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elweb Batterie
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Bernd Schlueter, laase, Sven Salbach, thegray, DC-Load, el El, Berlingo-98

Laden von Elektrofahrzeugen durch Gleichspannung

Startbeitrag von DC-Load am 27.10.2016 15:01

Hallo, ich möchte den Onboard-Charger(internes Ladegerät) von Elektrofahrzeugen, welcher normalerweise mit AC 1-phasig oder 3-phasig angesteuert wird direkt mit Gleichspannung versorgen.
Hintergrund ist, dass der Onboar-Charger die Wechselspannung nur gleichrichtet und dann an die Batterie lädt.

Hat jemand Erfahrung ob es möglich ist, den Onboard-Charger direkt mit Gleichspannung zu versorgen? Eventuelle Schaltpläne vom Aufbau eines Onboard-Chargers?

Vielen Dank im voraus.

Antworten:

die akkus, nicht den charger. Ja das geht aber ohne zu wissen um welches Fahrzeug es geht..

von el El - am 27.10.2016 16:51
Doch, Konstantin, das ist eine sehr sinnvolle Idee.
Anno Tobaks 50 Hz-Wechselstrom wird in den Ladern erst einmal gleichgerichtet, dann durch einen Wackel-DC/DC Wandler in eine höhere gleichspannung gewandelt, dann wieder in eine Wechselspannung verwandelt, auf eine niedrigere Spannung transformiert und wieder gleichergerichtet. Die vordere Hälfte, nennt sich PFC, kannst Du Dir sparen, wenn Du gleich mit Gleichstrom fütterst und aus dem Lader ausbauen.
Du bist dann gerüstet für die zukunft, wenn es nur noch Gleichstromnetze gibt.
Für Drehstrom benötigst Du sogar drei PFC-Teile. Also vier wandler statt einem.
Viele Lader nehmen es übrigens nicht übel, wenn Du Gleichstrom statt Wechselstrom einspeist.
Da muss man sich aber vorher genau die Schaltung anschauen, ehe man das ausprobiert...
Dann werden statt den vier nur ein einziger Wandler benötigt.

In so einem Gleichstromnetz von 2000 bis 10.000Volt würden dann direkt die Ladestationen angekoppelt, die nur einen einfachen Lade-Wandler auf 48 bis 1000 Volt zur direkten Batterieladung enthielten. Da IGBTS mit ihren hohen Spannungen die Mosfets immer mehr verdrängen, setzten sich zunehmened die höheren Spannungen durch.

Ein kleines 2kW-Wechselstromladegerät sollte man trotzdem immer mit sich führen, angesichts der Miliarden von Schukosteckern, die sich über Elektroautobesuch freuen, wenn sie nicht abgefackelt werden. 2kW oder 20kWh über Nacht reichen für die meisten Elektroautofahrer.

von Bernd Schlueter - am 28.10.2016 03:51
HAch herje -
die Frage ist ob ein 08/15 Lader - der wohl möglich vorhanden ist, statt mit 230AC 50HZ.

Eben mit "0Hz".......

ist von Schaltungsgestaltung und Bauteil und deren Kühlung abhängig - Hersteller fragen - sonst gibt es böses Versuchserwachen

von thegray - am 28.10.2016 12:42
Zitat
DC-Load
Hat jemand Erfahrung ob es möglich ist, den Onboard-Charger direkt mit Gleichspannung zu versorgen?


Na ja, Erfahrung nicht direkt mit Ladegeräten, sondern mit der Motorelektronik eines Antriebes. Netzanschluss war vorgesehen, aber wir hatten uns das Ding näher angesehen und entschieden, dass wir auch direkt auf den sogenannten Gleichstromzwischenkreis gehen konnten. Funktioniert jetzt seit über 30 Jahren, aber an diesen Prinzipien hat sich nix geändert.

Ein Kollege hat ein ganz normales kleines Meanwell Netzteil mit Eingang 90-240V AC auch einfach an DC 120V angeschlossen. Das geht nach allen Erfahrungen gut. DFer Gleichrichter im Eingang des Netzteils stört nur unwesentlich durch kleine Stromwärmeverluste.

