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elweb Batterie
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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
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Emil, fünfrad, andreas Andreas, microcar, Martin Heinrich, el El, inoculator, Bernd Schlueter, E. Vornberger

Neue Lithium-Technologie wird den Markt revolutionieren !!!

Startbeitrag von fünfrad am 05.01.2016 00:43

Hallo liebe elweb- Freunde,
vor 2 Jahren war ich bis zum heutigen Tag „dann mal weg“,
weil ich mich mit dem bisherigen Entwicklungsstand auf dem Gebiet der Akku- / Batterie-Technik nicht anfreunden konnte.

Jetzt sehe ich Licht am Ende des Tunnels,
nicht von einem heranrasenden Schnellzug sondern vom Tunnelende.
Bis zum Liefereinsatz wird es zwar noch einige wenige Jährchen dauern.
Aber wenn das nicht gelingt, wird es keinen totalen Durchbruch zur Elektromobilität, basierend auf reinem Batteriebetrieb, geben.

Zuversicht ist angesagt,
denn man scheint die Sache ernsthaft anzugehen:
„Bosch hat für diesen Durchbruch das Start-up-Unternehmen Seeo aus dem kalifornischen Hayward
zu einem nicht näher genannten Preis übernommen.“

Ich meine, es gibt kein zurück!
Danach wird man Elektroautos der heutigen Generation zum Schnäppchenpreis bekommen!

Wenn Politik und Industrie / Wirtschaft (und wir elwebber) sich nicht voll hinter dieses Projekt stellen, dann ist der Zug für Deutschland abgefahren.

Das genannte Ziel ist:
„… 50 Kilowattstunden in 225 Kilo oder weniger unterbringen.“
„… in weniger als 15 Minuten auf 75 Prozent geladen.“
Das Ganze zum halben Preis!!!

[www.zeit.de]

[www.wiwo.de]

[www.wiwo.de]

Mir läuft das Wasser im Mund zusammen!!!

Akku-Technologie von Bosch: Durchbruch für die Elektromobilität!
Forscher haben lange versucht, die Zellchemie von Lithium-Ionen-Akkus zu verbessern.
Bosch und dem Start-up Seeo ist es jetzt gelungen.
Das wird die Elektromobilität maßgeblich beeinflussen.

Zur notwendigen Ladeinfrastruktur werde ich im Elweb Infra einen weiteren Beitrag schreiben.

Viele Grüße
Heinz


P.S. Entschuldigt die vielen Smileys, aber ichbin begeistert!


Habe noch immer kein E-Mobil.
Mit der neuen Akku- / Batteriegeneration wird sich das schnell ändern.

Antworten:

Es ist zwar eine Evolution, eine Revolution ist es aber nicht.

Lies bitte mal diesen Artikel.

Tesla hat heute mit einem Batteriegewicht von 544 kg für 90kWh (165 Wh/kg) schon mehr als die doppelte Energiedichte wie ein E-Golf mit 318 kg und 24,2 kWh (75 Wh/kg). Selbst ein i3 hat nur 95 Wh/kg.

Die neuen größeren Zellen mit verbesserter Chemie sollen in wenigen Jahren rund 50 % mehr Energiedichte haben.

Man muss immer aufpassen was man vergleicht. Es besteht ein Unterschied zwischen Laborwerten für die Chemie, fertigen Zellen und kompletten Batterien. Wobei bei den Batterien es noch schwieriger ist zu vergleichen, weil nicht klar ist was letztlich allses zur Batterie zählt (Zellen, Gehäuse, Elektronik, Kühlsystem, usw.).

von Emil - am 05.01.2016 06:57
Weshalb hast Du noch kein E-Mobil????
Bloss wegen dem derzeitigen Stand der Akkutechnik nicht ???:confused:
Also wenn man von der E-Technik begeistert sein sollte, dürfte die verfügbare Akkutechnik auch momentan kein wirklicher Hinderungsgrund mehr sein...........

von microcar - am 05.01.2016 21:44

"Butter bei die Wasserschildkröten"

