von el El - am 07.11.2015 20:45
Und noch eine Idee (Jack EVTV)

Die Batterie in zwei Teile (es muss nicht halbe/halbe sein) teilen und die Spannungen vergleichen.

Sobald die auseinander laufen ist eine Zelle leer. Wenn man weiterfährt geht die kaputt.

von schachtelhalm - am 08.11.2015 18:34
Hallo

Oder halt Vorwiderstand wenn der Strom klein genug ist schaden auch hohe Spannungen nicht.

Gruss

Roman

von R.M - am 08.11.2015 20:20
Hallo
Das Victron BMV-700 oder 702 soll ja nicht schlecht sein, aber für 145€+USB Adapter 56€ ist es halt etwas teuer, aber schon deutlich billiger als vor 10 Jahren. Da waren es noch 400$.

Aber wie wäre es denn hier mit:
[www.ebay.de]

Spannung, Strom, Kapa, was will man mehr für 35€?

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 10.11.2015 18:45
Du musst halt jedes Mal nach Vollladung das Teil zurücksetzen. Ich weiß auch nicht ob es die aktuelle Kapazität bei Wegfall der Versorgungsspannung hält, genauso wie auch viele andere Batteriecomputer.

Ich halte das Teil eher für reine Kapazitätsmessungen für geeignet, weniger als SOC Anzeige.

von Emil - am 11.11.2015 06:16
Du meinst also bei Vollen akkus die gut gematcht sind wird die Differenz auch unter schwerer Last nicht groß sein , bei imer leererer Ladung das auseinanderlaufen zwischen den doch minimal schlechteren u besseren größer werden und dann ev zwischen den besseren 6 Winstons und den schlechteren 6 winstons eine Differenz im einstelligenVoltbereich entstehen ?

weil die wahrscheinlichkeit dass exat bei den einen 6 gleich viel relativ gute u schlechte wie bei den anderen ist sehr gering ..

könnte man da mit dioden marke grätzschaltung was konstruieren daß nurmit EINEM meßgerät oder gar einer kleinen glühlampe oderder Kappaanzeige mit 0-2V input diese differenz sichtbar wird

von Christian s - am 11.11.2015 09:47
Genau so, aber wir diskutieren wieder das gleiche in zwei Fäden. Der andere ist der zu den Säften im Peugeot. ....welcher sind das.

von R - am 11.11.2015 10:58
oje den SAFT Thread hab ich gar nicht angeschaut

von Christian s - am 11.11.2015 11:18
Hallo Emil
Die Eingestellten Parameter bleiben erhalten, auch bei Abschaltung=Trennung der Batterie. Wahrscheinlich geht dabei aber der aktuelle % Wert verloren. Das Teil besitzt einen Sleep-Modus mit maximal 20µA Verbrauch, die Spannungsschwelle kann man konfigurieren. Man kann es also angeschlossen lassen, ohne eine Tiefentladung zu riskieren.
Ich dachte, es geht hier um Kapazitätsanzeige, denn nichts anderes ist der SOC. Das teure Victron Teil versucht den 100% SOC irgendwie zu schätzen. Das kann auch schief gehen. Ein manueller Reset ist vielleicht gar nicht so schlecht. Muss ich bei meinem Tageskilometerzähler auch so machen. Auf jeden Fall kann es die Ladung in beide Richtungen zählen, und das ist vielleicht wichtig, wenn man rekuperiert. Es kann sicherlich auch anzeigen, dass 100%+-X nach einer Ladung wieder reingegangen ist, was ich ebenfalls sehr hilfreich finde.
Ich habe mehrere Tage dafür recherchiert, wenn jemand ein Teil mit besserem Preis/Leistungsverhältnis findet, dann bin ich sehr interessiert. Es muss aber auch was können.
Negativ bei diesem Artikel: 6 Wochen Lieferzeit oder 20€ Aufpreis für Luftpost.
[www.ebay.de]
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 11.11.2015 20:36
ich verstehe leider kein Mandarin, wie wird das angeschlossen?

von el El - am 11.11.2015 21:31
Ich meinte ja das mit dem % Wert.

Was nützt es Dir wenn jedes Mal beim Ausschalten der Wert verloren geht?

So ein Batteriecomputer wie der BMV schätzt nicht die 100 %, sondern er zählt die Ah genauso wie dieses Teil. Nur berücksichtigt der BMV auch solche Dinge wie den Ladewirkungsgrad und auch den Peukert-Effekt. Auch Lithium hat einen geringen Peukert-Effekt. Wird er nicht berücksichtigt dann wird ein falscher SOC angezeigt. Zusätzlich setzt sich der BMV unter bestimmten Bedingung beim Laden wieder auf 100 % und kalibriert sich damit automatisch.

