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elweb Technik
Beiträge im Thema:
17
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Solar - Service - Schiller, Bernd Geistert, Michael Rieken, Vera Kürten, Rüdiger, Thorsten, Harald Meyer, Bernd Degwer, Werner Weiß, Michael Kömm

Der Kaiser wirbt...

Startbeitrag von Michael Kömm am 19.07.2001 08:40

Habt ihr das gesehen?

Ich hab meinen Augen kaum getraut:rolleyes:, unser Kaiser Franz wirbt, zumindest indirekt für Elektrofahrzeuge.
In der Fernsehwerbung für den "gelben Stromanbieter" fährt er mit einem Golfwägelchen durch die Gegend und sröpselt dann mit den Worten "Man muß sparen, wo's geht" in der Garage an!

Meine Forderung:
Gebt dem Kaiser doch mal ein vernünftiges Fahrzeug (El!), wer fährt schon mit dem Golfwägelchen in die Stadt:joke:?!?

So long

Michael

Antworten:

Hab ich auch gesehen
ich fands gut, nur schaut das eher aus wie ein Witz....
Da muss ich dir recht geben , mit einem richtigen Fahrzeug währe die Wewrbung noch besser ( auch für yellow strom ) und glaubwürdiger.

MFG

Rüdiger

von Rüdiger - am 19.07.2001 10:36
Hallo Michael. Ich habe die Werbung auch gesehen.War so nicht ganz soo schlecht.Vieleicht sollten sich alle EL und Kewet Fahrer mal an Yellow zwecks richtig guter Werbung wenden ;( Je mehr bei Yellow anfragen desto besser ist das doch für uns um "wahrgenommen"zu werden. Vieleicht kennen die bei Yellow auch keine EL und Kewet:D.sonige Grüße Oliver

von Solar - Service - Schiller - am 19.07.2001 17:42
hallo S-S-S!(kurzfaßung)
ist sicher eine überlegung wert, deine antwort. wieso macht yellow ansonsten mit einem spielzeug werbung?
euer el- flitzer weiss :D

von Werner Weiß - am 19.07.2001 18:30
Tja, wir haben schon mal im letzten Jahr auf einer Messe mit den Yellow-Leuten gesprochen. Allerdings sind wir nicht an die für Werbung zuständigen Leute herangekommen :-( . Große Firmen haben Werbeagenturen, die das Ganze komplett organisieren - und um von denen ernstgenommen zu werden muss man schon Referenzen haben. Als "kleiner" E-Mobil-Händler hat man keine Chance. Das wäre Aufgabe der Hersteller, sich darum zu kümmern...

Gruß, Vera

von Vera Kürten - am 20.07.2001 07:59
Hallo Werner. Ich denke nicht in erster Linie an große Werbung .Wie wäre es den mit einen Text :1,50 DEM pro 100 KM Stromkosten Powerd by Yellow.
Das ganze hinten in die Scheibe geklebt .Ein paa KW sollte das doch Yellow Wert sein.;-) Grüße von Oliver

von Solar - Service - Schiller - am 20.07.2001 19:17
Hallo Vera. Raus aus der kleinen Ecke! ;)EL s sind Zukunft. Wie ich Werner schon geschrieben habe .Ein Text in der Heckscheibe als Anfang ist doch nicht schlecht. Einen Werbefilm das wird schwer ,das ist klar .Aber je mehr Leute anfragen, desto eher merken die bei Yello doch das da ein Markt ist.:)Selbst mein Chef hat das gemerkt. MeinKewet bekommt bald Werbung aufgeklebt.:mad Das reicht für einen neuen Akkusatz.Bei einen Jahr Werbung fahren.Vieleicht mal ein Bild ins Netz? Viele Grüße Oliver

von Solar - Service - Schiller - am 20.07.2001 19:25
Hoffentlich gibt es nie Werbe-Kooperationen von
E-Mobilern mit irgendwelchen Egalstrom-Erzeugern.

Mit echten Naturstrom-Händlern, das wär was anderes.

Gruß
Bernd

von Bernd Geistert - am 23.07.2001 07:42
Hallo Bernd. Du hast ja recht mit dem Egalstrom Erzeuger. Aber es ging im Grunde doch eigentlich um die Werbeidee.Egal welcher Erzeuger das jezt nachmacht es ist einfach Nachgemacht. Es geht ja auch um Sponsering auf den eigenen EL.:o Wichtig ist doch das sich jeder selber damit Identifizieren muß. ;-)
Bis bald Oliver

von Solar - Service - Schiller - am 27.07.2001 18:23

Ausgerechnet Yellow...

