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elweb Batterie
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34
Erster Beitrag:
vor 8 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 7 Monaten, 2 Wochen
Beteiligte Autoren:
laase, R.M, Sven Salbach, Dineu, Bernd Schlueter, wolfgang dwuzet, Hotzi-47, Peter End., Andi aus Bad Essen

Batterieheizung

Startbeitrag von laase am 14.12.2016 08:06

Hi,
das ist eine Fortführung des interessanten Beginns von der Diskussion über Winterreichweite hierWinterreichweite im Forum Technik
Bernd sagte aus, daß die Nicads seines Saxo (?) ca. 3.6kWh brauchen, um einen "Kaltstart" zu machen. Von welcher Tempdiff sprachst Du da nochmal, Bernd?
Außerdem meintest Du, daß man die Wärmeabgabe an die Umwelt vernachlässigen könne. Das sehe ich aber gaaaanz anders! Klar, wenn ich den Akkusatz erst ein paar Grad über Umgebungstemp habe, ist die Abgabe noch gering. Aber wenn ich von 0 auf zB 20 hochheizen will, dauert der Sprung von 10 nach 20 sehr viel länger, als der von 0 nach 10. Das zeigt, daß eben doch erheblich viel Wärme abgegeben wird.
Bei mir (CityEl, 13xWinston 100Ah a 3.3kg/St, verteilt auf 3 thermisch getrennte Blöcke, jeder Block mit 1.5mm Aluplatte und 22W Heizwiderstand drunter und eingepackt in 15-20mm Styropor, max. 2mm Kopfspalt zum Deckel) brauche ich ziemlich genau 10 Stunden Vorheizjng, bis die Batts echte 20° haben. Also nicht mal eben 20 oben drauf erreicht und Heizung schaltet ab, Temp fällt gleich wieder, nein 20 zwischen den Zellen und wahrsch auch drin.
Wenn ich die Styroporverpackung nicht hätte, würde ich mit den 66W wahrsch nicht mal auf 20 kommen.
Mein Peugeotelectrique hatte 5 Bleigelanker 12V 200Ah. Jedem hatte ich eine 65W Heizplatte drunter spendiert. Nur die zwei hinteren im Kofferraum wurden ohne Isolierung nennenswert wärmer, die vorderen drei im Motorraum über dem Motor wurden eigentlich nur von der Motorabwärme warm, die 3x 65W juckten die nicht.

Ich denke also schon, daß ein Energieeffizienter Betrieb im Winter ganz maßgeblich von der Batterieisolierung und dem "Heizungsmanagement" abhängig ist. Ich habe daher schon eile intelligente Fernsteuerungen in meine Kisten eingebaut, die ich aus der warmen Wohnung heraus konfigurieren kann: Beginne Ladung in 8h, und heize 6h vorher auf Abregeltemp 20°C usw.

Wie sieht das bei Euch aus, welche Erfahrungen habt Ihr?
VG, Lars

Antworten:

Wären es 13 * 3,3 kg = 43 kg Wasser, wären das 43 kg * 1,16 kWh/(kg*K) = 50 kWh/K. Mal 10 Kelvin sind das dann 500 Wh. Das Ganze durch 3 * 22 W = 66 W ergibt 7,5 Stunden! Klar, es sind zwar mehr als 43 kg zu erwärmen, aber die spezifische Wärmekapazität der Akkus ist niedriger als die von Wasser. Für eine erste Abschätzung sollte es reichen und so frage ich mich, warum denn nur so zaghaft geheizt werden soll?

Also, meine Heizkabel sollen bald da sein. Dann möchte ich mein 24 Stk Winston 40Ah mit 150 bis 300 W erwärmen :hot: - das heißt, wenn sie unten schon warm sind werden sie oben noch kalt sein - ich muss also rechtzeitig beginnen und vorm Wegfahren abschalten, damit sich die Wärme in den Akkus schön gleichmäßig verteil hat. Ad gleichmäßig: Die Wärmedämmung wird nicht gleichmäßig dick um die Akkus angebracht werden :xcool:

