Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 1 Monat, 4 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 1 Monat, 4 Wochen
Beteiligte Autoren:
Solarstrom, Bernd Schlueter

Lithiumpreis

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 18.11.2017 19:05

Die Energieversorgung für die Elektroautos ist gesichert, davon dürfen wir wohl ausgehen. Einfach, weil der Stromverbrauch nur einen relativ geringen Teil der Energieumwandlung in minderwertigere Produkte betrifft (Energie"verbrauch" darf man ja nicht mehr sagen).

Lithium ist auch genug auf der Welt, auch, wenn die allerlukrativsten Lagerstätten schon ausgebeutet sind.

Zudem wird an möglichst bequem nachladbaren Akkus und Ladestationen gearbeitet. Hier tut sich, trotz noch immer bestehendem Mangel , viel.

Kristallstrukuren für die Trägermaterialien des Lithiums spielen eine entscheidende Rolle, daran forscht inzwischen die ganze Welt. Der Lithiumbedarf der Akkumulatoren ist überschaubar, für eine kWh genügen, nach Wikipedia, 80 bis 170 Gramm Lithium.

Lithium wird als Karbonat mit ca 20%Masseanteil des Lithiums gehandelt, man schätzt, dass bei steigenden Preisen der Karbonatpreis auf 25 Dollar pro kg steigt,, , sprich 125 Dollar pro kg Reinlithium. Also ein Wert von 10 bis 20 Dollar pro kWh Lithiumbatterie.

Andere Artikel: Lithium-Ionenakkumulator und Lithiumgewinnung

Mit anderen Worten, wir können getrost in die elektromobile Zukunft blicken und ebenso, mit der eigenen Solaranlage und anderen alternativen Energiequellen den Energiebedarf aus Kohle entscheidend zurückdrängen.

Sollten seltene Erden knapp werden, sehe ich übehaupt keine Probleme , die seltenen Erdmagnete durch fremderregte Kupfer/Eisenmagnete zu ersetzen. In der Umdrehungszahl der Motoren bietet sich ein beliebig großer Feiheitsgrad für kräftigere, leichtere und billigere Antriebe.

Sollte der Lithiumhandel durch Absprachen behindert werden, es gibt die Ausweichmöglichkeit auf Natrium.
Lithiumkartelle haben sich als unwirksam erwiesen, die Produktionskapazitäten sind dermaßen dieversifiziert und werden täglich mehr. Mit anderen Worten, ich habe nicht die geringsten Bedenken, dass das Zeitalter der Elektromobilität angebrochen ist und seinen Siegeszug um die Welt feiern wird.
Von Schweissproblemen bei der Zusammenfügung von Zellen für die Teslabatterien sollten wir uns nicht beirren lassen. Das sind rein mechanische Probleme, die allesamt mit herkömmlichen Mitteln lösbar sind.

Natürlich müssen wir auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Was nutzt uns die Zusicherung, dass unser Strom aus der Steckdose garantiert zu 100% norwegischer Wasserstrom ist, wenn er plötzlich ausbleibt, weil keine entsprechenden Stromtrassen existieren?

Für die Infrastruktur ist auf allen Gebieten gesorgt und wir sollten uns nicht unser Konzept madig machen lassen. Wir haben es auch nicht nötig, zu beschönigen. Früher oder später werden auch die Probleme beim Kohle- und Atomausstieg überwunden sein. Überhasten wir diese nicht, sonst gibt es Rückschläge.

Ein Vorschlag, um den Umstieg voranzutreiben: Erklären wir uns bereit, an unsere Stromerzeuger 5 Cent/kWh zusätzlich, genau für den Anteil, den sie ZUSÄTZLICH an umweltfreundlicher Energie HINZUBAUEN, zu bezahlen! Das genügt, um weit mehr als die Mehrkosten zu decken. Beenden wir dafür den Schmuh mit dem Umlagen- und Zertifikatsbetrug!

Auf den entscheidenden Einfluss der falschen Strombesteuerung und dafür Brennstoffbesteuerung habe ich schon mehrfach hingewiesen.
Jamaika ist eine gute Chance, dass keine Fehler gemacht werden und dass das, was möglich ist, ausgeschöpft wird. In einer funktionierenden Infrastruktur müssen alle an den Entscheidungen beteilgt werden, auch, wenn die Verhandlungen länger dauern.