Für halte das Teil für den Zweck für den Du es einsetzen willst für unbrauchbar.

von Emil - am 12.11.2015 05:34
Hallo
Ich fände es interessant, den Peukert Effekt selbst messen zu können.
Das Rücksetzen auf 100% finde ich nicht schlimm. Die Stromaufnahme im Standby beträgt maximal 4mA. Wie genau das funktioniert werden wir sehen.
Siehe auch: [www.photovoltaikforum.com]
Habe mir jetzt diesen gekauft:
[www.ebay.de]
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 12.11.2015 11:37
Ich bin gespannt!

Aber es kann ja noch Monate dauern bis er da ist. :p

von Emil - am 12.11.2015 14:04
Hallo
Er ist angekommen. Gleich mal einbauen.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 20.11.2015 17:33
Hallo
Ich habe die rote Leitung, die zum Instrumentenbrett geht, abgezweigt, da liegen nur um 6 Volt an, statt 44V. Kann es sein, dass da schon eine Zenerdiode die Spannung vermindert hat? Der alte Schaltplan sagt, daß rot = 36V ist.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 21.11.2015 18:16
Und ich denke noch, mein Messgerät ist kaputt, heute nochmal gemessen, undefinierbare 6V.
Ich wollte sowieso eine nicht abgeschaltete Spannung haben, also + und - durchs Auto gezogen, angeschlossen am Ladegerät, alles zusammengebaut, Sicherung eingesetzt, Anzeige flackert. Ich wackel an den Kabeln und es flackert. Scheiss Schnellverbinder. 4 Stück habe ich ausprobiert, 0.75-2.5mm^2 sollen sie verbinden können, ich hatte 2.5 und 1mm^2, bis 48V, 15A ist angegeben, Originalartikel von Conrad aus der Filiale. Das Produkt ist online nicht erhältlich, da gibt es nur welche zwischen 1.5 und 2.5 bzw. 0.5-1.5 mm^2 .Keiner hat richtig funktioniert. Nach dem Öffnen des Schnellverbinders: Blankes Kupfer. Ein Rätsel. Wahrscheinlich ist das Etikett falsch spezifiziert.

Also, wenn ihr Freude am Schrauben haben wollt, nehmt niemals Schnellverbinder, auch Stromdieb genannt. So, jetzt schneit es, ich habe keine Lust mehr zu schrauben, heute nur noch schreiben.

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 22.11.2015 17:16
Hallo
Nach einer Reichweiten und Leistungs-Testfahrt möchte ich mal über meine Erfahrungen berichten.
[www.photovoltaikforum.com]
Das Teil ist wohl nicht ganz identisch zu meinem, aber egal, das Handbuch stimmt.
Nachteil: 1. Der Widerstand lässt sich nur auf 0.1mOhm genau einstellen. Das Cityel benutzt einen 0.33333mOhm Shunt. Dadurch wird bei 0.3mOhm Programmierung +10% Fehler erzeugt, d.h. die Anzeige zeigt 10% zu viel an.
2. Die Abschaltung bei "0-Strom" ist unzuverlässig. Es wacht immer wieder auf, obwohl garantiert kein Strom fließt. Das kostet 8mA.
Vielleicht geht es ja mit 3.3mOhm besser.
Ich habe 80Ah Kapazität programmiert.
Ich habe also schön die Zellen balanciert und bin kalt losgefahren (Batt-Heizung geht nicht) zum Sandplacken, 800m hoch gelegen, 27km einfache Fahrt. Ich wollte ja den Peukert-Effekt kennenlernen.
Oben hatte ich noch 28%, d.h. ich habe unter Berücksichtigung der Fehler 51.84Ah gebraucht. Die Spannung ging auf 37V bei 14 Zellen runter, ohne Unterpannungsalarm der Zellen bei 2.5V, Strom bis zu 250A Maximal.
Einen km vor der Haustür ging der Zell-Alarm los. Anzeige zu Hause: 76Ah verbraucht. Das war knapp. Anzeige genullt (im Prinzip -80Ah), mit RSP3000 geladen (63A), mit MDR60 balanciert, genau 80Ah geladen inklusive Balancing. Ich habe 4 von 80Ah unterwegs verloren, 5%.
Durch Rekuperieren konnte ich die ersten 8km abwärts 1-2% zurückgewinnen. Aufwärts hatte ich für die 8km 25% gebraucht.
Fazit: Das Gerät ist irgendwie geeignet mit Einschränkungen. Der Widerstand lässt sich nicht exakt einstellen. Das Gerät hört auf zu zählen, wenn 0 oder 100% erreicht sind (man sollte eine höhere Kapazität einstellen um das Problem zu umgehen, aber dann stimmt die Prozentangabe am Ende nicht). Es schaltet sich im Aus-Zustand zu häufig selbst ein.
Aber: Man kann damit den Verbrauch gut anzeigen. Für normale Anwendung befriedigend würde ich sagen. Bei dem Preis kann man nicht mehr erwarten. Der Installationsaufwand ist vergleichsweise hoch. Ablesbarkeit ist ok.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 06.12.2015 20:26
Hier noch ein Bild zum Nikolaus:
[attachment 1671 Sandplacken1.JPG]
Unten, rechts der Mitte sieht man den grünen Fleck. Die Anzeige könnte ein bischen größer sein.

