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elweb Batterie
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MicroVett Fiat 500e

Startbeitrag von Strombauer am 29.10.2015 12:39

Liebe Alle,

nachdem ich eine Weile Stromlos unterwegs sein mußte habe ich vor gut 15Monaten einen gebr. MicroVett Fiat 500e erworben.
Eigentlich ein tolles E-Auto, nur die Batterien sind etwas schwächlich was den Ri angeht. Auch bei Kälte leiden die sehr.

Was aber schlimmer ist, da bin ich erst viel später drauf gekommen:
Die Kiste hat bei 60 in Serie geschalteten Li-Poly Akkus kein BMS verbaut.
Das gäbe es vom Hersteller zum Nachrüsten, kostet aber um die € 5000.- zum selber verbauen.

Meine Fragen an Alle:
Gibt es E-Fahrer mit dem gleichen Problem?

Kann man den Hersteller verklagen, ein BMS ist doch schon lange "Stand der Technik" und es wurde nicht verbaut.

Gibt es alternative Lösungen, die originale ist über dem CAN-Bus auch mit der Ladeschaltung verknüpft.


Würde mich um über jede Hilfe freuen, auch über genauere Info`s zu den verbauten Komponenten.

Kann im Gegenzug Verdrahtungsplan sowie Infos zum Auslesen der Motorregelung bzw. des Akkumanagment anbieten.

Dank an alle die was beitragen wollen.

Antworten:

hallo,
also *irgendwas* muß verbaut sein, daß dem Lader das Erreichen der Ladendspannung der ersten Zelle anzeigt, sonst würde er ja nie abschalten. Ich nehme an, daß auch zumindest eine Umschaltung auf Balancerstrom erfolgt und eben auch Balancer verbaut sind. Das ist die Mindestlösung und ohne dem würde das Fahrzeug sicher nicht verkauft werden. Das funktioniert eigentlich eh ganz gut nur siehst Du nichts über den Einzelzellenzustand, das ist das Problem. Es ist aber leider auch störanfällig, ein balancer kann eingehen und ruiniert dir eine Zelle.

Klär ab, was verbaut ist, wenns so wie beschrieben ist reicht eigentlich eine Einzelzellenüberwachung und es paßt, notfalls 8 Celllogs... Kostet fast nix.
Sollten tatsächlich wider Erwarten nicht einmal Balancer verbaut sein hast Du leider ein gewaltiges problem.

von el El - am 29.10.2015 15:23
Servus Konstantin,

Einzelzellenüberwachung ist drin, die kann ich per RS232 auslesen.
Die Kiste lädt halt bis zu ersten vollen Zelle und entlädt bis zur ersten leeren Zelle.
Insofern schon mal nicht das schlechteste.
Habe Kontakt mit HErsteller, der sagt dieses mein Modell hätte definitiv keinen Balancer vorgesehen. Toll, kann man dies nicht in der BDA dazu schreiben!

Mein großes Problem ist momentan das daß die 60 Zellen auseinander driften, unter Last sind es schon um die 400mV. Da Reiz ich halt die max. Reichweite nicht annähernd aus.

Die € 5000.- tun mir schon weh zum reinstecken.
Aktuell denke ich drüber nach die Kiste nächstes Jahr auseinander zu nehmen und mir Anschlüße der Batterien nach draußen zu ziehen zum manuellen Balancern. Ist nicht wirklich praktikabel aber wenigstens günstig.

Vielleicht gibts auch bessere Ideen.


Gruß
Stefan

von Strombauer - am 29.10.2015 15:50
Machs anständig ;)
Schau mal zB hier rein
balancer
Das Zeug ist nicht SO teuer und fix verbaut ist doch viel besser als 120 Kabel nach Draußen zu ziehen und da dann jede Zelle einzeln nachzuladen..
Dann brauchst Du eigentlich nur noch ein passendes schwaches Netzteil für den Balancerstrom und hast eine gute alltagstaugliche Lösung für deutlich unter 6-700€

Ach ja: Ein Fahrzeug so zu verkaufen ist wohl nicht verbote, aber anrüchig.. Wieviel Reichweite hast Du noch? Die Hälfte? Und 5000€ fürs BMS wäre auch MIT Montagekosten ein Wahnsinn!!

von el El - am 29.10.2015 18:15
Hallo

denke mal so teuer muß es nicht werden für weniger als die Hälfte gehts auch ich hab für 40 Zellen gebraucht unter 1000 gezahlt.