Hallo Ihr,
Werbung auf dem EL ist prima, aber muß es unbedingt yellow sein. Die stehen ja nicht gerade für Ökostrom oder Energiesparen.
Da fahr ich lieber ohne Kleber am Auto und suche in Ruhe meinen Werbepartner der zu mir Passt. WKA-Hersteller, Solaranlagenhersteller, Solaranlageninstallateur, Ökostromanbieter .......
O.K. jeder hat seinen Preis, wenn die Yellow Leute mir ein neues EL schenken darf auch Ihr Kleber drauf sein, aber sonst!
Ich habe mal von einem Fall gehört, wo die Versicherungsagentur der Fahrzeugversicherung die Versicherungkosten für zwei kleine Aufkleber übernommen hat.
Viel Glück bei der Suche nach Werbepartner wünscht....

Bernd Degwer
www.degwer.de

von Bernd Degwer - am 27.07.2001 20:52

Ökobranche...

Naturstrom, Ökobanken... gut und schön. Unsere Erfahrungen z.B. mit Ökobanken sehen so aus:
Anfrage ÖkoBank 1 nach Finanzierung für E-Mobile - Antwort: "Elektrofahrzeuge, die sind nicht umweltfreundlich!"
Anfrage ÖkoBank 2 - Antwort: "Unter 30.000 DM Darlehenssumme fangen wir gar nicht erst an!"
Nach 5 Jahren, in denen wir mit den Fahrzeugen auf allen möglichen Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen (vom Dorf-Ökofest bis ÖkoWelt-Ausstellung in Nürnberg) vertreten waren, sind wir davon abgerückt die Fahrzeuge in der Öko-Ecke zu präsentieren. Es bringt nichts!
Echte Ökofreaks hätten am liebsten ein Fahrzeug, das eine Karosserie aus Maisstärke besitzt und mit reinem Wasser betrieben wird (überspitzt ausgedrückt ;-)), und die breite Masse der Bevölkerung investiert nicht in Umweltschutz. Nur wenn es auch wesentliche finanzielle Vorteile bringt (siehe Einspeisevergütung), wird ein Produkt interessant.
Und bei E-Mobilen muss der finanzielle Vorteil noch ungleich größer sein, um das Image "klein=unsicher und lächerlich" und die Einbuße an Komfort und Bequemlichkeit zu überspielen. Dazu kommt, dass bisher noch zu wenig Fahrzeuge unterwegs sind - es sind nur wenige Leute bereit, aufzufallen wie ein bunter Hund.
Wenn ein Sponsoring von YellowStrom oder einem beliebigen anderen Stromanbieter hilft, mehr Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, soll mir das recht sein. Falls sich ein Ökostrom-Anbieter dafür findet - umso besser. Das halte ich nach den bisherigen Erfahrungen allerdings für ehr unwarscheinlich.
Es würde für den Umweltschutz schon viel bringen, wenn die vielen Zweitwagen durch leichte E-Mobile ersetzt werden, egal ob Solarstrom oder Atomstrom getankt wird. Und wer erst mal ein Elektrofahrzeug fährt, macht sich automatisch Gedanken über das Thema Energie...
Um weiter zu kommen müssen wir Kompromisse eingehen.

Gruß, Vera

von Vera Kürten - am 03.08.2001 10:23

Re: Ökobranche...

Hallo Vera und alle anderen!
Ich kann Deiner Sicht der Dinge leider nur voll und ganz zustimmen :-(. Ich mache nebenbei Solarberatung, da ist es genau das selbe. Wenn sich die Sache nicht "rentiert", kauft auch keiner.
Trotzdem, nicht verdriesen lassen und weitermachen.
Mit sonnigen Grüßen
Euer EL-Neuling
Harald Meyer

von Harald Meyer - am 03.08.2001 11:09

Re: Ökobranche...

Dass man am z.Z. besten mit der Ökonomie werben sollte,
finde ich auch (z.B. dass ein Pedelec 15 Pf/100 km Stromkosten hat).

In den vergangenen Jahren wurde halt viel Lobby
gegen Elektrofahrzeuge gemacht, jetzt bei dem doch
viel niedrigerem elektrischen Wirkungsgrad der
Brennstoffzelle scheint alles wieder hipp zu sein.
Klar, hier wird man (nur) an Tankstellen in Sekunden
nachtanken können, während die mind. Viertelstunde
bei Akkuantrieb wohl "zuviele" Leute dazu
gebracht hätte, bei längeren Strecken den Zug
zu benutzen (und die Karre entsprechend später
durch Neukauf ersetzen zu müssen).

Es wird auch immer wieder gerne behauptet, dass
"direkte Umwandlung von Benzin in
Fortbewegungsenergie einen höheren Wirkungsgrad
hat." Meine Argumentation dagegen:
Wenn man unbedingt Benzin oder Öl verbrennen will,
kann man das ja auch im eigenen Blockheizkraftwerk machen. Aus einem Liter bekommt man etwa 4 kWh Strom (50 km mit CityEl) und 5 kWh Wärme, man spart aber gleichzeitig einen halben Liter bei der
Raumheizung/Warmwasserbereitung ein. Ergo: mit einem Liter Benzin/Öl kommt ein CityEl 100 km weit.
Und ein konventionelles 1-Liter-Fahrzeug gibt's nicht
(falls irgendwann doch, könnte man beim CityEl durch
besserem Wirkungsgrad bei Ladegerät und Motor sowie
Standbyverbrauch noch mal ca. 50% herausholen).

