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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
laase, el3331, Sven Salbach, R.M, thegray, Jan-EL

Tiefentladung Winston

Startbeitrag von laase am 11.03.2017 13:59

Hi Jungs,
mein El stand über die "Salzzeit" eine Weile. Dachte immer, ich habs im Blick, aber mir ist doch tatsächlich nicht aufgefallen, daß die Zellen 1-3 von 13 Stück 100Ah sich zu stark entleert haben.
Die Spannungen lagen letztes WE bei 1,2 bis 1,3V. Wie lange weiß ich nicht. Ich gehe aber davon aus, daß sie mindestens schon einen Monat unter 2,5V waren.
Habe jetzt 5 Tage lang mit 200mA hochgepäppelt. Nach zwei oder drei Tagen war ich wieder über 3,0V. Nach fünf Tagen bei 3,2V, der Mindestspannung für meinen 1,5A active-balancing Lader (Relais-Einzelzelllader).
Seit heute morgen lade ich mit zunächst 5A, dann 10A Bordlader. Auf 40A traue ich mich noch nicht hochzugehen.
Was meint ihr, werden die drei Zellen wieder wenigstens so, daß ich sie mit "Einbußen" (zB 20% off-Kappa und doppeltem Innenwiderstand) wieder fahren kann?
Gab ja hier schon einige Berichte, können wir vll mal zusammentragen, wer welche Tiefentladung (bis zu welcher Spannung und wie lange) mit wieviel Einbuße überstanden hat? Oder aber wer unter welchen Bedingungen seine dann letztlich doch herausnehmen mußte?
Danke, Lars

Antworten:

Hallo

Bei Lithium sollte immer ein Hauptschütz verbaut sein. Vermute mal du hast so China Anzeigen drinnen. die nehmen die Betriebsspannung von den ersten 3 Zellen.

Gruß

Roman

von R.M - am 11.03.2017 18:23
reine Glückssache..
Die Winston Zellen überleben es meist..Headway war bei immer immer platt
Kannst genauso mit 100A laden.
Hatte hier 30 x 200Ah Zellen die alle bis auf 0 runter waren....
Bis auf 2 laufen alle...
Alle wurden mit 140A geladen

von Sven Salbach - am 11.03.2017 18:58
Von 26 Zellen hat eine die Tiefentladung auf ca. 1V nicht überlebt.

von Jan-EL - am 11.03.2017 20:44
Ihr macht mir Mut! Danke!

@Roman: stimmt, ist kein mechanisches Hauptschütz drin. Für Hauptschütz bräuchte ich aber auch Hilfsbatterie. Das war mir zu aufwändig.
Nur das Ladegerät hatte ich mit einem Schütz getrennt, da es dauerhaft ca. 50mA in einem "Bleeder" verheizt. Dieses Schütz war/ist aber ein elektronisches (mit Mosfets) und ich hatte es mir einmal beim voreiligen Anklemmen zerstört (Durchgang) und dann aus Zeitgründen bzw. Faulheit nicht wieder repariert. Wenn man täglich fährt, fällt das auch nicht weiter auf. Aber bei längerem Stillstand natürlich schon. Ich habe das Ladegerät nach ca. 1 Monat Stillstand abgeklemmt. Davon dürften nur etwa 36Ah draußen gewesen sein. Den Rest hat wahrscheinlich wirklich das BM16 Monitoring-Modul verbraucht, dessen Widerstandsteiler 232k/10k halt dauernd an den Abgriffen sitzen. Dadurch kommt es auch zu einer schleichenden Disbalance. Die Versorgung des BM16 erfolgt nicht mehr über Z3, sondern über geschaltete Fahrspannung, das hatte ich einmal umgebaut.

@Sven: Hut ab, das hätte ich mich nicht getraut. Zellen, die auf 0 runter waren, gleich von Beginn an mit 140A zu laden. Aber Deine Quote von 93% geretteten ist echt beachtlich!

@Jan: Deine Quote ist sogar noch höher! Aber war auch "nur" 1V und nicht 0. Also wie bei mir.
Dann brumme ich morgen (bzw nachher) mal rein und mache eine Probefahrt.

Viele Grüße, Lars

von laase - am 11.03.2017 23:45
nichts desto trotz - die nächsten Wochen im Auge behalten.

von thegray - am 12.03.2017 11:14
Hallo,
nur nebenbei: Hauptschütz geht auch ohne Hilfsbatterie; m.W. wurde eine ganze "Serie" davon ab Werk verkauft. Ich habe damals mal ein paar Tage ein entsprechendes Vorführfahrzeug von meinem Händler gefahren.
Grüße

Lothar

von el3331 - am 12.03.2017 21:55
heute eine Probefahrt genacht: ca. 50km und 55Ah rausgezogen. Alles unauffällig. Nach 55Ah auch mal etwas mehr draufgetreten und es war ein andere Zelle, die die Unterspannungsrenze auslöste. Scheint also alles ok.
Ich werde trotzdem den Ladestrom nur langsam steigern und immer mal wieder auf die Temperaturen achten. Zum Glück ist der BMS-Sensor genau auf dem richtigen Pack.

von laase - am 12.03.2017 23:40
@Lothar: dann ists doch aber kein Hauptschütz mehr, sondern nur noch ein "95% der Elektrik Schütz", wenn irgendwo im Fahrzeug schon "Fahrbatterie-Saft" zum Durchschalten des Schützes anliegt?! Dann gehen doch Strippen "am Schütz vorbei"?
Oder Selbsthaltung und initiales Betätigen per Hand?
Viele Grüße, Lars

von laase - am 12.03.2017 23:45
das wird soweit auch alles unauffällig sein..wenn..dann bekommt plötzlich eine Zelle einen Kurzchluss oder ist am nächsten Tag plötzlich leer

von Sven Salbach - am 13.03.2017 06:10
Hallo,
es ist ein "Echter" Hauptschütz, d.h. wenn aus ist alles aus.

Zum Starten wurde der Anlasskontakt des Zündschlosses genutzt, der im El ja normal ohne Funktion ist. Dadurch wird ein Relais geschaltet, das von einer Anzapfung der Taktionsakkus gespeist wird. Es setzt über einen Vorladewiderstand das System unter Spannung, so dass dann beim Loslassen der Anlassstellung der Hauptschütz schaltet.

Beim Ausschalten der Zündung fällt der Hauptschütz ab und alles ist wieder aus.
Ausnahme: wenn Standlicht oder Warnblinker an sind, bleibt der DCDC an und Standlicht oder Wanblinker laufen weiter - solange bis das BMS die Mindestspannung erreicht sieht, dann wird abgeschaltet - wie bei Hilfsbatterie auch: wenn die leer ist, geht auch das Standlicht aus. Die Schaltung ist damit legal.

War die Zündung schon ausgeschaltet, lässt sich Standlicht usw. erst einschalten, wenn die Zündung wieder eingeschaltet wird.

Grüße

Lothar

von el3331 - am 13.03.2017 22:13
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