Zusatzbemerkung: Akkus sind schwer und Ballast. Niemand wird interessiert sein, beliebig viel Ballast mit sich zu schleppen. An der diesbezüglichen Ladeinfrastruktur lässt sich noch viel verbessern. Meiner Meinung nach vor allem beim stehenden Verkehr.
Alle technischen Entwicklungen bei Batterien gehen in diese Richtung.
Politiker können nicht darüber sachgemäß entscheiden. Techniker und Kristallforschung sind gefragt, zur Zeit noch vor allem bei Silizium und Kohlenstoff, aber auch dafür gibt es
Ersatz.

Noch ein Hinweis: Eine Eigenschaft von Elektromotoren ist, dass sie in der Leistung nach oben nicht begrenzt sind. Einen 30kW-Asynchronmotor kann man mit hohem Wirkungsgrad so schnell laufen lassen, dass er 1000kW abgibt. Nur eine Frage der Kühlung und Frequenz. Meiner Meinung reicht es, wenn man noch bei 200 km/h mit durchdrehenden Rädern fahren kann. Alles, was darüber hinaus geht, ist mehr als überflüssig.
Ich bin in Frechen bei Köln mit soch einer Elise mit 30kW- Siemens-Asynchronmotor gefahren, mit Batterien, die später "Litec" hießen. Gedrosselt auf 400 PS. Beeindruckend, aber auch diese "bescheidene" Leistung braucht man nicht.

Die neue Elise von Tesla hat größere Batterien und einen großen Kühler, das ist alles.
Roadster 1 ist auch eine Elise (das berühmte Fahrgestell von Lotus, 6000 Euro billig).

Antworten:

Zitat
Bernd Schlueter
Mit anderen Worten, wir können getrost in die elektromobile Zukunft blicken und ebenso, mit der eigenen Solaranlage und anderen alternativen Energiequellen den Energiebedarf aus Kohle entscheidend zurückdrängen.


Ja richtig, wobei du das Wort Kobalt noch nicht in den Mund genommen hast.


Zitat
Bernd Schlueter
Ein Vorschlag, um den Umstieg voranzutreiben: Erklären wir uns bereit, an unsere Stromerzeuger 5 Cent/kWh zusätzlich, genau für den Anteil, den sie ZUSÄTZLICH an umweltfreundlicher Energie HINZUBAUEN, zu bezahlen! Das genügt, um weit mehr als die Mehrkosten zu decken. Beenden wir dafür den Schmuh mit dem Umlagen- und Zertifikatsbetrug!


Meiner Meinung sollten die Börsenstrompreise auf ein realistisches Maß ansteigen, ich sage mal bei Grundlast um die 5 Cent/kWh, und nicht die ca. 2 Cent/kWh wo wir schon mal vor fast 2 Jahren waren:
[www.finanzen.net]

Der Grund für die niedrigen Preise sind die niedrigen (Grenz-) Kosten für Kohlestrom, welche rund 50% der Energieerzeugung bei uns ausmachen.

Die steigenden Kosten für CO2 Emissionen haben da schon etwas gewirkt:
[www.finanzen.net]

Mit Erzeugungskosten um die 5 Cent/kWh sind die großen Offshore Windkraftwerke die in ca. 5 Jahren kommen wirtschaftlich ohne Förderung zu betreiben. Genauso wie PV in Spanien, Südfrankreich, ... PV auf heimischen Hausdächern kann sich durch Eigenverbrauch rentieren. Bei Onshore Windkraft hier in Süddeutschland wirds allerdings mehr als knapp. Dann braucht es gar keine Einspeisevergütung mehr. Eventuell noch eine sehr niedrige, damit kleine private PV Betreiber auf EFH besser kalkulieren können.


Zitat
Bernd Schlueter
Jamaika ist eine gute Chance, dass keine Fehler gemacht werden und dass das, was möglich ist, ausgeschöpft wird.


Ein Chance schon, aber die Merkel hat schon gesagt:

1.) Ohne Kohlekraft ist der Strompreis zu teuer (für die Industrie, die Bevölkerung interessiert eher nicht)
2.) Es geht um Arbeitsplätze in der Kohleindustrie (das war immer Thema der SPD in der GroKo)

von Solarstrom - am 19.11.2017 16:27
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.