von andreas Andreas - am 06.12.2015 21:11
Danke Andreas für die ausfürliche Info!!
Ja warum verbauen die immer so kleine Displays?
Es Weihnachtet, die Hälfte der Tacholeds hängt offenbar schon am Baum ;)

von el El - am 06.12.2015 22:41
Hallo
Das waren also 6-7kWh/100km, Licht an, Heizung 1 Minute an.

Ob ich das mal ausprobieren soll, den Widerstand auf 3.3mOhm zu kalibrieren, um den 10% Fehler zu beheben? Bleiben dann 3% Fehler? Das Teil bleibt dann vermutlich immer an. Oder die Angaben im Prospekt beziehen sich auf gemessene Mindestspannung am mitgelieferten Shunt. Nach dem Motto: Ich seh da Bewegung, das muss ich anzeigen.

Der Shunt ist übrigens von Isabellenhütte, 1mOhm , 100A , leider zu hochohmig und thermisch zu klein. Vielleicht zum laden geeignet.

Ein hübscher Integrierer mit Anzeige ist das, nennt sich auch Caloriemeter. Für etwa 20€ ein Schnäppchen, entspricht im Preis dem billigsten Multimeter auf das ich einen Blick werfe.

Ich möchte es im Armaturenbrett oben links montieren, der Stecker ist links und es werden keine Anzeigen verdeckt. Ein Loch und die Kabel verschwinden seitlich, kaum sichtbar. Unter der Haube gibt es eine Lüsterklemme, da werden die Spannung und Strommessung angeklemmt. Spannung greife ich am Hilfslader ab, wo es während der Fahrt schön ruhig ist wegen der Kabelarchitektur und Verteilung von Kapazitäten. Die Doppellitze versorgt die Spannungsmessung und den Stromverbrauch und sonst nichts.

Den Shunt habe ich umgebaut, so dass die Batterie und nicht der Antrieb im Vordergrund steht, sprich, ich bilanziere die Batterie. Balancingströme auf Zellebene kann ich natürlich nicht richtig erfassen. Unter dem Sitz gibt es eine Verbindung zu neuen verdrillten Kabeln nach vorne und hoch ins Armaturenbrett.

Vielleicht importiert das ein Händler in Europa?

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 08.12.2015 21:41
hab mir das TF01N auch gekauft; meinst Du nicht, man könnte den 3.3mOhm des El auf 3mOhm bringen? Dann wäre dr Widwert einstellbar und die 10 wären 0%?!

von laase - am 09.12.2015 07:35
Zur Not könnte man doch auch noch einen weiteren Shunt einbauen. Die gibt es doch auch günstig zu kaufen.

von Emil - am 09.12.2015 10:01
Hallo
Ja, man könnte einen zweiten Widerstand parallel schalten.
RP=1/(1/R1+1/R2)
1/RP=1/R1+1/R2
1/R2=1/RP-1/R1
R2=1/(1/RP-1/R1)
R2=1/(1/0.3-1/0,3333)=3
Also 3mOhm parallel zu 0,3333mOhm ergibt 0,3mOhm.
Da der Strom sich im Verhältnis 1/9 aufteilt braucht er nicht so viel zu können.
Die Frage stellt sich aber, wie man das sauber montiert, so daß sich tatsächlich der gewünschte Widerstand einstellt und auch gemessen wird.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 09.12.2015 10:48

Re: Vorrichtung zum Abschätzen de.. Shunt

Am Shunt entsteht ein Spannungsfall. Am kleineren Shunt wird der geringer. Dieser wird für die Messung verwendet. Es reicht völlig enen Spannungsteiler über die Messanschlüsse zu legen und für die Messung den Teilungspunkt anzugreifen.

