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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Technik
Beiträge im Thema:
10
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
bodo, Ralf Wagner, Michael Rieken, Bernd Geistert, Ralf Bartzke, Jens Schacherl, Vera Kürten

Simson Roller auf E-Betrieb umbauen

Startbeitrag von bodo am 18.03.2001 17:51

Hallo! Ich habe einmal gelesen, dass jemand einen Simson Schwalbe Roller auf Elektro umgebaut hat. Ich habe auch noch ne Top restaurierte Schwalbe da, und wollte fragen mit was für einem Antrieb man dies machen könnte und ob es sich lohnt. Schliesslich ist sie recht leicht und hat viel Platz ohne Motor.
MFG,
bodo :-)

Antworten:

Hallo Bodo,
ist das dieses DDR Dreirad?.. dann habe ich ein Bild von einem Umbau, gesehne auf der Tour de Ruhr.
Gruß Ralf

von Ralf Wagner - am 18.03.2001 20:46
Hallo Ralf,
Nein, es ist ein zweirädriger Roller, aber auch aus der DDR. Ich habe auf irgendeiner Homepage mal von solch einem Umbau gelesen. Ich weiss nur nicht mehr wo.
Gruss,
Bodo

von bodo - am 21.03.2001 22:37
Hallo Bodo,

vielleicht können Dir die Simson-Freaks bei [www.schwalbennest.de] weiterhelfen!

Gruß Jens

von Jens Schacherl - am 21.03.2001 23:18

Erfahrungen Umbau zum Elektro-Fahrrad

Also, hab Erfahrungen gesammelt mit Umbau Fahrrad auf Elektroantrieb.

Es dürfte unmöglich sein, für die Simson einen mechanisch passenden Gleichstrom-Motor von geeigneter Spannungslage, Drehmoment und Drehzahl aufzutreiben. Bliebe nur der Weg, entsprechende Adapter und Zahnräder zu bauen.

Ich hab das über einen Ersatzmotor von einem echten Elektrofahrrad gelöst, den mir ein freundlicher
Fahrradhändler für 350,- DM besorgt hat. Der drückt über ein Metall-Zahnrad direkt auf den Hinterrad-Reifen und ist zudem drehbar an einer Metallplatte befestigt. Nur dadurch war es möglich, den Motor am Fahrrad anzubringen. Das Zahnrad durchrutscht bei Nässe durch und verschleißt schnell - die Zahnflanken aus Aluminium werden abgerundet. Der Reifen zeigt dagegen keinerlei Verschleiß.

2. Ein Problem ist das Stellglied zum Stromgeben. Habe einen Drehgriff von echtem Elektrofahrrad verwendet,
der auf den vorhandenen Lenker passte. Dreh-Potentiometer war schon eingebaut. Löcher in den Lenker gebohrt und 3 dünne Leitungen durchgezogen. Ohne dem geht es einfach nicht. Mit irgendwelchen
Schaltern anfahren ist keine praxistaugliche Lösung.

3. Die Elektronik zur Motorsteuerung ist erstaunlich leicht zu lösen. Es gibt (gab ?) bei Conrad für Elektro-Modellflugzeuge Stromregler für ca. 6-40 Volt, bis zu 40 A, kaum größer als eine Briefmarke. Zusammen mit einem kleinen Kasten, der den Empfänger simuliert, sind die durchaus verwendbar. Ein Problem ist die integrierte elektronische Kurzschlußbremse. Sie bewirkt bei elektrischen Bremsbetrieb (bergab), daß der Regler nach 2 Minuten abraucht. Einzige Lösung währe lt. Conrad ein mechanischer Freilauf für den Motor.

Batterien: Nicht kleckern sondern klotzen. Sind bei mir 2*12 Volt 24Ah Sonnenschein-Bleiakkus, die zusammen
20 kg wiegen. Je größer die Batterien, desto geringer ist die relative Belastung (Anfahren ca. 25 A, Fahren ca. 8 A). Beim Anfahren (ca. 20 Sek) werden also 0.6 kW aus den Batterien gezogen.
Das Batteriegewicht relativiert sich, wenn man bedenkt, was die auf dem Fahrrad sitzende Person wiegt. Die
Reichweite liegt in auf hügeliger Strecke bei 50 km. Auf- und Abladen des Batteriekastens ist allerdings ein
gewichtiges Problem. Bleiakkus dürfen nicht länger als 24 Stunden entladen stehen. Das Netzgerät zum Aufladen
(30 Volt, 6 A) hab ich bei einer Firmenauflösung aus dem Müll geholt, den Batteriekasten selbstgebaut (schweres und dadurch stabiles Holz, wiegt ca. 5 kg). Den extra starken Gepäckträger bis 30 kg und einen Motorrad-ähnlichen Fahrradständer habe ich gekauft.