Aber man muss schon das Ladegerät gut kennen, um zu entscheiden, ob man so einfach an den Gleichstromzwischenkreis anschließen kann. Es kommt auf den Einzelfall an. Man kann, wenn man kann. Was ich sagen will: Ein gewisses Können gehört dazu, und mußt Dir das Ladegerät im Einzelfall daraufhin anschauen. Brauchst also technische Unterlagen.

Einfach so anschließen und hoffen - das würde ich mir nicht trauen. Das jeweilige Gerät solltest Du also etwas kennen. Wie erwähnt: das jeweilige Gerät. Ich kann also die Frage nicht so allgemeingültig beantworten, wie Du es in Deiner Fragestellung Dir erhofft hast.

Ach noch was: Es wurde im Netz berichtet von einem Amerikaner, der ein handelsüblichen Chademo Lader, der eigentlich für AC Anschluss gedacht war, an seine DC Solaranlage anschließen konnte. Mit Infos vom Hersteller hatte er das hinbekommen. Das Chademo Gerät arbeitet dann im Prinzip als DC Ladegerät mit allen Regelfunktionen und so.

Gruss, RaR

von Berlingo-98 - am 28.10.2016 19:38
Hallo, vielen Dank für die Infos.

Kann mir jemand ein Ladegerät nennen das man mit DC
statt AC speisen kann? Am besten mit Schaltplan,
dann kann ich drüber nachdenken wie es theoretisch möglich ist.

Gruss

von DC-Load - am 02.11.2016 14:59
Zitat
DC-Load
Hallo, vielen Dank für die Infos.

Kann mir jemand ein Ladegerät nennen das man mit DC
statt AC speisen kann? Am besten mit Schaltplan,
dann kann ich drüber nachdenken wie es theoretisch möglich ist.

Gruss


Nun es gibt wohl Lader die dir jemand nennen kann.
Aber Schaltpläne dazu - da wirst höflich den Hersteller Service fragen müßen ;-) --- Ob!

von thegray - am 02.11.2016 16:00
Neu konstuierte elektronische Geräte werden meist als Vielstromgeräte ausgelegt, seit die Halbleiter kaum noch etwas kosten. Computernetzteile schon lange, LED-Lampen oder elektronische Vorsatzgeräte. Auf jeden Fall nur Geräte, die einen Spannungswandlervorsatz haben. Vorne ist immer erst ein Gleichrichter in Graetzschaltung, der kann immer auch Gleichstrom. Wie der Name schon sagt, dem ist gleich, welcher Strom. Meist sind die Grenzen: unten 85 bis 90 Volt, obere Grenze ca 280 Volt. Hochfrequenz können die natürlich auch, solange es der Gleichrichter und die Entstördrosselspulen mitmachen.
Schon erstaunlich, dass heute schon fast jedes LED-Schraubgewinde solch einen Spannungs-Frequenz-Wandler enthält, bei sehr hohem Wirkungsgrad. In der Mühle wollen wir so etwas einsetzen. Die älteren Frequenzumformer taugen nur beschränkt dazu. Wir müssen einiges dazu basteln.
Katastrophe, dass viele Lader noch nichts davon gehört haben. Die Weltumrunder unter uns haben sich längst auf japanische 120 Volt/60Hz, urwaldmäßige 280 Volt und jakutische 4711 Volt Wackelstrom eingestellt. Der Rußheimer Wackelstrom ist nicht auf jakutische Einflüsse zurückzuführen. Wir arbeiten noch daran.

von Bernd Schlueter - am 04.11.2016 20:05
allerdings, gerade bei der Gleichrichtung kann es diese sonst zerlegen, wenn immer nur ein Zweig belastet wird

von Sven Salbach - am 05.11.2016 08:36
auch bei den FETs tut sich was..die Welt steht da auch nicht still.
Spannungn bis 1000Volt gehen durchaus auch mit FETs...und hat dann alle Vorteile dieser auf ihn diesem Spannungsbereich

von Sven Salbach - am 05.11.2016 08:38
Sven passt auf. Ja, das habe ich ganz vergessen, dass nur die Hälfte der Gleichrichterdioden durch Gleichstrom belastet wird. Bevor man an Gleichstrom anschließt, muss man sich vergewissern, dass die Gleichrichterdioden auch den doppelten Strom abkönnen und genügend Kühlleistung abgeführt wird.
Oft sind die Eingangsgleichrichterdioden, nur um die geht es hier, reichlich überdimensioniert. Aber durchaus nicht immer und deshalb muss man sich vorher genau vergewissern.
Da man die Gleichrichterdioden bei Gleichstrom überhaupt nicht braucht, kann man aber auch direkt am Gleichrichterausgang anschließen. das ganze Gedöns von Frequenzfiltern davor braucht man auch nicht . Es könnte aber auch ein Strommessshunt oder eine andere Dämlichkeit für Terror sorgen.

