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elweb Batterie
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Erster Beitrag:
vor 7 Monaten, 3 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 7 Monaten, 2 Wochen
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Bernd Schlueter, Hotzi-47

Evonik, LI-TEC, Politiker in der Wirtschaft

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 30.12.2016 07:23

Werner Müller aus meiner Heimatstadt ist der Vorstandsvorsitzende der EVONIK. Als Politiker ist er nicht auf den Mund gefallen und das hat er gemein mit seinem Bochumer Kollegen Wolfgang Clement. Die großen Worte waren dann auch von überall zu hören und die Daimler-AG engagierte sich, nicht mit großen Worten, sondern mit viel Geld.
Die Ehe ist nun zerbrochen und ich versuche gerade, herauszufinden, warum.

Wenn ich den großen Worten aus der Autoschmiede Wolf in Frechen bei Köln Glauben schenken darf, ging es um die "Weltrevolution" Keramikzellen.
Die haben offensichtlich nicht das gehalten, was die großen Worte versprachen, auch Wolf existiert nicht mehr.

Meine Vermutung ist, man hat einfach die Seperatoren durch Filz aus Keramikgewebe ersetzt und glaubte, mit dem höheren Schmelzpunkt gegenüber anderen Kunststoffen die Batterien für die Ewigkeit gefunden zu haben. Das war anscheinend nicht so und im Ruhrgebiet, wo man seine Pappenheimer kennt, ist man eh skeptisch, wenn sich Politiker in die Wirtschaft einmischen.

Es wäre schade, wenn das viele Geld den Bach hinunterginge.
Die Versicherungsprämien sind nach dem Düsseldorfer Flughafendesaster eh angestiegen und der Ruf nach höheren Steuern aus gewissen Kreisen der SPD ist unüberhörbar. Politiker sollen die Steuererhöhungen wohl nicht betreffen.
Kurz, ich sehe etwas schwarz für den deutschen Elektromobilitätsmarkt und versuche gerade, herauszufinden, was die LI-TEC - Zellen alles so auszeichnen soll. Dazu habe ich die Patentrecherche depatisnet aufgeschlagen und da wird man dann. im wahrsten Sinne des Wortes erschlagen, von über 1500 Patenten der LITEC, die zwar Quantität darstellen, aber Qualität offensichtlich nur vorgaukeln.
Au weiha, in welche Kreise bin ich da geraten, nach meinen Erfahrungen rund um die Firma Zenit GmbH in Mülheim Ruhr?

Wer weiß Näheres über die LI-TEC- Zellen, auf denen doch alle unsere Hoffnungen ausgerichtet waren? Warum zog sich Daimler zurück?

Ich bin über ganz andere Kanäle auf die Firma Zenit gestoßen und gewann sehr viele Erkenttnisse, nein, keineswegs nur negative.

Ist es im Wesentlichen nur der Keramikfilz, der die "Wunderzelle" ausmachen sollte? Oder war es ein Filz anderer Art?
Ich habe keine Lust, über 1500 Patentschriften in unverständlichem Juristendeutsch durchzugehen.

Antworten:

Zitat
Bernd Schlueter
Die Ehe ist nun zerbrochen und ich versuche gerade, herauszufinden, warum.

Wer weiß Näheres über die LI-TEC- Zellen, auf denen doch alle unsere Hoffnungen ausgerichtet waren? Warum zog sich Daimler zurück?


Geh nach Münster, frag Winter oder Hörpl. Die haben es entwickelt.

Gruss, Roland
P.S. Ich hoffe, Du weißt wo das ist und wer gemeint ist. Ist ja oft genug im elweb vorgestellt und durchdiskutiert.
Und ich hoffe, Du weißt, wer das heute baut und einsetzt. Ich meine die keramischen Separatoren.
Und ich hoffe, Du weißt, was in Kamenz heute noch und vom wem gemacht wird.

von Hotzi-47 - am 30.12.2016 12:04
Separatoren: heißt jetzt Litarion von Electrovaya in Kanada. Aber Standort und Mitarbeiter dürften, bis auf die von Daimler finanzierten die gleichen sein? Ob Litronik (Linde) in Pirna verbandelt ist, kann ich nicht finden, denn mehr als googlen kann ich nicht.
Accumotive in Kamenz bastelt inzwischen lieber bewährtere Batterien zusammen. Lass mich raten. Panasonic?
Nein, ich bin enttäuscht, nach den vieversprechenden Worten der Genossen in Mülheim und Nachbarstadt.
Aber eines muss man ja lassen. Allerhöchste Kompetenz ist noch vorhanden:

wenigstens dem Namen nach.

Ich behaupte: Alleine der Anschein eines Gerüchtes an einer Uni lässt bei manchen Politikern die Geldquellen sprudeln. Ist wenigstens Professor Winter auch bedacht worden?
Ist der Geldberg, mit dem Aachen überschüttet wurde, inzwischen abtransportiert?
Ich möchte nämlich Postauto fahren, mit den Wunderbatterien, versteht sich.

