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Informationen zum Thema:
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elweb Technik
Beiträge im Thema:
19
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
trimaransegler, Bernd Schlueter, modulo, GDE, Matthias Rau, Elektrix, Sascha_W, Ion-Fahrer

Motorprobleme Peugeot 106

Startbeitrag von trimaransegler am 13.09.2009 19:30

Hallo,

Ich fahre seit Juni einen Peugeot 106 electric und habe jetzt nach 6000 km folgendes Problem: Bis 40-50 km/h alles normal Beschleunigen und Reu. Beim Beschleunigen darf man nicht vom Gas gehen, dann geht alles, aber nur bis zum orangen Bereich. Aber irgendwann muss man vom Gas oder über 90 regelt er ab, dann ist alles tot, auch Reku. Abbremsen und ab 50 geht dann wieder alles.
Steuergerät ist in Ordnung (von Dieter ausgebaut und mit anderem überprüft, nochmals Danke, Dieter!)) keine Änderung, Kohlen getauscht: zuerst Besserung ,dann wieder gleiches Verhalten. Wir haben die Aussenerregung gemessen (Danke Frank!!): alles normal. Dann bei geöffnetem Kohlenkasten und hochgebockten Rädern mal beschleunigt und die Kohlen angesehen: Ab ca 50 gibt es ein lustiges Feuerwerk, dh. vermutlich Kurzschlüsse am Kollektor (dehalb vermutlich der starke Kohlenverschleiß) und an zwei gegenüberliegenden Kollektorlamellen kann man Abbrandspuren feststellen.

Unsere Vermutung: Kurzschluss in einer Ankerwicklung, dann Überstromabschaltung.

Kurz und gut: Wir müssen den Motor ausbauen und einen guten einbauen. Hat jemand schon mal diese Symptomatik gehabt oder kann etwas zur Klärung dazu sagen, ggf. einen guten Motor liegen?

Danke für die Hilfe im voraus

Friedhelm

Antworten:

Hallo Friedhelm,

frag mal in einer Motorenwickelei. Die sind meist recht kompetent und haben auch Möglichkeiten, den Fehler zu überprüfen. Dann weißt du genau, was Sache ist mit deinem Motor und was die Reparatur kostet. Kann durchaus günstig sein.

Viele Grüße

Elektrix

von Elektrix - am 13.09.2009 20:07
So, heute hats den Motor völlig runtergerissen, Anfahren ging nicht mehr, nur noch Hoppeln möglich. Wir brauchen ganz dringend einen neuen Peugeot 106 Motor, der intakt ist. Wer irgendwas in Erfahrung bringen kann oder jemand kennt, der einen besorgen kann, immer her damit.

Brauch dringend Hilfe


sonnige Grüße

Friedhelm

von trimaransegler - am 16.09.2009 16:46
Jetzt wirds noch teurer, schade.
Vertraue doch jetzt mal den Motor, zwecks Kostenvoranschlag, einem Motorenbauer an.
Hoffentlich hat der Kohlenhalter nicht auch was abbekommen.
"Nur" Ankerwickeln ist innerhalb einer Woche erledigt - ist aber nicht günstig.

von Sascha_W - am 16.09.2009 17:19
Hallo Friedhelm,
ich kann Dir evtl. einen Peugeot 106 ohne Akkus und Kästen zum Ausschlachten besorgen.
Aus welcher Ecke der Republik kommst Du?

Gruß Matthias

von Matthias Rau - am 16.09.2009 19:42
Danke für euren schnellen Antworten,

habe heute lange mit Andre´ Laukner telefoniert, Wir bauen unseren 106 ja komplett auf Li-Akkus um und dann bauen wir gleich einen gebrauchten Motor ein, wird nicht so teuer sein (im Verhältnis zu den Akkus!!) Als Hinweis für alle. Ursache ist die Überhitzung des Kollektors durch Ausfall der großen Lüfterstufe des Motors (merkt man nicht!!). Also alle PSA-Fahrer hin und wieder abchecken, ober der Lüfter auf großer Stufe läuft (Sicherung! Prüfung auf Schwergängigkeit per Hand!).