von Bernd Schlueter - am 05.11.2016 11:12
Hi Dc-load,
es gibt zig Gründe, warum eigentlich dc-fähige Netzgeräte dann nachher doch mit Wechselspannung versorgt werden müssen. Trafos für standby-Module und Hilfsspannungen sind welche, die verwendeten internen Sicherungen, die DC nicht sicher unterbrechen können andere. Schalter oder Schütze/Relais auf ac-Seite würden auch nicht mehr mit dc funktionieren.

RaR hats schon gesagt, Meanwell bietet einige Netzteile mit Weitbereichseingang an, die mit ac oder dc versorgt werden können. Steht jeweils im Datenblatt. Wo es nicht draufsteht, würde ich es ohne genaue Kenntnis des ganzen Systems (also Ladegerät UND alle vorgelagerten Teile) nicht probieren.
Viele Grüße, Lars

von laase - am 19.11.2016 19:25
Habe noch mal in den Schaltplan des chargeurs geschaut. Demnach ist da nichts verbaut, was von Gleichstrom kaputt geht. Die DSEI30 Dioden auf Seite 1 des Cosinus-Viehs von Ixys sind billig und halten, sofern sie gekühlt sind, 26 Ampere aus, also genug für nur einseitigen Stromdurchfluss.
Aber was das PFC macht, kann ich Dir nicht sagen, wenn da plötzlich der pulsierende Gleichstrom fehlt. Schließlich will das Ding das Cosinus- Vieh auf 1 setzen.
Heraus kommen jedenfalls zwischen 380 und 420 Volt Gleichstrom auf Seite 1, und da sollte man einspeisen, wenn das PFC nicht in die Luft fliegt. Ich vermute, nein. Aber Vermutungen zählen hier nicht.

Meine Fotovoltaik werde ich da jedenfalls anschließen, wenn ich eine hätte und die Sonne scheinen würde. Die pennt.

Wenn ich mich nicht irre, ist auf Seite 1 des Pong puissance der Trafo eingezeichnet, samt IGBT-Ansteuerung. dabei irritiert mich, dass die Kondensatoren nur 400 Volt vertragen,obwohl auf der PFC-Seite von bis zu 420 Volt die Rede ist, allerdings wohl von Phillippe von Hand eingetragen.

Also, noch wäre ich zurückhaltend und würde überlegen, ob Du nicht direkter in die Batterie einspeisen könntest...Ich vermute mal, dass die beiden IGBTs mit 300 bis 320 Volt zufrieden wären. Würde ich glatt ausprobieren, zunächst mit einem gleichstromfähigen Heizgerät als Schutzwiderstand.

von Bernd Schlueter - am 20.11.2016 12:20

Wäre interessant zu wissen

...wer tatsächlich vorhat, mit Gleichspannung, so aus einer Pfotowoltaik-, Wind- oder sonstigen anlage (Generator) oder Ähnlichem zu laden. So wäre dann das Mühlenproblem gelöst, aus jedem Tröpfchen Pfinzwasser das Letzte herauszuquälen, ohne, dass das Mühlrad stehen bleibt oder das Licht flackert. Die den Rundfunkempfang zersägende Phasenanschnittssteuerung stellen wir dann auch in die Ecke und darf sich schämen.
Die notwendigen Komponenten sind im Schaltplan gefunden und eignen sich für eine Gleichspannung zwischen maximal 380 Volt als obere und vielleicht 200 Volt untere Grenze.

Das PFC-Teil , die Franzosen sagen Cosinus Phi, eignet sich zur Spannungserhöhung und zum Anbau eines MPP-Trackers, die Ladekondensatoren mit 400 Volt Prüfspannung begrenzen die Spannung nach oben.

