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elweb Batterie
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15
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Jürgen G., Karlfred, andreas Andreas, wolfram_f4, Sven Salbach, laase

Meanwell RST-10000

Startbeitrag von Jürgen G. am 02.08.2016 10:30

Hallo zusammen,

Ich lade zur Zeit mit 3 in Reihe geschalteten Meanwell RSP-3000-48.
Da die Ansteuerung und synchronisierung aller 3 Geräte aufwendig ist und ich auch die 3-fache Verlustleistung (3x 300W) habe, möchte ich die Ausgangsseitigen Elko´s, Transistoren, Spulen und die Regelung an einem RST-10000er auf eine Spannung von 160V umbauen.
Wer hat sowas schon mal an so einem Gerät dieser 10000er Serie gemacht oder kennt jemand der so einen Umbau schon mal durchgeführt hat?

...

Antworten:

Hallo Jürgen,
10.000??? Du meintest wohl 1000-48?!
Wie auch immer: ein 48V Gerät bekommst Du wohl eher nicht auf 160V sekundär umgebaut. Es sei denn, Du wickelst auch noch den Trafo neu. Müßtest aber dann den Originalaufbau kennen, gar nicht so einfach, weil meist vergossen/getränkt.
Bis ca. +50%, also zB 70V würde ich denken kann man noch über Änderung der Fühlerschleife "erweitert trimmen", darüber kommt man aber in eine Region, wo die primären Schalter (Transistoren/Mosfets) zu stark von Spannungsspitzen belastet werden und kaputt gehen können.
Viele Grüße, Lars

von laase - am 10.08.2016 22:22
Die Idee ist erstmal naheliegend, aber ich fürchte, die praktische Ausführung nicht einfach:
Die drei Geräte müssen syncron laufen oder die Ausgangselkos seeehr groß sein, so daß nur
ein kleiner Strom/Spannungsrippel übrig bleibt.
Sie werden sich sonst möglicherweise gegenseitig stören, aus dem Tritt bringen.........
Praktische Erfahrungen mit dieser Konstellation habe ich aber nicht.
Gruß K.-F.

von Karlfred - am 11.08.2016 10:01
Hallo Lars,

ja, ich mein das 10.000er : [www.meanwell.com]
Das RSP-3000-48´er kann man bis 60V hochdrehen.
Die Trafowickelei halte ich jetzt für nicht so schwierig - eher mehr die Anpassung des Regelkreises von Spannung und Strom, weil kein Schaltplan vorhanden.
Elko und Mosfet-Tausch zu höheren Spannungen ist auch kein Hexenwerk.
Ich werde mich aber erst am "kleinen" 3000er versuchen - da ist nicht soviel Geld kaputt wenn die Sache schief geht.

...

von Jürgen G. - am 11.08.2016 10:05
Das ESP120 von HP ist da eher geeignet. Bei dem wird die doppelte Spannung in den Trafos erzeugt und erst mit Aufwand wird die Spannung dann halbiert und der Strom über zwei dicke Drosselspulen verdoppelt. Verdoppeln kann man meist, ohne großen Aufwand. Verdreifachung, das ist nicht einfach. Das Problem habe ich und ist selbst mir zu aufwendig.

Eine sehr zaghafte Gegenkopplung vom Ausgang auf einen Steuereingang genügt meist, um für Hintereinanderschaltung ungeeignete Ladegeräte für Serienschaltung tauglich zu machen.
Dazu reicht ein einziger zusätzlicher Widerstand.
Zaghafte Gegenkopplung, damit es nicht zu Regelschwingungen kommt.

Habe kein meanwell und kann deshalb auch nicht sagen, wo der Widerstand genau eingebaut werden muss. Beim ESP120 zwischen Ausgang und dem bekannten kleinen Einstellpoti.

Unterschiedliches Stromliefervermögen wird so ausgeglichen.

Das HP ESP120 ist sehr unempfindlich gegenüber dieser Gegenkopplung. Man kann die Spannung so bis auf ca 21 Volt absenken. Dann setzt eine heftige Schwingung ein, die aber andere Ursachen hat.

Wenn das Ladegerät eine stärkere Gegenkopplung verträgt, ohne in Regelschwingungen zu geraten, kann man durch Verkleinern des Widerstandes auch eine Ladecharakteristik erzeugen, die den Ladestrom mit steigender Spannung stärker absenkt. Das ist aber sehr mit Vorsicht zu genießen und es sollte noch eine zusätzliche Zenerdiode eingefügt und die Spannung korrigiert werden.

von Bernd Schlueter - am 12.08.2016 06:23
Der Vorteil bei den Meanwells ist, das die meist ausgesprochen einfach und übersichtlich aufgebaut sind, auch das RSP3000, das ich im El habe...
Wie aber natürlich das 10.000er aussieht...das habe ich auch noch nicht von innen gesehen..aber den Trafo umwickeln bzw einen neuen rein und Spannungsteiler anpassen, sollte in der Tat die einfachste Lösung sein

von Sven Salbach - am 12.08.2016 06:30
Dem würde ich mich anschließen, habe dein Vorhaben bisher falsch verstanden.
Gruß K.-F.

