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elweb Batterie
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7S Lithium Polymer Battery Protection Board 24V 20A with Balance

Startbeitrag von H.Hobbie am 28.02.2017 09:49

[www.ebay.de]

-
[attachment 2212 s-l16002.jpg]

help me please _____IoI________/I____________

muss ich da wie auf der Zeichnung noch ein extra Kabel hin löten ?
sollte das deshalb nicht funktionieren ?

es geht ja das Balancieren erst ab 4,3 v los..... davon bin ich nicht begeistert und lade daher anstatt bis 29,4 nur bis 28,9 und komme daher nicht ins balancieren.

jetzt sind jeweils merkwürdigerweise aus Pack 1 Zelle 5und 6 voller als die anderen und aus Pack 2 auch Zelle 5 und 6 voller ....
wie kann ich das lösen ohne zu viel Arbeit, Kontrolle und Geld zu geben....

HH
[attachment 2214 Unbenannt.png]

Antworten:

Im Vorhinein, ich kann Dir dabei nicht helfen. Trotzdem, die Teile interessieren mich und es wäre für uns hilfreich, wenn Du den Typ des Prozessors in der Mitte ablesen könntest (Wunsch:Atmel?).
Wie ich vermute, wird die Eingangsspannung über 7 Optokoppler gemeldet und die anderen7 Optokoppler schalten die Balancer ein. Die Spannungsmessung vermute ich im Prozessor, evtl. mit Korrekturwerten für die 8 Kanäle. Im Prozessor kannst du mit hoher Wahrscheinlichkeit die Schaltspannungen einprogrammieren. Leider ohne Sourcecode oder Angabe, wo. Könnte interessant sein für unser Projekt mit strikter Trennung von Messung und Balancieren. Daisychain, damit alles doppelt überprüft wird. Die Ankopplung über Drähte mit Sicherung erscheint mir auch der sicherere Weg. Die Sicherung sind bei uns die Balanzierwiderstände, die wir direkt an der Batterie anbringen.
Dein Verbindungsvorschlag erscheint mir zwar plausibel, aber da liegt eine stromdurchflossene Leitung zwischen, da solltest Du getrennt je ein Kabel zum Minusshunt und den Messeingängen direkt an die Batterie legen. Die Verbindung beschert Dir eine Spannungsverfälschung.
Die Preise scheinen ja wirklich interessant zu sein. Spart Arbeit beim Selberbau.

51 Ohm betragen bei Dir die Balanzierwiderstände, geschaltet von den kleinen Transistoren vorne.

Häufig klauen die Chinesen solche Schaltung aus öffentlichen Projekten, aber tarnen die eigene Programmierung, indem sie die Aufschrift abfräsen. Scheint hier nicht der Fall zu sein, also bitte ablesen! Vielleicht kann man mit einem Disassembler etwas auslesen oder findet ein öffentliches Projekt, wo das Programm kommentiert ist?

von Bernd Schlueter - am 28.02.2017 10:32
Hallo Horst,
ja das Kabel muss rein. Es muss auch solide genug sein, dass da der gesamte Ladestrom drüber geht. An de Stelle wird das Gerät den Ladestrom messen und mit seiner Abschaltfunktion eingreifen. Die drei kleinen Drahtbügel sind der Messhunt. Erwarte also keine alzu hohe Belastbarkeit. Um die Ballancing Schwelle zu beeinflussen musst Du die Referenzspannung auf der Platine finden. Einfach mal die Typenbezeichnung der Chips nachschlagen. Was mir aber echt Sorgen machen würde, sind die unverzinnten Pins einiger Leistungshalbleiter auf dem Photo.

von Richard - am 28.02.2017 10:35
Hallo Richard,
über die kleine Platine kann doch keine 25 Ampere jagen lassen...
ach so direkt am Akku ? muss die anders Seite dann ja auch...
das ist mir alles zu unsicher und komisch, weil ich das nicht verstehe.

Plan B : ich lade voll bis 95 % bzw. bis die erste Zelle bei 4,2 ist und gut.

dann besorge ich mir ein 7s Lader ( suche ich gerade zum besten Preis, was schwierig scheint) und balanciere alle paar Monate oder kurz vor große Fahrt.

-ziehe oder kopiere oder Speicher das Bild auf Desktop und benutz die Lupe zum vergrößern...

von H.Hobbie - am 28.02.2017 12:07
Moin, Moin!

