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elweb Batterie
Beiträge im Thema:
15
Erster Beitrag:
vor 5 Monaten, 3 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 5 Monaten, 3 Wochen
Beteiligte Autoren:
el El, Bernd Schlueter, Loelle, Berlingo-98, inoculator, thegray, R.M, schachtelhalm

Stabilitätsprobleme beim Hintereinanderschalten gleichartiger Netzteile

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 26.02.2017 11:48

Obwohl ich bei meinen Versuchen keine Stabilitätsprobleme feststellen konnte, halte ich deren Auftreten für sehr wahrscheinlich.
Wer hat entsprechende Beobachtungen gemacht und bei welchen Netzteilen?

Ich denke hier nicht an das primärseitige Zusammenschalten von drei Wechselstromnetzteilen an Drehstrom ohne Nullleiter, das mit Sicherheit zur Zerstörung führt und durch eine Schutzschaltung überwacht werden sollte.

Sollte wirklich niemand eine derartige Beobachtung gemacht haben, dürfen wir bedenkenlos in der bisherigen Weise weitermachen.
Für den Fall, dass solche Instabilitäten auftreten, denke ich über deren Abstellung nach. Beunruhigend finde ich schon, wenn ein Gerät Pfeiftöne von sich gibt, sobald es in Reihe mit anderen geschaltet wird. Normalerweise können die Ausgangskondensatoren und -Drosseln solche Schwingungen unterdrücken.

Dass auch Parallelschaltung zu Problemen führen kann, haben viele schon erfahren.
Die Netzteile aus Servern von HP sind für diesen Einsatz vorgesehen. deshalb die Vielzahl von Anschlüssen an der Rückseite, von denen viele für die notwendige Synchronisierung dienen. :rolleyes:

Antworten:

Hallo

Nulleiter muss immer angeschlossen werden sonst gehen, wenn ein Netzteil abschaltet die beiden andern kaputt.

Gruß

Roman

von R.M - am 26.02.2017 12:23
Ich habe drei HP Netzteile in Reihe geschaltet zusätzlich eine Diode dazu. Ein Netzteil ist für die Strombegrenzung da und ein anders ist auf U max eingestellt.
Geht seit Jahren ohne Prbleme.
[attachment 2211 DSCI0578.JPG]

von Loelle - am 26.02.2017 15:53

OT Re: Stabilitätsprobleme beim Hintereinanderschalten gleichartiger Netzteile

OT - auch einen Art von Garagenheizung bei dem Gleichstromlader - prust;)

von thegray - am 26.02.2017 18:03
Nein, die DPS heizen kaum im Vergleich zu den ESP.
Folgendes habe ich vor, weil ich ja noch die ESPs habe: zwei ESP mit voller Spannung hintereinander plus ein DPS für die Stromregelung. Bei 40 Ampere Ausgang wäre nichts überlastet. Dazu kommen die 23 Ampere vom Bordlader. Also 56 + 56 + 54 Volt= 166Volt max. Strom geht zum Schluss zurück. Was der Bordlader macht, wenn die Spannung in den Pausen gegen Ende nicht zurückgeht, ist die Frage. Aber ich werde bei den ESP die Spannung so zurückregeln, dass 80% Ladung nicht überschritten werden, Restladung nur über den Bordlader.
Hat da schon jemand Erfahrungen gemacht, wenn für einige Zeit der aufgenommene Strom den eingestellten überschreitet? Werden zeitweise Überschreitungen verziehen? insbesondere bei RWE-Säulen? Dann könnte ich nämlich auf eine aktive Stromaufnahmeregelung verzichten.
Drei Tripletts von je 14,5 kg Masse plane ich zu bauen, die ich nach Bedarf anschließe.
Schätzungsweise , mit Bordlader, 8, 11 oder 18kW Ldeistungsaufnahme, evtl.mehr.

von Bernd Schlueter - am 26.02.2017 20:02
@ thegray, die EPS habe ich für 25€ das Stück gekauft. Dafür dürfen sie auch ein wenig heizen.

von Loelle - am 26.02.2017 22:05
In meiner powerhungrigen Amateurfunkzeit habe ich Netzteile mit Linearregler parallel geschaltet. Ergebnis, wenn ich eins ein und eins ausgeschaltet habe, dann ist das ausgeschaltete kaputt gegangen.

Ursache, wenn am Ausgang Spannung steht, die Vergleichsspannung aber Null ist, dann brennt der Regler durch. Behoben, eine Diode vom Ausgang zum Regler versorgt die Zehnerdiode mit Futter und der Regler bekommt keine dicken Backen.

Danach habe ich alle Netzteile mit der Diode nachgerüstet. Im Normalbetrieb sperrt die Diode, weil die Zehnerdiode ihre eigene Vorspannung hat. Wenn aber ein weiteres Netzteil oder gar eine Autobatterie am Ausgang bambelt, dann sorgt die Diode dafür, dass es keinen Futterneid gibt

Dass die Diode die Autobatterie ausbluten könnte, da hingen noch ganz andere Verbraucher rum, war also kein echtes Problem.

Liebe Grüsse von
Peter und Karin

von schachtelhalm - am 27.02.2017 03:45
Daran hatte ich noch überhaupt nicht gedacht, ein sehr wichtiger Hinweis, dass über die Rückführung zur Regelung Schaden angerichtet werden kann, ist mir bisher in keiner Weise aufgegangen. Dicker Knoten ins Hosenbein. Das passiert auch, wenn man ein Netzgerät ohne Diode an eine Batterie anschließt. Ich glaube, beim ESP ist die Rückführung zur Regelung einigermaßen hochohmig. Dann passiert nichts. Aber im Nachhinein leuchten bei mir etliche LEDs bezüglich früherer Basteleien auf.