Gruss
Bernd


P.S. ist wohl die Ökobank1 die, die pleite ist
und die Ökobank2 die mit dem Hotzenblitz?

von Bernd Geistert - am 03.08.2001 14:29

Re: Ökobranche...

Hallo Vera und andere Leser,

> Anfrage ÖkoBank 1 nach Finanzierung für E-Mobile - Antwort: Elektrofahrzeuge, die sind nicht umweltfreundlich!"

Diese Bildungslücke wurde hoffentlich geschlossen!?

> Anfrage ÖkoBank 2 - Antwort: "Unter 30.000 DM Darlehenssumme fangen wir gar nicht erst an!"

Das passt doch gerade für eine schönes TWIKE. Und wenn es immer noch zu wenig ist, dann gerne auch zwei TWIKE. ;-)

MfG Michael

PS: Ich war gerade bei der Sparkasse und in Kürze wird die KfW Silizium für 2,4 kWp auf meinem Dach finanzieren. Dies ist der erste Schritt. Der nächste wird ein Elektrofahrzeug sein. Aber dazu habe ich so meine eigenen Vorstellungen.

von Michael Rieken - am 03.08.2001 17:00

Re: Ökobranche...

> >Elektrofahrzeuge, die sind nicht umweltfreundlich!"
>
> Diese Bildungslücke wurde hoffentlich geschlossen!?

Wieso, das ist Lehrmeinung z.B. des Umweltbundesamtes.
Zitat:
Kontrovers diskutiert wird
die Tauglichkeit von kleinen, leichten Solar-Autos, deren Besitzer
durch eine Solar-Anlage (z.B. Photovoltaik-Anlage auf dem
Hausdach) oder durch Beteiligung an einer größeren Anlage soviel
Strom produzieren, wie sie im Fahrzeug verbrauchen. Reinhard Kolke
vom Umweltbundesamt hat ein optimiertes, kleines "Solarfahrzeug"
mit einem Benzin-Kleinstfahrzeug verglichen. Das Elektrofahrzeug
hat einen Verbrauch von 10 kWh/100 km. Ein vergleichbares
Benzin-Kleinstfahrzeug bräuchte 1,6 Liter Benzin/100 km. Um 1,6 l
Benzin herzustellen und zu verbrennen, sind 15 kWh Erdöl notwendig
- also eindeutig mehr. Aber die direkte Nutzung der 10 kWh
Solarstrom für den Ersatz fossiler Kraftwerke würde etwa 31 kWh
fossiler Energieträger einsparen. Der Ersatz fossiler Kraftwerke ist
also deutlich günstiger, als die Solarstromnutzung im Pkw. Einfach
gesagt: Besser mit Solarstrom Wäsche waschen als Auto fahren.
Zitatende.

Übliche Gegenargumentation:
1. tatsächlicher Primärenergieinhalt+aufwand von 1,6l
Benzin inkl. Verdampfungswärme, Förderung, Transport,
Raffinierie 18 kWh
2. Benziner ist fiktiv, optimierte Emobile (heute
fiktiv) könnten mit

von Bernd Geistert - am 03.08.2001 20:18

Re: Ökobranche...

Hallo Bernd,

ein aufschlussreiches Zitat vom UBA. Selten habe ich eine derart verquaste Argumentation gelesen. Sämtliche "Argumente" aus diesem Zitat werte ich als Vorteil für das Elektrofahrzeug!
Solarstrom ist natürlich ein besserer Ersatz für fossile Kraftwerke, aber was hat denn das mit der Effektivität und Umweltverträglichkeit von Elektrofahrzeugen zu tun?

MfG Michael

von Michael Rieken - am 03.08.2001 22:06

Re: Ökobranche...

Ich habe mit Reinhard Kolke zusammen studiert und kann nur sagen, frei nach BAP, N´abend Wellenreiter.... Leider vertritt das UBA auch im Bezug auf andere Themen sehr eigenartige Meinungen. Bei Brennstoffzellen sind sie fast so extrem wie die von Greenpeace.
Nach den Studien des UBA hat die Herstellung von Benzin einen Wirkungsgrad von etwa 96% von der Quelle bis zumfertigen Produkt (Studie von 1998), während Shell noch zwei Jahre vorher von 94% + bis zu 6% Transportverlusten spricht.
Bleibt noch die Frage, ob beide von den gesammten Kohlenstoff-Wasserstoffketten im Erdöl sprechen, oder nur von denen die in etwa die richtige Länge haben und die anderen werden einfach als die wunderbare Wärmequelle hinzugerechnet.
Ich kenne jedenfalls keinen Prozess, der bei den benötigten Temperaturen mit Wirkungsgraden um 90% abläuft.
Gruß
Thorsten

von Thorsten - am 20.08.2001 22:53
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