Sonne tanken, wie geht das?

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 19.09.2017 09:20

Mir geht es um eine solare Tankstelle in Wipperfürth mit Typ2-Anschluss 22kW.
Die Station liefert nur Überschussstrom, also nur, wenn die Sonne scheint. Wie soll das gehen? Sind die eingebauten Ladegeräte etwa schon regelbar, ohne, dass ich es mitbekommen habe?
In der Beschreibung steht , wie ich es verstehe, eindeutig, dass die Ladeleistung sich mit abnehmendem Sonneneinfall verringert. Meine Lader hustet dann.

Wie soll ich das verstehen?

Die Waldmühle nimmt, wie das Ladegerät Schaden, wenn letzteres immer wieder ein- und ausgeschaltet wird. Ein in der Leistung geregeltes Ladegerät für das nächste Waldmühlentreffen ist in Arbeit. Die Ladeleistung wird dann kontiuierlich entsprechend der Mühlendrehzahl geregelt,per "Universalregler", wie es auch jetzt schon geschieht.
Wir benötigen dafür aber einen direkten Zugang zur Batterie, gleichstrommäßig und wir müssten uns auf einen einzigen Anderson-Stecker einigen.
Oder habt Ihr andere Vorschläge? Typ2 kommt nicht in Frage, das gäbe schwerwiegende Verwechslungen.
Wer ebenfalls eine Waldmühle, mit oder ohne Wald, betreibt oder solar lädt, sollte sich auch bei uns melden und sich möglichst mal unsere Regelung in der Waldmühle oder an anderem Ort ansehen.

Für das vorhandene , regelbare Ladegerät benötige ich den Kontakt zu Wotan. Wer hat noch etwas von ihm gehört?

Antworten:

Das war ein paar Sekunden zu spät...

Habe gerade mit dem Tobias in Wipperfürth gesprochen. Also, er programmiert selbst und die KONTINUIERLICH REGELBARE WALLBOX (Keba) schaltet voreinstellbar mit Zeit und Leistungshysterese aus - und ein, sodass nicht das passiert, was an der Mühle Kummer bereitete. Ich werde ihn, er ist Elektriker, besuchen und beratschlagen, was wir tun sollten , um uns schon mal auf das Gleichstrom-smart-grid vorzubereiten. Anderson 100 Ampere? Welche Sicherungen und -Halter? Was ist zulässig? Für wieviele Volt sind die Anderson-Stecker zugelassen? Ich fürchte mich vor Lichtbögen.

Die Box aus Österreich

von Bernd Schlueter - am 19.09.2017 10:00
Hallo

Nein Bernd das Ladegerät geht kaputt weil die Spannung zu niedrig ist, dadurch werden die Vorladeschaltungen überlastet.

Wenn sowohl 230V als auch 50 Hz anliegen, kann man den Lader über den Deckelkontakt beliebig ein und ausschalten.

Gruß

Roman

von R.M - am 19.09.2017 22:16
Nein, ich möchte den PFC- Teil doch weglassen! Nur DC/DC.
Allenfalls endlich einen Regeleingang 0...10V oder 0...5V für den AC-Lader.

Der Ladestecker ist dann das A und O. Über FI und Sicherung , das sollte doch vermutlich ein Anderson (Massachusetts) werden. Oder gibt es etwa etwas besseres? typ2 schließe ich aus für Gleichstrom (!).
Welcher Anderson , Farbe, welcher der vielen Typen? Zugelassen gibt es welche bis 600Volt und 350 Ampere.
Wer kennt sich aus und wo bestelle ich? Mein Saxo benötigt 160 Volt/200Ampere.
Mein Marechall kann das.

von Bernd Schlueter - am 20.09.2017 05:37
Zitat
Bernd Schlueter
Welcher Anderson , Farbe, welcher der vielen Typen? Zugelassen gibt es welche bis 600Volt und 350 Ampere.
Wer kennt sich aus und wo bestelle ich? Mein Saxo benötigt 160 Volt/200Ampere.
Mein Marechall kann das.


Anderson gibts im Handel. Ich würde den nie unter Last ziehen.