von Dineu - am 14.12.2016 09:14
Wer, wie ich, meist von einem Schukostecker aus startet, sollte sich eine elektrische Batterieheizung für den Kühlwasserkreislauf zulegen. Meine Saxobatterien sind wassergekühlt bzw.beheizt.
Die Pappe vorne vor dem Kühler ist unverzichtbar, die wirkt sich auch auf die Benzinheizung aus, weil die total viele Wärmeverluste bei Durchzug hat. Ob ich eine Isomatte auch durch den engen Schlitz von unten bekomme? Spätestens im Frühjahr bekomme ich dann Probleme, dann heißt es, Front abschrauben oder in Fetzen herausreißen. So mache ich es mit meiner Pappe, die bisher keinerlei Probleme bereitete. Nein, Ventile und Umleitungen sind völlig überflüssig. Die Pappe hält den Wind auch von allem anderen fern. Die Benzinheizung ist auch für die Batterie ungeeignet, zu teuer.
Mal rechnen: bei -20°C um 30 K aufheizen , bei 260 kg Batterien entsprechend 100 Liter Wasservolumen, macht ca 3kWh. Dafür 20km mehr Reichweite. Lohnt doch, wenn eine Steckdose in der Nähe ist! Mal sehen, vielleicht nehme ich gleich eine Kaffeemaschine auseinander...
Der Wasserteufel von Roman war nicht schlecht. Ein Tauchsieder im Vorratsgefäß? 3kW wären nicht schlecht...Aber es gibt doch Durchlauferhitzer! Aber Vorsicht, Frostschutz zersetzt sich und ist dann leitfähig, also auf keinen Fall mit Direktheizung!! Nicht vergessen, den Wasserkreislauf einzuschalten. Bei manchen Fahrzeugen ohne Wasserkreislauf, Lithium, geht es schneller, auch mit Fön, wenn das Fahrzeug nicht zu offen ist. Aber ein Thermostat ist unerlässlich.
Ach, bin ich dumm:
Es geht doch, zumindest bei den PSA viel einfacher: Zwischen Sagembox und Kühler ist jede Menge Platz und kein Hindernis. Da baue ich aus Sperrholz oder GFK eine passende Luftführung ein, in die ich einen 1800Watt-Fön stecke. Dann geht die Wärme mit gutem Wirkungsgrad ins Wasser, und vorne ist die Pappe ausreichend undicht, sodass die Luft nicht gestaut wird, sondern zurückgeleitet wird. Ein Timer reicht dann zum Ausschalten. Ladeklappe auflassen, damit der Wasserkreislauf läuft und der Schukostecker nicht gesprengt wird. Oder zweiter Schuko und verminderte Leistung.

von Bernd Schlueter - am 14.12.2016 10:09
Für mehr Komfort im Winter (in meinem Diesel wird es erst nach 10 bis 20 km quasi beim ersten Hügel warm): Wikipedia, siehe elektrische Standheizung (für Verbrenner)
Neben elektrischen Standheizungen für den Heiz-/Kühlkreislauf (meist für 230V 50 hz) gibt es auch Kfz-Innenraum Heizlüfter, die direkt die Luft erwärmen.

... wann kommen endlich die 230V-Steckdosen an jedem Verbrenner-Parkplatz ???

von Dineu - am 14.12.2016 10:48
660 oder 100W dauerhaft zu verbraten um die Akkus zu beheizen kann natürlich nicht der richtige Weg sein, aber für umgerüstete Fahrzeuge wie unsere gibt es nicht so viele Möglichkeiten :-(
Schlussendlich braucht es immer eine vernünftige Klimatisierung Sommer wie Winter undd as ganze auch Effizient...
Bei Betrachtung meiner damaligen Kalkulation,
[67183441.foren.mysnip.de]
sollte einem ganz übel werden, wenn nun auch noch die Akkuheizung bei den Fahrzeugen mit eingerechnet werden würde...die größeren Fahrzegue mit noch viel mehr Akkus die beheizt werden müssten..puh

von Sven Salbach - am 14.12.2016 10:54

Es geht aber auch ohne Heizung !!

Ich fahre zur Zeit bei jedem Wetter so gut wie jeden Tag mindestens 50km auf die Arbeit und wieder zurück. Das sind, zusammen mit sonstigen Fahrten ca. 110-130Km täglich.
Bei gut isolierten Akkus braucht es dabei keinerlei Heizung. Meine liegen derzeit immer so zwischen 15-22 Grad.