Gruß

Roman

von R.M - am 29.10.2015 18:45
Hallo Stefan,
Li Polymer driften geigentlich sehr wenig, da ist auch kein permanentes BMS zum angleichen notwendig. Vermutlich wurde deshalb auch nur eine Überwachung mit Abschaltung eingebaut.
In deinem Fall würde ich die Zellen einfach mal per Hand auf 4,2V angleichen und dann sehen wie sich die Zellen verhalten. Hast du dann unter Last noch immer so viel Zellspannungsdifferenz, sind die ersten Zellen schon "verbraucht", da hilft dann auch keine permanente Angleichung.
Dieser Akkutype altert Kalendarisch deutlich schneller wie LIFepo4 und Li-Ionen-Zellen.

Gruß
Christian

von wchriss - am 29.10.2015 21:05
Erstmal vielen Dank für Eure Antworten.

Ich würd mal sagen ich bin aktuell bei 2/3 der scheinbar (im Vergleich mit anderen Fiat500) möglichen Reichweite. 105km war, im Sommer, die größte Reichweite am Stück.
Ist natürlich auch Fahrstil abhängig. Muß auf meinem täglichen Weg in die Arbeit auch einen kleineren Berg erklimmen, da schnaufen die Akku schon ziemlich bis ich oben bin. Im Winter umfahr ich den eh schon.

Roman, hast Du eine Adresse wo man so Zeug gebraucht bekommt? Ebay ist qualitativ auch nicht unbedingt die beste Wahl.

Die 2 auffälligen Zellen hätte ich schon längst mal nachgeladen, aber meine 60 Zellen sind in 2 verschlossenen und abgedichteten Gehäusen verpackt. Die muß ich erst umständlich abmontieren und zerlegen. Da dachte ich mir halt ich leg gleich die Leitungen zu den Einzelzellen nach außen, dann muß ich den Aufwand zum demontieren und montieren nur einmal machen. Oder eben Balancerboard als eigenständige Lösung, wie von Konstantin vorgeschlagen, einbauen.

Da weiß ich aktuell noch keine ideale Lösung.

Liebe Grüße an Alle
Stefan

von Strombauer - am 30.10.2015 06:47
Du schreibst ja dass eine Einzelzellenüberwachung vorhanden ist.

Gibt es da keinen Stecker in der Leitung?

Wenn nein, dann könntest Du auch die Adern auftrennen und Stecker/Buchse einbauen. Da Du das Balancieren wenn die Zellen mal wieder ausgeglichen sind wahrscheinlich nicht so oft brauchst könnte das ausreichen.

Allerdings bleiben immer noch die Kosten für 60 Balancer.

Vielleicht sind diese aktiven Balancer was für Dich.

5x12S kosten allerdings etwa 2000 USD. Frag aber nochmal nach ob sie wirklich die Spannung bis 5 V pro Zelle aushalten.

Der Vorteil wäre dass Du wie bisher laden kannst, da sie ständig balancieren.

Ich habe die 8S Versionen bei verschiedenen 24V Blöcken im Einsatz und die Angleichung erfolgt wie beschrieben auf etwa 10 mV genau.

Hier noch die Bedienungsanleitung.

von Emil - am 30.10.2015 09:35
Servus Emil,

das Teil ist eigentlich nicht blöd gemacht worden, also der Fiat.
Es gibt im Motorraum ein Steuergerät welches über CAN-Bus mit den jeweiligen Multiplexern in den beiden Batteriekästen kommuniziert. Die Kästen sind blöd verbaut und natürlich verschlossen, aber man kommt rein. Dazu muß ich aber das halbe Auto zerlegen und ich habe auch keine Ahnung wies da drin aussieht. Ich brauche die Kiste auch zum täglichen Arbeit fahren, da muß ich, wenn ich anfange zum zerlegen, auch alles vorbereiten damit ich zeitnah wieder ein funktionsfähigen Auto habe.