Der Motor ist für 28 Volt vorgesehen, bekommt also zu wenig Spannung. Deswegen reicht's nur für 23
km/Stunde auf ebener Stecke. Max. 20 km/Stunde ist zulässig für ein Elektrofahrrad. Ein normaler Fahrradfahrer kann ohne weiteres schneller fahren, wenn er will.

Bergauf sinkt die Geschwindigkeit auf 12...15 km/Stunde ab.

Fazit: Hab's gebaut, um nachzuweisen, daß es geht. Materialkosten ca. 900,- DM. Benutze das Fahrrad heute kaum noch elektrisch, da ich keine Garage habe und Transport, Aufbau und Anschluß des Batteriekastens zu aufwendig ist.
Um die Geschwindigkeit und Beschleunigung zu erhöhen, währe 3*12 Volt (ein wenig leichter) sinnvoll. 3 Batterien lassen sich allerdings nicht mehr symmetrisch am Gepäckträger befestigen, deswegen ist es bei 24 Volt geblieben

Ralf Bartzke, Jena
Ralf.Bartzke@t-online.de

von Ralf Bartzke - am 02.05.2001 23:34

Elektro-Trial

Hallo,

bei www.forster-autoverleih.de, Rubrik Solarmobile, findet man Infos und Fotos zu einem Elektro-Trial-Motorrad, angetrieben mit einem Motor von ÖCO-SACHS .

Gruß, Vera

von Vera Kürten - am 10.05.2001 06:26

Re: Erfahrungen Umbau zum Elektro-Fahrrad (estelle)

Hallo liebe Elektrofahrzeugfreunde!

Gelegentlich möchte ich bei gutem Wetter den Weg zur Arbeit (18 km Distanz) mit dem Fahrrad zurücklegen. Allerdings möchte ich weder schleichen noch total verschwitzt ankommen. Aus diesem Grund habe ich mein handelsübliches Fahrrad mit einem "estelle"-Nachrüstsatz versehen (damals hieß der Hersteller noch "Heinzmann"). Nach langer Recherche habe ich mich für Heinzmann (www.estelle.de) entschieden, weil es dort die stärksten Radnabenmotoren gab und zwar für fast jeden Bedarfsfall (kleine oder große Felge, kleine oder große Leistung, Pedal- oder Drehgriffsteuerung). Dabei ist das ganze extrem unauffällig; der Motor ist kaum größer als eine Trommelbremse.
Seit dieser Zeit bin ich auf dem Elektrofahrzeug-Tripp . Wenn mehr Informationen gewünscht sind, bitte melden.

MfG Michael

von Michael Rieken - am 12.05.2001 11:53

Re: Erfahrungen Umbau zum Elektro-Fahrrad (estelle)

Hallo Michael,
ja über dieses Thema wüßte ich gerne mehr. Ich habe auch schon die schönen Motoren bei www.estelle.de angeschaut. Mit unserem Kinderanhänger am Fahrrad hätte ich schon Lust ein bißchen zu "bescheißen" sprich einen Motor einzubauen... Bis 20 km/h ist das zulassungsfrei?
Was mich interessiert.. hast Du selber umgebaut und wenn ja wie einfach ging das oder hast Du ein ganzes Fahrrad gekauft?

Sonnige Grüße Ralf

von Ralf Wagner - am 12.05.2001 21:29

Re: Erfahrungen Umbau zum Elektro-Fahrrad (estelle)

Über die Zulassungsbedindungen steht alles auf der Nachrüstsatzseite unter Punkt 3 (http://www.estelle.de/d/html/060.html)
"Nachgerüstete Räder mit Sensor:
Fahrerlaubnis ist nicht erforderlich
TÜV-zulassungs- und versicherungsfrei"
Mit Drehgriffsteuereung siehts leider anders aus. Das liegt wohl daran, dass nur der Sensor sicherstellt, dass über 24 km/h keine Motorunterstützung mehr kommt.
Das kniffeligste bein Einbau ist sicher das Einspeichen des Motors in ein Rad. Da aber auch fertig eingespeichte Motoren geliefert werden, wird der Einbau wirklich sehr einfach. Ich habe mir seinerzeit die 28"-Felge mit eingespeichtem Motor (via Internet) bestellt. Für das NC-Akkupack gibt es einen Gepäckträgeraufsatz, auf den ich aber wegen ungünstiger Gewichtsverteilung verzichtet habe. Stattgessen habe ich das Akkupack in der Mitte des Fahrrades unter den oberen Rahmen gehängt (die Verkabelung sieht recht wüst aus ;-).

MfG Michael

von Michael Rieken - am 13.05.2001 10:29

Re: Erfahrungen Umbau zum Elektro-Fahrrad (estelle)

Die Idee beim versicherungsfreien Pedelec (also
E-Bike mit Kraftsensor) ist, dass der Motor immer die
menschliche Pedalkraft verdoppelt. Ohne zu treten
wird ein Pedelec also nicht fahren.

von Bernd Geistert - am 13.05.2001 16:17
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