Heizen muss ich nur wenn ich mal 2 Tage nicht gefahren sein sollte.

mfG
Peter

von Peter End. - am 14.12.2016 11:52
Also, ich komme, wenn ich den Akku bei -20° auf +10° aufheize, durch die drei kWh, die dazu benötigt werden, 20km weiter. Das lohnt sich natürlich nur eine bis 1/2 Stunde vor Antritt der Fahrt und ist nur interessant, wenn es um mehr Reichweite geht. Es ist selten -20° kalt und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt lohnt das bei meinen Nicads schon gar nicht. Aber liegenbleiben oder nicht, dass sind mir die 1,5 bis 3 kWh schon wert. Sind die Akkus einmal warm, kühlen sie auch während der Fahrt nicht ab. Es springt sogar bei tiefen Minusgraden der Ventilator an, die Pappe lässt dann genug Kühlluft durch. Habe ich gerade frisch voll geladen, kann ich mir die Heizerei auch bei sehr tiefen Temperaturen sparen.
Ca 1,5 kWh trägt dann alleine meine Sagembox zur Heizung bei. Die Batterien tun Ähnliches. Bei Lithium ist der Effekt viel geringer, die kann man allenfalls mit dem Fön aufheizen. Aber die kälteste Zelle bestimmt dann, wann Schluss ist. Mit meinen Nicads kann ich aber immer effektive 3kWh durch 3kWh Wärme zusätzlich bekommen.
Bei Bleiakkus ist der Effekt noch größer, aber da ist schon viel zu geschrieben worden.

von Bernd Schlueter - am 14.12.2016 11:59

Re: Batterieheizung => Sicherheit und Komfort!

Zitat
laase
... Aber wenn ich von 0 auf zB 20 hochheizen will, dauert der Sprung von 10 nach 20 sehr viel länger, als der von 0 nach 10. Das zeigt, daß eben doch erheblich viel Wärme abgegeben wird. ...


500 Wh (Abschätzung von mir für City El und delta T von 10 Kelvin) und
3000 Wh (Bernd Schlueter, Saxo) sind ein gewaltiger Unterschied.

Dennoch, es geht um Sicherheit! Li-Akkus unter 0 °C laden ist nicht sehr gesund !!!
NiCads verheizen die Energie unnütz (wegen der höheren Ladungs- und Entladungsverluste bei tieferen Temperaturen; gilt auch für Lithiumakkus).

500 Wh entsprechen bei uns in Ö etwa 10 Eurocent, 3 kWh etwa 0,6 Euro! Ein Kaffee an der Tanke beim Automatein 1,3 bis 2,1 Euro. Was ist ökologischer, mit ein paar Cent auch ein bisschen Umwelt heizen, damit uns die Li-Akkus nicht um die Ohren sausen oder ein Kaffee, damit wir nach einer durchzechten Nacht am Steuer nicht einschlafen??? -> Der Sicherheit halber lieber beides (oder das Fahrzeug stehen lassen, wenn der Körper noch nicht ganz fit ist)!

Oder wie Peter End. schrieb, das Fahrzeug ständig in Bewegung halten (mache ich beim Verbrenner auch so und komme bis -5 °C ohne Frostschutz aus ;-))

Ad Komfort: Steck an die Akku-Heizung, die noch vor dem Laden eine Temperatur von deutlich über 0 °C (auch im Inneren der Akkus) sicherstellen soll, eine Innenraumheizung an und du fährst komfortaber (und sicherer, weil entspannter!)!!!

von Dineu - am 14.12.2016 13:47
Heute hatten wir +8.9°.Da war natürlich keinerlei Einbuße der Reichweite gegenüber sommerlichen Temperaturen zu spüren. -20 °, das ist mindestens 5 Jahre her, dass die vorkamen. Das war schon sehr deutlich.Fahren konnte ich dann auch, aber ich kam auf der Autobahn bei Tempo 85 nur 65km weit,dann kommt die gelbe Warnlampe, ohne Vorwärmung und ohne Kühlerabdeckung.Allerdings konnte ich dann im Schleichtempo weitere 10km hinlegen. In Frankreich, jedenfalls in der Chmpagne, kommen solch extreme Temperaturen überhaupt nicht vor, Deshalb wurde auch keine Kühlerjalousie vorgesehen.
Ich stelle fest, dass 500 Wattstunden beim Cityel mit 10 ° Temperaturdifferenz und 3 kWh beim Saxo und 30° Differenz exakt die gleichen Werte sind, umgerechnet auf gleiche Temperaturdiffernz und gleiche Batteriegröße.

