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Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, schachtelhalm

Gleichstromladung mittels Oberleitung

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 10.02.2016 09:11

Das "Wittecar"-Projekt der Stadt Amsterdam hatte mir sehr imponiert, nicht die unzufriedenstellende Ausführung im Kirmesplatzdesign mit Hühnerdraht als Oberleitung, sondern, weil man eine ganze Innenstadt sperren kann, um dort den gesamten Verkehr über Nacht zu elektrifizieren, ohne Duce, Caudillo oder sonstigen Diktator.
Auch in Köln hätte beinahe solch ein Projekt geklappt, auch ohne Diktat von oben.
Ich habe schon oft mein Senkrechtparken nur für Elektrofahrzeuge beworben. Ich würde dieses gerne ausbauen:
Zwei 100 Meter lange Kupferleiter in 20cm Abstand , die kann man nicht nur leicht und sicher aufhängen, sie können auch potentialfrei und mit geringerer Spannung als 500 Volt ausgeführt werden. Das in den Fahrzeugen eingebaute Ladegerät ist zwar aufwendiger als mein Resonanzempfänger für Induktionsladen, aber besteht nur aus einem einfachen, je nach Batteriespannung, Abwärts- oder Auwärtswandler.
Auch nur 2 mal 100 Volt wären da bei einigen 1000 Ampere problemlos möglich.
Potentialfrei, das heißt, jedes Fahrzeug wird bei der Einkopplung sofort eingemessen und sofort wieder herausgeworfen, wenn der Isolationswiderstand nicht stimmt.

Überaus billig, sicher und, ohne die Firma Menneckes besonders reich zu machen.
Gegen die Stecker habe ich ja schon länger Vorurteile.
100 Meter Doppeldraht, das macht über 50 Stromladestellen, auch hoher Ladeleistung, die sich bequem auch von außen regeln lässt.

Keine Frage, auch die Schweizer Buslösung könnte dabei eine Wiederbelebung erleben. Das muss ja nicht unbedingt in den Bergen geschehen. Für Städte in der Ebene genügen weit kleinere Schwungräder und Generatoren. Aber das war schon phantastisch, was die Schweizer damals auf die Beine gestellt hatten.

Antworten:

Alle 5km 100 Meter Ladebuch mit Oberleitung

Der Platzbedarf für eine solche Ladebucht wäre überaus gering: senkrecht wird eingeparkt, also kein Rangieren, billig genug, um Parkplätze genug zu schaffen. 50.000 Fahrzeuge Verkehr in 24 Stunden, kein Problem, also Kein Zeitverlust. Pro 100km können 1000 Fahrzeuge für eine halbe Stunde in der Ladebucht stehen, das ist überreichlich, denn die meisten fahren im Kurzstreckenverkehr und laden zu Hause oder an der Arbeitstelle.
Elektrische LKW: die sind selten und laden herkömmlich mit Stecker, die haben schließlich auch überreichlich Zeit.
Also, gleiches Ladesystem in den Städten und an der Autobahn. Auch zuhause ist eine solche Versorgung möglich.
Unterbringung des Scherenstromabnehmers in einem schmalen, aufrechtstehenden, 10cm niedrigen Gehäuse mit extrem geringen Luftwiderstand.
Wie heißt solch eine Mehrfachschere noch, die es als Spaßinstrument gibt? Bei der Eisenbahn heißt so etwas in einfacher Form Pantograph. So: XXXXXXXXXXXX Statt Pappnase sitzen oben die Stromabnehmer.

von Bernd Schlueter - am 10.02.2016 11:07
Schade, dass ich keine Bilder habe, aber damals in der Sowjetunion hatte man besser keine Kamera dabei.

Die O-Busse waren leise, zuverlässig und immer gut geheizt. Die Fahrerinnen, waren eine Kombination aus Timo Mäkinnen (Ralley Ass) und Hochseilartist. Entweder mit Schwung oder dank Hybridantrieb (Ihr glaubt nicht, wie weit und wie steil aufwärts ein Buss voller Russen schieben kann) waren Baustellen und Verkehrhindernisse wie liegengebliebene Diesel LKW kein Problem. So schnell konnte ich nicht hingucken, wie die Frau die beiden Teleskopstangen wieder eingefädelt hat und weitergefahren ist. Applaus aus dem ganzen Bus

von schachtelhalm - am 11.02.2016 13:20
Den Bussen fehlt die automatische Einfädeleinrichtung, dann brauchte man hier im bergischen Land auch nur stellenweise Oberleitungen, bergauf genügt. Der Rest mit Schwung, Gefälle und Batterie. Ein Notstromaggregat ist dann überflüssig.
Die PKWs würde ich lieber im Stand laden wollen. Zu wenig versierte Russinnen unter den Fahrern.
Die Männer könnten sich überhaupt in ganz Asien von den Frauen eine Scheibe abschneiden.
Nepal: Katastrophe. Da gab es mal ein gut funktionierendes Obusnetz. Die reichen Hindufamilien, die die Aufsicht an sich gerissen hatten, verbrauchten jede Rupie, die hereinkam artfremd. Ersatzteile wurden sofort verhökert. Das wurde den Chinesen schließich zu bunt. Ich bin noch regelmäßig mit den Bussen gefahren. Heute nix mehr. Einige Nepalesen haben sich sehr aufgeregt, die ihre ganze Energie in die Busse und das Netz steckten. Aber, wenn da eine Quasi-Militärregierung unter feudalen indischen Hindu-Kastenfamilien an der Macht ist, wird alles ausgeplündert und es wird so nie ein vernünftiges Stromnetz geben.
Im Moment sind Milliarden Hilfsgelder für Erdbebenopfer blockiert, weil die Hinduclans (Kasten) diese schon insgeheim unter sich aufgeteilt haben. Die Grenzen sind unter Vorwand blockiert, ich weiß, wie der Hase dort laufen soll...Kein Land hat so viel Wasserenergie. Ein einziger Staudamm, nur für die Reichen. Es hat sich gebessert, seit die siegreichen Maoisten wenigstens an der Regierung beteiligt sind. Ich habe einige Beziehungen dorthin, seit ich dort Opfer einer Lösegelderpressung aus deutschen Regierungskreisen wurde und warte auf einen günstigen Zeitpunkt, um bei der Elektrifizierung des Landes mithelfen zu können.
Aber unter hinduistischer Kastenherrschaft...
Bei uns muss man übrigens auch aufpassen, damit die gut bestallten Aufsichtsräte der Verkehrsbetriebe nicht das Tafelsilber verhökern...viel Parteiklüngel.
Unsere alten Straßenbahnen und Busse wandern in den Osten und legen die dort ansässige Industrie lahm. Das Anschlussgeschäft ist vorprogrammiert, dann zu anderen Preisen, wie mit der Kleidung für Afrika.
Als ich auf Betreiben der deutschen Stellen offiziell im Gefängnis war, besuchte ich oft den Betriebshof der Linien und sprach mit den sehr bemühten Angestellten, die oft ihren Lohn nicht bekamen. Hier seht ihr Sie aufgeregt vor der endgültigen Stillegung 2009: Als ich dort war, fuhr eine Linie noch fast 30km bis Bhaktapur und wurde kurze Zeit später als Altmetall verhökert.

Die neue Regierung ist auch nicht viel besser als die alte...

von Bernd Schlueter - am 11.02.2016 17:10
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