Da muss ich mich dann ja auch einmal einschalten.
Denn sonst könnte etwas kaputt gehen.
Die von Hand eingezeichnete Leitung verursacht einen Kurzschluss an der siebten Zelle, bitte nicht einbauen!!!
Es gehört wie auch in der originalen Zeichnung dargestellt eine Verbindung von der Batt-Minus zum Punkt BAT-. Auf der Stecker-Leiste liegen von oben nach unten die Plus-Leitungen der sieben Zellen.
Was funktioniert denn nicht?
Wenn das Balancing erst bei 4,3V beginnt, dann benötigst du 30,1V. Wie groß ist denn der Balancing-Strom, denn der Ladestrom sollte diesen nicht überschreiten, zumindest sobald die erste Zelle auf 4,3V ist.
Was sagen denn die Datenblätter der Akkus?
Zum nicht voll werden gibt es hier bereits einige Informationen. Nur so viel. In den meisten Fällen wird die schwächste Zelle ohne ausreichendem Balancing nicht richtig voll. Es könnte gut sein, dass diese unter last dann auch schneller die Elektronen abgibt. Ohne Balancing schaukelt sich dann der gesamte Pack immer weiter runter. Ich hatte bei meinen Zellen, ohne ausreichendem Balancing, zeitweise 20% weniger in diesen Zellen. Ich muss aber auch zugeben, dass ich unterschiedliche Zellen (unterschiedliches Alter) habe. Erst mit längerem Balancing bekomme ich alle Zellen auf gleiches Niveau. Bei mir sind das 3,6V (LiFePo4). Ich habe eine Zeit lang versucht die Zellen nur bis 3,4V zu laden, aber dann ist ein Balancing, zumindest bei meinen Zellen, beinahe unmöglich.
So dumm es klingen mag, aber wenn deine Platine bei 4,3V balanciert, dann muss die Ladeschlussspannung dazu angepasst werden.
Wann wird der Ladevorgang bei dir beendet?
Eigentlich sollte das passieren, wenn alle Zellen die 4,3V erreicht haben.

elektrische Grüße
Peter

von hallootto - am 28.02.2017 15:56
Gut, das Du aufgepasst hast. Ja, die leitung ist in der Handskitze tatsächlich falsch. der linke Punkt in der Skitze liegt zwischen der 6. und der 7. Zelle von Plus aus gezählt. Dort, wo der Pluspol der 7. Zelle ist. Der richtige Punkt ist aber Minus von Zelle 7.

von Richard - am 28.02.2017 17:39
Zitat
Bernd Schlueter
Im Vorhinein, ich kann Dir dabei nicht helfen.......
Die Preise scheinen ja wirklich interessant zu sein. Spart Arbeit beim Selberbau.

51 Ohm betragen bei Dir die Balanzierwiderstände, geschaltet von den kleinen Transistoren vorne.

Häufig klauen die Chinesen solche Schaltung aus öffentlichen Projekten, aber tarnen die eigene Programmierung, indem sie die Aufschrift abfräsen. Scheint hier nicht der Fall zu sein, also bitte ablesen! Vielleicht kann man mit einem Disassembler etwas auslesen oder findet ein öffentliches Projekt, wo das Programm kommentiert ist?


Nun erst Denke ich mal ein Zeichen und Wunder- aber ....

Hm - schon wieder mal bedenklich von einem extrem ins andere - Erst Jahre lang jedes Projekt Quasi torpedieren ach war um µC absolut Scheisse/Brandgefährlich; Was immer hergeholt Lebensgefährlich.... und nun µC´s; µC´s usw. Gleichsam dem Leid öhhhm Pardon Lied " D. D. über alles ......)