Also: Vorheizen brauche ich eigentlich gar nicht und kommt nur in Frage, wenn ich bei der Fahrt nicht zwischenlade und die Temperatur extrem kalt ist, und, wenn ich auf der Autobahn oder bei einen Fahrten ins bergische Land auf volle Reichweite angewiesen bin. Ansonsten kommt es gleich, ob ich die Batterien sich durch ihren bei tiefen Temperaturen hohen Innenwiderstand erwärmen lasse oder von außen die dafür erforderliche Wärme zuführe. Die "verlorene" Energiemenge durch Fremdbeheizung und die durch die bei tiefen Temperaturen höhere Eigenerwärmung sind fast gleich, wobei das Fahren mit vorgewärmten Batterien für diese sehr viel gesunder ist. Starke, zerstörerische Umpolung tritt bei ungleichen Batterien meist bei tiefen Temperaturen auf und auf der Autobahn, die meisten meiner Fahrten, bin ich sowohl auf volle Leistung (grüner bis gelber Bereich) und volle Reichweite angewiesen, da LKWs in der ganzen Gegend nicht überholen dürfen. Tempo 85 in der Ebene sind deshalb unabdingbar. Mein Fahrzeug hat eine überaus effektive Temperaturverteilung und es ist dumm, diese im Winter nicht auch zur Beheizung zu nutzen. Das Fahren mit vorgeheizten Batterien ist durch die hohen Leistungsreserven im Winter sehr viel angenehmer. Gerade an Autobahneinfahrten am Berg benötige ich die volle Leistung.
Der Verkehr hat übrigens in den letzten Monaten im Rheinland extrem zugenommen und schnell sind zusätzliche 2kWh im Stau verloren. Dem Stau kann ich nicht mehr, wie bisher, ausweichen. Außerdem treffe ich häufiger auf vollbesetzte Ladestationen, wie heute Nacht, als ich nach einem Riesenstau mit leerer Batterie zwei die Nacht über parkende und verriegelt ladende Lieferwagen vorfand. Ich musste um eine Schukosteckdose für eine Viertelstunde betteln, um die nächste Ladestation zu erreichen, um nicht die Nacht im Fahrzeug verbringen zu müssen.

Dauernd vorheizen mit wenigen hundert Watt kommt nicht in Frage, dafür sind die Wärmeverluste zu hoch. Auch sollte bei allen Batterien eine gleichmäßige Temperatur erreicht werden, sonst ist die Gefahr der Umpolung und bei Lithium der Unterschreitung der Mindestspannung zu schnell erreicht.

Fahrzeuge, bei denen nicht alle Batterien bei Kälte auf gleicher Temperatur gehalten werden können, sehe ich als problematisch an. Da kann eine ungleich verteilende Vorheizung auch Schaden anrichten. Bei den älteren PSA ist in dieser Hinsicht nichts zu befürchten. Auch nicht bei Fahrzeugen, deren Batterien sich alle im Innenraum befinden. Eine Temperierung per Ventilator sollte alle Batterien erreichen.

von Bernd Schlueter - am 15.12.2016 05:49

Akkuheizung + Holz

Ich habe um meine Lithiums einfach nur 8mm Multiplex Sperrholz und eine 80W Klebefolie drunter. Ich halte sie immer auf 19°C beim losfahren.
Wenn ich das Auto dann 6 Stunden stehen lasse, sind es immer noch 12°

Damit komme ich im CityEl gut zurecht.

von Andi aus Bad Essen - am 15.12.2016 13:29

Re: Akkuheizung + Holz

Hallo Andi, kannst du bitte deine Akku-Heizung genauer beschreiben (Klebe-Heizfolie, 80W je Akku oder insgesamt, ...)? Vielen Dank!

von Dineu - am 15.12.2016 16:15
ich denke, es werden 80W gesamt sein, also ähnlich wie bei mir.
Nur daß der F4 den Vorteil hat, daß die Zellen nicht in U-Form verteilt sind, wie bei mir, sondern es wirklich nur EINEN quaderförmigen Kasten gibt, der natürlich eine viel geringere Oberfläche hat, über die Wärme rausgeht.