Also, wenn das wirklich jemand vorhat, dann würde ich versuchen, mich weiter in den Lader zu vertiefen...klar, fällt dann auch eine Ladestromregelung ab, wenn man am Netz lädt, von 0 bis 3000 Watt. nach dem Motto: wer den Schukostecker nicht ehrt, ist des Bananensteckers nicht wert...

Wenn ich das richtig sehe, würde sich die Waldmühle auch über einen bidirektionalen Wandler freuen, der das Teigkneten und jede Art von Müllerei auch dann erlaubt, wenn der Michael auf der Pfinz im Finstern Schlittschuh läuft und alle Notstromaggregate streiken.
Wenn man unbedingt will, kann man das Mühlrad auch andersherum drehen lassen und die Pfinz in ihrer Fließrichtung umkehren.
Die Fische kommen dann überhaupt nicht mehr auf die Idee, über das Wehr springen zu wollen. Die drücken einfach nur auf den Knopf und ab gehts in die gute Kinderstube.
Wenn noch jemand solch einen Knopf für die Brustflosse zuhause herumliegen hat, bitte melden!

von Bernd Schlueter - am 21.11.2016 06:33
Hallo Bernd, schau doch mal auf das PFC IC! Welches ist es? Nach meinem Wissen gibt es genau zwei grundlegend verschiedene Regelungsmethoden, wie PFC Regler arbeiten können. Mindestens eine davon braucht Nulldurchgänge bzw. Spannungspausen. Müßte man sich mal ins Datenblatt vertiefen, bevor man die PFC zerschießt.
Was allerdings ohne Probleme gehen sollte ist, nur den Leistungsteil (Hochsetzsteller) der PFC zu verwenden, indem man das Gate des schaltenden Mosfets selbst mit zB MPP-Tracker ansteuert.
Wenn man die PFC nicht komplett außer Kraft setzen möchte, kann man auch immer (egal welche PFC Methode) direkt DC in den Gleichspannungszwischenkreis einspeisen. Das stört die PFC Einheit überhaupt nicht. Und es fließt auch nicht mehr Rückstrom als über einen hochohmigen Spannungsteiler.
Viele Grüße, Lars

von laase - am 22.11.2016 07:11
Das UC2854D scheint eines mit Vorwärtssteuerung der PWM zu sein,, also ohne die sonst übliche Hochsetzsteuerung.Seite 1 von 4 auf der carte cos Phi. Passt zu der niedrigen Zwischengleichspannung. Da müsste man tatsächlich, wie Du schon vorschlägst, den MPP-Tracker die PWM steuern lassen können, dann aber doch wohl eher von einer fremden Quelle, ohne das IC? Die Leistungsstufe ist auf Seite 1 von 3 des pont puissance.

Ob man da direkt die PWM beeinflussen kann? Das IC arbeitet den Datenblättern nach mit konstanter Frequenz und bügelt den Strom.
Ob man da den MPP-Ausgang statt dem sin anlegen kann? Wo?
Hätte ich schon Respekt vor, da einzugreifen.
Andererseits, da müssten ordentliche Leistungsreserven vorhanden sein.

Aber ich habe eben Respekt vor einem Eingriff, da wäre mir die Hochsetzsteuerung lieber, wo das PFC-Teil praktisch völlig getrennt von der PWM des Wandlers ist.
Dann doch lieber ein normales, externes Netzteil mit unabhängiger Zwischengleichspannung verwenden?

