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Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
microcar, R, Emil, R.M, Max Mausser

Exide Sonnenschein GF 06 180 V Blei Gel Antriebsbatterie 6V 180Ah

Startbeitrag von Max Mausser am 29.12.2015 16:42

Hallo

Ich hätte mal eine Frage an die Batterie-Spezialisten.
Ich fahre eine Piaggio Porter Elektrolastwagen mit 18 Stk.
"Exide Sonnenschein GF 06 180 V dryfit Blei Gel Antriebsbatterie 6V 180Ah (5h) VRLA".
Diese Batterien haben jetzt 46'000km abgespult und die Restreichweite ist noch knapp 40km.
Eigentlich eine tolle Leistung für Bleibatterien. Aber zum wegschmeissen noch zu schade.

Deshalb ein Rettungsversuch.
Typischerweise sind Batterien nach so vielen Zyklen ausgetrocknet.

Nun eine Frage an die Spezialisten.
Diese Batterien haben pro Zelle eine Sicherheitsventil das eingeschraubt ist und somit ohne Probleme demontiert und montiert werden kann.

- Hat schon mal jemand versucht bei Blei-Gelbatterien Dest. Wasser nachzufüllen?
- Wird das Dest. Wasser vom Gel aufgenommen? Wie viel ml Wasser sollte man hineinkippen?
- Was sind Eure Erfahrungen?
- Nützt ein Megapulser noch was? (Hätte noch 5 Stück zu Hause!)
- Oder ist jeder Versuch zwecklos!

Danke für Euer Feedback

Gruss aus der Schweiz

Max

Antworten:

Hallo

Gelakkus verlieren normalerweise kein Wasser, leider ist es jetzt zu spät um festzustellen ob Wasser fehlt. Das geht normalerweise über wiegen der neuen Akkus.

Was du jetzt noch machen kannst ist reinzugucken ob sich trockene Stellen im Gel zeigen, wenn ja dann kann man einige ml Wasser nachkippen aber nicht zu viel auf einmal, also so 10ml mal ausprobieren.

Die Kapazität von Bleiakkus ist von der Säuredichte abhängig wenn zu viel verdünnt dann weniger Kapazität, leider lässt sich die Säuredichte von gel Akkus nicht messen.

Gruß

Roman

von R.M - am 29.12.2015 16:50
Zitat
Max Mausser
Deshalb ein Rettungsversuch.
Typischerweise sind Batterien nach so vielen Zyklen ausgetrocknet.


Sie können aber auch teilweise sulfatiert sein.

Zitat

- Hat schon mal jemand versucht bei Blei-Gelbatterien Dest. Wasser nachzufüllen?


Ich habe von welchen gelesen die das gemacht haben, der Erfolg war aber gering.

Zitat

- Nützt ein Megapulser noch was? (Hätte noch 5 Stück zu Hause!)


Ob der Megapulser hilft oder nicht, da gehen die Meinungen auseinander. Viele sind der Meinung, dass die Batterien durch das laden mit sehr kleinen Strömen auch ohne den Megapulser besser werden. Allerdings ist das eine Langzeitladung über mehrere Wochen mit kleinem Strom.

Wenn Du Zeit hast dann solltest einfach mal alle Blöcke einzeln auf ihre Kapazität testen und dann einen mit Labornetzteil und kleinem Strom (2A) 24h laden, und danach einen neuen Kapazitätstest machen.

Ich habe zum Test einen preiswerten Kapazitätstester.

Da kann man den konstanten Entladestrom und Schlussspannung einstellen und braucht sich um nichts kümmern, und kann am Schluss die entnommenen Ah und Wh ablesen.

Zitat

- Oder ist jeder Versuch zwecklos!


Ich halte den Versuch für wenig aussichtsreich und würde erst mal noch das obige versuchen. Das Nachfüllen von Wasser ist dann die allerletzte Möglichkeit.

Aber wahrscheinlich wirst Du Dich damit anfreunden müssen dass Du neue Batterien brauchst. Die Originale werden nicht gerade günstig sein, denn sie zählen zu den Besten die Exide angeboten hatte. Da lohnt es sich dann vielleicht auch über LiFePO4 nachzudenken.

von Emil - am 30.12.2015 08:12
Habe das mit dem nachfüllen einmal bei alten Serverpuffern gemacht, die ich anfangs im Pedelec gefahren habe. Zwei sind ganz gut geworden, der Dritte nicht. Anfangs hatten alle ca. 15km Reichweite. Am Schluss hatte ich ca. 28..30km. Inwieweit der regelmäßige Gebrauch dazu beigetragen hat kann ich nicht sagen. Geladen wurde damals sehr rustikal alle Blöcke paralell an einem gemeinsamen Autoladegerät mit etwas zu hohem Ladeschluss. Entladen wurde viel zu tief. Dennoch habe ich die Dinger ca. 2500km gefahren. Einer hat danach noch ein Jahr das Quad des Nachbarn gestartet, bevor er über Winter verstorben ist. In einen der Blöcke habe ich recht viel nachgefüllt (über 25ml in einen 17 Ah Block). Ob das der war, der schlechter war weis ich nicht. Nachgefüllt habe ich direkt in jeder Zelle. Da konnte man mit etwas Mühe die Versiegelung öffnen und dann mit einer Kanüle in den Schaumstopfen über den Platten Dest. einspritzen.
Wenn überhaupt ist es denke ich nur dann einen Versuch wert, wenn man jede Zelle eines Blocks einzeln prüft und gezielt nachfüllt. Dann kann es evtl. reichen um auf eine andere Chemie zu sparen. Gebrauchte 100er NiCd's zum Beispiel hätten vermutlich eine Ähnliche Reichweite wie die originalen Bleier im zweiten Jahr, da die Entladetiefe erheblich höher ist. Das ist aber nur eine unqualifizierte Schätzung.

von R - am 30.12.2015 08:59
Ich würde die Blöcke ausbauen u. als Solarspeicher nutzen.
Ins Fzg kämen mir dann die 140er Saft rein, was Dir mind. die RW von neuen 180er Bleiern bringt u.auch einiges an Gewichtsersparnis.
Hätte Dir auch eine Adresse wo Du einen Rapid Express unter 2000€ bekommen könntest wegen den Akkus.
Für den Express ohne Akkus gibt's ja dann auch noch ein paar € beim Verkauf..........
Lixx für über 6000€ plus BMS ist doch derzeit einfach noch vergleichsweise zu teuer:sneg:

von microcar - am 31.12.2015 23:12
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