Nach allem, was ihr hier so geschrieben habt denke ich, daß das Thema Batterietemperierung bei uns noch in den Kinderschuhen ist. WIR schätzen zwar mehr oder weniger ab, wieviel wir vorheizen und ob das nötig ist, aber wenn irgendjemand anders UNSERE Autos betreiben würde, gingen entweder die Akkus tod, sie würden nach 15km liegenbleiben oder der Heizverbrauch wäre höher als der Fahrverbrauch. Klar ist das etwas überspitzt, aber ich will damit sagen, daß ein BMS neben dem Laden, Entladen und Balancen sich eigentlich auch noch um eine angemessene und ggf wirtschaftliche Batterietemperierung kümmern sollte. Bei Li mindestens solche Funktionen wie "kein Laden unter 0", "unter 5 nur max 0.3C" usw. Schön wäre ein selbstlernendes System: Mo bs Fr fährt Nutzer meist 6:30 los, ich muß also ab 3:30 heizen um ab 4:30 laden zu können. Wenn er 6:45 nicht losgefahren ist, schalte ich die Solltempvorgabe von 15 auf 5 runter oder so ähnlich.

von laase - am 19.12.2016 00:07
Hallo

Macht beim El doch der HF Lader.

Gruß

Roman

von R.M - am 20.12.2016 19:10
Hi Roman,
was macht der? Mo-Fr um 3:30 Uhr Heizung einschalten, bei 18°C abregeln, ab 4:30 laden und ab 6:45 die Heizung notfalls wieder auf 5° Soll??? Hab ich den die ganze Zeit derart unterschätzt? ;-)
Viele Grüße, Lars

von laase - am 30.12.2016 14:48
Hallo


Der macht solange warm wie das El an der Dose hängt der Temperturfühler vom lader wird genutzt.

12V hat den Vorteil daß man das die Akkus auch mit Bordstrom heizen kann. Habs zu Bleizeiten immer so gemacht, El steht die Woche über am Bahnhof, da ich immer mit dem gleichen Zug komme. einfach Schaltuhr dran und 2h aus einem 12V 10 Ah Nicad Block geheizt. Heute gings auch mit Handy

Gruß

Roman

von R.M - am 31.12.2016 11:12
Poa, das unglaublichste an der Geschichte finde ich, das Dein El eine Woche lang am Bahnhof stehen kann?!?
Ich fahre mit meinem nicht mal mehr nachts in Hannover Innenstadt..spätestens ab 1 oder 2 Uhr nachts wenn viele betrunkene unterwegs sind, wäre die Scheibe eingeschlagen, es läge ständig auf der Seite, es würde brennen etc .ppp
Mein Werbefahrzeug, also mein Zweit EL hatten die zwei mal umgeworfen, einmal an einer Haupstraße etwas abseits der Stadt und einmal schon sehr weit weg von der Stadt in einer privaten ruhigen Straße...da stand es gerade mal zwei Tage...

von Sven Salbach - am 31.12.2016 11:30
Hallo

Wo ich wohne kann ich sogar die Haustüre offen lassen ohne das was geklaut wird, genau deshalb würde ich nie in eine größere Stadt ziehen.

Und wenn einer mal was kaputt machen sollte komme ich persönlich bei ihm vorbei dank kameras die ein Betrieb nebenan netterweise unverschlüsselt betreibt.

Gruß

Roman

von R.M - am 31.12.2016 15:46
Ich würde mein El weder am Tag noch über Nacht am Bahnhof stehen lassen: wird einfach mitten auf die Fahrbahn geschoben, damit sich jemand anders in die Lücke stellt, Verdeck wird aufgeknöpft, Spiegel werden abgetreten, Scheibenwischer verbogen usw.
Mal für ein zwei Stunden einkaufen ist noch ok, aber keine 12 Stunden irgendwo abseits stehen lassen.
Insofern hat "conversion design" (Verbrennerumrüstung) doch eindeutige Vorteile gegenüber "purpose design" (CityEl). Bei meinem Peugeot 205 electrique ist mir noch nie was passiert, der sieht halt wie ein normales Auto aus und fällt nicht auf.