EDIT zu dicke Finger

von R - am 09.12.2015 12:00
Recht haste, Richard! Niederohmigen Teiler über die Meßabgriffe und dort Spannung messen.
Manchmal ist man betriebsblind. ...

von laase - am 09.12.2015 16:35
Hallo Richard
Das geht an der Praxis vorbei, das mache ich auf gar keinen Fall. Damit wird nämlich die Spannungsquelle, die bisher einen Innenwiderstand von sagenhaften 0,33mOhm hatte deutlich hochohmiger. Was wäre denn ein niederohmiger Teiler? 1mOhm/10mOhm? Das können keine 1/4 Watt Widerstände sein und die Kontaktprobleme sind dann auch nicht zu vernachlässigen.
Hast Du das ausprobiert? Immerhin gehen die mäßig verdrillten Kabel über 4m durchs Auto, parallel zu allem möglichen, u.a. der DCDC-Zuleitung. Mit einem Spannungsniveau runter bis 13µV. Es wundert mich, dass es überhaupt funktioniert.
Ich probier das mal aus mit veränderten Kalibrierwerten: 3.3mOhm, 10-facher Kapa und 10-fach zu hoch angezeigtem Strom, Ah, W.
Wenn ich damit zurechtkomme lasse ich es so wie es ist und prüfe mal den angezeigten Wert mit einem 2A Labornetzteil vor und nach der Umstellung.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 09.12.2015 16:55
So niederohmig sollte der gar nicht sein sonst wirkt er ja messbar auf den Gesamtwert des Shunt. Dermit dem ich dem originalen Kappa damals die NiCds erklärt habe hatte 10k. Dein Messeingang wird MegOhm haben. Da wär das ein guter Kompromiss.

von R - am 09.12.2015 17:16
Hallo
Ja, ich könnte den Spannungsteiler natürlich auch am Messgerät anbringen, logisch! Dann bleibt meine niederohmige Spannungsquelle erhalten.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 09.12.2015 19:58
Hallo Richard
Woher weißt Du eigentlich, dass der Strommesseingang so hochohmig ist?
Ich habe da teilweise andere Informationen.
Z.B.:[cds.linear.com]
150-390kOhm Eingangswiderstand
Wenn die Spanungsquelle so niederohmig und klein ist, würde ich mir als Entwickler die Freiheit nehmen, einen relativ kleinen Eingangswiderstand vorzusehen, damit da überhaupt was zu machen ist. Ich kenne da Schaltungen, die haben nur 100Ohm Eingangswiderstand für den Opamp, warum auch nicht, wenn die Spannungsquelle unter 1mOhm Ausgangswiderstand hat.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 09.12.2015 20:51
Wo ich es mir angesehen habe, waren immer FetOpAmps im Eingang. Da ist es dann nur der extern zugefügte Eingangswiderstand. Im Zweifel hilft messen. Niederohmige Teiler müssen immer gleich so solide gebaut werden. Das möchte ich vermeiden.Was die Einstreuungen angeht hast Du allerxings recht. Da wären 100R aber sicher auch noch klein genug. Drunter hätte ich auch Sorge, dass mit der Temperatur wechselnde Übergangswiderstände das Teilungsverhältnis munter durch die Gegend schieben.

von R - am 10.12.2015 04:58
Den Eingangswiderstand kannst du mitunter nicht sinnvoll messen. Viele AD Wandler wollen eine Impedanz von deutlich unter 10k haben, damit sie ihre sample and hold kondensatoren vernünftig aufladen können.
Praktisch würde ich den unteren Widerstand sogar aufteilen, hälfte am shunt, andere hälfte am modul

von laase - am 10.12.2015 20:46
Hallo
Wir kennen die Eingangsbeschaltung des Instruments nicht.
@laase, wie meinst Du das und was bringt es?
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 10.12.2015 21:35
war nur für den Fall falls, aus welchen gründen auch immer, der teiler Shunt-nah sitzen soll. Wie bei HF und EMV: Quelle und Senke immer gleichermaßen niederohmig abschließen.
Wenn Teiler eh komplett an/auf dem Kappamesser-Modul und wenn 1/10 Teiler (habs nicht durchgerechnet!) würde ich 1Ohm oben und 9Ohm unten setzen. Jedenfalls nicht über 100Ohm gehen.

von laase - am 11.12.2015 14:31
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