Was genau ist "Mein Marechall" ??
- Das Marechall - Inlet im Fahrzeug hat meist die DC-Hochstromkontakte.
- Die normalen Stecker aber nicht. Da mußt Du nachrüsten oder einen speziellen Marchechall DC Stecker besorgen. Der sieht schon äußerlich etwas anders aus. Ich habe keine Ahnung, wo man den als Orginalteil heute noch herbekommt.

Wie hatten diese Themen in diversen Threads bereits durchdiskutiert. Schau im Nachbarforum vom Ralf Becker.

Natürlich kann man DC Kontakte nachrüsten - wenn man kann. Also Kontakte herstellen und einfügen ist schon etwas fummelig, auch wegen der dicken Kabelanschlüsse. Ich würde dann einen kleinen temperaturgesteuerten Lüfter mit einbauen. Da ist ja eh Deine Spezialität, kennst Du von Deinen Schukosteckern her. Hast Du das jemals gemacht oder nur angedacht und vorgeschlagen. Ein Bild würde mich interessieren.

Und nochwas: Typ2 Ladeboxen mit der Möglichkeit der Ladestromregelung abhängig vom Solarertrag gibt es hier. Es setzt aber im Auto moderne Ladegeräte voraus, die das können. Sie müssen das Pulsweitensignal von der Typ2 Station auswerten und den Ladestrom entsprechend runterregeln können.

Dein SAXO (und mein Berlingo) können das leider noch nicht. Kollegen haben zwar versucht oder auch geschafft, das mit Eingriffen in die Regelung des Ladegerätes in der SAGEM Box zu erreichen. Es setzt aber viel Können vorraus und eine kleine Regelplatine mit Eingriff in die Pulsweitensteuerung des Ladegerätes. Ich wollte da zwar auch mal machen, habs aber bisher nicht in Angriff genommen, weil ich mit den 3,2 kW Ladeleistung aus dem Netz ganz zufrieden bin und zurecht komme.

Für ein Laden mit variabler und sonnenstrom-abhängiger Leistung würde ich ein externes Ladegerät nehmen, also nicht über die SAGEM Box gehen. Ich entnehme Deinen Schilderungen, dass Du sowas auch vorhast. Es gilt also, ein passendes Ladegerät fertig zu kaufen oder eines selbst zu bauen. Oder hast Du ein Ladegerät aus einer SAGEM Box übrig als Ersatzteil, welches dann entsprechend zu modifizieren ist? Wäre wahrscheinlich die schnellste Lösung.

von Berlingo-98 - am 20.09.2017 09:08
Ich habe keinen Sonnendach, nur die 50 Hz, also besteht für mich die Notwendigkeit nicht. Für die Waldmühle habe ich mir das in den Kopf gesetzt und Wotan hat bereits in einen Lader den Draht für die Steuerung der PWM angelötet und der liegt bei mir, ein gleicher in der Waldmühle. Aber ich würde Wotan vorher kontaktieren, geht nicht. Die Schaltung, mit dem "Universalregler" für den Saxo ist fertig auf dem Papier, der Regler life. Der gleiche Regler, der zur Zeit in der Waldmühle läuft. Bisher hat sich noch niemand beschwert.
Was mich abhält, die Regelung bei mir einzubauen, ist die Tatsache, dass die Elektronik auf Hochspannung liegt. Ein einziges Versehen, ich bin ein schusseliger Mensch , und schon habe ich einen Saxo gehabt. Also schiebe ich es auf, bis mir ein leibhaftiges Solardach zufliegt. Dann baue ich , eine sehr viel einfachere Regelung an die älteren HP-Lader an, die neuere Serie benötigt diese nicht. Die läuft, wie sie ist.
Aber trotzdem, ich finde es schlimm , wie die Autoindustrie sich gegen den Regeleingang sträubt. Energiewende , nein danke, denken die sich anscheinend.
Wir haben im Moment 35.000 angemeldet Elektroautos in Deutschland, mindestens 1000 mal so viele sollen es werden.
Mein Ziel ist, dass sämtliche Elektroautos am Netz angeschlossen sind, wenn sie gerade nicht benutzt werden, dann ist genug Zeit zum laden, auch mit stark wechselnder last und Stürme und Sonnenschein werden über tage konserviert.