Aber noch mal zur Battheizung über HF-Lader: ist ja schon gut, daß der Lader das ein bißchen regelt. Aber mir geht der Vorteil der 12V Heiztechnik nicht auf: wenn Du eh eingestöpselterweise während des Ladens über Schaltuhr steuerst, kannst Du doch auch gleich mit 230V heizen und bräuchtest nicht noch extra einen teuren und schweren NiCd Block?!
Oder habe ich was durcheinandergebracht?

Und nötige Vorheizenergie: ich sprach (siehe oben) von wahrscheinlich ca. 660Wh für einen 13Z 100Ah LFP im Thrige-Akkuraum, Dineu von ca. 500Wh. Roman, da kommst Du mit den 100-120Wh aus Deinem 10Ah NiCd-Block aber nicht weit, das reicht dann nur zum nachmittäglichen Nachtemperieren eines eh schon morgens gewärmten Akkus.
Heizt jemand direkt aus der Fahrbatterie 36..48V? Steuerung dafür (Heizmanagement)? Vorprogrammierung/Fernbedienung? Erfahrungen damit?

Viele Grüße, Lars

von laase - am 07.01.2017 11:18
hy lars,
solange ich noch heizung hatte, lief selbige immer aus dem fahrakku,
39volt drei sitzheizmatten in reihe fertisch,
geschaltet über eine digatle zeitschaltuhr, jeweils morgens etwa ne stunde vor fahrtantritt,,,

von wolfgang dwuzet - am 07.01.2017 20:50
Hallo


Gut einpacken und ein 30€ Akkupack ist nicht so viel, es geht ja nur darum ein paar ° über Null zu kommen.

Gruß

Roman

von R.M - am 07.01.2017 22:28
Hi Wolle,
Du bist echt der Schärfste! ;-) Nee echt, das gefällt mir.
Haste die Matten zusammengelegt und unten runter oder doppelt genommen und im U von oben rüber?
Wieviel Leistung hatte eine Matte?
Und warum jetzt nicht mehr?

@Roman: mit ein paar ° über Null komme ich mit meinen 100er Winstons vielleicht 20km Landstraße, wenn ich nie mehr als 50A ziehe. Aber bei dem Stop and Go in Berlin, selbst mit "nur" 90A brauche ich schon 15°C im Akku. Bei nur 5° gehen die Zellen beim Beschleunigen gnadenlos auf unter 2,5V. Da schaltet mein BM16 hart ab und Schluß ist mitten auf der linken Spur. Meistens genau dann, wenn man gerade jemanden überholt, abgehängt, übel geschnitten o.ä. hat. Zum Glück habe ich für diese Fälle jetzt einen kleinen Taster, der mir das Weiterfahren ermöglicht, wenns mal "aus Versehen" passiert.

von laase - am 08.01.2017 22:36
hy laase,
einfach die matten von unten auf 1,8mm aluplatten geklebt, (die waren sowieso klebend), und die platten als u unter die akkus, darunter ist noch 5mm styrodur,
jetzt nicht mehr, weil
ich 1. die zellenzahl verdoppelt hab (somit reichweite mehr als genug)
und 2. weil ich (frührentner), nur noch auf abruf arbeite somit eigentlich nie genau weiß wann ich fahren werde....
und 3, eine der matten verreckt ist, weiß nicht wieso...
zur wattstärke,
sowas aber chinaware [www.conrad.de]

von wolfgang dwuzet - am 09.01.2017 09:30
Wenn ich Euch so zuhöre, wäre eine preisgünstige fossile Standheizung so schlecht nicht.
Allerdings vermute ich, dass bei Lithium eine Batterieheizung sehr viel weniger Energie benötigt als die meiner Nicads, die auch mal gerne drei kWh aufnehmen. Ich schätze mal ganz grob: eine Lithiumbatterie enthält kein Wasser mit seiner immensen Wärmespeicherung, sondern organische Stoffe. Energiegehalt weniger als die Hälfte pro kg.
Um eine 20kWh-Lithiumbatterie von 150kg Masse um 30 Grad zu erwärmen, benötigt man ca. 2kWh. Das enthält schon die Portokasse. Normalerweise benötigt man ein Drittel davon und das ist durchaus erträglich, wenn man diese aus der Fahrbatterie entnimmt.

von Bernd Schlueter - am 09.01.2017 09:36
Zitat
wolfgang dwuzet
hy laase,

und 3, eine der matten verreckt ist, weiß nicht wieso...


nu ist mir wieder eingefallen wieso die verreckt ist,
das hing wohl irgendwie mit meinem durchgerosteten batteriekorb zusammen,
damals hat es besagte heizmatte wohl der batterie übelgenommen,
das diese sich daran festgehalten hatte, als sie vorwitzig unten aus dem el herausguckte, ;-)
bye wolle

von wolfgang dwuzet - am 09.01.2017 16:05
Hallo

Die 2,5 V unter Last sind doch schnuppe wenn der Akku kalt ist, Die Energie ist ja drinnen. deshalb sage ich ja auch daß ein BMS eine Temperatur und Stromabhängige Abschaltschwelle besitzen sollte.