Lithium ist bei normaler Temperatur ein Feststoff. Nanostrukturiertes Verbundmaterial, das heißt, strukturiert, also fest. Wie soll sich da etwas bewegen und zudem noch Reaktionsprodukte abtransportieren? Kann irgendwie nicht sein.
Natrium ist dem Lithium ähnlich, schmilzt bei ca 100°C, Lithium bei 180°C. Die verfügbaren Natriumzellen arbeiten mit flüssigem Natrium, einem Feststoff als Barriere und Nickelschwamm und Chlor zur Aufnahme von Lithiumionen. Bei 300°C. Brennbar.
Ich vermute Ähnliches, oder einen beweglichen Elektrolyten, also dann keinen Feststoff. Dromedarbatterie?
Aus Starwars weiß ich, dass man beliebige Materialien auch beamen kann. Das wäre dann wirklich eine Sensation. Warum dann nicht direkt? Warum über den Umweg über die Batterien?
Elon ist bescheidener und beamt mit vorhandener Technik durch die Röhre.

Trotzdem, dass letzte Wort in der Batterietechnik ist noch längst nicht gesprochen.
Die Allchemisten werkeln noch fleißig an der Zukunft.

von Bernd Schlueter - am 06.01.2016 07:33
Hallo microcar,
Zitat
Weshalb hast Du noch kein E-Mobil???? Bloss wegen dem derzeitigen Stand der Akkutechnik nicht ???:confused:

genau deswegen!
Mit mir scheinen Millionen Autofahrer der gleichen Ansicht zu sein.
Woran liegt es denn, dass sowohl auf Messen als auch im täglichen Gebrauch die E-Mobile kaum zu sehen sind?

Der hohe Preis und die bekannten, eingeschränkten Daten im Vergleich zu Benzinern halten mich z.Z. vom Kauf ab.
Wenn der durch den Energiespeicher bedingte hohe Kostenanteil durch eine Neuentwicklung reduziert werden kann
bei gleichzeitiger Erhöhung der Leistungsfähigkeit, dann sieht die Sache freundlicher aus.

Bis dahin wird mein Benziner durchhalten und eine Neuanschaffung ist fällig.

Bei aller Liebe zum Elektroantrieb habe ich leider nicht die Möglichkeiten (und die Zeit),
um selbst Umbauten vornehmen zu können.

Die Technik als solche interessiert mich sehr (muss ich nicht weiter begründen),
deswegen stöbere ich gern im elweb herum und habe dabei eine Menge gelernt.
:-)

Viele Grüße
Heinz

von fünfrad - am 07.01.2016 02:18
Hallo
Mich würde interessieren, mit welchen käuflichen Zellen man derzeit die prognostizierten Steigerungsraten in der Lithium-Batterie-Kapazität zeigen kann?
Wenn ich Datenblätter zu 18650 oder anderen Zellen bei den großen Herstellern abrufe, bekomme ich Datenblätter von 2012.
[eu.industrial.panasonic.com]
[industrial.panasonic.com]
Damit kommt man auf 243 Wh/kg in 2012 auf Zellebene (Wenn das Copyright Datum das Erscheinungsjahr angibt) bei 500 Zyklen. Bei 8% Steigerung pro Jahr müssten es 25% und mehr in diesem Jahr sein- aber nirgendwo finde ich das.
Läuft die Entwicklung nur noch im OEM Bereich? Kann der Endkunde nicht davon profitieren? Oder muss für eine Steigerung die Chemie grundsätzlich geändert werden? Wo kann man diese Zellen kaufen? Wer verwendet sie in seinen Produkten?

Suche ich nach LiFePo4, dann gibt es eine kleine Verbesserung bei Winston Batteries:
Ich habe meine Zellen 2010 gekauft und es gibt in den aktuellen Datenblättern Verbesserungen beim Innenwiderstand, dem zulässigen Ladestrom, der Selbstentladung, der Zyklenzahl und beim Gewicht, immerhin, aber die Kapazität ist gleich. Der Verdacht drängt sich auf, dass nur die Streuung verbessert wurde und die Erfahrung in der Produktion eine Angleichung der Datenblätter möglich macht-ohne dass die grundlegenden Parameter sich in Wahrheit geändert haben. Der Preis ist eher gestiegen als gefallen, was aber auch an der Euro-Schwäche liegen könnte. Hier der Link zum ältesten und neusten zum Vergleich:
[www.everspring.net]
[en.winston-battery.com]

Insofern haben wir schon sehr viele Ankündigungen erlebt. Praktisch hat sich in den letzten 5 Jahren viel weniger getan als angekündigt wurde, nämlich fast nichts.
Die Zeit, Wiwo und die FAZ sind äusserst konservativ und raten schon immer zum abwarten beim Kauf des E-Mobils, weil in 3-5 Jahren der Durchbruch prognostiziert wird. Das ist eine Konstante der letzten 10-15 Jahre. Wahrheit wurde es nie.

