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elweb Batterie
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Erster Beitrag:
vor 1 Monat, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 1 Monat, 1 Woche
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Berlingo-98, Bernd Schlueter

Eigenes Ladenetz

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 07.10.2017 08:37

Tepco hat in Japan ein eigenes Stromversorgungsnetz für die vielen Chademo-Stationen gebaut. Das wäre ja eigentlich ideal für den Anschluss all der Solardächer, also auch in Deutschland.
Da käme der Bundesverband für solare Mobilität ja erst richtig zu seiner Berechtigung.

Ist da noch irgendetwas im Busch, was in diese Richtung geht?

In Japan gab es bereits vor 3Jahren über 2800 Chademo-Ladestationen.

Strommäßig würde auch mein Saxo 200 Ampere vertragen. Nur die Spannung zwischen 120 und 150 Volt sind wahrscheinlich das Problem. Chademo regelt den Ladestrom, sowohl vom Fahrzeug aus, wie auch ferngesteuert. Aber die Mindestspannung scheint 300 Volt zu sein...

Nur Chademo scheint für mich zukunftsträchtig zu sein. So lange der Strom nur immer, wie gewünscht, aus der Steckdose kommt, wird es mit der Energiewende nichts werden.
Die verlangt auch die Leistungssteuerung aus der "dezentralen Zentrale". Chademo hat das.

Antworten:

Ihr ahnt sicher, warum ich hier den Bundesverband für solare Mobilität erwähne. Wenn die Sonne scheint, herrscht sofort in solch einem Netz ein Überschuss an Strom und der Strom wird in diesen Zeiten kostenlos abgegeben. Verluste daraus gleicht man zu Zeiten geringerer Sonnenscheinstärke aus. Jedenfalls werden wir dann endlich die 2,5 Cent-Preise an der Börse los, mit denen unsere Solardächer bezahlt werden.
Ihr glaubt gar nicht, wie das unser Energie- und Umweltbewusstsein schärft und wie die Elektromobilität dadurch beflügelt wird...

von Bernd Schlueter - am 07.10.2017 12:41
Chademo sollte laut Spezifikation eigentlich ab 50 Volt DC laden mit der üblichen Strombegrenzung auf 125A (oder kleiner z.B. bei den Aldi oder den E8 Ladern).

Tut es aber nicht. Die Zero Motorradleute wollten für das Motorrad einen Chademo Lader für 108 Volt oder so bauen. Haben sie auch, aber dann wieder fallengelassen. Er hat nur an einigen Chademo Stationen funktioniert, an vielen aber nicht. Man hält sich nicht überall an die Standards.

125A in den Saxo oder meinen Berlingo wär schon schön. Prinzipiell über den DC Eingang des Marechal Steckers machbar. Aber schwierig, die Probleme stecken im Detail, also den Regel- und Steuersignalen. Habe auf einer Messe mal ein Angebot einer Anpassschaltung gesehen, war aber für Li-Akkus mit den üblichen 300 bis 400 V gedacht und mit CAN-Bus. Also BMS über CanBus. Hat weder SAXO noch Berlingo, also wäre da noch viel Detailarbeit nötig. Da kannst Du auch gleich einen der Drillinge kaufen, hast weniger Arbeit, einen guten Akku und das Gesamtsystem funktionert.

Ein Kollege, der ab und an mal bei mir zum Laden vorbeikommt, hat genau das gemacht. Na ja, fast genau: Ist vom 106er electrique auf iON umgestiegen und voll zufrieden. In seine Steckdose habe ich schon einen Magneten eingebaut, damit sein ICCB mit dem Legrand Stecker auf 14 A oder so umschaltet, nach dem Motto: "Schneller schnarchladen".

von Berlingo-98 - am 08.10.2017 10:00
Ich denke mal, bei Chademo ist Zeit Geld und da genügt es, einfach einmal bis 150 Volt laden und dann abschalten. Dann nichts mehr, vielleicht auch nur bis auf 70% , falls bei bis 80% Bedenken bestehen. Weiter geht es dann gegebenenfalls an Schuko, was überall verfügbar ist. Der nächste in der Schlange kann dann aufrücken. Oder man kann auf der Straße mit 300 WattInduktion zu Ende laden, beim Parken in günstiger Citylage.
Normal sind dann alle Autos vollgeladen und es wird sogar viele Teslas geben, die nie einen power-Lader sehen.
Ich habe meinen fetten Lader bisher nicht voll im Betrieb und bin mal gespannt, bei welcher Spannung und 80 Ampere Ladestrom die 60% erreicht sind...

von Bernd Schlueter - am 09.10.2017 10:43
Zitat
Bernd Schlueter
Ich denke mal, bei Chademo ist Zeit Geld und da genügt es, einfach einmal bis 150 Volt laden und dann abschalten. ...


Ich habe gestern und vorgestern in Stuttgart auf der EVS30 Ausstellung versucht herauszufinden, wie weit nach unten Chademo tatsächlich geht. Die in der Spezifikation genannten 50 V sind wohl Illusion. Ich denke nach einigen Gesprächen bei Herstellern und mit Fachleuten, u.a. bei BRUSA, dass alles unter 200V nicht wirklich geladen wird. Die real existierenden Geräte fangen da erst an und sind hauptsächlich für die jetzt üblichen Spannungen um die 300 bis 400 Volt gebaut.

Eigene Lösungen für Ladegeräte und Ladenetz:
Für unsere "Franzosen" mit 120 und 162 Volt Nennspannung und Ladeschlussspannungen um die 150 bis 160 bzw. 190 bis 220 Volt werde ich nicht mehr versuchen, eine Anpassung an Chademo Ladegeräte zu finden. Ich denke, da bleiben wir bei den hp-minis und eigenen Ladelösungen basierend auf Standard 230/400V Anschlüssen über CEErot oder Typ2. Immerhin haben wir rund 10.000 Ladepunkte davon bereits in Deutschland, damit sollte man ganz gut voran kommen. Vor allem in West und Süddeutschland ist die Dichte ausreichend, nur im Meck-Vorpomm ist es dünn. Aber mit 150 bis 200 km Reichweite würde man auch da gut zurecht kommen. Mit unseren alten Autos - pardon ich meine mit unseren historischen Autos - mit 60 bis 100 km Reichweite wirds eng.

von Berlingo-98 - am 11.10.2017 09:35
Zitat
Bernd Schlueter
Ich denke mal, bei Chademo ist Zeit Geld und da genügt es, einfach einmal bis 150 Volt
Ich habe meinen fetten Lader bisher nicht voll im Betrieb und bin mal gespannt, bei welcher Spannung und 80 Ampere Ladestrom die 60% erreicht sind...


Nu mach mal. Wirst Dich wundern - und freuen - was dann das Fahren und Laden für einen Spass macht. Und berichte dann hier im Forum drüber. Bitte. Wir warten schon so lange drauf.

von Berlingo-98 - am 11.10.2017 13:10
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