Beim originalen nachrüstbaren BMS werden die Steuerplatine wie auch die 2*2 Multiplexer erneuert. Die Multiplexer haben dann auch das BMS mit verbaut.

Deinen Tip kenne ich bisher nocht nicht, vielen Dank.


Stefan

von Strombauer - am 30.10.2015 10:25
Es gibt noch eine Möglichkeit billig zu Balancen:

Man nimmt einfach mehrere Single-Board-BMS und schließt sie an die Zellen an. Verbraucher und Ladeanschluss lässt man frei. Der Balancer-Strom ist zwar mit kaum 100mA relativ klein, aber wenn die Zellen mal einigermaßen ausgeglichen sind sollte das für LiPo reichen.

Bei Aliexpress bekommt man 12S Boards für 50 USD und weniger. Viele davon gibt es auch in einer LiPo Variante mit hoher Spannung.

von Emil - am 30.10.2015 10:32
Hallo,

eine Einzelspannungsanzeige ist sehr wertvoll, dafür die Spannungen rauszulegen als einmaliger Aufwand, ist es wert.

Siehe auch:

[67183441.foren.mysnip.de]

Danach kann man immer noch sehen ob man einen Balancer einbaut.

Gruß, Dragan

von omitreligion - am 30.10.2015 15:22
Es gibt Anzeige und Balancer auch in Kombination.

Für 60 Zellen braucht man aber viel Platz. :rp:

von Emil - am 30.10.2015 17:57
Hm geh halt den Mittelweg.

Besorge dir aus dem Elektrohandel einen mind. SpritzWasserdichte kleine "Verteilerboxen" in AP mit Dichtung und Deckel zum Schrauben haben schon IP55 oder 65 zusätzlich noch einen kleinen Sack Silka-Gel rein und verlege da deine Zellabgriffe rein. (Bay 381397421617; 301664516592; 261674760048)

Das ganze montierst du mit festverdrahteten Abzweigen so an die Akkukästen das man gut ran kommt.

Dann kannste erstmal Manuell ran und im nächsten Schritt verschiedene Lösungen schnell antesten.

Als Kontakt leiste zum Beispiel (wegen der einfachen Mat.versorgung 2,5qmm Lüsterklemen (Anregung 361419380608) da kannste auf der einen Seite bei manueller Zellangleichung mit Banannenstecker ran wenn du die mit kleinen Winkel Senkrecht in die Dose baust.


Wenn du eine hübsche 30Polige Steckverbindung findest wi die Kontakte auch ein paar Amps abkönnen wäre auch eine Kabelpeitsche denkbar die man in den Innenraum führt....

von thegray - am 31.10.2015 17:10
Als Stecker ist sowas geeignet.

von Emil - am 01.11.2015 07:37
So jetzt ist das Thema durch. MIttlerweile bricht mir eine Zelle von 60 nach ca. 40km vorzeitig ein.
Da ich deren Position in meinen beiden Batteriekästen nicht sauber lokalisieren kann hab ich dies bei MicroVett machen lassen. Auto mehr oder weniger kpl. zerlegt um vor allen Dingen an den zugebauten Batteriekasten im Motorraum zu kommen. Dann mit beiden Kästen 450km nach Italien um die Batterie wechseln zu lassen. Gott sei Dank hatte ich auch das Steuergerät dafür mit, hab da dann noch ein Update drauf bekommen, jetzt geht passives Balancing. Also brauche ich obiges nicht mehr einbauen.
Trotzdem vielen Dank an alle Ideengeber. Hab in diesem Zusammenhang auch die verrosteten Montagebleche zum Sandstrahlen und Pulvern gegeben. Soweit nach insgesamt ca. 3Wochen wieder alles zusammen. Auto fährt wieder. Bei Interesse kann ich gerne Bilder liefern.
Dafür habe ich jetzt neues/altes Problem mit dem Zivan Ng7 Lader. Sobald das BMS den auf 10% runter fährt fließt kein Ladestrom mehr, obwohl det Zivan noch an ist. Dieser ist CAN Bus gesteuert. Irgendwer eine Idee was es sein kann bzw. wie ich den Zivan out of the Box testen kann?