Wie hoch darf man bei der Serie 00 noch mit der Spannung gehen?

von Bernd Schlueter - am 27.02.2017 07:46
Das ist ja mal eine geniale Umsetzung!!
Wow!

von inoculator - am 27.02.2017 07:47
53 glaub ich Bernd. Ist bei jedem etwas unterschiedlich, aber je weiter man sich der Grenze nähert um so instabiler wird es. Das letzte halbe Volt besser nicht nutzen. lg

von el El - am 27.02.2017 10:02
Super, ich komme mit 50 Volt aus.
Das ist aber sehr merkwürdig, dass bei einem Servernetzteil so wenig Reserve ist. Ob sich da zwei Regelkreise gegenseitig ärgern? Bei dem ESP120 sind mehrere Regelkreise vorhanden, die die Maximalspannung begrenzen. Unter anderem ein 24kOhm -Widerstand, der die Erhöhung der Ausgangsspannung auf die 56 Volt begrenzt. Der rächt sich allerdings nicht, wenn man ihn erhöht. Ob beim DPS eine Sicherung durchschmilzt? Oder rauchts dann? Wer ein "durchgebranntes" hat, sollte vielleicht einmal herausfinden, ob die Leistungsmosfets durchgebrannt sind.
Bei Überschreitung der Maximalspannung wäre das Durchschmelzen einer Sicherung sehr sinnvoll, weil Überspannung sehr teure Schäden am server verursacht. Sicherungen tarnen sich gerne. Ein Netzteil, das jemals Überspannung erzeugte, wird in jedem Fall ersetzt.
Wir könnten für unsere Zwecke die evtl vorhandene Sicherung einfach überbrücken.

von Bernd Schlueter - am 27.02.2017 12:23
Ich hab sie einfach nie höher gebracht, abgeraucht sie nicht. Ich meine mich aber dumpf erinnern dass da wohl 63er Kondensatoren drinnen sind?

von el El - am 27.02.2017 13:11
Zitat
Bernd Schlueter
Bei Überschreitung der Maximalspannung wäre das Durchschmelzen einer Sicherung sehr sinnvoll, weil Überspannung sehr teure Schäden am server verursacht.


Oh Bernd, das Durchschmelzen von Sicherungern passiert bei Überstrom. Überspannung wird anders begrenzt, meist durch begrenzende Regelung oder so. Oder wenn mit einem Bauelement, dann mit Varistoren, Zenerdioden oder ähnlichem.

Und ich denke, dass unsere hp-minis (und auch die anderen hp´s) die Überspannung durch Regelung intern begrenzen. Die Frage ist nur, ob die das schnell genug können. Und die Frage ist, ob die nur die selbst gemachte Überspannung wegregeln können (was ich vermute) oder ob die auch von außern aufgedrückte Überspannung wegschlucken können. Dazu bräuchte man dann geeignete Bauelemente wie Varistoren oder Zenerdioden am Ausgang. Ich vermute mal, dass da von Haus aus nix verbaut ist.

Und übrigens betreibt ein kompetener Kollege in meinem Bekanntkreis eine hp-maxi Dreierkombi eingangseitig am Drehstromanschluss und ausgangsseitig in Reihe, z.B. für SAXO Laden oder so (SAXO, 106er, AX). Und er hat 51 V Zenerdioden drin an jedem Netzteil. Plus eine Längsdiode vom plus zu den Akkus. Er verhindert so ein Rückspeisen der Akkuspannung in die Dreierreihe und Überspannung an jedem einzelnen Netzteil. "Funzt" seit einigen Jahren ohne Stabilitätsprobleme.

Bei Parallelschaltung von Netzteilen könnte es im Leerlauf Stabilitätsprobleme durch ripple geben. Ein Netzteil ist auf dem Ripple-Gipfel, das andere im Tal, mal so bildlich geschrieben. Dann pendeln dicke Ausgleichsströme hin und her. Ist dann ein Akku zum Laden angeschlossen, sollte es keine Ausgleichsströme zwischen den Netzteilen mehr geben, der Akku schluckt das sozusagen weg. Jedes Einzelnetzteil liefert dann entsprechend welligen Strom in die Akkus (was ich gerne mal mit dem Oszi messen würde). Auch hier könnten Längsdioden von jedem Netzteil zum Akku die Stabilitätsprobleme im Leerlauf verhindern, sie machen jedoch zusätzliche Verluste besonders bei hohen Strömen. Ich würds mal ausprobieren mit und ohne Dioden.

Gruss, Roland

von Berlingo-98 - am 27.02.2017 13:27
Roland, ein 10000uF Elko an jedem NT gegen den Ripple? Und ja, den gibts, bei den kleinen sogar mehr als bei den großen.
Überspannung: 3 NT parallel und eins davon ist auf etwas kleinere Spannung eingestellt bewirkt das Abschalten diesjenigen knapp über dieser Spannung "Led orange". Kaputt wird es davon nicht. Ein, aus geht wieder. lg

von el El - am 27.02.2017 17:12
..und da sind sie auch schon, auf dem motherboard des Netzteilkastens: Kleine Alu Elkos, je einer für 3 Stk. NT. 100 J NZ 54EZ (oder S4EZ). Mehr brauchts wohl nicht. Bei Reihenschaltung dann wohl dazu analog.

von el El - am 01.03.2017 07:44
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