Wenn die etwas Kopiere und "Verschleiern" - und das muß ich einem der nun einem völlig entrückten; µC-Programmier erzählen - Dann setzten DIE, die sowas machen, auch immer das entsprechende BIT Pardon "FUSE" beim "Brennen" - das mit Auslesen Essig ist!
Wenn du noch Glück hast - ist die Fuse die das Neubeschreiben ebenfalls verbietet nicht gesetzt und du kannst den selben Proz. zweckentfremden.
Soweit mir bekannt wird das auch von der Arduino IDE unterstützt Von AS7 und Co. ohnehin !

von thegray - am 28.02.2017 17:54
Zitat
Richard
Gut, das Du aufgepasst hast. Ja, die leitung ist in der Handskitze tatsächlich falsch. der linke Punkt in der Skitze liegt zwischen der 6. und der 7. Zelle von Plus aus gezählt. Dort, wo der Pluspol der 7. Zelle ist. Der richtige Punkt ist aber Minus von Zelle 7.


ich frage mich warum die das nicht fertig konfektioniert anbieten, die Gefahr eines Fehlers ist nicht gerade klein, auch in Bezug auf die Profis, brennende Akkus usw....

von H.Hobbie - am 28.02.2017 18:49
Hallo Horst,
doch, die kleine Platine möchte daß Du den ganzen Strom (20A) über sie zum
Minus-Pol der Batterie zurück fließen läßt.
Diesen kann sie dann unterbrechen, wenn ihr etwas nicht geheuer ist.
(Zellenspannung zu groß oder zu klein, Strom zu hoch...)
Wenn Du diesen Umweg überbrückst, kann sie gar nichts mehr tun.
Gruß Karlfred

von Karlfred - am 28.02.2017 18:53
Hallo,

kurz zur mir:
Ich habe vier Jahre in der Akkupackproduktion einer bekannten deutschen Firma gearbeitet und war zeitweise auch an der Prototypenentwicklung beteiligt.

Allgemeines: Die Boards / BMS / Safetyboards oder Schutzschaltungen wie man sie nennen möchte, schalten der Regel alle den Minus, denn darüber fließt bekanntlich weniger Leistung (gleicher Strom, weniger Spannung / P = U x I)
Das heisst, der Zellenplus wird komplett an dem Board vorbei geschleußt.
Die Sens(or)Leitungen die dann auf die einzelnen Zellenplus gehen, überwachen die Ladestände und balancen wenn (überhaupt) notwendig

Bei einem 7S Board benötigt man bei 7 Zellen auch 7 Sensleitungen. Da im oben gezeigten Fall nur 7 Leitungen vorhanden sind, erübrigt sich der Rest.
Brücken sind keine notwendig. Das beigefügte Schaltbild ist richtig.
Allerdings sind die Sensorabgänge verkehrtherum bezeichnet.
Die erste Zelle nach dem Minus ist immer B1, dann folgt als zweite Zelle B2, B3, B4, B5, B6... und die letzte Zelle ist dann gleichzeitig B+.
Man schließt also am Pack B+ die Abgangsleitung und die letzte Sensleitung an.
Ausnahmen gibt es bei Boards die als Hilfestellung den B+ zum P+ mit anbieten.
Man sieht auf den Boards genau, dass sie dann auf der Platine gebrückt sind.

Zur Stromaufnahme:
Zur Dauerbelastung sollte man etwa 1/3 abziehen, da die Boards zwar Spitze den angegebenen Strom können, aber im Dauerbetrieb dann doch sehr heiss werden können. Die Platinen altern dann sehr schnell oder es löten sich Bauteile ab. Man sollte auch bedenken, dass "Lasten" (bspw. Motoren / Kondensatoren) je nach Typ höhere Anlaufströme benötigen und dem Board bei grenzwertiger Belastung einen Kurzschluss vorgaukeln können. Das Board schaltet dann immer wieder ab. Bei einem Pedelec mit 250W Motor sollte man daher eher zu einem 25 bis 30A Board greifen statt zu einem 15 oder gar 10A Board.

Zum Balancer:
Grundsätzlich ist die Bezeichnung schon Mal falsch.
Eigentlich begrenzen sie nur etwas die Spitzenspannung der Zellen.
Zum ausbalancieren der Zellen sind diese nicht konstruiert und auch nicht geeignet.
Zellen sollten nach Möglichkeit vor Zusammenstellung eines Packs vorsortiert werden. Nach Möglichkeit immer aus der selben Charge stammen und im Ausliefrungszustand immer die selbe Spannungslage aufweisen. Abweichungen deuten auf Kapazitätsunterschiede hin, die immer wieder ein Zellendriften verursachen. Wenn ihr also sehr unterschiedliche Spannungen an den Zellen habt, hat euch einer Mist verkauft! Grundsätzlich sollten die Zellen beim Einbau auch alle die gleiche Ladespannung haben. Im Zweifelsfall alle Zellen einzeln mit dem selben Lader voll laden.
Im späteren Betrieb verhindern die Balancer dann ein abdriften der Zellen.
Geladen wird in der Regel zwischen 4,11V - 4,2V pro Zelle. Sollte eine Zelle vorher voll sein und dabei über die 4,3V springen, begrenzt sie der sich dann zuschaltende Lastwiderstand auf die Sollspannung.
Da die Ladekurve durch das geringere Spannungsgefälle (Ladespannung zu Zellspannung) zum Ladeende hin niedriger wird, fließt dann nur noch ein Bruchteil des Ladestromes. Die kleinen Lastwiderstände sind dann völlig ausreichend. Auf keinen Fall die Ladespannung erhöhen. Wie bereits beschrieben dafür sind diese auch nicht gedacht!

