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elweb Batterie
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3
Erster Beitrag:
vor 4 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 4 Monaten
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Bernd Schlueter

Ecomento Minimalladesatz für Europa

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 15.01.2018 16:46



Die Firma Ecomento bietet, zum Sonderpreis , einen Minimalladesatz für Europa an, mit dem man viele der unterschiedlichen Steckverbindungen nutzen kann. Natürlich bei weitem nicht vollzählig , aber sogar der Combo-Stecker (hier nur als "Geist" und ein Schukostecker sind im Satz vorhanden.
Da noch nicht alle Stationen auf Gleichstrom eingerichtet snd, ist auch der AC/DC-Wandler dabei, der teure Tepco-Chademo-Stecker fehlt natürlich, wie auch Vieles, was in Frankreich , Schweiz, Italien und Benelux verbreitet ist.
Die Mitnahme der Bastelbox mit Bananensteckern und Krokodilklemmen ist also weiterhin anempfohlen, wenn wir auch abgelegenere Gebiete Europas besuchen wollen.
Aber, immerhin, ein Lichtblick, dass sich manche Firmen darum bemühen, die Elektromobilität irgendwann flächendeckend zu ermöglichen.
Der abgebildete Minimalsatz ist für deutlich unter 1800 Euro zu haben. (ecomento.de)

Antworten:

Die Stromsteckervielfalt ist erschreckend hoch, hinzu kommen die unterschiedlichen Abrechnungssysteme, die in ihrer Unkompatibilität von den national unterschiedlichen Steckersystemen noch unterstützt werden.
Wenn man sich die Kosten ansieht, die eine öffentliche Ladesäule zu ihrer Errichtung verschlingt, fragt man sich, warum der AC/DC-Lader nicht gleich in den Säulen integriert wird. Damit wäre von vorneherein eine Einigung auf einen einheitlichen, neu gestalteten DC-Stecker erforderlich, einschließlich einer genormten Lichtbogenverhinderung beim Trennen der Steckverbindung. das Verwenden der nationalen AC-Stecker wäre ausgeschlossen.
Ich frage mich, ob die Politik, mit der die Verbreitung der Elektromobilität verhindert wird, noch zeitgemäß ist. Bisher kann ich nur erkennen, dass das Chaos nicht abnimmt.

Eine sinnvolle Einigung ist immerhin auf den weit verbreiteten Typ2-Stecker gelungen und einige Ladestationsverbände versuchen, den probemlosen Zugang untereinander zu ermöglichen.

In der vorigen Woche kontaktierte ich verschiedenen Anbieter im Umkreis etwa 70km um Köln. Dabei stellte ich fest, dass das Ladesystem der ehemaligen niederländischen Logica, das im Düsseldorfer Raum und einige anderen Städten verbreitet ist, nicht mit dem im Kölner Raum verbreiteten Ladesystem zusammenpasst. Letzteres orientiert sich, um Kompatibilität im größeren Rahmen zu ermöglichen, neuerdings in Richtung auf das Aachener "ladenetz.de"-System. Dabei soll das bisherige Ladekartensystem, das ebenfalls auf die Logica zurückgeht, nur noch im industriellen Bereich verwendet werden.
Im privaten Bereich ist ab sofort nur noch die Freischaltung der Ladesäulen per android-basiertem APP der Rheinenergie, BEW, Aggerenergie und vielen Stadtwerken , die ladenetz.de angeschlossen sind, erfolgen. Wegen der Abrechnungsschwierigkeiten weiterhin, wie auch bei den Düsseldorfer Stadtwerken, kostenlos. Die BEW-Freischaltung ist auch für die meisten Säulen im Ruhrgebiet gültig, die meist von Innogy, früher RWE ,betrieben werden. Ladenetz.de-Kunden werden meist ebenfalls (kostenlos) bedient und meist funktionieren auch deren Karten.

Ich bleibe in Kontakt und werde berichten, wenn sich größere Neuigkeiten ergeben sollten. Es ist schon ein ziemliches Durcheinander, das erst noch entflochten werden muss. Obendrein hat man sich noch an Softwaresysteme gebunden, deren Programmierer nicht mehr greifbar sind. So wurde hier schon berichtet, dass man die Ladesäulen im Ruhrgebiet und an vielen anderen Orten mit ganz beliebigen RFID-Karten öffnen konnte. Auf die Abrechnung wurde einfach verzichtet, um das Durcheinander nicht noch größer zu machen.
Dumm ist nur, dass ich kein Android-smartphone habe, deshalb kann ich die Ladesäulen im erweiterten Kölner Raum noch nicht nutzen. Aber das kann man ja ändern.

Mein Anliegen, die oben dargestellte Steckervielfalt zu beseitigen und die Ladesäulen mit einem AC/DC Wandler zu versehen, trage ich zwar regelmäßig vor, scheint aber die Betreiber zu überfordern.
Tepco und Tesla scheinen alleine die Zeichen der Zukunft verstanden zu haben.
Da das Tokioter und das System von Elon Musk aber zunehmend von den anderen Betreibern abgelehnt werden, frage ich mich, ob nach den allgegenwärtigen Mittelalterfesten nun die Steinzeit wieder Urständ feiert...

Immerhin propagiere ich ja noch ein alternatives Projekt, das auf den stehenden Verkehr zugeschnitten ist und einen zusätzlichen "Notfall"-Verbrennergenerator zulässt. Hier aber unerwünscht.

von Bernd Schlueter - am 16.01.2018 04:57
Vorschlag zur Privatinitiative:
Fast alle von uns besitzen ein Ladegerät, dass aus 230 Volt Wechselstrom von 50 bis 250 Volt Ladespannung macht. 50 Ampere vertragen alle unsere Batterien.
Wie wäre es mit einer Initiative, die sich für die zusätzliche Ausrüstung der bestehenden Ladesäulen mit einer solchen Konstantstromquelle, drehstromgespeist, einsetzt.
Wenn wir da alle zusammenlegen und nach geeigneten Ladesäulen Ausschau halten, könnte man mit wenig Geld viel erreichen.
Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit die Steckervielfalt auf einen einzigen Stecker zu reduzieren. Für die Fahrzeuge, die höhere Ladeleistungen vertragen, gibt es bereits entsprechende Ladesäulen, Tesla und Chademo.

Voraussetzung wäre allerdings ein 100%ig sichere Abschaltung des Laders bei Erreichen der Maximalen Ladespannung, aus Einfachheits- und Sicherheitgründen rein Fahrzeugintern.

So ganz nebenbei denke ich da an unsere Cityelfahrer und Postautos.
Eine zusätzlich Abschaltung in der Säule durch ein Trennrelais wäre natürlich kein Fehler. Dafür wäre ein Hilfspol am Stecker sinnvoll.

Voreilig sollten wir dabei nicht sein, sonst greift wieder die europäische Steckerpest um sich.
Für den Notfall besitzen viele Fahrzeuge die Möglichkeit, mit Haushaltsstrom zu tanken.

Hinweisen möchte ich noch einmal auf den Vorteil, dass man dann mit einer hochempfindlichen Fehlerstromüberwachung arbeiten kann.
Die 50 Ampere sorgen auch dafür, dass der Ladevorgang schnell abgeschlossen wird. Steckerziehen bei Ladende ist sogar erwünscht.

Den Typ2 Stecker halte ich für ungeignet. Der ist ein Drehstromstecker und führt zu Verwechslungen.
Die Abrechnungsmodalitäten bleiben die gleichen.

von Bernd Schlueter - am 18.01.2018 13:43
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