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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Technik
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ralf Wagner, Michael Kömm, Rüdiger Hussy, Herbert Hämmerle, Jens Schacherl

KAZ

Startbeitrag von Ralf Wagner am 14.03.2001 20:38

Habt Ihr Euch dieses Elektrofahrzeug angesehen, es stand auf dem Genfer Automobilsalon. Unter dem Link bei evworld kann man sich auch ein 3MB PDF mit weiteren Daten laden.

Es ist zwar nur eine Studie, aber einige Komponenten sind sehr interessant, z.B. der Radnabenmotor mit je 55 kW. Nachdem sich Elektromotoren mit 5kW/kg bauen lassen könnte das schon was werden. Wie einfach könnte Elektrofahrzeugtechnik sein. Es gibt sogar Überlegungen die Leistungselektronik in Radnabenmotoren zu integrieren. Zum Rad geht nur noch ein Leistungskabel und ein Lichtwellenleiter zur Ansteuerung..

Die Reichweite wird immer als Negativkriterium bei Elektrofahrzeugen herausgestellt. Ich glaube manchmal daß die Leute viel eher Angst haben, auf Grund mangelnder Fahrleistungen keinen Spaß zu haben. Der Weg sehr Leistungsfähige Elektrofahrzeuge zu bauen ist sicher richtig, es müssen allerdings keine 3 Tonnen Ungetüme wie Kaz sein.

Es kann ein kleineres Fahrezeug sein, wenn es genug Dampf hat, kriegen die Leute auch Respekt vor diesen Fahrzeugen, unabhängig ob die Reichweite des Fahrzeuges jetzt 100 oder 1000 km ist. Es kann ja eigentlich nicht so schwer sein.. was meint Ihr?

Antworten:

Hallo,

stimmt, der KAZ ist wohl eher als Design-Studie zu sehen, ich glaube nicht, das an einem solchen "Schlachtschiff" viel Bedarf vorhanden ist.
Obwohl, wenn ich mir vorstelle wieviel Spaß man damit bei TÜV und Zulassungsstelle haben würde...:D

Am interessantesten sind die auf der EVWorld-Seite beschriebenen Li-Ion-Zellen: 3.75V bei 88Ah und 3.75kg Gewicht:eek:!
Leider sind keine Maße angegeben, aber da sie im KAZ in den 15cm hohen Unterboden passen, dürften sie nicht besonders groß sein.

Nach meiner überschlägigen Rechnung könnte man damit bei gleicher Spannung und etwa gleichem Gewicht die Reichweite eines city-el oder eines Sparrow verdreifachen:cool:, bei einem TWIKE (gerechnet mit einer hypothetischen Zelle mit halber Kapazität und halbem Gewicht) sogar verachtfachen:xcool:!!

WANN gibts solche Zellen ENDLICH zu EINIGERMASSEN bezahlbaren Preisen zu kaufen???
:hot::hot:

Gruß Jens

von Jens Schacherl - am 14.03.2001 23:33
Bei meinen ersten 700km mit dem City-EL habe ich folgende Eindrücke gewonnen:

Reichweite ist beim Alltagseinsatz kein Problem - mehr als 20 km pro Tag fahre ich üblicherweise nicht. Mit einer guten Lade-Infrastruktur (z.B. im Einkaufszentrum) ist dieses Problem nocheinmal entschärft.

Power geht mir natürlich schon ab - man spürt die feindselige Stimmung und wird als Hindernis eingestuft.

Ein Citroen Saxo mit Fortu-Batterien würde meiner Frau vollauf genügen.
Und ich bräuchte meinen Golf TDI nur noch dann, wenn ich beruflich in unsere Filialen in den österr. Landeshauptstädten müßte, um dort Computer aufzustellen (Fahrten ohne Material erledige ich ohnehin per Bahn).

Dadurch, daß ich den Golf nur noch für Fahrten über 15 km und für mehr als eine Person brauche, ist der Diesel-Durchschnittsverbrauch um 10-15% gesunken.

von Herbert Hämmerle - am 15.03.2001 06:18
Ich habe das Gefühl, das die Elektrofahrzeuge, und Ihre Entwicklung manchmal absichtlich und manchmal rein Gefühlsmäsig behindert werden.
Eine Infrastruktur mit Steckdosen an Parkplätzen ist ja wohl díe billigste Infrastruktur, die man sich vorstellen kann. Dennoch gibt es noch viel zu wenige davon.
Ein weiterer Punkt, der dazukommt ist die Angeber-Mentalität die hierzulande herrscht..... schau mal was ich für ein tolles grosses schnelles .... habe.
Der Sohnemann der gerade 18 ist, läuft wahrscheinlich lieber in die Disco, bevor er mit dem City El hinfährt ......

Aber das mann stolz darauf ist, selber die Luft nicht mehr zu verpesten, und nicht mehr indirekt an der letzten großen Ölpest beteiligt zu sein.... darauf kommen anscheinend nur sehr wenige Leute.

Also ich bin stolz darauf City El zu fahren und nehme inzwischen die kleinen unanehmilkeiten gerne in kauf.

Leute hier muss ein Umdenken sttatfinden , es liegt nicht nur an der langsamen technologischen Entwiklung.

Wenn ich bedenke was der Computer für Fortschritte gemacht hatt.... im Gegensatz zum Elektroauto... ist doch bescähmend oder

Gruß

Rüdiger Hussy

von Rüdiger Hussy - am 22.03.2001 10:47
Elektrofahrzeuge müssen im niedrigen Geschwindigkeitsbereich gleichwertige Fahrleistungen gegenüber Verbrennerfahrzeugen bekommen, damit sie anerkannt werden. Darin sehe ich eigentlich kein Problem! Ich habe heute Vergleichskurven zwischen dem DC Necar 4 (Brennstoffzellenfahrzeug) und dem A 190 CDI gesehen, bis 50 km/h schenken sich die zwei Fahrzeuge nichts.

Gruß Ralf

von Ralf Wagner - am 22.03.2001 19:28
Hallo Rüdiger,

selbst ich zähle mich mit meinen 22 Jahren zu einem der
jüngsten El-Nutzer. Ich denke nicht unbedingt, dass es ein großes Prestige-Problem ist. Klar wird man angeschaut (Ampel,...), aber man macht ja nix schlimmes. Also ich fahr überall mit meinem El hin (soweit möglich) und auch meine kleinen Schwestern (16 und 19) haben sich jetzt langsam ans El gewöhnt. Ist auch nicht so schlimm, wenn sie es nicht nutzen, dann kann ich öfter losstromen.
Sicher wäre es schön, wenn die Beschleunigung auf 50 km/h flotter wäre, gerade als erster an der Ampel stört man sicher einige. Aber was solls?
Übrigens, ich freu mich auch schon auf die 42V Kfz-Technik, da fällt bestimmt einiges ab...

MfG
MK

von Michael Kömm - am 26.03.2001 08:40
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