Vielen Dank für jedwede Hilfe

von Strombauer - am 06.01.2016 22:51
Wenn nimend hm Frag mal - aber vorher Liste mit Knappen konkreten Fragen ....(wegen Zeitverschwendung....)

Bei A-Tech an die sind in D die Offizielle Vertretung für Zivan und haben den einen oder anderen auch schon mal Kostenfrei kompetent weiter geholfen.

von thegray - am 10.01.2016 14:33
Hallo Stefan,
hast du bei Micro-Vett die defekte Akku-Zelle tauschen lassen? Zu welchem Preis?
Was ist durch das Update des Steuergerätes jetzt anders?

Ich suche bei meinem 500er noch die richtigen Anschlüsse zum Auslesen, bitte welche Pins sind das?



Hast du das Problem mit deinem Zivan schon gelöst?

Gruß, Harald

von elettra92 - am 28.03.2016 17:05
Servus Harald,

ja Danke der Nachfrage, funzt wieder alles.

Zu deinen fragen kann ich die wie folgt weiterhelfen:

Rechts unten beim Beifahrer direkt an der Mittelkonsole hängen 2 RS232 Schnittstellenkabel runter und langweilen sich. Eines ist für die Abfrage des BMS ein anderes zur Abfrage der Motorsteuerung.
Beim BMS hängst Du dich mit einem Terminalprogramm drauf, ich glaube 115k 8N1, und kannst mit Eingabe des Buchstaben "T" den Batteriestatus abfragen. Vorher mußt Du allerdings die Zündung eingeschaltet haben, na ja nicht die Zündung du weißt schon :-) oder die Kiste muß gerade am Laden sein.
Wenn Du das Terminalprogramm vor dem Einschalten des Autos schon gestartet hast siehst du auch die Firmware-Version. Hab meine gerade nicht zur Hand, reiche sie dir nach.

Die Batterie habe ich bei MicroVett in Italien tauschen lassen, kein billiger Spaß.
Die verlangen für die Batterie alleine um die € 600.- plus nochmal ein Firmware-Update € 60.-. War in meinem Fall bitter nötig da meine alte Firmware noch nicht mal Balancieren konnte. Hatte aber Glück im Unglück, die Hardware war schon dafür ausgelegt. Jetzt kann mein BMS immerhin Passive-Balancing. Scheinbar gibt es aber noch ganz alte Gurken die können gar nicht Balancieren.
Dann kommt noch die Arbeitszeit dazu, waren auch nochmal um die € 600.- plus Märchensteuer 21% plus Sprit und Maut. Kurz danach hat die Einschaltmimik des Laders gesponnen, war eines der beiden Timer-Relais in der Kontrollbox und dann eben der Zivan. Den mußte ich bei A-Tech reparieren lassen, die haben 3 Tage gebraucht bis sie den Fehler hatten, war ein defekt in der Ansteuerung der IGBT Endstufen, also die Treiber. Kostet auch nochmal € 250.- plus Mwst.

Jetzt fährt er seit heute wieder, endlich. Hatte es schon satt mit dem Dieselstinker zu fahren.

Die neue Firmware hat auch noch ein Eigenleben, soll sich allerdings lt. MicroVett legen wenn die Zellen sauber ausbalanciert sind. Meistens nach dem Laden geht der Lader vom Vollastmodus sofort aus, früher hatte er sukzessive den Ladestrom reduziert sobald die erste Zelle voll war.
Dies macht er jetzt nur ab und an, die Logik dahinter habe ich noch nicht raus. Liegt aber wie bereits geschrieben eventl. auch daran daß die Zellen erst noch sauber ausbalanciert werden müssen.

Hoffe alles beantwortet zu haben, ansonsten bitte Mail, auch wenn du Hilfe zum Auslesen des BMS benötigst.


Gruß
Stefan

von Strombauer - am 29.03.2016 18:56
Danke Stefan für die rasche Antwort.

An der Mittelkonsole habe ich einen CAN-Repeater HD67221 gefunden, mit RS232, kann mir aber am Terminal keinen Reim drauf machen.

