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elweb Batterie
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Erster Beitrag:
vor 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Monat, 4 Wochen
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Bernd Schlueter, thegray, laase

Suppentüten an die Front?

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 18.12.2017 12:46

Frauenhofer mischt sich ein und preist diese an. Ich bin da weniger angetan. Lithiumzellen beinhalten sehr viel verdampfbare Flüssigkeit, neben weiteren Energiereserven, die in einem riesigen f
Feuerball frei werden, wenn es zum größeren crash kommt. Sie neigen dazu, sich aufzublähen. Das tun die Zebras nicht, die Salze sind absolut unbrennbar, keine Stoffe entstehen beim crash, die gasförmig sind und die freiwerdende Energie ist kaum größer als die eingeladene elektrische Energie. Sprich, weit gutmütiger. Ich habe die Folgen des Lithiumbrands in Solingen bei Thomas gesehen, sehr beindruckend.
Die Zebras stecken nicht in Suppentüten und sind in massive Edelstahlgehäuse, Einzelzellen eigeschweißt, die machen auf mich einen sehr soliden Eindruck. Für Fahrzege, die nicht wochenlang ungenutzt herumstehen, halte ich die Zebras für überaus geeignet, während ich Suppentüten (pouches) misstraue.
Ich denke, in Zeiten des Lithiummangels wird man ohnehin auf diese zurückkommen müssen.
Die Isolierung gegen Wärmeverlust ist noch sehr verbesserungsfähig. Es fehlt die Großserie. Bauen darf die Zebras jeder, der Patentschutz ist abgelaufen.

Antworten:

Kannst doch die Pouches auch beliebig in feste Kunststoff- oder Edelstahlgehäuse reinstecken und damit Ausdehnung wie auch Brandweiterleitungsneigung verringern? Ich seh das nicht so kritisch.
Wenn mal ein Tesla abbrennt, weil er über Einen Pfahl fuhr, wird ein riesen Bohei gemacht. In der gleichen Zeit sind zigtausend Benziner "unbemerkt" auf Autobahnauffahrten, Standstreifen und in Tiefgaragen abgebrannt. Eigentlich nicht zu fassen, daß eine so gefährliche Flüssigkeit wie Benzin immer noch außerhalb von Speziallabors zugelassen ist und vertrieben werden darf.

von laase - am 20.12.2017 07:21
Die meiste Energie der Lithiumzellen steckt in den alkoholartigen, elektrisch leitfähigen und polaren Flüssigkeiten, aber auch alles andere brennt, weil es beim Durchgehen alle beherrschbaren Temperaturen überschreitet. Die Zellen von Thomas waren zudem die manganhaltigen.
Ein Metallmantel behindert stark den Zutritt von Luftsauerstoff, bei Zebras ist der fast ausgeschlossen. Die denen sich erst jenseits von 1000Grad aus, wenn auch Eisen zu brennen anfängt. Deshalb mein Hinweis auf die Zebras, die für ser viele Einsatzfälle der Akku der Wahl sind könnten. Vor allem, seit die Wärmeisolation immer weniger Schwierigkeiten bereitet und man bisher versäumt hat, diese auch alternativ per fossilem Brennstoff auf Temperatur zu halten. Ich behaupte, heute würde auch ein 20 Watt-Wärmequelle genügen, diese auf über 105°C zu halten, mit hilfe einer sehr kleinen fossilen Flamme (10 Euro im Jahr). Im Normalfall natürlich elektrisch beheizt für 50 Euro im Jahr, wenn überhaupt nicht gefahren wird. Wie gesagt, trotz 350 °C weit weniger feuergefährlich.
Lithiumzellen nähern sich 4,5 kG pro kWh. Zebras liegen beim doppelten spezifischen Energiegehalt. Sie sind robuster und noch höher belastbar und werden deshalb auch militärisch eingesetzt.
Wenn eine Suppentüte hochgeht, fegt sie jede Umhüllung hinweg und selbst der hartnäckigste Kunststoffbehälter verwandelt sich in brennendes Gas.
Was mich natürlich nicht davon abhält, von einem Lithium-Tesla zu träumen. Mit 100 kWh Zebras ist der 2,85 Tonnen schwer.
Die luftgekühlten Akkus (übliche 18650er) bliesen, wenn ich mich recht erinnere, alle in eine Richtung ab, was die gleißende Flamme ergab, die Cityel und Vectrix komplett in Gas auflösten und die 10 Meter hohe Flamme erzeugten, die insgesamt 5 oder 6 Fahrzeuge erfasste , aber die sehr nahen Gebäude unangetastet ließ. Inzwischen wurden die Lithiumakkus verbessert und beim Tesla und anderen eine wirksame Kühlung eingebaut.
Trotzdem, die Zebralinie sollte nicht in Vergessenheit geraten, weder aus Vorurteilen gegen die hohe Betriebstemperatur, noch, weil sie die Spurtfreudigkeit herabsetzt.

Meiner Meinung haben die Frauenhofer nicht weit genug gedacht und nur die drei Zellentypen, die Standard sind, betrachtet. Alles, was es gibt , ist gut. Das halte ich für ein schwaches Urteil.
Pouches für Natriumchloridbatterien sind undenkbar.

von Bernd Schlueter - am 20.12.2017 08:33

Nee Nee wie kommt man nur wieder ....Re: Suppentüten an die Front?