Letztendlich spielt die Energiedichte auf Zellniveau auch keine so große Rolle, entscheidend ist die Energie bzw. Leistung pro Gesamtgewicht des Fahrzeugs und das Handling, also Temperatur und Lademanagement, da hat sich bei Tesla viel getan und auch alle anderen die Zellen verbauen machen positive Erfahrungen bei der verfeinerten Integration. Mit 10kW Maximalleistung und 300kg Gesamtgewicht ist man in der Stadt schon sehr schnell und hängt beim Ampelstart jeden vernünftig fahrenden Verbrenner ab, wenn man bereit ist, den Akkus saures zu geben.

Fazit: Aufgrund des Arguments, dass irgendjemand für die nächsten 2-5Jahre eine Verdopplung der Kapazität prognostiziert, wird man sich nie ein BEV kaufen dürfen.

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 07.01.2016 19:05
Schade dass Du Dich als scheinbar Interessierter dann doch zu den Millionen üblichdenkenden Menschen zählst........:sneg:

Mir ist die Akkuentwicklung derzeit relativ "Schnuppe", weil günstiger als derzeit kann ich in Zukunft eh nicht mehr stromern........:cheers:
Momentan sind Lixx-Akkus einfach noch zu teuer u. was zukünftig kommt ist alles noch nicht wirklich sicher u. wenn überhaupt..... zu welchem Preis ebenfalls nicht :confused:
Es gibt schon seit Jahren jede Menge ähnlich euphorischer Meldungen u. bislang tat sich wirklich nicht viel wo wir den damaligen Meldungen zufolge heute schon über 1000km RW im E-Auto haben müssten........:joke:
Die ganze kurzfristig zukünftige Technik wird bei zunehmender RW eher beim Erstkauf nicht günstiger.....vielleicht dann längerfristig oder eben erst im Second-Hand Bereich....
Sobald das ganze richtig Massentauglich wird ist es dann sowieso vorbei mit dem "günstigen" Fahren, da der Staat sich die Spritsteuern nicht entgehen lassen wird.:-(

Brauchst Du denn wirklich so häufig über 100km RW für eine Fahrtetappe ???

Mir reichen derzeit sogar 70 -80Km mit einer Ladung...u. wenn dies mal nicht reicht pro Tag so sind ohnehin nach einer guten Halben Std. Laden schon wieder 50km drin u. ich bin damit recht flexibel mobil bei minimalen Strom u. Unterhaltungskosten. So sind auch für mich 300km/Tag in Ausnahmefällen kein Riesenproblem, da ich an üblichen Starkstromdosen oder an Typ2 laden kann, u. was bei der mittlerweile gut ausgebauten Ladeinfrastruktur fast immer möglich ist.
Es gibt doch nun wirklich ein interessanter Second-Hand-Markt wo jeder halbwegs Emobil -infizierte auch günstig erste Selbst-Erfahrungen machen kann u. der bisherige "Stinker" dann meist stehenbleiben kann oder dann aus Selbsterkenntnis sogar manchmal auch plötzlich überflüssig wird.......

Hast Du denn mindestens überhaupt schon das Angebot von Renault zum 2-tägigen Gratisprobefahren genutzt oder bist Du sogar noch nie ein E-Auto selbst (länger) gefahren ????

von microcar - am 07.01.2016 19:15
Zitat
Emil
Es ist zwar eine Evolution, eine Revolution ist es aber nicht.

Lies bitte mal diesen Artikel.

Der Link verlangt nach einer Registrierung. Gibt es eine Alternative?