Zur Veranschaulichung nochmal ein anderes Schaltbild:
[attachment 2215 bms.png]

von Adrian83 - am 28.02.2017 19:33
Zu Deiner fehlerhaft plazierten Leitung wurde ja schon alles gesagt. Wenn dann musst Du die Verbindung direkt zu - der Batterie herstellen.

Aber das eigentliche Problem ist das passive Balancing mit 4,3 V. Genauso wie bei LiFePO4 mit 3,6 V ist die Spannung für eine lange Lebensdauer zu hoch, insbesondere auch noch wenn die Kapazität im Verhältnis zum Balancer-Strom zu hoch ist.

Du kannst zwar mit niedrigerer Gesamtspannung laden, und das Board nur als reines BMS nutzen. Aber gelegentlich solltest Du doch ein Balancing durchführen damit Du wieder die volle Kapazität nutzen kannst.

Da bietet sich schon wie geschrieben ein Modellbaulader an. Der Junsi iCharger 208B bietet da alles was man braucht. Den Händler kann ich hier nur bestens empfehlen. Als bei mir mal ein Gerät nicht funktioniert hat, hat er es anstandslos getauscht. Und als mal durch einen Fehler meinerseits eines abgeraucht ist, habe ich ein Tauschgerät zu einem vergünstigten Preis bekommen.

Ich halte dieses oder ähnliche Geräte für ein Muss, wenn man mit selbst gebauten Batterien arbeitet. Man kann auch wunderbar die Kapazität der Zellen und der gesamten Batterie testen.

Bei großer Kapazität bietet sich zusätzlich zu einem BMS auch aktives Balancing an. Die Balancer gibt es in verschiedenen Varianten und sie sind beliebig kaskadierbar so dass man jede Zellenanzahl abdecken kann. Dann ist es egal mit welcher Spannung geladen wird, so dass man keine hohe Ladespannung für das Balancing braucht und so die Zellen länger leben.

von Emil - am 01.03.2017 06:22
Hallo Adrian83,
danke für die sehr ausführliche Erklärung und Arbeit von dir auch wenn ich nicht alles verstehe :-)
das sagt mir allerdings auch das ich hier die falschen teile für mich habe, da die Zellen nicht aus einer Produktion kommen sondern zusammen gesucht, außer der 7er Pack von Wolle, da merkt man schon das die besser zusammen passen.
Anyway, ich werde es machen wie ich weiter oben schon geschrieben habe.

DANKE
gruß Horst

Hallo Emil,
das ist gut ,aber mir dafür zu teuer, es steckt schon zu viel Geld in die paar extra Kilometer ( auch wenn Hobby und Spaß macht) aber es sollte im gewissen Rahmen bleiben.
Ich habe noch 3 Stück B6 Lader, und um 2 x im Jahr zu Balancieren , werde ich versuchen mir da was zu basteln.
auch dir ein Danke
Horst