von Karlfred - am 12.08.2016 16:24
Hallo Jürgen,

ich habe mal (vor Jahren) ein SP320-48, ein PSP225-48PD und ein SP100-48 für meine NiCads auf 70V "hochgetuned".
Das war eigentlich sehr einfach:
1. Vorwiderstand am Spannungseinstellpoti getauscht
2. Zehnerdiode für Maximalspannungsabschaltung getauscht
3. Am Shunt gefeilt, um den Strom etwas zu reduzieren, und/oder für zus. Kühlung gesorgt, damit das Gerät durch die höhere Leistung nicht überhitzt.

Bei einem SP100-27 habe ich es auch mal spasshalber probiert, kam mit dieser "Methode" aber nur bis ca. 60V, und schätze, für eine Spannungsverdopplung müsste da zumind. ein anderer Trafo rein.

Ich habe hier auch noch ein RSP1000-48 liegen. Da scheint die Maximalspannungsabschaltung ggf. nicht einfach über eine Zenerdiode zu laufen.
Zumind. habe ich diese noch nicht entdecken können ... war allerdings beim SP320 auch sehr versteckt, und ich habe mich auch noch nicht intensiver damit befasst (ist immer zuviel anderes).

Würde mich aber sehr interessieren, ob es bei den "grossen" Geräten nach demselben Prinzip läuft, und ich würde mich freuen, wenn Du von Deinen Ergebnissen berichtest.

von wolfram_f4 - am 14.08.2016 14:04
Eine Spannungsverdopplung ist auf keinen Fall schwierig. Dabei behält man die vorhandene Schaltung einfach bei und ergänzt sie durch einen Kondensator. Meist ist die Frequenz so hoch, dass auch die vorhandene Drossel zur Siebung reicht, der Graetzgleichrichter wird aufgetrennt. (Falls es ein Graetz, also Vollweg, ist. Strom natürlich halbieren. Wenn Du nach Methode Wolfram auf 80 Volt hochtunen könntest, wäre es schon geschafft, aber damit überforderst Du wahrscheinlich alles! Verdreifachung ist zwar möglich, aber nur bei viel zu geringem Strom. Nein, lass es lieber!. Bei meinem ESP120 setze ich noch einen drittenTrafo hinzu, dann funktionierts. aber auch nur mit blöden Kompromissen. Die Trafos des ESPs haben den Nachteil, dass sie höllenheiß werden, Dabei ist in der PWM noch über 50% Reserve drin. Das Ferrit derTrafos ist zu mies, sonst hätte ich meine 160 Volt bei sogar über 25 Ampere..Deswegen hat HP vermutlich ausgemustert.
solltest Du aber noch ein paar Windungen zwischen Ferritkern und Wicklung hindurchstecken können, dann reichen wenige Windungen, um die 50% Erhöhung zu erreichen, die Du bei Verdoppelung brauchst. Bei meinem ESP steigt die Spannung pro Windung um 35 Volt an. Beide Trafos sind dabei zu ändern. Wenn da 1mm Platz ist, solltest Du es versuchen. Dann sollten wir vielleicht telefonieren. Beim ESP ist überhaupt kein Platz und die Kerne zerbrechen, wenn du die Kernhälften trennen willst.

von Bernd Schlueter - am 16.08.2016 17:09
Hallo Karlfred,

wie ich schon schrieb: Es ist aufwendig, aber nicht unmöglich 3 Geräte zu synchronisieren.
Die Steuerspannungen sind idealerweise gleich oder sollten über den Steuerbereich die gleiche Abweichung haben: Kleine Ungleichheiten lassen sich über einen Poti im Meanwell ausgleichen.
Die primären Phasenströme (L1,2,3) weichen nur ca. 0,5A voneinander ab und die Ausgangsspannungen unter Last um ca. 0,1V.
Kurzum: Ich betreibe diese Konstellation seit ca. 1 Woche um meinen Stromer zu laden - läuft Prima!

Gruß, Jürgen

Zitat
Karlfred
Die Idee ist erstmal naheliegend, aber ich fürchte, die praktische Ausführung nicht einfach:
Die drei Geräte müssen syncron laufen oder die Ausgangselkos seeehr groß sein, so daß nur
ein kleiner Strom/Spannungsrippel übrig bleibt.
Sie werden sich sonst möglicherweise gegenseitig stören, aus dem Tritt bringen.........
Praktische Erfahrungen mit dieser Konstellation habe ich aber nicht.
Gruß K.-F.