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 07.01.2016 19:16
Zitat
andreas Andreas
Hallo
Mich würde interessieren, mit welchen käuflichen Zellen man derzeit die prognostizierten Steigerungsraten in der Lithium-Batterie-Kapazität zeigen kann?
Wenn ich Datenblätter zu 18650 oder anderen Zellen bei den großen Herstellern abrufe, bekomme ich Datenblätter von 2012.
[eu.industrial.panasonic.com]
[industrial.panasonic.com]
Damit kommt man auf 243 Wh/kg in 2012 auf Zellebene (Wenn das Copyright Datum das Erscheinungsjahr angibt) bei 500 Zyklen. Bei 8% Steigerung pro Jahr müssten es 25% und mehr in diesem Jahr sein- aber nirgendwo finde ich das.
Läuft die Entwicklung nur noch im OEM Bereich? Kann der Endkunde nicht davon profitieren? Oder muss für eine Steigerung die Chemie grundsätzlich geändert werden? Wo kann man diese Zellen kaufen? Wer verwendet sie in seinen Produkten?

Suche ich nach LiFePo4, dann gibt es eine kleine Verbesserung bei Winston Batteries:
Ich habe meine Zellen 2010 gekauft und es gibt in den aktuellen Datenblättern Verbesserungen beim Innenwiderstand, dem zulässigen Ladestrom, der Selbstentladung, der Zyklenzahl und beim Gewicht, immerhin, aber die Kapazität ist gleich. Der Verdacht drängt sich auf, dass nur die Streuung verbessert wurde und die Erfahrung in der Produktion eine Angleichung der Datenblätter möglich macht-ohne dass die grundlegenden Parameter sich in Wahrheit geändert haben. Der Preis ist eher gestiegen als gefallen, was aber auch an der Euro-Schwäche liegen könnte. Hier der Link zum ältesten und neusten zum Vergleich:
[www.everspring.net]
[en.winston-battery.com]

Insofern haben wir schon sehr viele Ankündigungen erlebt. Praktisch hat sich in den letzten 5 Jahren viel weniger getan als angekündigt wurde, nämlich fast nichts.
Die Zeit, Wiwo und die FAZ sind äusserst konservativ und raten schon immer zum abwarten beim Kauf des E-Mobils, weil in 3-5 Jahren der Durchbruch prognostiziert wird. Das ist eine Konstante der letzten 10-15 Jahre. Wahrheit wurde es nie.

Letztendlich spielt die Energiedichte auf Zellniveau auch keine so große Rolle, entscheidend ist die Energie bzw. Leistung pro Gesamtgewicht des Fahrzeugs und das Handling, also Temperatur und Lademanagement, da hat sich bei Tesla viel getan und auch alle anderen die Zellen verbauen machen positive Erfahrungen bei der verfeinerten Integration. Mit 10kW Maximalleistung und 300kg Gesamtgewicht ist man in der Stadt schon sehr schnell und hängt beim Ampelstart jeden vernünftig fahrenden Verbrenner ab, wenn man bereit ist, den Akkus saures zu geben.

Fazit: Aufgrund des Arguments, dass irgendjemand für die nächsten 2-5Jahre eine Verdopplung der Kapazität prognostiziert, wird man sich nie ein BEV kaufen dürfen.

Gruß
andreas


:spos:

von microcar - am 07.01.2016 19:42
Zitat
andreas Andreas
Zitat
Emil
Es ist zwar eine Evolution, eine Revolution ist es aber nicht.

Lies bitte mal diesen Artikel.

Der Link verlangt nach einer Registrierung. Gibt es eine Alternative?


Ich brauche keine Registrierung und bin auch nicht registriert.

Versuch bitte mal irgendwelche Popups weg zu klicken, oder einen Refresh zu machen.

von Emil - am 08.01.2016 06:07
Der verlinkte Artikel hat aber auch einen kleinen Rechenfehler.
Da steht:
"...Increasing cell dimensions by ~10% results in 1.33 x the Volume and Energie Storage...."
Abgebildet ist eine 18650 Zelle und eine 20700 Zelle.
Wer Volumen berechnen kann, der stellt fest, daß die 18650 3674mm³ Volumen hat und die 20700 4396mm³.
Das ist ein Plus von 19,6% (722mm³) und nicht 10%.
Laut Wikipedia gibt es Erstere mit 1500 bis 3400 mAh. Ich meine, die Tesla-Zelle liegt nominal bei 2200mAh
Weiter unten im Artikel wird es jetzt recht merkwürdig.
Hier wird die 20700 durch unterschiedliche Lagenmaterialien von 16,2Wh auf 25,6Wh pro Zelle aufgepumt. Das wären dann +9,4Wh oder 58%.
Gehe ich jetzt davon aus, daß nur alleine durch die Vergrößerung der Zelle bei gleichem Material eine größere Kapazität (+19%) zustande kommt, und dann noch einmal in der größeren Zelle 58% addon, dann wären das 1 * 1,19 * 1,58 = 1,88 also 88% Kapazitätzsteigerung. Ok, jetzt muss man das größere Volumen und Gewicht wieder runternehmen (wobei die Zelle mit 265Wh/kg und 385Wh/kg auf beim Leistungsgewicht noch einmal zulegt). Aber dann auf "nur" 33% zu kommen.... naaa... da passt was nicht....