von H.Hobbie - am 01.03.2017 06:28
Aktives Balanzieren: Ich sehe keinen Unterschied zwischen "normalem " und aktivem Balanzieren. Jedenfalls so lange die Balanzierströme zu vernachlässigen sind. Wenige Watt Balanzierverlust sollte man ertragen können.
In meinen Augen reicht es, dass bei einer bestimmten Ladespannung der Ladestrom auf den Balanzierstom abgesenkt wird.
Möglichst unabhängig davon die Abschaltung beim Erreichen der Mindestspannung.
Auf jeden Fall doppelte Überwachung der Zellen, sonst lässt man die ganze Balanziererei lieber sein. Mit diesen preiswerten Schaltungen kann man es sich auch erlauben, dass ab und zu ein Mikroprozessor ausfällt, wenn ein redundantes System solche Fehler ausschließt. Die Airbusse fliegen noch heute damit und da steht mehr auf dem Spiel.
Auch am unteren , am Entladeende(bottem) lässt sich Balanzieren. Dann braucht man allerdings eine zusätzliche Energiequelle.
Bei meinen sehr unterschiedlichen Nicads hat sich das "bottom"-balncing nicht bewährt. Die Gesamtheit der Batterien wird schon bei relativ hohem Ladezustand zu weich. Aber solche billigen "Bastelboards" erleichtern das Experimentieren. Bitte nicht ohne doppelte Kontrolle (mindestens von Hand per Multimeter).

von Bernd Schlueter - am 01.03.2017 07:43
Es geht nicht um den Verlust, der ist langfristig gesehen mit aktivem Balancing wahrscheinlich sogar höher. Es geht darum dass man die Lithium Akkus egal mit welcher Chemie nicht über lange Zeit auf hoher Spannung hält. Dies führt zu einer beschleunigten Alterung.

Passives Balancing funktioniert nur dadurch dass man die Zellen lange Zeit auf hoher Spannung hält, während aktives Balancing den SOC bei jeder Spannung angleicht.

von Emil - am 01.03.2017 07:57
Emil, wir haben, insbesondere bei LIFEPO, dieses ausgedehnte konstante Spannungsniveau, in dem Ausbalanzieren fast unmöglich ist.
Also, das Halten bei hoher Spannung über längere Zeit ist für die Zellen schädlich. Wie ist es, wenn man gerade nur das Ausbrechen aus dem flachem Niveau verhindert, und was ist weniger schädlich.
Das Halten knapp über dem Flachen Niveau oder knapp darunter?

Meine Befürchtung ist, dass bei geringen Abweichungen der aktiven Balanziermodule die halb geladenen Batterien ganz aus der Balance kippen.

Unsere Schachtelhalmfamilie hatte einmal das "bottem"balancing als die bessere Wahl vorgeschlagen.
Dies ist natürlich etwas aufwendiger, weil zusätzliche Energie zugeführt werden muss. Einfach überschüssige Leistung in Widerständen verbraten, geht da nicht.

Für Nicads unbrauchbar, nach meinen kürzlichen Erfahrungen mit gebrauchten Nicads..

von Bernd Schlueter - am 01.03.2017 12:23
Ich balanciere jetzt mit dem Lipo B6 Ladegerät Händisch einmal 6 Zellen und eine alleine bei jeweils 2 Packs.
Umständlich aber erst mal umsonst bis auf ein paar Stunden schrauben , löten , schrumpfen, beschriften, sichern usw.
Mal schauen wie oft ich meine balancieren zu müssen ;-)
Ich hoffe alle 3 Monate oder länger....
Ich meine jedenfalls gefühlt, das vollladen zum balancieren gut unter 1 Ampere Kapazität nur bringt.
Beim normalen oder unterwegs vollladen bleibe ich bei der Ladeschlussspannung bei 28,8 anstatt 29,4V, bzw. ich beende das Laden wenn eine Zelle über 4,22 V geht, es piepst dann.
Ich arbeite dann mit COUNTDOWN Timer den ich so einstelle das es gar nicht zum Vollladen kommt, oder ich stehe dabei.
Kurzum, jetzt ohne Balance Platine, bis ich was finde was passt.

Horst

von H.Hobbie - am 02.03.2017 15:55
ähm, das mit aus einer Charge soll wo zutreffen?
Also bei Calb/Winston/Sinopoly etc spielen die Chargen keine Rolle..und ist ein sehr nerviges Thema immer wieder!

Der Unterschied ist in gleichen Chargen genau gegeben bei allen gängigen Marken.
Du redest doch von LiFePo4 Zellen?

von Sven Salbach - am 03.03.2017 06:12
Kokam Ultra High Power Li-Polymer battery, able to draw up to 20C rate discharge contiously (peak 40C rate). Use for applications: UPS, Power tool, E-scooter, HEV & EV,


◾Typical capacity 40Ah
◾Nominal Voltage 3.7V
◾Charge condition; max. Current 80A, Voltage 4.2V
◾Discharge condition; continuous Current 200A, Peak Current 400A, Cut off Voltage 2.7V
◾Cycle Life (@80% DOD) >800 cycles
◾Operating temperature; Charge 0 - 40°C, discharge -20 - 60°C
◾Dimension; thickness 10.7 mm, width 215 mm, length 220 mm
◾Weight 1.1 kg/cell; 11kg for 10 cells

von H.Hobbie - am 03.03.2017 08:04
ah ok .-)
Ich hatte das hier noch beiläufig verfolgt .-)

von Sven Salbach - am 03.03.2017 08:40
ich hab mir den junsi 3010B
bestellt.
Danke für den link emil.

im ebay findest die teile nicht, scheinen eben so gut zu sein, das die keiner mehr hergibt.
topbalancing unerläslich, dafür reichen dann aber die lader wie b6 aus.
lade bis eine zelle auf zB. 4,15 oder 3,55 der rest händisch. problem: die hohe und lange standzeit der zellen im oberen Bereich ist wie schon geschrieben wurde schädlich. je länger das balancing eben dauert umso schlechter für die zellen.
in der bedienungsanleitung zB. bei der Mia steht drin: vollladungen alle 2 wochen auf 100 % aber eben nicht so stehen lassen und gleich wieder entwas rausfahren 95 % reichen dann und dann kann man zB. über nacht stehen lassen...
jedoch bei einer bestimmten entladetiefe ist das top balancing wieder nötig. komischerweise ist nach meinen erfahrungen immer die gleiche zelle als erstes die max ladespannung erreicht...
monitoring ist auch recht schwierig, unter last tanzen die V Anzeigen hin und her....
.
das scheint auch ein grund zu sein das e autofahren für einen 0815 fahrer schlicht zu aufwändig scheint ? wenn dann von den regeln abgewichen wird, wird es unter umständen recht teuer...

von Twiker76 - am 05.03.2017 19:25
Kannst Du die Zellen am Anfang mal parallel schalten?
Wenn ja dann lade sie erst mal parallel mit nicht so hoher Spannung, entlade sie auf etwa 50 % Kapazität ein paar Tage parallel geschaltet stehen. Dann gleicht sich die Spannung erst mal an. Danach sollte das Balancing relativ schnell gehen.

von Emil - am 05.03.2017 21:44
Hallo

Die Junsis sind gut hab selbst einen 4010 Duo zum Akku testen, aber aufpassen gegen falsches Anschließen reagieren die Dinger allergisch. In der Bucht sind viele Nachbauten zu finden also Vorsicht.

Will jetzt keine Werbung machen aber für mich ist der ZJ hobbyshop der kompetenteste.
Hat jetzt zwar einen neuen Besitzer. Aber so wie es aussieht hat der auch Ahnung.

Gruß

Roman

von R.M - am 05.03.2017 21:47
Hallo

Die Junsis sind gut hab selbst einen 4010 Duo zum Akku testen, aber aufpassen gegen falsches Anschließen reagieren die Dinger allergisch. In der Bucht sind viele Nachbauten zu finden also Vorsicht.

Will jetzt keine Werbung machen aber für mich ist der ZJ hobbyshop der kompetenteste.
Hat jetzt zwar einen neuen Besitzer. Aber so wie es aussieht hat der auch Ahnung.

Gruß

Roman

von R.M - am 05.03.2017 22:52
Danke für die infos

das ist evtl. der Grund warum ich 2 bestellt habe...dann noch einen in Reserve und Versand gespart...
Nein es ist nicht möglich die Akkus aus der Mia rauszumachen.
Ich muss das Fahrzeug hochbocken und dann den Unterboden unter der Mia ablassen.
Da ist ein Balancer verbaut, deshalb muss ja zeitweise eine 100 % Ladung durchgeführt werden...
Sobald 100% durchgeführt blick das Kabelsymbol nicht mehr und die Ladung ist abgeschlossen. Das kann wenn ich nicht jede Woche eine 100% Ladung durchführe auch schon mal 3 oder mehr h in anspruch nehmen...
Schlechter je tiefer ich entlade und danach eben keine 100% Ladung durchführe...
Aber nach fast 50 Tsd km ist dieser 12 Kwh Akku sehr robust immer noch eine theo. reichweite von 115km die ich auch mal auf 130km Strecken kann.
So falsch ist das meiner Meinung nach also nicht wie ich das mache...