Grüße

Friedhelm

von trimaransegler - am 17.09.2009 11:47
Hallo Friedhelm,


die große Lüfterstufe brauchst du nur wenn der Motor sehr heiß gefahren wird. Also wahrscheinlich längere Zeit im roten Bereich.
An meinem Peugeot 106 war zunächst der Motorlüfter defekt. Ich bin ca 1000km ganz ohne Lüfter gefahren. Seit ca 13 000km geht der Lüfter nur auf der kleinen Stufe und kühlt den Kollektor mit Motor ausreichend runter.
Allerdings schaue ich, dass der rote Bereich möglichst nie erreicht wird.
Viel Erfolg bei deinem Projekt,



Andreas

von Ion-Fahrer - am 17.09.2009 14:16
Hi Andreas,

Wenn das geht, ist das natürlich gut, aber bei uns im Mittelgebirge kommst du automatisch öfter in den roten Bereich, wenn man am Berg einigermaßen vom Fleck kommen will. Mit den Li-Akkus habe ich ja fast immer eine Spannung von 140 V, d. h. die Ströme werden bei gleicher Leistung kleiner. So denke ich dass ich motorschonender fahren kann. Eigentlich kann der Motor 200 A verkraften...


Grüße

Friedhelm

von trimaransegler - am 17.09.2009 15:10
Hallo,

wie realisiert Ihr die Ladung der Akkus und die Rekuperation. Macht da die Sagembox mit?

Gunther


von GDE - am 17.09.2009 18:30
Das Procedere der Sagembox zum Ladeschluss ist ja ein sehr merkwürdiges. Es ist so gut wie ausgeschlossen, dass die Hochspannungskuren, die sie mit den Batterien anstellt, auch für Lithium geeignet sein sollten. Ich würde sagen, beim Erreichen einer bestimmten Spannung dauerhaft abschalten, einfach durch ein selbsthaltendes Relais, das verzögert beim Überschreiten einer bestimmten Spannung abschaltet. Ich vermute mal stark, dass der zentralcomputer auch die Ladeendstufe steuert und das Herumwirken im Programm ohne Dokumentation, da verweigert sich Sagem vollständig, zeitaufwendig ist.
Lithiumakkus sind für die Blubberparties, die Frau Sagem mit den Säften veranstaltet, sicherlich denkbar ungeeignet.

Bei mir hörte ich gelegentlich die zweite Lüfterstufe. Frage:
Liegen Erkenntnisse vor, wie viele Stunden die Kohlen der verschiedenen Elektromotoren durchhalten? Lüfter-Vakuumpumpe-Servopumpe?
Meine Bosch/Webasto-Kühlmittelpumpe stellte ihr Wirken bei etwa 35.000km ein.
Meine Fahrmotorkohlen sind noch gut, wie ich aus der unteren, alleine gut sichtbaren Kohle schließe.
Ein Besuch bei Massenmörder Schinderhannes dürfte die Kohlen mehr strapazieren als Tausende km in der Ebene, wo der Motor bei 94km/h in den grünen Bereich abregelt.
Anmerkung: Nur bei voller Fahrgeschwindigkeit ist der grüne Bereich für den Motor schonend.
Bei sehr starker Steigung fährt man besser schnell einen Berg hinauf, also, im gelben oder roten Bereich, weil der Motorstrom alleine durch die Steigung bestimmt wird, die alleine die Erwärmungsleistung bestimmt. Dann ist eben die Zeit der limitierende Faktor, da man an der Steigung der Straße kaum Einfluss nehmen kann. Also, Anlauf nehmen und schnell hoch, ehe der Motor an Überhitzung stirbt.
Niemals mit langsamer Geschwindigkeit hochquälen! