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elweb Batterie
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, laase, omitreligion

Motor-Wirkungsgradsteigerung durch höhere Voltspannung?

Startbeitrag von omitreligion am 09.06.2016 17:36

Hallo,

ich bin glücklicher Besitzer eines Volta Camionette SEER-France, Anfang 90er Jahre mit einem einfachen Reihenschlußmotor von Leroy Somer

Habe aus einer Grafik drei gemessene Werte und andere Werte nur mutmaßlich extrapoliert.
Ich fahre den Volta mit höherer Spannung als original (statt ca. 90 Volt mit Blei über 100 Volt mit Li-Ion, hier ist der Akku bei 90 Volt leer und bei 115 Volt voll, 28xLi-Mn Zellen in Reihe bis 4,1 Volt geladen.)

Meine Frage, darf man davon ausgehen, dass der Motor-Wirkungsgrad - wenn auch nur ein wenig - bei einer höheren Fahrspannung steigt?


maximaler wirkungsgrad des Motors bei etwa 120 Ampere Last

60 v 83,2 % gemessen
70 v 83,9 % gemessen
80 v 84,6 % extrapolierter Wert
85 v 84,3 % gemessen bei 156 amp
90 v 85,4 % extrapolierter Wert
100v 86,1 % extrapolierter Wert
110v 86,8 % extrapolierter Wert

+3,6% wirkungsgrad durch höhere spannung von 60 auf 110 Volt ?

Hier gibts mehr vom Volta:
[www.elektromobil-dresden.de]
Hier Daten zum Fahrzeug, 12,8 kw Motor (Nennleistung), mit Blei 8x12 Volt Akku, 96 Volt:
[www.elektromobil-dresden.de]

Mit Blei wahrscheinlich Akku leer bei 88 Volt (11 Volt), Voll bei 102 Volt (ca. 12,7 Volt pro Akku)
Mit Li-Ion Akku leer bei 90 Volt, Voll bei 115 Volt. Spannungslage ist viel höher.

Gruß, Dragan

Antworten:

mit gleichzeitig höherer Amperespannung steigt der Wirkungsgrad vll noch weiter? ;-)
Aber mal Scherz beiseite: Ja, bei mäßig höherer Spannung haben Gleichstrommaschinen i.d.R. einen höheren Wirkungsgrad.
Aber es gibt nat Grenzen:
Dein Anker und der Kollektor, der Bürstensatz usw muß die höhere Drehzahl vertragen,
Die höhere Drehzahl muß von der Übersezzungsauslegung her auch erreicht werden können, sonst quälst Du den Mot in einem schlechten Arbeitspunkt
der Motor produziert trotz besserem Wirkungsgrad mehr Abwärme; er muß stärker gekühlt werden
Dein Steller muß beim Anfahren die höhrre Battspannung durch entsprechend kürzere Impulse ausgleichen. Er hat dabei mitunter höhere Verluste, die den Zugewinn durch den besseren Motorwirkgrad wieder zunichte machen. Hier muß der Steller apso ganz klar mitbetrachtet werden und auch das Fahrrofil.
Aber wie gesagt: bei paar Prozent Spannungssteigerung wirst Du real jur höhere Vmax erleben.
VG Lars

von laase - am 10.06.2016 06:23
Die Ummagnetisierungsverluste bleiben im Wesentlichen gleich, der Läuferstrom sinkt entsprechend der Spannung, damit sinken die Ohmschen Verluste.
Das gilt aber nur, wenn Du keinen PWM-Controller einbeziehst. Der mag höhere Spannungen, weil IGBTS eine Durchlassverlustspannung von mehreren Volt besitzen. Dort dürfte die größte Differenz zu suchen sein.
Unsere PSAs dürften den gleichen Motor haben?
Übertreibe nicht mit der Spannungserhöhung. Mehr ist manchmal weniger, auch, obwohl der Wirkungsgrad steigt.

von Bernd Schlueter - am 12.06.2016 18:34
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