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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Technik
Beiträge im Thema:
12
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Michael Rieken, Ingo Boesch, Werner Weiß, Ralf Wagner

Electric OSCar

Startbeitrag von Michael Rieken am 04.06.2001 18:59

Halle liebe Elektrofahrzeugfreunde,

ihr seit hiermit alle herzlich aufgefordert, euch an der Diskussion, am Design, an der Konstruktion eines elektrischen Antriebs für ein open source car zu beteiligen (OSCar). Es werden noch jede Menge Experten gesucht.
Achtung: Die Diskussion ist im Gegensatz zu den anderen OSCar-Foren nur mit Hilfe eines News-Clients zu erreichen (z.B. mit Outlook Express oder Netscape).
Bei den meisten müsste folgender Link genügen:
news://news.theoscarproject.de/OSCar.technic.propulsion.electric

MfG Michael

Antworten:

Hallo Michael

Wir wollen im Rahmen unserer Diplomarbeit einen Beitrag zum Elektroantrieb von OSCar leisten. Die Adresse unserer (noch lange nicht fertigen) Homepage lautet: [de.geocities.com]

mfg, Ingo

von Ingo Boesch - am 05.06.2001 16:15
Toll, toll und nochmal toll!

Was sagt den der Prof. zu open source? Manche Institute lassen sich exklusive Rechte an Diplom- oder Studienarbeiten einräumen und das bedeutet dann "closed source". :p
Steht der im Konzeptvorschlag aufgeführte Motor (AMC RA215L) eigentlich schon fest? Das Ding dreht für einen Direktantrieb "etwas" schnell (15.000 UpM), d.h. Getriebe erforderlich aber es gibt auch Motoren mit niedrigeren Maximaldrehzahlen. Ich glaube allerdings, dass der passende OSCar-Motor auch erst noch konstruiert werden muss. Aber das ist dann eine andere Diplomarbeit ;-).
Wenn ich euren Konzeptvorschlag richtig gelesen habe, soll es in der Diplomarbeit hauptsächlich um die Motorsteuerung gehen (was auch reichlich Stoff für 3 Monate ist). Es wäre phantastisch, wenn dabei auch Rekuperation mittels Superkondensatoren berücksichtigt wird. (Da soll das Labor mal etwas springen lassen).
Übrigens hat ein Aachener Institut bereits viel mit Reluktanzmotoren als Fahrzeugantrieb experimentiert und dabei Probleme mit Fahrzeugruckeln festgestellt.
Interessante Links:
[www.isea.rwth-aachen.de] -->Forschung
[www.iem.rwth-aachen.de]
[www.vtt.fi] (sensorlose Motorsteuerung)
[www1.e-technik.tu-ilmenau.de] (Grundlagen zu Steuerung)

MfG Michael

von Michael Rieken - am 06.06.2001 18:31
Hallo Michael

Zu Frage 1 (open source):
Wenn ich mich richtig erinnere hat man sich hier an der Fachhochschule in Buchs (Schweiz) darauf geeinigt, dass die Studenten alle Rechte an Ihrer Diplomarbeit haben (ausser es ist ein Projekt mit Industriepartner). Ich werde aber zur Sicherheit noch einmal nachfragen.
Ausserdem muessen wir uns noch ueberlegen unter welcher Lizenz wir die Hardware veroeffentlichen. Fuer die Software bietet sich die GPL (die fuer viele Linux-Programme angewendet wurde) an.

Zu Frage 2 (Motor):
Wir wuerden gerne einen Reluktanz-Transversalflussmotor verwenden, wir haben allerdings keinen Hersteller gefunden. Ich nehme aber an, dass eine Steuerung die fuer einen "normalen" Reluktanzmotor entwickelt wurde mit geringen Aenderungen auch mit einem RTM verwendet werden kann. Die Motoren der Firma AMC bieten sich an, weil sie unter anderem fuer den Einsatz in Elektrofahrzeugen entwickelt wurden. Im Vergleich zum RTM haben sie natuerlich den Nachteil, dass wir ein Getriebe brauchen. Leider werden diese Motoren bisher nur auf Anfrage als Muster gefertigt und sind deshalb sehr teuer. Zum Beispiel der AMC RA165L (3.4kW) kostet 2100,- Euro. Wir haben fuer die Diplomarbeit aber nur umgerechnet 1700,- Euro zur Verfuegung. Deshalb werden wir uns mit einem Versuchsaufbau mit geringer Leistung zufrieden geben muessen. Wir hoffen, dass unsere Arbeit dann als Basis fuer eine leistungsstaerkere Version dienen kann.