Ich halte die Zahlen mindest für hinterfragenswert.
Dennoch bin ich natürlich davon überzeugt, daß die "neue" Zelle immer eine Effizienzsteigerung bringen wird. Nur finde ich die Zahlen, mit denen in unterschiedlichen Artikeln jongliert werden, recht abenteuerlich.....

von inoculator - am 08.01.2016 09:12
Wenn mit "cell dimensions" z.B. der Durchmesser gemein ist dann passt es. 10% mehr Durchmesser geben gut 20% mehr Volumen.

von E. Vornberger - am 08.01.2016 09:39
Zitat
inoculator
Wer Volumen berechnen kann, der stellt fest, daß die 18650 3674mm³ Volumen hat und die 20700 4396mm³.
Das ist ein Plus von 19,6% (722mm³) und nicht 10%.


Wie schon geschrieben wurde sind mit Dimensions wohl der Durchmesser und die Länge und nicht das Volumen gemeint.

Zitat

Laut Wikipedia gibt es Erstere mit 1500 bis 3400 mAh. Ich meine, die Tesla-Zelle liegt nominal bei 2200mAh


Die 85 kWh Akku enthält 7104 Zellen. Damit ergibt eine Kapazität der Einzelzelle mit etwa 85.000 Wh / 7.104 / 3,6 V = 3.300 mAh. Der 90 kWh Akku verwendet Zellen mit etwa 3.500 mAh.

von Emil - am 08.01.2016 14:16
Hier mal ein paar Daten zu den Akkus verschiedener Autos:

Tesla S85 85 kWh 544 kg 156 Wh/kg 365 l 234 Wh/l
Tesla S85 90 kWh 544 kg 165 Wh/kg 365 l 247 Wh/l
VW eUp! 18,7 kWh 230 kg 81 Wh/kg 211 l 89 Wh/l
Kia Soul EV 27 kWh 275 kg 98 Wh/kg 241 l 112 Wh/l
Chevy Spark EV 21,4 kWh 254 kg 84 Wh/kg 139 l 154 Wh/l
BMW i3 95 Wh/kg
Leaf 21,3 kWh 295 kg 72 Wh/kg 49 Wh/l


Man sieht, dass nicht nur bezüglich des Gewichts ein beträchtlicher Unterschied zu Tesla besteht, sondern auch bezüglich des Volumens.

von Emil - am 08.01.2016 15:26
Hallo
Das ist doch seltsam: Da bietet die verbaute Zelle bei Tesla/Panasonic eine Dichte von 243Wh/g auf Zellebene und auf Modulebene werden bis zu 165Wh/kg erreicht und Bosch will mit Seeo eine Dichte von 50kWh/225kg =222Wh/kg auf Modulebene in einigen Jahren erreichen. Wo bleibt da die Verdoppelung der Energiedichte? Oder bezieht sich Bosch nur auf das eigene veraltete Produkt oder den VW E up?
Der ist ja richtig schlecht.
81Wh/kg, das erreicht man im Cityel seit 5-8 Jahren. Mit 15 Zellen Winston 90Ah [en.winston-battery.com]
erreicht man eine Leistung von 15*3V*270A=12kW , 50kg also ein Leistungsgewicht von 12kW/50kg= 240W/kg auf Modulebene bei einem Fahrzeuggewicht von 300kg inkl. 1 Fahrer. Macht also 12kW/300kg=40W/kg.
Die Batterie des VW e up leistet 60kW /230kg=260W/kg auf Modulebene und 60kW/1224kg = 49W/kg aufs Gesamtgewicht.
Gewichtsanteil der Batterie am Gesamtgewicht für Cityel: 50/300=17%, VW:18,8%
Besser bestückte Cityels übertreffen den VW bei der maximalen Beschleunigung im unteren Bereich vielleicht. Wobei das Cityel viel weniger Beschleunigung braucht, da es ja nicht auf der Autobahn einfädeln muss.