Weitergesucht, und ganz rechts hinter der Verkleidung unterm Handschuhfach habe ich dann die 2 gelangweilten Schnittstellenkabel gefunden.
Das Log ist aber auch eigenartig und zeigt offensichtlich nicht alle Zellen an.

[attachment 1793 Log1.pdf]

Das Problem liegt vielleicht am Zivan Ladegerät. Es ladet nur ganz kurz und schaltet sich dann ab.
Die beiden Relais im vorderen Akkukasten schalten kurz, es wird dann aber nicht geladen.
Vorne habe ich 110V, am hinteren Akku 116V gemessen.
Zum Ladegerät führen 2 Kabel, innen zu einer eigenartig gebastelten Platine - weisst du wozu die gut sind?

[attachment 1794 181252k.jpg]

Vielleicht habe ich auch ein Problem mit der Ansteuerung der IGBT Endstufen (hab keine Ahnung was das ist), wie lässt sich das überprüfen?

Hast du einen Stromlaufplan vom ganzen Fahrzeug?

Schöne Grüße, Harald

von elettra92 - am 30.03.2016 18:40
Servus Harald,

da glaube ich daß ich helfen kann. Wäre besser wir Telefonieren oder Treffen uns. Woher kommst Du? Bin aus dem Oberland/Bayern.

Schreib mir mal hier deine Kontaktdaten
dr.reissrauätweb.de



Gruß
Stefan

von Strombauer - am 31.03.2016 10:28
Hallo Stefan,
die email-Adresse geht nicht...
Gruß, Harald

von elettra92 - am 31.03.2016 17:51
Ja wer nicht Schreiben kann....

dr.reissrausätweb.de

von Strombauer - am 31.03.2016 20:38
Servus Harald,

anbei wie besprochen Bilder von den Batteriekästen sowie der originale Verlegung der Kabel und Schläuche unter dem MicroVett Blech am Unterboden.


Viele Grüße
Stefan
[attachment 1799 PICT2219.jpg]
[attachment 1800 PICT2222.jpg]
[attachment 1801 Unbenannt-1.jpg]

von Strombauer - am 03.04.2016 00:04
Vielen Dank für die Fotos!
So sieht meiner jetzt auch aus.

Ich habe eben die 30 Zellen vom vorderen Akkupack gemessen:
von 3,68V (Zelle1) bis 3,92V, also dürfte keine davon defekt oder ohne Spannung sein, wie im Protokoll ausgegeben, ich tippe eher auf ein Problem beim BMS.
Der hintere Akkupack wurde erneuert, ich nehme an dass er
ebenfalls in Ordnung ist, muß den aber noch ausbauen.

Jedenfalls scheinen die Zellen beim vorherigen (ausgetauschten) hinteren Akkupack in Ordnung zu sein: von 3,82V bis 4,07V - da habe ich zumindest eine gute Reserve.

Wie soll ich jetzt weiter in der Fehlersuche vorgehen?
Wie prüft man das BMS? oder das Ladegerät?

Gruß, Harald


von elettra92 - am 03.04.2016 13:53
Servus Harald,

so hat meiner bis vor kurzem auch ausgeschaut.....


Laut deinem Log hast du 43 Zellen die innerhalb der zulässigen Spannung sind.
Eine Zelle liegt bei ca. 4.9V, der Rest ist scheinbar tot, zumindest meint eines deiner beiden BMS dies. eventl. liegts auch an beiden.
Pro Batteriekasten hast du 30 Zellen, 44 Zellen werden erkannt, bedeutet für mich daß die Kommunikation der in den beiden Batteriekästen enthaltenen BMS mit dem Zentralrechner über den CAN Bus funktioniert.
Du hast alle 60 Zellen gemessen und die sind im Range.
Da bleibt als Schlußfolgerung für mich folgendes über:

1.Die Verbindungsdrähte von den einzelnen Zellen zum BMS sind nicht angeschlossen, vermutlich mehrere.