Beispiel Saxo: die äußeren Zellen in Kasten sind die kältesten.

Voll geladen 3,55 V beschleunigen mit 200A 2,7 V uninteressant. Wichtig ist für mich daß die Zelle bei moderaten Strömen von so 70A eine anständige Spannungslage hat.

Ist bei den großen Zellen halt nicht so einfach wie bei den Modellbaupacks die aufzuwärmen.

Da geht die Zelle bei Kälte von 4,1 auf 1,7 V unter last runter, aber nach 20s ist die warm.

Gruß

Roman

von R.M - am 09.01.2017 16:39
nein, die 2,5V gelten immer.
Deshalb dürfen kalte Akkus nicht so stark belastet werden.
Deshalb dürfen halbvolle Akkus nicht so stark belastet werden..
Der Grund ist immer der Gleiche..der steigende Ri
Daher beziehen sich ALLE daten im Datenblatt auch 25°C, das gilt auch für die 3C Belastabrkeit und für alle gängigen Marken.

von Sven Salbach - am 09.01.2017 17:11
Hallo

Auch wenn du es anders siehst ich behandle meine Modellbauakkus schon seit Jahren so und die halten genau so lange wie alle anderen.

Die großen werden leider nicht so schnell warm aber werden auch nicht so belastet und 200A sind bei meinem Saxo gerade mal 1,2 C

Modellbau Akkus werden schon mal mit 30 C belastet, die sind eh nach 50 Zyklen hinüber.


Gruß

Roman

von R.M - am 09.01.2017 17:32
na es geht ja nicht darum was meine Meinung ist ;-)
Das sind halt die Herstellerangaben, und die gebe ich nur so als Empfehlung wieder.
Wenn die Akkus nachher platt sind ist das gejammer üblicherweise groß
Bei Modellbauakkus oder Rasiere oder einer Zahnbürste ist das noch zu verschmerzen ;-)

von Sven Salbach - am 09.01.2017 17:55
Zitat
R.M
Die 2,5 V unter Last sind doch schnuppe wenn der Akku kalt ist, Die Energie ist ja drinnen. deshalb sage ich ja auch daß ein BMS eine Temperatur und Stromabhängige Abschaltschwelle besitzen sollte.


Hallo Roman,
bin voll Deiner Meinung. En gutes BMS muss das berücksichtigen. Für die Lebensdauer ist die innere Spannung der Zelle massgebend, nicht die Klemmenspannung, die durch den Innenwiderstand und Strom sinken kann bei Entladung oder steigen kann bei Ladung. Bei 200 A im Saxo oder so kann dann die äußere Spannung schon sehr niedrig sein, ohne dass der Akku wirklich geschädigt wird.
Panasonic hat ein Ladeverfahren entwickelt, das das berücksichtigt. Damit kann wesentlich schneller schnell geladen werden. Genauer: Länger mit hohen Strömen, bis die innere Spannung hoch genug ist. Erst dann wird abgeschaltet. Thema: "Der Innenwiderstand überlistet".

Noch eine Frage zu unseren Franzosen, also Saxi, AX, Berlingo und Co und die wassergekühlten NiCds. Ich war immer der Meinung, dass dieses gemeinsame Kühlwasser nach kurzer Zeit die Temperatur sehr schön vergleichmäßigt. Das Wasser fließt ja durch alle Zellen. Ich sehe gerade darin einen grossen Vorteil, denn nach kurzer Betriebszeit sollten alle Zellen durch das gemeinsame Kühlwasser die gleiche Temperatur haben. Das ganze wird noch unterstützt durch die höheren Innenwiderstände der kälteren Akkus. Führt sofort zu mehr Erwärmung, und nach kurzer Zeit sollte alle Blöcke gleiche Temperatur haben. Annähernd jedenfalls. Wie sind Deine Erfahrungen? Hast Du Temperaturfühler verbaut und kannst es kontrollieren?

