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elweb Batterie
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13
Erster Beitrag:
vor 6 Monaten, 3 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 6 Monaten, 2 Wochen
Beteiligte Autoren:
R.M, Bernd Schlueter, Emil, el El

Ladesysteme mit Blockheizkraftwerk und Solardach

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 01.02.2017 06:56

Bei vielen von uns besteht die Tendenz, Wärmeenergie und elektrische Energie gleichzusetzen. Sie kennen den Unterschied zwischen Primär- und Sekundärenergie nicht, der alleine schon am Preis erkennbar sein müsste.
Nun ist es aber tatsächlich auch möglich, elektrische Energie als Primärenergie beziehen zu können. Zumindest könnten die Folgen für die Umwelt die gleichen sein.

Elektrische Energie aus Solarzellen ist unmittelbar Primärenergie, auch die aus Wasserkraftwerken wird als solche angesehen.
Damit es jedem klar ist: Auch in guten Blockheizkraftwerken wird exakt genau so viel elektrische Energie erzeugt, wie an Brennstoffwärme, also an Primärenergie verbraucht wird.

Ich sehe aber viel zu wenige Anstalten, dass diese 100%ige Ausnutzung der Energiequellen ausgenutzt wird. Der Grund liegt meiner Überzeugung nach alleine in der Gesetzgebung. Insbesondere auch im EEG?

Wie kann es sein, dass man in BHKWs die elektrische Energie in unübertroffener umweltfreundlicher Weise erzeugt, für 2,5 Cent pro kWh, diese aber von unserem Staat mit 1000% Aufschlag versehen wird, sodass niemand mehr interessiert sein kann, in diese immerhin teure Technik zu investieren?

Sogar der selbst genutzte Strom vom Solardach wird mit diesem Aufschlag belastet, sofern die Anlage gut 7 kW Nennleistung bei voller Sonneneinstrahlung übersteigt.
Weitere bürokratische Hürden tun sich auf, wenn man den selbst erzeugten Stroman Ladesäulen öffentlich anbieten will.

Allein das Pferd bleibt als Transportmittel mit selbst erzeugtem Futter steuer-und umlagenfrei. Vielleicht liegt es daran, dass es laut wiehert, wenn es von dem energiepolitischen Fehlverhalten der Bundesregierung erfährt?

Antworten:

Hallo Bernd

Das Problem ist vielfach daß die Wärme nur saisonal gebraucht wird, wir haben versucht ein BHKW in unserer Gärtnerei zu betreiben war einfach nicht wirtschaftlich.

Die wirtschaftliche Lösung ist erstaunlich: Antrazit Pellets in Automatiköfen bei 2 MW unter 3ct/kwh, da machen die 100h jährlich für Wartung den Kohl nicht fett. Die Öfen kommen aus Tschechien und sind billiger als ein neuer Öl Brenner.

Gruß

Roman

von R.M - am 01.02.2017 19:09
Zitat
R.M
Hallo Bernd

Das Problem ist vielfach daß die Wärme nur saisonal gebraucht wird, wir haben versucht ein BHKW in unserer Gärtnerei zu betreiben war einfach nicht wirtschaftlich.


Warum nicht wirtschaftlich? Läßt sie halt nur laufen, wenn auch Wärme gebraucht wird, dann halten sie auch länger. Standschäden bei einem BHKW sind unwahrscheinlich und Wartung brauchts ohnehin. Muß ja nicht immer alles monovalent sein?

von el El - am 01.02.2017 20:25
So große Öfen brennen wirtschaftlich und wartungsarm, das hatten wir schon einmal in Pforzheim, dort aber mit Holz.
Unter 3 Cent/kWh, da ist mit Gas nichts zu machen. Der Wartungsaufwand für BHKWs ist immens, je kleiner sie sind und bei Gasbetrieb nur halb so groß wie bei Heizölbetrieb. Von Kohle (Dampfmaschine) ganz zu schweigen. 1/3 der Heizungen werden aber mit teurem Gas betrieben, da lohnt sich ein BHKW schon eher, aber auch nicht, so lange der selbst verbrauchte Strom mit 1000% Aufschlägen versehen wird (2,5 Cent ist der Wert an der Energiebörse, aber unter 27 Cent bekommt ihn der Endverbraucher und Selbstverbraucher nicht.
Diese Politik halte ich für eine einzige energetische Katastrophe.

von Bernd Schlueter - am 01.02.2017 20:32
Hallo

Wenn sich das Teil je amortisieren soll braucht man ca. 70% Laufzeit im Jahr, wir haben nur 30% und da dauert die Amortisation 40 Jahre.

So kann man geschäftlich einfach nicht rechnen, die Amortisation darf höchstens 5 Jahre dauern sonst sind die Vorraussetzungen schon wieder anders.

Hier wars ganz einfach BHKW 1MW Wärmeleistung ca. 200 000€ und die beiden Kessel zusammen 40 000€ dazu noch feste Brennstoffpreise für 10 Jahre.

Gruß

Roman

von R.M - am 02.02.2017 17:42
Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Leuten die anscheinend dieses Teil haben.

[www.bhkw-infozentrum.de]

Das ist halt mehr was für die Dauerstromverbraucher. Die Wärme spielt eher eine Nebenrolle.

von Emil - am 03.02.2017 04:20
Hallo

Nettes Spielzeug liefert im Jahr soviel Strom wie wir Wärme an einem Tag brauchen.

