Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 6 Monaten, 3 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter

Ergebnisse meiner Induktionsversuche

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 02.11.2017 08:19

Ein überaus schwieriges Gebiet, sobald man mit den üblichen Materialien in den Bereich 50kHz und höher kommt.
Wer sich die Photos von Funkanlagen um 1900 herum (Tesla schon früher) anschaut, ahnt, mit welchen neuen und unverstandenen Effekten die Erfinder und Entdecker von damals zu kämpfen hatten. Übrig blieben bei den unermüdlichen Versuchen ganz bestimmte, an den jeweiligen Anwendungszweck nur teilweise angepasste Spulen und Induktionsanordnungen.
Zur Zeit schlage ich mich mit den Spulen aus Induktionsherden und Transformatoren im Bereich zwischen 50kHz und 200kHz herum und muss sagen, ein überaus komplexes Gebiet, in dem es keine idealen, allenfalls optimierte Lösungen gibt.

Nicola Tesla kam nur sehr teilweise mit seinen diversen Spulenformen zu Erfolgen. So mit seinen einlagigen Flach- und Zylinder-Luftspulen aus geignetem Draht mit geeigneter Isolierung (Tesla-Transformator) . Daniel (Dr. Mabuse) hat offensichtlich ausgiebig damit experimentiert, bis er uns seine Erfolge in der Waldmühle vorführen konnte. Meine, ebenfalls erfolgreichen Versuche, liegen über 50 Jahre zurück.

Nein, bei den höheren Frequenzen gibt es keine ideale Wickelform von Spulen und Anordnungen von magnetischen Materialien, man bewegt sich in einem schier unendlichen Raum von mehr oder weniger schlechten Kompromissen.

So wunderte ich mich, dass die Transformatoren des älteren Typs unserer HP Lader nahezu glühten, obwohl der neuere Typ mit viel kleineren Transformatoren entscheidend weniger Verluste aufweist. An meiner vermuteten schlechteren Ferritqualität liegt es jedenfalls nicht alleine. Bei dem älteren Typ hat man mit zusätzlichen Spulen versucht, schädliche Resonanzen in den Transformatoren zu reduzieren, mit mäßigem Erfolg. Nein, es reicht nicht, den Trafo mit geeigneter HF-Litze oder Kupferfolie zu füllen, das hatten schon Tesla, Marconi, Slaby , Graf Arco und die anderen Koriphäen bemerkt.

Überaus erstaunt war ich, dass ich selbst bei den von mir verwandten, relativ symmetrischen und einfachen Flachspulen aus Induktionsherden starke Resonanzen entdeckte, und, was mich besonders erstaunte, bei verschiedenen Frequenzen.
Man ahnt, worum es dabei geht, wenn man sich die heute übliche Aufteilung der Litzen-Flachspulen ansieht. Nein, die sind nicht gleichmäßig bewickelt, ähnlich, wie man heute die Wicklung in mit PWM beaufschlagten Motoren unserer Elektroautos tunlichst so bewickelt, dass es nicht mehr zu Überschlägen infolge der Oberwellen der PWM-Frequenz und der Impulsflanken kommt.

In den Transformatoren unserer Wandler (Ladegeräte) arbeitet man nicht nur mit Folien und Litzen, sonderm mit verschachtelten Wicklungen von ungeahnter Komplexität.
Neben der Vielzahl von Resonanzen sind Skin- und Proximityeffekt, nebst magnetischen Eigenschaften der Kerne zu beachten.
Manche Firmen gehen bei ihren Wandlerinduktivitäten auf einfache Zylinder-Luftspulen zurück. Wahrscheinlich, weil sie mit Transformatoren Schiffbruch erltten hatten.

Die neueren Halbleiter arbeiten bei 200kHz und darüber, da nehmen die Probleme bereits überhand.

Wer sich mit Akustik befasst, befindet sich in einem ähnlich komplexen Gebiet.
Die Probleme sind noch heute die gleichen, mit denen sich schon Nicola Tesla herumschlug. Bei erfolglosen und teuren Versuchen verlor er seine finanziellen Möglichkeiten und starb schließlich verarmt.

Kurz, nach meinen anfänglichen Erfolgen habe auch ich herbe Rückschläge erlitten.
Nein, meine Verluste halten sich in engen Grenzen und ich kann nur sagen:
Papier ist geduldiger als eine überstrapazierte Geldbörse.

Auch unsere unerschöpfliche Energiequelle für die Elektromobilität, Iter in Frankreich, wäre vermutlich auf dem Papier besser aufgehoben gewesen.
Es ist auch nichts anderes als ein Induktionsexperiment.

Das nächste Forschungsgrab heißt Wendelstein VII. Schon in den 70er Jahren wusste man beim Abriss von Wendelstein V in Garching bereits, wie weit man vom Erfolg der Fusion im Stellarator entfernt war.

Das Geld wird wenigstens nicht in Kriegen verschossen, ein Trost.

Eines ist mir klar: die Induktionsladung kommt, wir müssen nur noch die Induktoren sinnvoll im Straßenbild unterbringen. Von der elektrischen Seite betrachtet, ist man da sehr anpassungsfähig.

Antworten:

Am meisten erstaunt mich bei meinen Resonanzversuchen die hohe Güte, die vom Wert 1000 nicht weit entfernt ist 50kHz +/-50 Hz, das ist etwa die Ausdehnung des Resonanzbandes, das kaum davon beieinflusst wird, ob ich die Spule auf Beton (eisenfrei) oder halbwegs trockener Erde plaziere.
Wer sich jemals mit Minensuche beschäftigt hat, weiß, dass eisenlose Erde kaum die Sonde beeinflusst und man auch die Nadel im Heuhaufen, wie auch , tief vergraben unter der Sandburg, findet. Jetzt nach dem halben Jahr Dauerregen ist der Einfluss durch und durch durchnässter Gartenerde schon messbar, ebenso, wenn ich die Spule auf meinem Bauch parke. Vielleicht hat doch einer der Chirurgen seine Stricknadel vergessen? Jedenfalls, viel macht dem Schwingkreis weder meinem Körper, noch umgekehrt, meinem Körper einstarkes elektrisches Wechselfeld von 50 kHz aus. Den üblichen Bau eines Betonschachtes für den Einbau der Schwingkreisspule schenke ich mir. Gehwegplatten hoch, Spule drunter, in Folie, fertig.

von Bernd Schlueter - am 22.01.2018 18:34
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.