2. Eines oder beide BMS haben Probleme mit der Spannungsmessung, kann Hardwarebedingt sein.
Da kann ich aber nicht weiterhelfen da ich keinen Schaltplan des BMS habe. Baue es mal aus, vielleicht ist es ein Standardteil welches von MicroVett, wie vieles andere auch, zugekauft wurde.
Soweit ich mitbekommen habe sind die Batteriekästen kpl. von Kokam, eventl. des BMS auch.
Woher hatte dein Vorbesitzer den Ersatz-Batteriekasten? Kann dieser Unterlagen der Elektronik organisieren?

Im Zweifelsfall mußt du dir beide BMS Elektroniken ausbauen und Vergleichsmessungen durchführen.

Viel Erfolg

Stefan
[attachment 1802 PICT2209.jpg]
[attachment 1803 Unbenannt-2.jpg]

von Strombauer - am 03.04.2016 19:30
Servus Harald,

was ich vergessen habe....
Was für einen Fehler hatte der Vorbesitzer, war es der gleiche?
Da ja noch 43 Zellen in Ordnung sind, wurde ein gebrauchter Batteriekasten eingebaut?
Am einfachsten ist wenn du den hinteren Kasten abbaust und die Zellspannungen misst.
Der hintere Kasten ist weitaus leichter als der vordere auszubauen. Da gibt es nur 3 verschiedene Kabel und die Schrauben an dem Haltegestell die du lösen mußt.
Ich habe mir zum Abbau einen elektrisch betriebenen Scherenarm besorgt mit dem ich den schweren Klotz nach unten fahren lassen konnte, aber vorher die Kabel lösen, haben alle Steckverbinder und die Kabelbinder öffnen.

Berichte wies läuft

Stefan

von Strombauer - am 03.04.2016 19:36
Hallo,

jetzt habe ich den hinteren Batterieblock ausgebaut und die 30 LiPo-Zellen gemessen:
alle zwischen 3,70V und 3,71V, gesamt hinten 111,5V.
Der vordere Batterieblock zwischen 3,68V und 3,92V, gesamt 116,5V gemessen.
Also die Batterien sind in Ordnung.
Die Relais schalten durch - allerdings nur für wenige Sekunden, dann 228V.

Ohne Kabelplan komme ich jetzt nicht weiter.

Bitte um Hilfe zur Fehlersuche

Harald

von elettra92 - am 06.04.2016 12:46
Hallo,
also Werte von 3,68 bis 3,92 V würde ich nur mit Einschränkungen als i.O. ansehen.
Bei meinem AX liegen jedenfalls alle Zellen im Leerlauf bei max 0,01 V Abweichung vom Mittelwert, also im Zweifelsfall im Bereich der Messungenauigkeit des BMS. Selbst bei Extrembelastung (Anfahren mit max. Leistung bei unter 0°), was äußerst selten und nur versehentlich vorkommt, hatte ich noch nie mehr als 0,09 V Differenz zwischen der höchsten und niedrigsten Zellenspannung.
Grüße

Lothar

von el3331 - am 06.04.2016 20:35
Die Zellen sollten bei gleichem SOC im Leerlauf nie so große Abweichungen haben!

Vorausgesetzt die gemessenen Spannungen stimmen sollten die unverzüglich ausgeglichen werden, am besten durch parallel schalten, Vollladen und dann noch einige Zeit stehen lassen.

Vorher jede Zelle einzeln messen ob sie in dem zulässigen Spannungsbereich für LiPo liegt. Wenn nicht dann sollte man die Zelle entsorgen. Wurde sie überladen oder tiefentladen dann besteht die Gefahr dass sie irgendwann in Flammen aufgeht.

von Emil - am 07.04.2016 04:55
Servus Harald,

ich denke es liegt am BMS, vorne oder hinten kann ich Dir nicht sagen.
Wie bereits früher dargelegt kann die Verkabelung nicht der Fehlker sein.
Mach mal ein aktuelles Log und dann tausche die BMS Platine/n der beiden Batteriekästen gegeneinander aus.
Mach danach wieder ein Log und vergleiche die Adressen der Battereien. Die Adresse ist immer am Anfang des Log und beinhaltet die Spannung von 3 Batterien. Über die Batteriespannung, die bei dir ja sehr unterschiedlich ausfallen, kannst du erkennen an welcher Position im Log die dann stehen bzw. welche dann wegfallen. Ich denke da wird der Fehler herkommen.