Ralf hat sicher die Osloer Regierung missverstanden. Die stört nicht die steigende Zahl der Elektroautos, sondern die Unzahl von Ladesäulen, die den Lebensbereich der unbeelektroautoten Menschen einschränkt und zum Seilchenspringen zwingen, bis das Ladeproblem gelöst ist. Nicht zu wenige, nein, zu viele Ladesäulen. Die lassen keine weitern zu. In den Niederlanden muss man schon aufpassen, dass die Leute einem nicht die Ladestecker durchs offene Fenster werfen.
Nunja, meine äußerlich unsichtbaren Induktionslader haben einen Regeleingang und können bidirektional laden.

Das Überbrückungskabel für liegengebliebene Fahrzeuge ist eine einfache Leiterschleife, die auf dem Boden liegt, sichtbar. Demnächst an jeder Palme in der Sahara.
In Deutschland muss man zu lange suchen, bis man den richtigen Baum (mit Solardach) gefunden hat.

von Bernd Schlueter - am 20.09.2017 12:51
Zitat
Bernd Schlueter
Ich habe keinen Sonnendach,

Ich schon, 5kW in Betrieb und einige Module noch in Reserve. Daher also meine Bemühungen zum Direktladen, aber erst ab Aug. 2020. Solange tun es die alten Wechselrichter noch mit Direkteinspeisung ins Netz.

Zitat
Bernd Schlueter
Die Schaltung, mit dem "Universalregler" für den Saxo ist fertig auf dem Papier..

Lass mich teilhaben an Deiner Lösung. Sollte für einen Berlingo ja auch gehen. Das Problem mit "Potentialfrei nach außen" sollte lösbar sein.

Zitat
Bernd Schlueter
Aber trotzdem, ich finde es schlimm , wie die Autoindustrie sich gegen den Regeleingang sträubt.

Du irrst. Beim Typ2 System ist ja genau das vorgesehen. Ein Rechtecksignal 12V 1kHz von der Ladesäule zum Fahrzeug gibt über die Pulsweite den max. möglichen Strom von Netz vor. Geht soviel ich weiß von 6 bis 43A. Ein- oder dreiphasig merkt das Auto schon, was ankommt. Vorgegeben wird der max. Strom. Der Regeleingang am Auto muss also vorhanden sein, genau das ist ja die Vorgabe laut Typ2.

Zitat
Bernd Schlueter
Mein Ziel ist, dass sämtliche Elektroautos am Netz angeschlossen sind, wenn sie gerade nicht benutzt werden, dann ist genug Zeit zum laden

Schönes Ziel, geht aber am Nutzer vorbei. Die werden machen, was sie wollen und auf Deine Wünsche und Ziele gar nicht hören. Daher bedarf es mehr als die Bekanntgabe Deiner Ziele. Die Stromtankstellen-Provider müssen hier echte Vorteile durch günstige Preise bieten, wenn sie mit den Akkus in den Autos spielen wollen, d.h. die Netze per Lastausgleich und so stützen wollen. Technisch alles sinnvoll und machbar, die Nutzer müssen aber mitspielen. Mein Stromlieferant hat erstmal abgewunken. Das wäre noch Neuland, meinten die, da könne man noch nix an Tarifvergünstigungen und technischen Lösungen bieten. Na ja, wir müssen wohl dranbleiben und immer mal wieder nachfragen.

Zitat
Bernd Schlueter
Nunja, meine äußerlich unsichtbaren Induktionslader haben einen Regeleingang und können bidirektional laden.

Wie, was lese ich da? Du hast schon äußerlich unsichtbare Induktionslader, die bidirektional laden. Ein Traum. Oder sind sie deshalb noch unsichtbar, weil es sie nur als Plan, Vorstellung und Wille gibt, aber nicht in realer hardware? Schade, denn sowas will ich auch. Bestell und bezahlbar. Mit Einbau- und Nutzungsanleitung. Vielleicht doch mal den Josef im Sennwald fragen.

von Berlingo-98 - am 20.09.2017 13:25
Zitat
Bernd Schlueter
Aber trotzdem, ich finde es schlimm , wie die Autoindustrie sich gegen den Regeleingang sträubt.