Ob diese Batterien von Bosch einzeln erhältlich werden weiß man noch nicht? Für Fahrräder?

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 08.01.2016 20:33
Hier sind auch noch ein paar Superakkus:
[insideevs.com]
[cleantechnica.com]
[www.electric-vehiclenews.com]
[nextbigfuture.com]

von Emil - am 08.01.2016 22:40
Hallo Emil,
prima Tabelle!

Die sollte weiter ausgebaut / ergänzt werden.
Sie würde manche Diskussion erleichtern und manche umfangreiche Erklärung erübrigen.
Tesla selbst schreibt: „Akkusätze von Tesla haben die höchste Energiedichte in der Industrie“.
Das scheint zu stimmen, wenn es sich um erprobte lieferbare Ausführungen handelt.

Mit 165 Wh/kg in Deiner Tabelle ist das im Vergleich zu den (wenigen) Anderen ein Wahnsinnswert, den man im s85 genießen kann.

Mit 400Wh/kg geistern, wie man so sieht, Daten herum, die offensichtlich noch nicht auf dem Markt angeboten werden,
die Bosch aber in 5 Jahren Liefern will! oder

Gruß
fünfrad

von fünfrad - am 09.01.2016 18:57
Die 400 Wh/kg gelten immer nur für die reinen Zellen. Werden sie dann verpackt kommen bei Bosch auch nur noch etwa 222 Wh/kg heraus.

In der Verpackung liegt auch noch viel Potenzial bei Tesla. Eine Teil davon hebt Tesla mit der größeren Zellen, aber da ist noch mehr Luft vorhanden. Man braucht sich nur die Bilder von den geöffneteb Packs in dem Thread oben ansehen.

von Emil - am 09.01.2016 20:51
Zitat
emil
Die 400 Wh/kg gelten immer nur für die reinen Zellen. Werden sie dann verpackt kommen bei Bosch auch nur noch etwa 222 Wh/kg heraus.

Wieder was dazugelernt!

Diese Werte müssten eigentlich abhängig sein von der Anzahl der Zellen je Batterie. Ich kann mir vorstellen, dass bei einer großen Zellenzahl pro Batterie der Anteil der Verpackung geringer wird.
Je Batterie sind dann, je nach Hersteller, parallel geschaltete Zellen zu Blöcken zusammengefasst und davon eine bestimmte Anzahl in Reihe geschaltet.
Diese herstellerspezifische Kombination plus Verpackungsgewicht ergibt dann den vom Hersteller genannten Energiewert je kg.

Puuuh! Ich muss mal die Tesla-Kombination suchen. Meine zweijährige elweb-Abstinenz rächt sich bitter (Bildungslücken)! :sneg:
Tesla scheint das Maß aller Dinge zu sein.
Das Prinzip auf Mittelklasse- und Kleinwagen angewendet müsste doch allgemein verträgliche Daten liefern, oder macht das die Konkurrenz bereits?

Gruß
Heinz

von fünfrad - am 10.01.2016 00:54
Zitat
fünfrad
Diese Werte müssten eigentlich abhängig sein von der Anzahl der Zellen je Batterie. Ich kann mir vorstellen, dass bei einer großen Zellenzahl pro Batterie der Anteil der Verpackung geringer wird.


Eher das Gegenteil. Wenn die die Zellen ohne Luft dazwischen einen großen Block mit möglichst wenig Luft bilden dann erreicht man die größte Dichte. Insofern hätten die Pouchzellen und prismatischen Zellen eigentlich einen Vorteil. Allerdings muss man auch moch an die gleichmäßige Kühlung denken. Bei großen Zellen ist das nicht so einfach, weil es dann in der Mitte der Zelle eine Hotspot gibt. Jede ungleiche Temperaturverteilung wirkt sich auf die Lebensdauer aus.

Das Kühlkonzept bei Tesla sieht ja so aus, dass die Kühlleitung an jeder Zelle vorbei geht. Das Ziel müsste eigentlich sein die Zellen komplett ohne Luft dazwischen aneinander zu packen, und das nichtleitende Kühlmittel längs der Zellen nur durch die Lücken fließen zu lassen. Das spart auch die vielen Leitungen und damit Volumen und Gewicht. Allerdings hat man dann auch mehr Kühlflüssigkeit.