Und für die Mia kaufe ich die Lader nicht.
Interessant ist die Rückspeisefunktion so kann man Ideal von einem 12 oder 24 V Solarinselsystem laden...

sg

von Twiker76 - am 06.03.2017 12:58
Zitat
Twiker76
ich hab mir den junsi 3010B
bestellt.
problem: die hohe und lange standzeit der zellen im oberen Bereich ist wie schon geschrieben wurde schädlich. je länger das balancing eben dauert umso schlechter für die zellen.
von den regeln abgewichen wird, wird es unter umständen recht teuer...


Dann nehme ich mir diese Aussage zu Herzen und versuche es mit bottom-balancing. Ich hoffe, das dies wirklich die weniger schädliche Alternative ist. bei welcher Spannung, bei welchem Akkutyp, das ist hier die Frage. Der Vorteil ist, ich kann auf Knopfdruck das balancing einleiten und automatische auf die gewünschte Höhe sofort aufladen, wenn mein Gerät der Meinung ist, dass ausreichend balanciert ist.
Ich brauche mich nicht ins fahrzeug setzen undauf die verminderte die Maximalspannung herunterfahren.

Ich wünschte mir eineTabelle mit empfohlenen Balancierspannungen und noch einmal die Versicherung, dass man dies für die bessere Balanciermethode hält.
Eqisetum machte das publik.


Eigentlich brauchte man dann alle Zellen nur einmal kurz auf die Minimalspannung entladen und anschließend wieder gemeinsam hochfahren.
Ich sehe kein Problem darin, so etwas zu konstruieren.

von Bernd Schlueter - am 06.03.2017 14:06
Hallo
Die Frage ist doch nur was schädlicher ist, immer volladen oder immer eine Zelle bis an die untere Spannungsgrenze entladen.

Gruß

Roman

von R.M - am 06.03.2017 19:07
Ich halte das entlade Balancing für schädlicher da die Spannung kleiner ist und die Elektronik dafür empfindlicher zu sein scheint...
Das ganze geschieht unter last und es fließen höhere Ströme sodass hier die Elektronik evtl. zu träge reagiert...dann sind die Zellen evtl. schon mal zu tief unten oder gar umgepolt ???
Hohe Spannung birgt die Gefahr einer höheren Energiemenge die bei einer Havarie der Zelle oder des Akkus frei wird und dann durchgeht wie "Schmidts Katze".
Aber auch wenn ein Fehler durch eben dieses down Balancing entsteht und danach wieder vollgeladen wird...
Wie schon geschrieben: Vollladen auf 100% und dann ca. auf 95 % rausfahren dann kann man das bestimmt so stehen lassen und die Alterung ist schon deutlich reduziert (Stichwort: Badewannenkurve)
Klar sollte auch sein das man nicht auf 100 % lädt und dann in den Urlaub geht (bei Lithium- Systemen).
Aber das sollten wir doch alle Wissen oder ?

von Twiker76 - am 07.03.2017 12:57
GWL Power hat über die Gefahren des Top-Balancings einen guten Bericht geschrieben.
Sie meinen, man kocht die Akkus förmlich kaputt.
Hier der direkte link zum Bericht (in Englisch): "GWL Power cell damange over charge.pdf"

Gruss, Roland

von Berlingo-98 - am 07.03.2017 15:20
deshalb balancieren venünftige BMS ja auch während der Ladung noch lange!! vor 3,6V

von Sven Salbach - am 07.03.2017 15:49
Also man hat schon irgendwo was geschrieben mit 4,30 V Ladespannung pro Zelle.
Das ist für Li Suppentüten auch schon deutlich drüber.
Beim EVT gibt es zwischenzeitlich auch die Li-Poly. Jede der 30 oder 40 Ah Zelle (13 Stk. in Reihe) hat eine separate Balancer Platine die bei 4,05 bis 4,17 V Zellspannung aufmacht und über die Widerstände die Wärme abführt. Recht einfach und effektiv. An diesen Balancer Modulen gehen die Zellen nicht kaputt, meist sind es Behandlungsfehler...in der Art das man vergißt zu laden wenn der Roller Leergefahren wurde oder schlicht vergisst zu laden.
Durch immer an der Steckdose übers Ladegerät hängen zu lassen hatte ich noch keinen defekt der Zellen ebensowenig wenn man die Roller so benutzt wie angegeben.
Das Ladegerät wechselt von rot auf Grün und der Lüfter geht aus. Somit ist dann ruhe im Karton...auch hier gilt nicht auf 100 % lassen etwas rausfahren und dann stehen lassen bis man den EVT braucht...
Daher sollte das Balancing direkt über die Zelle verbunden sein. Ich meine Hardware mäßig ohne Anzeige oder LED oder schnick schnack. Jede LED oder Anzeige zieht Strom und macht die Zelle irgendwann leer...Ein gutes Balancing verbraucht keinen Strom wenn die Zelle unter der Öffnungsspannung liegt...

