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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 6 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, inoculator, laase, thegray

Chinesen Fets im Netzteil

Startbeitrag von inoculator am 10.02.2017 22:16

Moin zusammen,
im Allgemeinen weiß ich, wie man Google und Co bedient, um Datenblätter zu finden.
Aber bei diesem Type versagt mein Glück.
Es handelt sich um die Bezeichnung
8ONFL03L-04 CHN624 und CHN622

Hintergrund:
Heute hat mich mein 12V/60A DELL Netzteil verlassen.
Bei der Analyse fand ich drei verbrannte TO220 Gehäuse.
Die drei Halbleiter sind parallel verlötet und in der Step-Down-Endstufe verbaut.
Ich vermute, daß es sich um FETs handelt.
Aufällig war beider Kontrolle an meinen anderen Netzteilen, daß 2 mal der Typ CHN624 und einmal der Typ CHN622 verbaut sind.

Ich würde gerne verstehen, warum.

Gruss
Carsten

Antworten:

Mosfets erkennst Du einigermaßen am gatewiderstand vor dem gate. Ich schätze mal, 800 Volt-Typen. Aber in der step down-Endstufe? Was ist denn das? Ist da ein Wandler drin und dann nochmal ein galvanisch gekoppelter Wandler? Für 12 Volt sollte es auch ein irf1405 tun. Aber nicht für die Eingangsseite. Dell, da könnte vorne tatsächlich ein Hochvolt-PFC-Mosfet sitzen, also ein Wandler, und zur Ansteuerung des Transformators das Gleiche noch mal oder sogar Transistor-Paare.

Gib einfach bei google ein, "Mosfet" und die Spannung.
Wie: Mosfet 800v
6Ampere wären schon sinnvoll.

von Bernd Schlueter - am 11.02.2017 09:37
Sorry - ich habe auf einer Russichen Maschine was Bezug auf chn kleiner als 624 gefunden das währen dann aber alles als switshing diode bezeichnet.

Sonst tote hose.

von thegray - am 11.02.2017 17:18
Da sind auf jeden Fall Kondensatoren in der Nähe, die darüber Klarheit verschaffen, ob auf der 12 Volt oder 230 bzw 500 Volt-Seite. Doppeldioden sindmmeist symmetrisch angeschlossen und haben keinen gatewiderstand. Normalerweise bist Du sehr frei in der Auswahl. Dioden sollte man nicht parallel anschließen wie Mosfets. Da stimmt der Temperaturkoeffizient nicht, wie in Cernobyl.

von Bernd Schlueter - am 11.02.2017 20:23
Das ist die 12V Seite.
Das Dolle ist, daß die Freilaufdiode im Step-Down auf einem fetten Kühler sitzt, die 3 Treiber FETs aber nicht -das sind 100% FETs und keine Transistoren.

Ja, Oli, soweit bin ich auch gekommen (russische Seiten). Dann war Schicht im Schacht.
Mal schauen, ob ich unseren Fahrenden Bauchladen aus Soest im Telefonbuch habe ;-)

Wenn der auch nicht drankommt, dann muss das ein Bauteil nicht von dieser Welt sein.

Ich schneide gleich noch ein kleines Video zusammen, daß ich zu dem "Durchschlag" gemacht habe.

von inoculator - am 13.02.2017 08:34
Das ist ja leider normal: Dioden haben dummerweise einen vielfachen Spannungsabfall im Vergleich zu Mosfets, obwohl sie doch so dumm sind.
Neuerdings gibt es deshalb die geschalteten Mosfets als Gleichrichter . Die haben dann auch den geringen Spannungsabfall, der selbst von den besten Scottki-Dioden nicht erreicht wird. Nennen sich Synchron-Wandler. Sind leider nicht so robust wie die mit den normalen Dioden, aber benötigen dann auch keinen Kühlkörper.
Also, die verschmorten Teile sind vermutlich billigste Doppeldioden, bei denen die beiden äußeren Pins verbunden sind, oder symmetrisch am Trafo liegen, je nach Wandlertyp.
Parallelschaltung ist bei Dioden unfein, wegen des Cernobyl-Temperaturkoeffizienten.

von Bernd Schlueter - am 14.02.2017 04:09
Hi Carsten,
konzentrier Dich mal auf den Kern "NF03", da findest Du Mosfets, zB von ST und einige Nachahmer. Könnte eine logic level Variante davon sein.
Suchseite ist zB alldatasheet.com
Viele Grüße, Lars

von laase - am 21.02.2017 07:21
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