Zu Frage 3 (Superkondensatoren):
Ich bin bis jetzt davon ausgegangen, dass wir bei der Rekuperation die Batterien als Energiespeicher verwenden koennen. Ich nehme an, dass hochwertige Akkus die hohen Ladestroeme aufnehmen koennen. Vielleicht kannst du mir kurz erklaeren welchen Vorteil die Superkondensatoren haetten?

mfg, Ingo

P.S.: Danke fuer die Links.

von Ingo Boesch - am 06.06.2001 20:33

Re: Electric OSCar (Ultracaps)

Hallo Ingo,
die hohen Ströme (> 2000 A) werden Akkus möglicherweise nicht zerstören aber auch nicht laden, weil die Ladezeit viel zu kurz ist. Wie lange dauert ein typischer Bremsvorgang? Ich vermute, dass dabei so gut wie keine Ladewirkung zustande kommt, weil für die elektrochemischen Vorgänge einfach mehr Zeit benötigt wird.
Sehr schön dargestellt wird dieser Sachverhalt in:
[cern.web.cern.ch]
Vergleich in Bild 9 anhand eines Abfüllversuchs mit Wassergefässen:
[cern.web.cern.ch]
Siehe auch (weitere Quelle meines Halbwissens):
[www.elektroniknet.de]

Idealerweise müsste ein Kombination aus Akku und Superkapazität als Energie- und "Leistungs"-Speicher eingesetzt werden. Ich habe leider keine Ahnung wie einfach oder schwierig das umzusetzen ist.

Was den Motor und die Kosten betrifft, wendet euch doch mal vertrauensvoll an Markus (OSCar). Er hat mir erzählt, er bekommt mittlerweile alles mögliche gesponsort. Ich habe ihn übrigens gestern auf deine Diplomarbeit angesprochen und er war schwer begeistert!

MfG Michael

von Michael Rieken - am 07.06.2001 09:13

Re: Electric OSCar (Ultracaps)

hallo michael!
die Hp - seiten sind super!!!
vielen dank für die veröffentlichung... das war eine wohltat obwohl ich auch schon diese idee hatte, aber an den kondis gescheitert bin
euer el- flitzer weiss :D

von Werner Weiß - am 07.06.2001 12:14

Re: Electric OSCar (Ultracaps)

Hallo Michael

Ich nehme an, dass es schwierig ist mit Superkondensatoren zu arbeiten, weil sehr viele in Serie geschaltet werden muessten. Deshalb muss man darauf achten, dass sich die Spannung gleichmaessig auf alle Kondensatoren aufteilt.
Vermutlich koennte die Reichweite etwas verbessert werden, weil der Wirkungsgrad beim Laden und Entladen besser als bei Batterien ist. Allerdings werden wir uns wahrscheinlich nicht die Zeit nehmen, uns damit zu beschaeftigen weil der Vorteil nicht besonders gross waehre. Ich kann mir aber vorstellen, dass bei einer zukuenftigen Version Superkondensatoren verwendet werden.

mfg, Ingo

von Ingo Boesch - am 07.06.2001 17:22

Re: Electric OSCar (Ultracaps)