von Bernd Schlueter - am 22.11.2016 22:22
Hi Bernd,
hab mir mal das Datenblatt zum UC3854 angeschaut. Weiß nicht, was Du mit "Vorwärtssteuerung ohne Hochsetzsteuerung" meinst (ein Hochsetzsteller ist doch IMMER Bestandteil einer PFC?!), aber ich denke, man kann das IC tatsächlich drin lassen und von außen mit Gleichspannung draufgehen:
- Vorladewiderstand/-schaltung muß eingebaut werden, sonst wird der Strom in den Elko des Gleichspannungszwischenkreises zu hoch und die Gerätesicherung schlägt durch
- Das IC versorgt sich normalerweise über einen "Längstrafo" aus dem mit 100Hz rippelnden, bereits gleichgerichteten Strom. Wenn da nichts mehr rippelt, gibts auch keine anständige Versorgung für das IC (Pin15) und es wird sich passiv verhalten. Allenfalls wird es versuchen, ein paar Startvorgänge durchzuführen. Das kann man wenn nötig verhindern, indem man den Enable Eingang (Pin10) vor dem Anlegen der Gleichspannung auf Gnd legt.
- Ich würde nicht versuchen, dem IC die Aufgabe eines MPP-Trackers zu übertragen. Man sollte froh sein, wenn es sich beim Anlegen der Gleichspannung passiv verhält. Wenn MPP tracken mit Komponenten des PFC-Hochsetzstellers, dann alles hinter Pin16 (Ausgang) des IC verwenden. Zb durch einseitiges Auslöten des Gatevorwiderstandes und Ankoppeln an einen eigenen Mosfet-Treiber, der hinter dem Mikrocontroller des MPP-Trackers sitzt.
- noch komfortabler wäre es, den originalen MOSFET des PFC-Hochsetzstellers drin zu lassen und ihm einen identischen genau parallel zu Drain und Source zu setzen. An das Gate des neuen Mosfets kann man dann den eigenen MPP-Tracker anschließen, ohne die Funktionalität des Wechselstromladens mit PFC einzubüßen oder umschalten zu müssen.
- Vorsicht: das IC ist natürlich komplett auf der Primärseite, d.h. nicht galvanisch vom Netz getrennt. Alles, was man dort einbaut und anschließt, hat Netzpotential, also auch irgendwelche herausgeführten Strippen zur Mosfet-Ansteuerung! Das muß dann alles doppelt isoliert ausgeführt werden, inklusive aller ggf. noch "anfassbaren" Solareingänge o.ä.
Viele Grüße, Lars

von laase - am 23.11.2016 22:14
Lars, hast Du die Schaltpläne der Sagembox? Zu zweit kontrollieren, da fühle ich mich sicherer. Habe mir die Elektronik ja auch nur selbst beigebracht.
Inzwischen habe ich auch die tatsächlich fast übliche Zwischengleichspannungserhöhungsstufe mit vier 470µF Glättungskondensatoren gefunden, nur 400 Volt Nennspanung, also, weit über 330 Volt kann die Gleichspannung nicht liegen. An die von Phillippe eingezeichneten 380bzw 420 Volt kann ich nicht glauben.. also, auf jeden Fall kann man dort eine Gleichspannung einspeisen, würde ich stark vermuten. Vielleicht sind da aber doch 550 Volt-Kondensatoren verbaut, dann würden die 420 Volt stimmen. Die Box bleibt erst noch zu. Ehe ich die öffne, gehe ich Gero oder Paul besuchen...
Also,konstante 75 kHz gibt das IC heraus , und die PWM kann man mit Sicherheit steuern, da käme dann das MPP vor. Klar, getrennt, das IC kann das nicht, das steuert nur die PWM für den Lader. Also, es ist doch eine ganz normale PFC-Stufe.
Für den PSA Partner von Michael kommt da die Frequenzsteuerung für die Waldmühle herein, dann hat er einen MPPPT (maximaler Pfinz-Power-Point_Tracker), der dafür sorgt, das alles verfügbare Pfinz-Wasser in den Berlingo gepackt wird und gleichzeitig für gleichmäßige Drehgeschwindigkeit der Mühle sorgt, dann hoffentlich ohne Lampenflackern. Solare Energiegeschichten werden auch gleich mit eingepackt. Jetzt müsste ich nur noch genau identfizieren, wo ich die Leistungsregelung ans IC bringe...ich glaube, Gero Kleinert hat es schon herausgefunden. Man muss ja nicht alles gleich mehrfach erfinden. Die Sagembox steuert die Laderleistung ganz raffiniert: über eine PWM wird eine Gleichspamnnung erzeugt, die dann die 75kHz-PWM des ICs steuert. Das ist insofern doof, weil die Sagemsteuerung die Ladespannungen steuern will, wir aber dazwischenfunken wollen, indem wir nicht so wollen wie die Ilsebill. Die Klapperfrequenz der Mühle soll das Sagen haben und ansonsten wird nur abgeschaltet, wenn der Akku voll ist. Andererseits hat unsere Steuerung das Maul zu halten, wenn es ans ENBW.Netz geht. Mit einer PWM-Steuerung ist das nicht einfach zu programmieren.
Unsere Wandlertrafos sind ja gar nicht richtig eingezeichnet, nur die vielen parallelen Wicklungen..Das hatte mich durcheinander gebracht. Mist, dass alles potentialgetrennt sein muss...An die 12 Volt-Steuerung können wir direkt gehen,an den Hochspannungsteil nur über PWM. Wie wir das lösen, haben wir schon an anderer Stelle herausgefunden indem wir eine abgefälschte PWM unterschieben.
Hoffentlich ist die Sagembox nicht zu sehr beleidigt, wenn sie den Betrug bemerkt. Sie kann sehr nachtragend sein.
Da wir auf einen zusätzlichen Mikroprozessor nicht verzichten konnten,schleppen wir vielleicht eine ganze Reihe Probleme in den Partner.

