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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Twiker76

5000 Zellen von Hand überprüfen

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 25.07.2016 07:07

100 hintereinandergeschaltete Suppentüten sind ja vielleicht noch mit vertretbarem Aufwand händelbar, aber bei Tausenden und Abertausenden hört der Spaß auf. Das ist dann die Aufgabe eines schnellen Montageroboters, der dann eine noch größere Anzahl von Verbindern und Sicherungen zuverlässig verpunktscheißen muss. Mir wird ja eigentlich übel dabei, aber wenn ich an die Vielzahl kleinster, zuverlässiger Strukturen in unseren ICs schaue, ist der Gedanke nicht fern, dass so etwas möglich ist.
Einen entsprechenden Schweißroboter habe ich sogar 100km nördlich von mir gesehen.

Viele von uns haben statt 18650ern bis zu 100 größere, meist quaderfürmige Zellenpakete gewählt.
Die kann man noch von Hand regelmäßig vermessen und neu im Batteriepaket umsortieren.
Dazu reicht unter Umständen sogar ein gelegentliches Balanzieren von Hand. So: alle Zellenverbinder erhalten je eine Steckbuchse , das dürfen auch die für Bananen sein. Dazu je 10 Bananenangebundene Lader und Entlader, die man nacheinander einsetzt. Jedes dieser Elemente besitzt eine Uhr, die die Zeit misst, bis eine bestimmte Spannung unterschritten (Entlader) oder überschritten (Lader) ist. im Endeffekt misst man die gespeicherte Energie als Produkt aus Strom und Zeit. Strom:klar 10 Ampere. Zum Abschluss hat man 100 frisch ausbalanzierte Zellen, die es wieder für etliche Zyklen tun sollten.
Fehler könnten zu einem fatalen Ende führen, das wissen wir. Aber immerhin wird das unwahrscheinlicher und wir wissen am Ende weit besser über den Zustand des Akkumulatorenpakets Bescheid.
So lange die BMS so überteuert und womöglich unzuverlässig sind, sollte man über diese Notlösung nachdenken. Auf keinen Fall vermeidbare Risiken eingehen.


Klar, als unbetrügbare Entladungssicherung dient dabei meine gegen Tiefentladung abgesicherte Opferzelle, bei der es unter keinen Umständen zu einem plötzlichen Anstieg der Kapazität kommen kann. Das wäre eine Defekt, den man völlig ausschließen kann, während jedes elektronische Teil und jeder Schweißpunkt ein gewisses Ausfallrisiko trägt.

Einwände?

Antworten:

Hallo Bernd,

dann schreibe ich das mal hier: Wie eine Diode über ne Zelle Löten damit Sie nicht umgepolt wird ?

Ich hab 10 000 normale Dioden rumliegen mit 1 A max. 3 A...

sg

von Twiker76 - am 25.07.2016 10:52
Die Dioden benötigen bei den hohen Strömen große Kühlkörper. Da sind geschaltete Mosfets schon günstiger. Für die eine Opferzelle könnte man diesen Aufwand schon treiben. Dazu würde ich eine vollgeladene Zelle parallel zu der zu schützenden "Opferzelle" legen und über eine normale Diode mit einigen Hundert Ampere Dauerstromfestigkeit verbinden. Dann kann die Die Entladespannung nicht mehr als 1,5 Volt unter die Spannung der vollgeldenen sinken und man kann, nachdem Alarm ausgelöst wurde, vorsichtig den nächsten Ladeplatz aufsuchen. Da das nicht lange Zeit dauern kann, kann als Kühlmittel verdampfendes Wasser dienen. Da diese Opfer-Rettungszelle aus mehreren Zelltypen ausgesucht werden kann und ebenso die Diode, kann man immer etwas Passendes finden. Immerhin hat man so eine Art Reservebatterie auf diese Weise abgetrennt.

Natürlich gelten alle diese Überlegungen nur für Selbst-Umbaufahrzeuge. Professionell baut man Tausende gleiche Schaltungen gleich in die Einzelbatteriepacks ein. Auf die Idee, ohne Montageroboter fünftausend Zellen einzeln von Hand punktzuschweißen und zu verschalten, wird ja wohl kaum jemand kommen. Manche Fleißarbeit, die ich gesehen habe, ist allerdings bewundernswert.

von Bernd Schlueter - am 25.07.2016 13:12
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