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 09.01.2017 21:51
So ein BMS würde dann systematisch die Akkus schädigen..hoffen wir mal das es das niemals geben wird, und wenn nicht lange, da der Hersteller sicher mit Klagen überzogen würde...
Es wäre ja ein leichtes, das in den bisherigen Systemen umzusetzen da eigentlich bei allen Systemen eine Temperaturüberwachung stattfindet oder vorgesehen ist..aber es wird aus gutem Grund nicht gemacht.

Wie gesagt, sind das auch nur die Herstellerinfos die ich habe, aber es erscheint logisch, da die Akkus andernfalls aller Erfahrung nach nun mal schneller sterben.
ICh werde dazu in den nächsten zwei Wochen eine Testreihe machen und meine Vermutung überprüfen, wenn meine Vermutung stimmt sind die ersten Ergebnisse bereits einig Tage danach verfügbar und ich brauche gar nicht viel testen..

von Sven Salbach - am 09.01.2017 22:29
Hi Wolle,

ich sag nur Sche.... Wintersalz!
Hätten die das '66 nicht eingeführt, wäre das ABS schneller erfunden worden (vielleicht hätte das El auch eins bekommen?), die Karosserreros würden am Hungertuch nagen, die Autoglaser hätten saisonale Dauerkonjunktur, die Straßen würden länger leben, die Leute würden nicht mit 250 über die Autobahn brettern und die meisten jetzt "aus Sicherheitsgründen" abgeholzten 150 Jahre alten Alleebäume würden noch leben!
Vermutlich würde es exakt genauso viele rutschbedingte Verkehrsunfälle geben wie heute, da die Leute dauernd damit rechnen müßten zu rutschen und entsprechend angepasster fahren würden.

Wer unterschreibt eine Petition zur kompletten Abschaffung von Streusalz?

von laase - am 09.01.2017 22:54
Stimme Sven zu: "Heizleistung", die über I² x Ri eingebracht wird, schädigt die Akkus! Wer mit kalten LFP's losbrettert und so die Klemmenspannung in die Knie zwingt, riskiert, daß die wenigen, ich nenn's mal "tragfähigen Kanäle" an den Aktivmaterialien überlastet werden, während die übrigen noch im Winterschlaf schlummern.
Irgendwann werden natürlich auch die übrigen Kanäle in der Nachbarschaft durchgewärmt, dann WURDEN die Erstkanäle aber schon überlastet.
Beim Laden bei niedrigen Temp ist's noch schlimmer.
Klar kann man durch kurzes "Austasten" des Lade- bzw. Entladestroms den Ri ausklammern, dann U messen und so der "internen Spannung" nahekommen. Aber bei diesen niedrigen Temperaturen müßte man schon ganz schön lange austasten (>>>10ms) um im Fall der Entladung eine Spannungserholung zu ermöglichen.
Dann also lieber max Strom in Abhängigkeit der Temp begrenzen. Oder eben auf min bzw max Spannung begrenzen und I entsprechend abregeln.
BM16 kann aber nur "hart aus" ...

von laase - am 09.01.2017 23:10
das hart aus könntest Du umgehen wenn Du mit einem Widerstand arbeitest..also nicht an aus, sondern widerstand aufschalten oder eben nicht.
Dann kann man im Notfall halt noch mit 40A fahren z.B.
Sowas wie der dynamishe Strombegrenzer Light ;-)

von Sven Salbach - am 09.01.2017 23:15
Bei meinem Motorrad mache ich das auch so. Da führt ein BMS-Event zu einer Halbierung des aktuell max möglichen Fahrstroms.
Aber im El kann ich nicht ausschließen, daß auch Frauen damit fahren. Und da zwei Frauen am Tod meines letzten Akkusatzes schuld sind ("hat die ganze Zeit was gepiept, fuhr doch aber noch ganz gut" ...), setze ich jetzt auf "hart aus" und verschweige den Nottaster. ;-)
Nch 20s Piepen (BM16 Voreinstellung für Alarmzeit) können sie dann ja auch wieder ein Stück weiterfahren!

von laase - am 09.01.2017 23:33
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