von Jürgen G. - am 17.08.2016 07:11
Normalerweise brauchst Du zur Synchronisisierung nur eine schnelle Gegenkopplung, die in den meisten Fällen nur aus einem einzigen, meist hochohmigen Widerstand und allenfalls einer Zenerdiode (oder VDR oder Ähnliches) besteht. Ich kenne nicht das Meanwell, aber da ist bestimmt eine direkte Gegenkopplungsmöglichkeit zu finden. Bei den HPs zwischen +Ausgang und dem bekannten Regelpoti. Dabei kann man auch eine fast beliebige Ladekurve mit Stromsenkung zum Ladeschluss vorsehen (wenn der Strom als Istwert mit herangezogen wird).
Von teuren Hallsonden und Mikroprozessoren würde ich wegen der dann meist entstehenden Regelschwingungen absehen. Teure Exotik muss nicht gut sein.

von Bernd Schlueter - am 28.08.2016 10:12
Hallo
Was ich noch nicht verstehe: 3 RSP3000 haben ca 90% eta und das RST10000 auch. Warum sollte sich der Wirkungsgrad verbessern? Weil die Ausgangsspannung erhöht wird? Der Trafo neu gewickelt wird?
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 30.08.2016 19:47
Ähhmmm...:rolleyes: ja, das hast du recht. Bin ich durch Messungen mittlerweile auch darauf gekommen.
Ist aber eigentlich unlogisch! 3 Einzellader = 3 fache Verlustleistung - so mein Gedanke.
Es hat sich aber herausgestellt dass die Säfte beim schnellladen ziemlich warm werden.
Außerdem ist es schwierig die Abwärme (900W bei 9Kw) aus dem Fahrzeuginnenraum abzuführen. Daher lade ich jetzt meistens nur mit 3kw.
Also wäre der Vorteil EINES Gerätes zum laden - anstatt 3 in Reihe zu schalten:
- Redundanz: Fällt eines aus, habe ich immer noch 2 in Reserve zum weiterladen
- Parallelschaltungsgeeignet: Für mehr Leistung einfach ein oder 2 Geräte per Remoteeingang dazu schalten
- Die erforderlichen Leistungsdioden am Ausgang jeden Gerätes fallen weg (erf. bei der Startphase der Geräte)
- Einfacheres Interface da nur ein Gerät gesteuert werden muss (keine galv. Trennung erf.)
- Geringerer Platzbedarf
- Einfachere Kühlluftführung
Somit werde ich mich im Winter erstmal an einem "günstigeren" RSP3000er versuchen. :xcool:


Zitat
andreas Andreas
Hallo
Was ich noch nicht verstehe: 3 RSP3000 haben ca 90% eta und das RST10000 auch. Warum sollte sich der Wirkungsgrad verbessern? Weil die Ausgangsspannung erhöht wird? Der Trafo neu gewickelt wird?
Gruß
andreas


von Jürgen G. - am 02.09.2016 20:13
Diese Abkürzungen nerven mich und ich bringe folglich Einiges durcheinander. Beim großen HP komme ich mit einem dritten, zugeschalteten Trafo zum gewünschten Ergebnis, leider ist nicht genug Platz da und die des kleinen HP eignen sich nicht, weil sie primär hintereinandergeschaltet sind und so nur paarweise passen. Platz wäre für die kleinen Trafos genug da, aber diese Umlöterei mache ich nicht noch einmal. Wir haben doch jetzt die beliebig kombinierbaren DPS2500AB! Primärstromregelung steht an.
Ob jemand die weiteren Begrenzer für die Ausgangsspannung findet??

von Bernd Schlueter - am 03.09.2016 07:38
Beeinflussung durch "ripple". Daran glaube ich nicht. Wenn zwei Netzteile "ripplen", kann das "Rippeln" nicht größer werden als die doppelte Amplitude. Das einzige, was ich mir, sehr unwahrscheinlich, vorstellen könnte, wäre, dass die ganze Regelung so überkritisch eingestellt wäre, dass diese Mücke, die sich auf den großen Stein setzt, selbigen ins Rollen bringt. Das wird mit Sicherheit nicht der Fall sein.
Nein, wenn es zu einer Unstabilität kommen sollte, dann, wenn die gesamte Regelkette durcheinandergebracht wird. Das kann passieren, wenn am Ausgang keine Stromgegenkopplung existiert, sprich, ein negativer Ausgangswiderstand vorhanden ist. Bei Serienschaltung muss immer eine gewisse Gegenkopplung bestehen, damit nicht das stärkere Netzgerät die gesamte Stromlieferung übernimmt. Das ist aber leider bei vielen Netzgeräten der Fall.
Wir erinnern uns an das fatale Zusammenschalten von drei Netzgeräten am Drehstromstecker, an dem der Nullleiter fehlte. Das geringfügig stärkste übernahm sofort die gesamte Stromlieferung , während die zwei übrigen mit fast 400 Volt überlastet wurden und durchbrannten.
Beim ESP120 hilft dagegen eine Stromgegenkopplung zwischen Ausgang und dem Spannungsregelpotis in Form eines einfachen Widerstands von einigen zehn Kiloohm.
Der erniedrigt allerdings auch die Ausgangsspannung.
Verbraucher "rippeln" auch und dagegen ist jedes Netzgerät gefeit.

von Bernd Schlueter - am 17.09.2016 07:45
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