von Twiker76 - am 07.03.2017 17:29
eien Anzeige benötigt eta 0,7mA ist also nicht wirklich ein Problem..
Eine Blinkende LED vielleicht 1mA im Schnitt gerechnet, (als Beispiel..da sie ja blinkt und nicht durchgehen 5mA zieht)
Ein µc kann sich in einen Schlafmodus versetzten und benötigt dann auch unter 1mA

So dramatisch ist es also nicht..
Dafür funktioniert das Balancing aber um Klassen besser als bei der Passivlösung..wo die Zellen früher oder später im Alter auseinanderlaufen doer nach längerer Standzeit

von Sven Salbach - am 07.03.2017 17:59

ich schnall das nicht :-(

[attachment 2301 002-Kopie.JPG]

kann mir mal bitte einer für mich, eine verständliche Zeichnung ohne Hieroglyphen machen so das ich das verstehen kann , den Balancer richtig an zu klemmen ?
sorry, ansonsten muss ich wohl was anderes mir ein fallen lassen...

HH
[attachment 2302 s-l16002.jpg]

von H.Hobbie - am 06.05.2017 03:19
So wie das Bild in deinem ersten Beitrag zeigt.
Was verstehst du nicht ???
Gruß K.-F.

von Karlfred - am 06.05.2017 12:53
Sowas ???

[attachment 2303 20170506_153725_kl.jpg]
Hi,
wenn Du das BMS wie gezeichnet angeschlossen hast gibts jetzt nur noch einen
Batteriepack; das, was im gestrichelten Kasten ist.
Dieser hat nur einen Plus und einen Minusanschluß :
( rechts oben außerhalb der Strichelei ) hier muß jetzt alles angeschlossen werden;
innerhalb des Batteriepacks ist jetzt tabu, da hast Du nun nix mehr zu suchen oder rumzupfuschen.......
Immer noch was unklar.... dann meckern !
Gruß K.-F.

von Karlfred - am 06.05.2017 14:22
Balancer Ausgleichstrom: Max. 350mA pro Zelle ...
da dauert das Balancieren bei mein 80 Ah pro Zelle ja zwei Wochen....

gibt es keine Balancer wie die ich von Sven habe , nur die bei 4,15 Volt den Strom mit 2 Ampere verbraten ??? ich habe jetzt im Netz gesucht aber nix gefunden....

von H.Hobbie - am 13.06.2017 15:46
Da Du keine LiFePo4 verwendet, kannst Du auch Balancer verwenden die während der Ladung dauerhaft balancieren.
Vielleicht was aus dem Modellbau?
Wenn die einmal angeglichen sind, reicht vermutlich der Balancerstrom oder Du nimmst meinen Balancer PMOS.
Den kann ich Dir auch die Spannung programmieren

von Sven Salbach - am 13.06.2017 17:51
Doch gibt es, siehe elwiki " 4-block-Balancer".
Da kannst du mit entsprechenden Widerständen die Balancerspannung ändern.

Gruß
Christian

von wchriss - am 14.06.2017 14:25
Hallo Horst
Die Verbinder auf dem Bild sind schon etwas Abenteuerlich mit wenig Verbindungsfläche an den Polen .
Ich habe das so gemacht .
[attachment 2351 Kokam_Verbinder_3_1.png]
[attachment 2352 Kokam_Verbinder_1_1.png]
[attachment 2353 Kokam_518V_130Ah_1.png]

Ich habe das EMUS BMS mit Solid State Relay das abschaldet bevor die Zellen schaden nehmen.
[www.elektromotus.lt]

Gruß josef

von Josef - am 17.06.2017 10:33
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