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elweb Batterie
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10
Erster Beitrag:
vor 3 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 2 Monaten, 4 Wochen
Beteiligte Autoren:
omitreligion, thegray, Berlingo-98, Bernd Schlueter, Ralf Wagner

Welcher Akku ist im Streetscooter von der Post?

Startbeitrag von omitreligion am 30.09.2017 10:53

Hallo,

im Streetscooter von der Post ist ein Bosch-Akku drin, soviel konnte ich aufschnappen. MIch interessiert ganz allgemein was die da verbaut haben, welche und wieviel Zellen mit wieviel Volt, was für ein BMS usw.

Man kann das Gefährt sogar kaufen. Da Ford das Fahrzeug liefert gucken unsere deutschen Autohersteller in die Röhre, haben sich wohl geziert zu kooperieren, kann mir das sonst nicht anders vorstellen.

Sagt mal, die deutschen Autokonzerne sind doch eng mit den Ölscheichs als Anteilseigner verbandelt? Kommt daher der Unwille etwas gescheites, massenwirksames als Elektrogefährt auf die Straße zu bringen?

Oder ist es doch nur der übliche Starrsinn?

Gruß, Dragan

Antworten:

wie es ausschaut arbeitet bosch mit yuasa und mitsubishi zusammen:

[www.bosch-presse.de]

trotzdem noch nix konkretes zum akku im streetscooter

von omitreligion - am 02.10.2017 19:02
Das war abzusehen. Wie bei Brüderles Kolibri, kauft man Fernostakkus, kratzt die Aufschrift ab und setzt einen "Bosch"-Aufkleber darauf. Eine wirklich deutsche Fertigung gibt es noch nicht, von den bisherigen Versuchen von Werner Müller in Kamenz abgesehen. Daimler kaufte zwar das Werk, aber bezieht inzwischen aus dem Ausland.
Nein, Erfindungen mit Geld erzwingen, das funktioniert nicht. Das fördert nur unsaubere Geschäfte und benachteiligt nur die seriös arbeitenden Firmen.

Hoffentlich geginnen unsere Grünen nicht wieder, mit der Gießkanne herum zu hantieren.
Die künstliche Verteuerung von Strom war schädlich für die Energiewende. Direktheizung mit Strom ist immer noch erlaubt und das schädliche Verfeuern fossiler Brennstoff weitgehend steuerfrei.

Die Energiewende funktioniert nur mit verantwortungsvollem Umgang mit Strom.
Dafür CO2-Steuer.

von Bernd Schlueter - am 19.10.2017 07:54
Zitat
omitreligion
...trotzdem noch nix konkretes zum akku im streetscooter


BMZ wirbt seit langem damit, dass sie die Akkusätze für den Streetscooter liefern. Die Zellen werden freilich aus Asien zugeliefert.

von Berlingo-98 - am 19.10.2017 13:06
Zitat
omitreligion
..im Streetscooter von der Post ist ein Bosch-Akku drin, soviel konnte ich aufschnappen. MIch interessiert ganz allgemein was die da verbaut haben, welche und wieviel Zellen mit wieviel Volt, was für ein BMS usw.

Man kann das Gefährt sogar kaufen. Da Ford das Fahrzeug liefert gucken unsere deutschen Autohersteller in die Röhre, haben sich wohl geziert zu kooperieren, kann mir das sonst nicht anders vorstellen.


Welche Streetscooter genau meinst Du? Die jetzt kaufbaren und ausgelieferten Wagen sind Eigenbau, also der Work und so.
Der XL auf Ford Chassis ist noch in Planung, also Zukunft. Kommt aber bald.

Bei Wikipedia ist alles knapp dokumentiert. Leider nicht viel zu den Akkus.
Außer den knappen Angaben für die jetzigen "Work" Modelle: Li-Ion, 20 kWh, Aufladen auf 80% in 4,5 h an Schuko-Steckdose bzw. 230V 16A über Typ2 Steckverbindung.

von Berlingo-98 - am 19.10.2017 13:15
Nach meinem Stand arbeitet der Streetscooter auf 48V...

von Ralf Wagner - am 19.10.2017 21:16
Hallo,

da wißt Ihr mehr als ich, ja danke für die Info.

Wußte garnicht, dass es schon mehrere Generationen von Streetscootern gibt, bzw. dass die Fahrzeuge von Ford noch garnicht auf der Straße sind....

Wie auch immer, freue mich über jede Info, weil ich es spannend finde zu erfahren was für ein Konzept deutsche Hersteller verfolgen.

Gruß, Dragan

von omitreligion - am 20.10.2017 09:41
48 Volt wären aus mehreren Gründen vorteilhaft, weil Batterie und Motor und Controller eng zusammen angeordnet sein müssten. Modulbauweise würde dadurch gefördert.
Dieses wiederum erleichtert kleineren Unternehmen den Einstieg in die Elektromobilität.
Auch die völlig überzogenen Kosten für EMV und sonstige elektrische Musterprüfungen werden dadurch eingedämmt.
Aber höhere Ladeleistungen bringen auch ein Problem mit sich:
20kW Ladekabel von 5 Metern Länge, macht 400 Ampere und 160 Watt Verlust. Da wird direkte Gleichspannungsladung langsam kritisch, obwohl man an Isolierung sparen kann Das Kabel hätte bei 2 mal 200mm² ca 20 Grad Übertemperatur in Luft und wäre ein schwerer Klotz von 25kg Masse und benütigt dicke, viel zu teure Stecker. Da lohnt sich schon eine höhere Spannung und ein eingebautes Ladegerät. Problemloser: DC/DC über Wandler, weil die drei erforderlichen und voluminösen PFC-Teile entfallen.

Also, kein Langstreckenfahrzeug, falls keine leistungsstarke Induktionsladung.

Sonst reicht Schuko für die Nachtladung.
Das elektrische Zeitalter ist wiedergekommen. Wir hatten es schon einmal in den Zwanzigern, als Bahnhof, Post, Milch und einige andere innerstädtische Transporte elektrisch erfolgten.

UPS arbeitet mit Hochvolttechnik. 400 V, 160 Ah, also, 62 kWh, knapp 90kW, min. 80km Rechweite.

von Bernd Schlueter - am 20.10.2017 10:15
Zitat
Ralf Wagner
Nach meinem Stand arbeitet der Streetscooter auf 48V...


Noch!

von thegray - am 20.10.2017 11:31
Zitat
Berlingo-98
Zitat
omitreligion
...trotzdem noch nix konkretes zum akku im streetscooter


BMZ wirbt seit langem damit, daß sie die Akkusätze für den Streetscooter liefern. Die Zellen werden freilich aus Asien zugeliefert.


Nun man wird einfach einen Fehleinschätzung mit verbundenen Lieferverträgen - sprichwörtlich noch in was Positives gedreht haben - und die Zellen die man nicht selber nutzen konnte - dann einfach weiterverkauft.

von thegray - am 20.10.2017 11:34
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