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elweb Batterie
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Bernd Schlueter

Endlich zeitgleich Sonnenstrom getankt: Bäckerei Schüren in Hilden

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 14.07.2016 06:23

Ausschließlich Biobrot und 14 solare Tanksäulen mit allen nur möglichen Steckern zieren die sehr gut erreichbare Großbäckerei Schüren gleich neben der A3 und A46 (Hildener Kreuz). Das dürfte wohl eine meiner Stammtankstellen werden, denn einer meiner Bekannten ist nach Haan, gleich in der Nähe, gezogen. Eine Riesenflotte elektrischer Lieferfahrzeuge versichert einem, dass man an der richtigen Stelle ist und der Strom kommt wirklich nicht nur, ohne sinnlose Zwischenspeicherung, direkt von der Sonne, sondern die Backwarenzutraten garantiert nur von zwei Biomehlbauern. Ganz ohne Backwarenchemie aus Essen.
Also, ein Muss für alle Vorbeikommenden und vielleicht können wir uns dort noch ein paar Anregungen für unsere Waldmühle holen, der Roland Schüren ist ausgesprochen aufgeschlossen für solche Initiativen.
Smart, sprich, mit angepasster Leistung arbeiten die Stationen nicht, ich denke, das hat monopolverursachte Gründe, denn Strom muss immer noch über die Monopolstrommeter mit ihrer Steuer- und Umlagefunktion zugunsten unseres Staates und seiner Verbände und zum Nachteil für uns laufen. Auf 11kW ist die Ladeleistung begrenzt, was sonst die sogenannte und unsinnige Viertelstundenleistung in die Höhe treiben würde.
Ich werde mich erkundigen, ob das wirklich so ist, oder, ob es Lücken in den Monopolgesetzen der Stromversorger gibt, denn die Stadtwerke Hilden sind wirklicher alternativer Energieerzeugung gegenüber, zusammen mit den Düsseldorfer Stadtwerken, sehr aufgeschlossen und besitzen Vorreiterfunktion.
Meine Düsseldorfer Ladekarte gilt auch in Hilden. Aber nicht kompatibel zu ladenetz.de, wo Strom nicht kostenfrei abgegeben wird. Außerdem bestanden da Animositäten mit Personen in den Aachener Stadtwerken.
Die Bäckerei Schüren ist jedenfalls ein wichtiger Ansprechpartner für unsere solare Mobilität, wenn es darum geht, staatliche Gängelei aus unseren Ladesystemen zu halten. Wie es bei Bäckereifahrzeugen üblich ist, laden diese tagsüber bei Sonnenschein und fahren nachts ausliefern. Für die privaten Kunden gilt das genauso: Laden und Cafés sind tagsüber göffnet und nachts geschlossen. Zu unserem Stromverteiler- und Abkassiersystem passt das eigentlich nicht.
Ich werde dort einmal anregen, einige Tanksäulen mit variabler Ladeleistung anzulegen. Dazu könnten auch die kleinen Atmelsteuerungen dienen, die wir für die Waldmühle entwickelt haben.
Gleichstromspeisung, ganz ohne Drehstromnetz, wäre mein Ziel. Da könnte unser Staat mit seinen mächtigen Verbänden noch erhebliche Schwierigkeiten machen, denn es wurde sogar davon gesprochen, dass unser Mühlenstrom gemessen und mit 24 Cent Steuer und Umlage pro kWh belegt werden könnte...so kann man jede Energiewende tatsächlich verhindern und, wie bisher, in Energieverschwendung umwandeln. Auch eine Form der Wende.
Gestern habe ich schon das Innovations- und Wissenschaftsministerium in Düsseldorf und die Handwerkskammer wegen dieser Fragen besucht und bei ersterem keine Auskunft erhalten. Dort klüngelt man vielleicht lieber unter sich. Der Minister heißt dort nicht Gabriel, sondern die Ministerin Svenja Schulte. Bei den Handwerkern erhielt ich hingegen die Adressen von kompetenten Ansprechpartnern, in Oberhausen.

Antworten:

Gestern war ich fast alleine zum Tanken bei Schüren, die vielen Elektrofahrzeuge waren offensichtlich längst alle satt. Trotzdem fand ich zunächst keine Tanke, alles von Verbrennern zugeparkt. Dabei sind dort weit mehr als die angepriesenen 14 Tankmöglichkeiten vorhanden.

Das dort erhältliche Biobrot (es hat nur einen mäßigen Aufpreis gegenüber der Konkurrenz) hat einen Nachteil: es ist wie Dönerfleisch, Coca-Cola und fast alle anderen Lebensmittel, gesüsst.
Das stört mich etwas, aber dafür die Süße des Solarstroms, der gestern offensichtlich im Übermaß floss, der Überschuss vermutlich in die Aluminiumschmelze von Alunorf, die stört mich überhaupt nicht.

Ein Trauerspiel, was die Regierung mit unserer Energiepolitik macht.
Also, bitte, wer bei Sonnenschein in Hilden vorbeikommt, einen Besuch abstatten und vielleicht darauf hinweisen, dass nicht jeder Zuckerbrot mag. Zum Ansetzen natürlicher Hefe benötigt man allerdings Zucker, wenn auch nicht so viel.

Die Backöfen werden im Wesentlichen elektrisch betrieben, überschüssiges Brot wird zur Vorheizung verbrannt. Verschimmeln lassen wäre keine bessere Lösung, denn Biobrot hält sich nur wenige Tage, ehe es in Afrika ankommt und die dortige Wirtschaft zerstört.

Ich denke, ich werde dort auch noch Anregungen für unsere Waldmühlenbäckerei bekommen und mich auch wegen Wärmespeicherung zum Betrieb von Backöfen klug machen. Thermoöle transportieren auch in herkömmlichen Backöfen die Wärme, die man in Magnesitspeichern (das sind die Steine in Nachtspeicheröfen) durch direkte Sonneneinstrahlung speichern kann. Also in Wärmebatterien. Die Temperatur ist so hoch, dass man daraus in Wärmekraftmaschinen mit einem mit Photozellen vergleichbaren Gesamtwirkungsgrad, auch Strom machen könnte. Dann könnte man auch die Backöfen nachts solar betreiben. Elektrisch auch die Staubfilterung, die in der Waldmühle noch Probleme bereitet und auf Verbesserung wartet. Wer kennt sich aus?

von Bernd Schlueter - am 15.07.2016 07:22
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