Im Prinzip dürften bei allen Ladern ähnliche Verhältnisse vorliegen und es ist möglich, die Ergebnisse zu übertragen.

Gerade noch entdeckt: Blatt 5 der Steuerung des Laders "carte pont command chargeur" enthält die Abschaltung am Ende der Batterieladung (arret) und oben eine relativ symmetrische Stufe, die irgendwas mit einer der PWMs etwas anstellt oder nur kontrolliert. Die Ladesspannung wird offensichtlich von den beiden 150 kOhm-Widerständen und den 7,68kOhm kontrolliert.
Ich glaube, wir haben bisher an der falschen Stelle gesucht, das hier ist die entscheidende, oder gar beide, unabhängig voneinander., zur Sicherheit gegen Überladung.
Möglicherweise ist das genau die Stelle, wegen der Citroen das Handtuch geworfen hatte und meine Kiste auf den Schrott gestellt hatte.

von Bernd Schlueter - am 24.11.2016 05:00
Hallo Bernd,
mist, jetzt war ich fast fertig mit Schreiben und dann alles weg!
Also nochmal. Nggrrrr ....
nein, ich habe keine Schaltpläne! mein Senf von gestern war nur vom Datenblatt ausgehend!
330V PFC Zwischenkreisspannung glaube ich nicht. Ist eigt immer über 360V, meist 385Vdc.

Habe etwas Angst, daß wir aneinander vorbeireden; weiß nicht, ob ich Dich immer richtig verstehe.
Jetzt hier nochmal, wie ich eine "weiche Spannungsquelle" (wie ja offensichtlich die "Waldmühle" als Inselnetz?) anschließen würde:
1. Version "hohe Gleichspannung vorhanden" (zB aus gleichgerichteter Synchronmaschine o.ä.)
Die Gleichspannung (ca. 320-380Vdc) in den Zwischenkreis hinter der PFC einspeisen. Der eigentliche Lader in der Sagembox wird ein Halb- oder Vollbrücken-Gegentaktwandler sein. Dieser muß neben der eh schon vorhandenen Regelung auf Ausgangs-(Batterie-)spannung und maximalen Strom ZUSÄTZLICH so geregelt werden, daß die Eingangsspannung konstant bleibt. Die Regelungen müssen ODER verknüpft sein. D.h. jede Regelung, die ABregeln will, muß das tun können. Das ist zwar noch kein vollwertiger MPP-Tracker, aber wesentlich besser, als die sonst ausgeführte reine Regelung auf konstanten Batterieladestrom bzw. konstante Aufnahmeleistung. Durch den Zusatz "Regelung auf Eingangsspannung" wird automatisch darauf geachtet, die Mühle nicht "abzuwürgen". Wenn der Erregerstrom der Synchronmaschine (vorausgesetzt es ist eine) "MPP-getrackt" wird (oder, wie unter 2. beschrieben, ein MPP-getrackter Hochsetzsteller vorgeschaltet ist), verhält sich die so modifizierte Sagembox als "follower" und setzt unauffällig das um, was gerade "da" ist.
Weiß nicht, was für ein IC im Lader der Sagembox drin ist. Wenn (wie häufig bei solchen Wandlern) ein TL494 oder KA7500, dann sind da zwei "Error Amplifiers" drin, einer für die Spannungsregelung (typ über Pin1) und ein anderer für den Strom (typ über Pin16). An diesen beiden kann man die neue Regelung auf die Eingangsspannung NICHT einbringen, da sie ENTGEGENgesetzt zu den anderen wirken muß: Wenn Eingangsspannung hoch, dann bitte die PWM aufdrehen, damit Spannung wieder "runtergezogen" wird und andersrum. Außerdem sollen die anderen Regelungen ja auch noch wie vorher funktionieren (ODER Verknüpfung). Bleibt also nur, an Pin3 (zusammengefasste Ausgänge der Regelverstärker) über eine Trenndiode den Ausgang eines eigenen Regelverstärkers anzuschalten. Z.B. mit einem OPV LM358, Ref diesmal an noninvert, und Eingangsspannung per Teiler auf invert ("andersrum" als "sonst"). Die Platine mit diesem zusätzlichen Regler kann außerhalb der Sagembox sein (Eingangsspannung kann der OPV ja auch gleich "draußen fühlen" und nur das Signal von der Signal-Trenndiode am Ausgang des 358 muß zu Pin 3 des TL494/KA7500 gehen. Bei anderen Schaltregler ICs müßte man sich das anschauen, wo man ODER-verknüpft regelnd reingehen kann.