Du irrst. Beim Typ2 System ist ja genau das vorgesehen. Ein Rechtecksignal 12V 1kHz von der Ladesäule zum Fahrzeug gibt über die Pulsweite den max. möglichen Strom von Netz vor. Geht soviel ich weiß von 6 bis 43A. Ein- oder dreiphasig merkt das Auto schon, was ankommt. Vorgegeben wird der max. Strom. Der Regeleingang am Auto muss also vorhanden sein, genau das ist ja die Vorgabe laut Typ2.

In den Ladesäulen dürfte das alles noch nicht vorhanden sein? Wenn man die regelbar machen wollte, müssten die ja alle in einem zenralen datennetz eingebunden sein und es müsste 50Hz Wechselstrom gleichgerichtet, in Wechselstrom verwandelt, für die PFC, dann wieder in Gleichstrom verwandelt , dann wieder in von der Pwm gesteuerten Wechselstrom und dann wieder gleichgerichtet werden.
Wenn ich mir vorstelle, dass alle draußen lückenlos parkenden Autos von Ladekabeln umgeben in einem Wald von Säulen stehen, wäre es nicht von der Hand zu weisen, sich einmal Gedanken über eine neue Stromart, die über bloße die Spannungshöhe signalisiert, ob Überschuss an Leitung oder Mangel existiert, zu machen.

Zitat
Bernd Schlueter
Mein Ziel ist, dass sämtliche Elektroautos am Netz angeschlossen sind, wenn sie gerade nicht benutzt werden, dann ist genug Zeit zum laden

Schönes Ziel, geht aber am Nutzer vorbei. Die werden machen, was sie wollen und auf Deine Wünsche und Ziele gar nicht hören. Daher bedarf es mehr als die Bekanntgabe Deiner Ziele. Die Stromtankstellen-Provider müssen hier echte Vorteile durch günstige Preise bieten, wenn sie mit den Akkus in den Autos spielen wollen, d.h. die Netze per Lastausgleich und so stützen wollen. Technisch alles sinnvoll und machbar, die Nutzer müssen aber mitspielen. Mein Stromlieferant hat erstmal abgewunken. Das wäre noch Neuland, meinten die, da könne man noch nix an Tarifvergünstigungen und technischen Lösungen bieten. Na ja, wir müssen wohl dranbleiben und immer mal wieder nachfragen.

Na, wir sind ja schließlich auch noch da, noch ganz wenige, dann immer mehr und schließlich lassen wir die Regierenden über unsere auf allen Straßen gespannten Seilchen hüpfen, die sogenannten Monopolisten müssen dann am höchsten springen.

Zitat
Bernd Schlueter
Nunja, meine äußerlich unsichtbaren Induktionslader haben einen Regeleingang und können bidirektional laden.

Wie, was lese ich da? Du hast schon äußerlich unsichtbare Induktionslader, die bidirektional laden. Ein Traum. Oder sind sie deshalb noch unsichtbar, weil es sie nur als Plan, Vorstellung und Wille gibt, aber nicht in realer hardware?
Sowohl als auch. Einerseits nur auf dem Papier, andererseits möchte ich die Leiterschleifen in 4 cm Tiefe im Asphalt verlegen, nachdem der Untergrund von Weltkriegsminen befreit wurde.
Schade, denn sowas will ich auch. Bestell und bezahlbar. Mit Einbau- und Nutzungsanleitung. Vielleicht doch mal den Josef im Sennwald fragen.[/quote]

Ja, mein Traum. Hoffentlich schaffe ich es dieses Jahr im Herbst in mein Traumland. Mit Papier natürlich. vielleicht solklte ich mir mal handgeschöpftes Büttenpapier zulegen.

Also, dieses mal hat das nicht so funktioniert mit dem Zitieren, aber ich weiß jetzt, wie es geht, das nächste Mal.

Gestern habe ich angefangen, meine versehentlich in der Tür zerdrückte Batteriemessung zu reparieren...

von Bernd Schlueter - am 21.09.2017 09:25
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