Warum hat der Vorbesitzer, den wirklich teuren, Batteriekasten gewechselt, und dann auch noch ohne Erfolg?
Vielleicht hätte es genügt nur das BMS zu tauschen/reparieren.

Viel Erfolg
Stefan

von Strombauer - am 07.04.2016 05:50
@ Lothar, Emil:
der Micro-Vett hat kein aktives Balancing, das Laden über das Zivan NG3 funktioniert dzt. auch nicht, den Fehler habe ich noch nicht gefunden.
Die Nennspannung der Kokam-Zelle liegt bei 3,7V, Ladespannung 4,2V, Cut-off bei 2,7V.
Also kann ich annehmen, dass die Zellen in Ordnung sind - nur eben nicht ausbalanziert.
Ich werde mal Zelle für Zelle aufladen, mal sehen.

@ Stefan:
Das letzte/aktuelle Log hat keine sinnvollen/richtigen Daten gegeben. Weder Zellenanzahl noch Spannung auch nicht 0,00-Zustand wie sich jetzt beim Zelle-für-Zelle-Messen gezeigt hat.
Ich werde die 4 BMS-Platinen tauschen, wie von dir geraten.
Der Hersteller des BMS-boards ist DMelektron, ich versuch da mal einen Kontakt und werde dann berichten. Kontakt auch zu XBW mechatronic solutions wegen der Steuerung, leider fehlts mir am "comprendere italiano", aber perfektes Denglisch tuts vielleicht auch.
Schöne Grüße, Harald


von elettra92 - am 07.04.2016 17:50
Servus Harald,

ich geb Dir mal eine Hausnummer für die BMS Platinen.
Ich habe vor knapp 2 Jahren bei den Italienern angefragt und die wollten für die 4 Stück BMS Platinen € 1600.- haben.

Halt mich bitte auf den laufenden.


Stefan

von Strombauer - am 07.04.2016 19:24
Servus Harald,

mir ist noch was eingefallen.
Lass doch die von MicroVett per Fernwartung auf dein BMS schaun und dann sollen die sich auch noch äußern was kaputt sein kann. Alleweil billiger als eine kpl. neue Platine.
Ich habe die Kontaktdaten von deren Obermufdi.


Stefan

von Strombauer - am 08.04.2016 05:41
Ja, bitte Stefan die Kontaktdaten.
Geht die Fernwartung über das Terminalprogramm? TeraTerm?
Hast du das schon mal praktiziert?

Bin dann für 1 Woche in Kroatien ...
Gruß, Harald

von elettra92 - am 08.04.2016 08:52
Servus Harald,

Daten habe ich Dir geschickt.
Bei mir haben die nach dem Software-Update im nachhinein noch den Stromfühler justieren müssen.
Die ging über TeraTerm und Fernwartungssoftware. Da haben die ziemlich lang rum gefummelt bis es wieder gepasst hat.

Viel Spaß in Kroatien

Stefan

von Strombauer - am 10.04.2016 16:37
Wenn man die Zellen einzeln über die dünnen Datenleitungen laden kann, wäre es ein sehr großer Vorteil, wenn man die schwächeren Zellen ohne Balanzieren über die Spannungsmessung identifizieren kann. Dann müsste man sich nur die Zeit nehmen und beim Laden einzelne Zellen auf das gleiche Niveau zu bringen. Das hält dann eine ganze Zeit, bis sie wieder aus der Reihe getanzt sind.
Der große Vorteil wäre, man kennt seine Pappenheimer und braucht nur diese gezielt überwachen, während ein vollständiges BMS die Ungleichgewichte verdecken würde.

Deshalb ist es kein Nachteil, wenn man alle Verbindungsstellen der Zellen über schwache Sicherungen/dünne Leitungen nach außen legt und nur bei Bedarf bei einzelnen Zellen mit Laden oder Entladen eingreift. Ich habs so bei meinen Säften gemacht.

von Bernd Schlueter - am 11.04.2016 13:45
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