2. Version "keine hohe Spannung vorhanden". Hier bräuchte man etwas, das die Spannung erst einmal auf ca. 320-380Vdc hochsetzt. Einerseits mit dem vorhandenen Hochsetzsteller der PFC-Stufe möglich, wenn man, wie gestern beschrieben, einen zweiten MOSFET parallel zum schon vorhandenen setzt und das Gate dieses neuen Mosfets ansteuert. Dann spart man sich die Induktivität, den Snubber usw. Oder aber ein komplett neuer, externer Hochsetzsteller. Beide Möglichkeiten funktionieren; man muß das Gate aber jeweils von einem MPP-Tracker per PWM ansteuern. Regelgröße für den MPP Tracker ist der Strom auf der 380Vdc Seite. MPP tracken geht sinnvoll nur mit einem Mikrocontroller. Der kann dann auch gleich ein paar weitere Randbedingungen mit überwachen.
Die Sagembox bzw. der Brückenwandler da drin muß aber trotzdem noch wie unter 1. beschrieben zusätzlich geregelt werden. Sonst geht die Spannung hinter dem MPP-Tracker einfach steil nach oben, wenn wenig Ladestrom fließt oder steil nach unten, wenn die Sagembox versucht, P_nominal zu ziehen. Das Zusammenspiel von MPP-Tracker und zusätzlichem Regler der Sagembox dürfte nicht ganz einfach sein. Deshalb ist 2. die weitaus schwierigere Variante! Es wäre also besser, wenn die Waldmühle bereits über eine konventionelle Synchronmaschine (zB PM-Synchron) als Generator verfügt und eine in etwa passende Spannung abgibt!
Gegen Überspannung auf dem DC-Zwischenkreis muß eine automatische Last vorgesehen werden (zB klassischer "Brems-Chopper", ganz simpel auch IGBT mit 400V Z-Diode am Gate und dicker Halogenlampe bzw. Wasserheizer als Last), damit die Spannung bei fehlender Last und vor Notstopp der Mühle nicht durchgeht. Sonst Sagembox kaputt.
Hoffe, Du kannst was mit meinen Ausführungen anfangen ...
Viele Grüße, Lars

von laase - am 24.11.2016 22:48
Die Schaltpläne sind etwas groß und auch nicht unbedingt in allen Details zuverlässig und sind aus dem französischen Forum zusammengesucht. Die musst Du haben, aber über Deine email.
UC2854D heißt das PWM-Chip.Kannst Du ein wenig Französisch? Ich sehr wenig, aber habe das meiste verstanden und könnte es übersetzen. Nein, esgibt keine offiziellen Schaltpläne, der Safran-Konzern rückt nichts heraus. Ich habe es öfter probiert. Wir müssten schon das NSA beauftragen, der gerade meldet, dass Fidel gestorben ist.
Nix da, MPPT nicht über Mikroprozessor, obwohl wir, der Michael und ich, gerade so etwas im Bau jaben. Ich bleibe bei meiner OP- Lösung. Schließlich habe ich einen weißen Bart und OPs liegen Opas mehr.

von Bernd Schlueter - am 26.11.2016 08:06
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