Entschuldigt, wenn ein leicht kritischer Unterton bei mir anschwingt: Ich erinnere mich noch zu gut an das Fusionsreaktorgeschäft unter den Genossen Schiller und Brand.

Dass es dann eine Spur besser lief, als erwartet, verdanken wir vielleicht der bayrischen Mentalität. Ich war bei einigen wichtigen Gesprächen in Garching dabei.
Ihr müsst nicht meinen, dass Manfred über das große Leuchtschild "EON" über seinem Dach besonders glücklich ist. Aber vielleicht erfreut es ihn ja, wenn da demnächst "Evonik" steht? Drei Buchstaben kann man recyclen und mit drei weiteren macht das viel mehr daher. Wofür fährt man schließlich nach Oberbayern in die Berge?

von Bernd Schlueter - am 30.12.2016 14:44
Zitat
Bernd Schlueter
Separatoren: heißt jetzt Litarion von Electrovaya in Kanada....
.....wenigstens dem Namen nach.....
....Entschuldigt, wenn ein leicht kritischer Unterton bei mir anschwingt.


Ja, recht hast mit dem leicht kritischen Unterton. Denn die neue Aufteilung ist nicht ganz leicht zu durchschauen. Also dranbleiben.

Litarion von Electrovaya (Kanada) macht wohl noch keramische Separatoren, die fertigen Akkus kommen aus China. Aber Abnehmer scheint es genug zu geben für die 40Ah Zellen. Die Firma sitzt mitten drin im grossen Gebäudekomplex in Kamenz, ist aber eigenständig. Sie wirbt mit 500 MWh Fertigungskapazität p.a.

Zum Litec Unternehmen schreiben die u.a. selber:
"Am Standort Kamenz agiert die Li-Tec als Forschungsgesellschaft der Daimler AG. Hier entwickelt ein Team von rund 30 Spezialisten neuartige Batteriezellen. Der integrierte Standort ermöglicht das Erproben der Zellkonzepte in Modulen und Batterien beim benachbarten Schwesterunternehmen Deutsche ACCUMOTIVE. Die Forschungsfläche beinhaltet einen ca. 500 m² großen Trockenraum, mehrere Analytiklabore, Formationsbereiche sowie Labore für die Prozessentwicklung." Auf der Unternehmensseite werden aber nur ein Personaler und ein Kaufmann vorgestellt, kein Forscher.

Die "Deutsche Accumotive" in Kamenz baut nur Akkus aus (wahrscheinlich) koreanischen Zellen zusammen für Daimler Fahrzeuge.

Eine der Keimzellen für den keramischen Separator liegt wohl bei MEET in Münster.

Ich denke, jetzt haben wir die hauptsächlichen Mitspieler alle zusammen. Weißt Du mehr?

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 04.01.2017 10:53
Nein, nach meiner Pleite mit einem betrügerischen Zahnarzt und dessen Helfern im Justizbereich kam ich zu nichts mehr und kann das hoffentlich bald nachholen.
Einen namhaften Betrieb (andere Branche) stattete Zenit in Mülheim an der Ruhr (bekannt durch den einschlägigen Personenkreis) mit einem ansehnlichen Wasserkopf aus, der zur Zeit den Betrieb totrationalisiert. Unter Rationalisieren versteht man heute das Ersetzen des produzierenden und entwickelnden Personals durch in der Politik verankerte Frühstücksdirektoren und Schwätzer mit auffallend hohem Lebensstandard.
Deine Beobachtung entspricht ja genau meinen wirklich nur auf sonst unbegründeten Vorurteilen beruhenden Einschätzungen, wenn ich gewisse Namen höre. Leider alle einer Partei zuzuordnen, die ich gerne wählen würde, wenn sie noch die Politik betriebe, die sie in ihren Statuten verkündet.

Nein, Wasserköpfe sind schädlich, auch für unsere elektromobile Zukunft. Es ist nicht alles gut, was da unter "Bruder Johannes" (Johannes Rau) entstanden ist.

D'Alema aus Italien und Mitterand aus Frankreich haben sich öfter sehr eindeutig über gewisse Entwicklungen in Deutschland geäußert. Offensichtlich ist das "deutsche Volk" zu dumm.
L'ulivo machte sich die Bekämpfung der Korruption zum Vorbild.
In deutschen Regierungskreisen nicht gerne gesehen
Wer lässt sich schon gerne wegen Korruption anprangern? Klar, die Aussagen der beiden Ministerpräsidenten wurden in Deutschland nie veröffentlicht. Irgendwo funktioniert auch bei uns die Presse ähnlich wie unter Erdogan. Man beschmutzt doch das eigene Nest nicht.

von Bernd Schlueter - am 10.01.2017 01:38
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