Zitat
Bernd Schlueter
....mein Hinweis auf die Zebras, die für ser viele Einsatzfälle der Akku der Wahl sind könnten. Vor allem, seit die Wärmeisolation immer weniger Schwierigkeiten bereitet und man bisher versäumt hat, diese auch alternativ per fossilem Brennstoff auf Temperatur zu halten. Ich behaupte, heute würde auch ein 20 Watt-Wärmequelle genügen, diese auf über 105°C zu halten, ....egen beim doppelten spezifischen Energiegehalt. Sie sind robuster und noch höher belastbar und werden deshalb auch militärisch eingesetzt.

Trotzdem, die Zebralinie sollte nicht in Vergessenheit geraten, weder aus Vorurteilen gegen die hohe Betriebstemperatur, noch, weil sie die Spurtfreudigkeit herabsetzt.

Meiner Meinung haben die Frauenhofer nicht weit genug gedacht und nur die drei Zellentypen, die Standard sind, betrachtet. Alles, was es gibt , ist gut. Das halte ich für ein schwaches Urteil.
Pouches für Natriumchloridbatterien sind undenkbar.


Nun da man schnell von einem zum nächsten Urteil wechsel... 20Watt bei der Oberfläche von mehr als sagen wir mal 2qm; nur 20Watt; bei einem Delta t von sagen wir mal besser 150Grad; und einer Isoschischt Dicke von 5; Wie hoch nein besser wie gering muß der Wärmeleitwert denn sein !!!!

Aus technischen Gründen fallen Vakuumdämplatten so wie sie mir bekannt - aus.
Die bisher praktizierten Vakuum Hüllen sind Serviceunfreundlich und können auch undicht werden und auch das beleibt Serviceunfreundlich.

Also nehmen wir doch mal praktisch gut in Serie/Masse verbaubare Aerogel - und dann komme ich unter der Beispiel Annahme vereinfacht gerechnet mit Physik 8Klasse und Dreisatz auf den 5Fachen Wert also 100W Wärmestrom pro Stunde.
Oder 2,5KW in einem Tag Stillstand.
Bei Optimaler Betriebstemperatur werden auch mal schnell fast 200Watt pro Stunde.


20 Watt anzunehmen Noch praxisferner geht es nicht !- Urteile ich mal!

Und bei Hochtemperatur und schweren Unfällen reichen die als Schmor/Zündquelle alle mal (siehe Verbrenner Auspuffanlage)- Erst recht wenn ich noch dazu flüssige Brennbare Kohelenwasserstoffe als Heizmaterial mitführe.


Die Dinger (Servicefreundlich gestaltet) haben so nur einen guten Einsatzzweck, (wie ich schon vor Jahren ausgeführt) in schweren Fahrzeugen die zudem auch nur Minimale Ruhezeiten kennen!

Und ja soweit kann man mit gehen aber nicht als Allheilmittel wieder mal was hochstilisieren - zu jeden Einsatzzweck gibt es Alternativen Zebras sind eine davon - aber wie das generelle Weglassen von Schaltgetrieben in allen Anwendungen sowie das generelle setzten in allen Fahrzeugen und Anwendungen auf Lixx eben so eine Fehlentwicklung ist/sein kann .

von thegray - am 20.12.2017 18:38
Nein, 105 Grad Celsius genügen und bei der Umhüllung kann man auch noch sparen, an Wärmewiderstand. Dazu die weit billigere und umweltschonendere fossile oder regenerative Energie, wenn man längere Zeit nicht fährt, einfach ein stabiles Abgasrührchen durch den Akku, eine sehr sichere Lenesversicherung, wenn gerade mal kein Schukostecker in der Nähe ist. Bei größerer Serie dürfte es möglich sein, so etwas automatisch startend zu entwickeln, damit die Zebras ihren Schrecken verlieren. Doppelte Kapazität, das bedeutet doppeltes Volumen. Aber die Oberfläche steigt deutlich weniger an, vor allem, weil die Umhüllungsdicke gleich bleibt oder sogar noch etwas vergrößert werden kann.
Trotzdem, nichts für beschleunigungstarke Rennautos.
Ich habe eine Vakuumpumpe und Zugriff auf ein WIG-Schweißgerät und würde mir zutrauen, ein Zebra zu öffnen und wieder dicht zu verschließen. mal rechnen: 300 Grad Temperaturdifferenz an 5cm breitem Edelstahlblech von 1mm Dicke. 360 Watt, nein, das geht leider nicht. Sonst könnte man die Hülle auch aufschraubbar und trotzdem vakuumdicht ausführen. Es sei denn, jemand kennt einen verwendbaren Stoff mit geringer Wärmeleitung, der vakuumdicht ist...

von Bernd Schlueter - am 21.12.2017 10:01
Eben Eben - nicht immer gleich euphorisch die Neue Weltformel Propagieren und Posten!

Setzten - Und ein "Nächte drüber Schlafen"....

von thegray - am 21.12.2017 17:13
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