Hallo Ingo,

vermutlich ist der typische Fahrtverlauf in der bergigen Schweiz etwas anders als hier auf dem flachen Land und deshalb kommst Du möglicherweise zu einer anderen Einschätzung der Reichweitensteigerung. Ich glaube, dass im Stadtverkehr die Reichweite mit Superkondensatoren ganz erheblich gesteigert werden kann. Ohne Superkondensatoren würde sehr viel Bewegungsenergie im "Stop and Go"-Betrieb einfach nur nutzlos in Wärme umgewandelt. Nimm es mir bitte nicht übel, dass ich hier widerspreche.
Du hast auf jeden Fall Recht was die Begrenzung der Ladespannung betrifft. Da wären sicher ganze Kondensatorbänke nötig und die Sache wird dadurch natürlich auch komplizierter und teurer. Was Kosten und Material betrifft habe ich keine Skrupel den "Sponsorzauberer" Markus weiter auf die Füße zu treten ;-).
Ich wollte dir aber auf gar keinen Fall in deine Diplomarbeit hineinreden, im Gegenteil bin ich schon sehr gespannt darauf und würde mich freuen, etwas davon zu sehen oder zu lesen. Sag' doch bitte Bescheid, wenn die Sache angemeldet ist (Oktober?).

MfG Michael

von Michael Rieken - am 07.06.2001 19:14

Re: Electric OSCar wieso nicht?

hallo ihr zwei! :D
bei den kondesatoren werden die batterien nur geschont beim anfahren ... da die stromaufnahme des motors enorm groß ist!... bei einer bergfahrt könnte ich mir nur eine unterstüzendeleistungsabgabe vorstellen- aber nur bei genügender anzahl von kondensatoren
euer el- flitzer weiss :D

von Werner Weiß - am 07.06.2001 19:55

Re: Electric OSCar (Ultracaps)

In den Verbrennerfahrzeugen wird die 42V Technik kommen, auch dort denkt man über die Goldcaps etc nach um Energie kurzfristig zwischen zu speichern.. Thema Stop- und Go.
Sonnige Grüße
Ralf Wagner

von Ralf Wagner - am 07.06.2001 19:55

Re: Electric OSCar (Ultracaps)

Hallo

Ich denke wir sind uns einig, dass Superkondensatoren die Reichweite verbessern. Ich will jetzt nicht darueber streiten ob es viel oder wenig bringt. Mit den richtigen Daten koennte man das natuerlich berechnen. Dann muesste man zum Vergleich ausrechnen wie es aussieht wenn man beim Bremsen die Batterie als Energiespeicher verwendet. Leider habe ich weder die Zeit noch die Daten fuer diese Berechnungen.
Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass der Schaltungsaufwand gross waehre. Um die maximal im Superkondensator speicherbare Energie auszunutzen muesste man beim Bremsen die Kondensatoren von 0 auf die max. Spannung aufladen und beim Beschleunigen wieder auf 0 entladen. Das heisst man braucht einen bidirektionalen Spannungswandler mit grossem Spannungsbereich, grosser Leistung, ...
Ich hoffe ihr versteht, dass wir nicht genug Zeit haben zusaetzlich diesen Spannungswandler zu entwickeln. Es wuerde mich natuerlich freuen, wenn sich sonst jemand genauer mit diesem Thema beschaeftigt.

mfg, Ingo

von Ingo Boesch - am 08.06.2001 11:27

Re: Electric OSCar (Ultracaps)

Hallo Ingo,

>Es wuerde mich natuerlich freuen, wenn sich sonst jemand genauer mit diesem Thema beschaeftigt.

Werner A. hat im OSCar-Antriebsforum erzählt, er habe bereits eine Steuerung inklusive Superkondensatoren für Reluktanzmotoren entworfen!!! Ich weiß leider nicht, ob er jemals damit herausrücken wird (open source). Aber er hat sicherlich einige gute Tipps oder Ratschläge oder Warnungen vor Sackgassen auf Lager.
Unbedingt Subject/thread "Antrieb" lesen: Forum "OSCar.technic.propulsion" bzw. direkt via news: news://news.theoscarproject.de/OSCar.technic.propulsion . Forumzugang via http ist zur Zeit wieder gestört, Zugang via news client funktioniert aber.

MfG Michael

von Michael Rieken - am 08.06.2001 13:22
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