Spannungsüberwachung

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 24.09.2017 13:43

Stefan suchte nach einem Ersatz für die nicht mehr funktionierende ladesteuerung der Sagembox. Peter End wusste Rat und verwies auf ein gängiges Zählerleistenmodul.
Nachdem ich bei ebay nachsuchte, entdeckte ich, dass es zum sehr erschwinglichen Preis von unter 40 Euro es da alles gibt, was das Herz begehrt.
Einfach "Spannungsüberwachung" eingeben. Dann erscheinen unter vielem anderen auch die Dreiphasenwächter, die neben der richtigen Phasenfolge auch bei Unterspannung einer beliebigen Phase abschalten und damit auch gegen das feihen, was einigen schon passiert ist, wenn die Nullphase in einer Werkstatt oder auf dem Bauernhof fehlt: dann rauchten in Sekundenschnelle zwei bis alle drei Netzlader ab.
Diese Phasenwächter leisten auch das: sie schalten ab, wenn eine beliebige Phase oder auch der Nullleiter fehlt. Warum? Dann zieht eines der Geräte, wegen des negativen Innenwiderstand, allen Strom auf sich, sodass die anderen mit fast 400Watt belastet werden und unrettbar abrauchen. Mehrfach in unserem Kreis passiert. mit Schaden, der in die Tausende ging.
Zwei solcher kompletter Phasenprüfer waren bis vorgestern noch für je 10 Euro, gebraucht , zu haben. Aber in Neu gibt es die auch zum oben stehenden Preis.

Mit viel Aufwand haben wir einen Ersatz dafür gebaut. Manchmal fragt man sich, warum man morgens überhaupt aufgestanden ist.

Antworten:

Anpassung des Drehstromnetzes an unsere Bedürfnisse

Das 50Hz-Drehstromnetz, das wir vor allem den grandiosen Ideen des Serben Nicola Tesla zu verdanken haben, hat die Welt einen Riesenschritt nach vorn machen lassen. Inzwischen wird es allerdings nicht mehr benötigt und bringt unerträgliche und sinnlose Anpassungszwänge an die Halbleitertechnk mit sich, die eine schier unglaubliche Wandelei verschiedener Stromarten erforderlich macht.Praktisch alle neueren elektrischen Geräte gehen von einer Gleichstrombasis aus, in die die 50Hz, phasentreu und mit zahlreichen Komplikationen verbunden, nicht passen. Wenn ich alleine schon an die PFC-Gleichstromwandler denke, die bald in jedem Gerät enthalten sein müssen.
Für das geplante dezentrale netz sehe ich da größte Schwierigkeiten.
Glücklicherweise gibt es inzwischen kleine, erschwingliche Spannungs- Frequenz-und Drehstromphasen-Überwachungsmodule, die, obwohl wir eine Gleichspannung erzeugen wollen, erforderlich sind, damit das Drehstromnetz nicht durcheinander kommt.

Bei unseren Elektrofahrertreffen werden diverse Netzgeräte sternförmig zusammengeschaltet und das führt beim nicht seltenen Ausfall des Nulleiters zur Zerstörung der Geräte. Aus diesem Grund sollte, so lange es keine Alternative zum Drehstromnetz gibt, ein solches Überwachungsmodul für unter 40 Euro unverzichtbarer Bestandteil unserer Stromversorgungen werden.

Es gibt eine Vielzahl geeigneter Module

Unabhängig davon möchte ich in sicherheitsrelevanten Bereichen bei Gleichstromversorgungen auf eine bisher unbekannt empfindliche Fehlerstomsicherung nicht verzichten. Außerdem sollte man in manchen Bereichen zur sicheren Lichtbogenlöschungen Schaltpausen einfügen.

Aber vorerst müssen wir mit dem Drehstromnetz weiter kämpfen.

von Bernd Schlueter - am 24.09.2017 19:17

Re: Anpassung des Drehstromnetzes an unsere Bedürfnisse

Hallo Bernd

Einen Tester haben die Leute die Touren fahren schon lange dabei.

Gruß

Roman

von R.M - am 24.09.2017 20:14
Unsere HP-Netzteile können wir auch einfach per Optokoppler ausschalten, sie besitzen ja die Niederspannungsteuereingänge, an denen sich auch eine zusätzliche Ladespannungsüberwachung und ein Zeitschalter integrieren lassen. Das ist weit sicherer und billiger, als auf der komplizierten und gefährlichen Drehstromseite zu hantieren, mit den komplizierten Phasenbedingungen des 50Hz-Stromes. Viele der Industrie-Sicherheitsrelais versagen bei nicht realem Phasenanteil...Nein, ich sage der Hutschienen-Architektur den Kampf an.
Nicola Tesla gebührt alle Ehre dieser Welt, aber irgendwann ist das 50 Hz-Zeitalter anchronistisch.
Die Grünen haben uns einiges eingebrockt, was den Umgang mit elektrischer Energie angeht und das versperrt uns jetzt den Weg zur Energiewende. Ich habe beschlossen, zu versuchen, bei diesen direkt zu intervenieren, damit sie ihre kurzsichtige Verweigerungshaltung aufgeben und die Zeichen der Zeit wiedererkennen.
Ist Euch klar welche Kosten eine Dreiphasen-PFC von 350 kW Leistung verursacht? Der größte Teil unserer HP-Netzteile besteht ebenfalls aus dieser PFC. Auch diese üerflüssigen Einrichtungen dienen nur der Arbeitsbeschaffung ...
ist das der Sinn unseres Lebens, Steine den Berg hinaufzurollen, um sie dann wieder ins Tal rollen zu lassen?
Im Hausflur bei uns steht ein Karton, in dem alle Werbung ungelesen landet, die ich allwöchentlich elektrisch in den Papiercontainer befördere...Manches in unserer Welt ist unvernünftig.

von Bernd Schlueter - am 26.09.2017 01:22
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