Und Gas ist wohl die teuerste Energiequelle

Gruß

Roman

von R.M - am 03.02.2017 17:21
Zitat
R.M
Hallo

Wenn sich das Teil je amortisieren soll braucht man ca. 70% Laufzeit im Jahr, wir haben nur 30% und da dauert die Amortisation 40 Jahre.

So kann man geschäftlich einfach nicht rechnen, die Amortisation darf höchstens 5 Jahre dauern sonst sind die Vorraussetzungen schon wieder anders.


30%? Also dann bis Du in einem gemäßigeren Klima, hm. Hier bei uns in den Alpen wird rund das halbe Jahr geheizt. 40 Jahre ist schon arg lang. 40 Jahre, 43 genau gesagt, ist unser Feststoffkessel im Haus alt. Der wird immer noch mit anfallendem Holz befeuert wenn mal was zusammenkommt. Dafür war er nicht ausgelegt, aber für 20 Jahre bestimmt.

Eine soche Investition ist kein GWG und 5 Jahre scheint mir obszön kurz als Durchrechnungszeitraum, aber was weiß ich schon, meine kleine Firma gibts ja auch erst seit 1912.

von el El - am 03.02.2017 17:58
Hallo

Wir heizen damit ca. 30000 m² Gewächshäuser, die Temperatur muß da nicht so hoch sein, zumal sogenannte Energieschirme verbaut sind die die Ausstrahlung begrenzen.

Da die Verträge im allgemeinen über 5 Jahre laufen muß solange die Kalkulation stabil sein.


Gruß

Roman

von R.M - am 03.02.2017 19:44
Das Gas ist zwar teurer als die Kohle, allerdings ist das was heraus kommt - im Schnitt 50 % Strom - wesentlich wertvoller als Wärme, wenn man den Netzbezug entsprechend senken kann.

Wenn man also eine Stromgrundlast von mehr als 750 W hat dann kann man die über das ganze Jahr decken. Zusätzlich gibt es dann noch etwas Wärme für die Warmwasserbereitung oder die Beheizung anderer Niedertemperaturanwendungen.

von Emil - am 04.02.2017 13:12
Wir sollten aber immer daran denken, dass der steuer- und umlagenfreie Bezug selbst erzeugter Energie auf 10.000 kWh im Jahr beschränkt ist. Liegt man darüber, wird der nur scheinbar billige Strom mit rund 1000% Aufschlag versüßt. Ob das Gefühl, mit viel Aufwand und Geld etwas für die Umwelt getan zu haben, den Verlust von viel Geld aufwiegt, muss jeder für sich entscheiden. Um für weniger als 3 Cent Strom zu erzeugen, muss man schließlich mindestens für 5 Cent Gas einkaufen, zusätzlich zu dem, was man für die Heizung benötigt. Gut, dafür brummts dann schön in der Garage und man darf sich häufig als Motorschlosser betätigen.
Eine Stromgrundlast von 750 Watt bedeutet 6750 kWh plus dem, was an zusätzlicher Last hinzukommt.
Es soll Leute geben, die erzeugen mit viel Aufwand verlustreich Strom, um diesen dann über einen elektrischen Heizstab in Wärme zurück zu verschwenden. Nur, um die Umlage kassieren zu können. Wenn ich es richtig sehe, betrifft das die Mehrzahl der Blockheizkraftwerksbetreiber.
Pssst, pssst, es wird nicht gerne gesehen, wenn man darüber spricht. Ich bin einfach Trump und sage es einfach.

von Bernd Schlueter - am 04.02.2017 14:17
Du solltest Dich besser Informieren bevor Du was schreibst. :rolleyes:

Statt Steuern und Abgaben zahlen zu müssen gibt es bei Nutzung eines BHKWs zu Deckung des Eigenverbrauchs sogar noch zusätzliches Geld pro kWh für 60.000 kWh.

Desweiteren braucht man sich beim BlueGen nicht als Motorschlosser betätigen, da es eine Brennstoffzelle, und ohne großen Lärm gibt. Dazu gibt es einen Vollwartungsvertrag der auch den Austausch des Stacks enthält wenn dessen Nennleistung unter 1000 W gesunken ist.

Wenn man wirklich den meisten Strom und auch die Wärme nutzen kann, dann macht das Teil aus 24.500 kWh Gas zu 5 ct/kWh, 13.000 kWh Strom den man sonst zu 20 ct/kWh aus dem Netz einkaufen muss.

von Emil - am 05.02.2017 06:36
Hallo

Das Teil ist und bleibt ein Spielzeug, Gas für 5ct ist zumindest hier schon längst Vergangenheit und der Wartungsvertrag will auch gezahlt werden. Dazu sind noch spezielle Anforderungen ans Gas die man auch nicht überall gegeben sind.

Wie die selbst schreiben sind die Stromkosten 10 bis 12ct ohne Investitions und Wartungskosten.

Macht also relativ wenig Sinn da ich im Sommer den Strom nicht los kriege und die Wärme nicht brauche, bleibts also bei 30 bis 50% Jahresauslastung.

Dann schlagen die Wartungskosten voll zu.

Wenn man einen hohen Strombedarf hat so daß das Teil das ganze Jahr über läuft dann könnte es sich rechnen.

Aber bei der Lebensdauer einer Brennstoffzelle wird das für den Hersteller ein teurer Spass.

Da sind mir 2,2ct /kwh für die Wärme lieber.

Gruß

Roman

von R.M - am 05.02.2017 10:07
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