Zitat

Ich muss mal die Tesla-Kombination suchen.


[www.teslamotorsclub.com]

Zitat

Das Prinzip auf Mittelklasse- und Kleinwagen angewendet müsste doch allgemein verträgliche Daten liefern, oder macht das die Konkurrenz bereits?


Die Konkurrenz von Tesa setzt auf so große Zellen dass sie nur noch in Reihe schalten müssen, was im Prinzip die Verschaltung vereinfacht.

Hier Infos zum BMW i3.

von Emil - am 10.01.2016 07:26

Tesla S85 85 kWh 544 kg 156 Wh/kg 365 l 234 Wh/l NCA Panasonic
Tesla S85 90 kWh 544 kg 165 Wh/kg 365 l 247 Wh/l NCA Panasonic
VW eUp! 18,7 kWh 230 kg 81 Wh/kg 211 l 89 Wh/l NMC
Kia Soul EV 27 kWh 275 kg 98 Wh/kg 241 l 112 Wh/l NCM
Chevy Spark EV 21,4 kWh 254 kg 84 Wh/kg 139 l 154 Wh/l NMC LG Chem
BMW i3 95 Wh/kg NCM Samsung
Leaf 21,3 kWh 295 kg 72 Wh/kg 49 Wh/l
Chevy Bolt 60 kWh 435 kg 138 Wh/kg 285 l 210 Wh/l


von Emil - am 12.01.2016 07:05
Hallo,

beim Teslaclub hat grad so ein ROBO die Klinke ruiniert?

Die Werte der deutschen Autobauer sehen da wirklich nicht gut aus.
Frage ist halt ob es dafür ev. eine höhere Lebensdauer hat?

Der KIA wäre mein Favorit und da ist mir der Block schon fast zu leicht, auch die Superschnellladung sehe ich da eher kritisch. Ok alle geben 7-8 Jahre Garantie, aber könnte sein ein e-up fährt dann noch ein paar Jährchen mit eingeschränker RW und die "Fliegengewichte" sind dann alle reif für den Müll?


Gruß
Martin

von Martin Heinrich - am 12.01.2016 10:22
Martin, hör mir bitte auf mit VW. Mag sein, daß er fährt, aber wie? Die Tage bei einem Freund auf Besuch, hat einen 2008er Golf da stehen. Scheibenwischer geht nicht, ging normal, blieb von einem Moment zum anderen stehen. Der Motor selbst läuft direkt angeschlossen, aber die Platine des Motors ist durchgebrannt, weil das Wischergestänge (verzinkt!) festgerostet war. Ein Neuer Motor brachte keinen Erfolg, dem Steuergerät muß erst gesagt werden, daß der Motor jetzt eh wieder in Ordnung ist. Danke, aber ein Fahrzeug das so aufgebaut ist will ich nicht. Da soll gefälligst der Wischer immer langsamer werden, damit man erkennt daß da irgendwas nicht in Ordnung ist und meinetwegen eine Sicherung durchbrennen, aber nicht so. Davon abgesehen, daß ein verzinktes Wischergestänge nicht nach 7 Jahren festgerostet zu sein hat.

von el El - am 12.01.2016 12:56
Hallo Konstantin,

es ging ja um die Akkus, Markendiskussionen führen wir jetzt am besten, erst recht wenn es um VW geht, besser nicht.
Eigentlich gehört denen nämlich gar nichts mehr abgekauft, weder faule Ausreden noch irgendwelche Autos.
Bei einem Elektrischen ziehe ich es halt doch noch in Erwägung obwohl ich auch schon schlechte Erfahrungen mit der Marke hatte.
(Steuerkettenriss an einem VR6 bei 80tkm mit anschließend nicht endend wollenden Werkstattbesuchen)
Gurken haben alle Hersteller (und die werden immer häufiger).

Zum Thema nun also Stille, ist halt das Problem - müssen wir eben 8 Jahre warten.
Na gut TWIKE, AX und TWINGO sind ja (zusammen) erst 60 Jahre alt, also noch nix mit Rente...

Gruß
Martin

von Martin Heinrich - am 13.01.2016 05:44
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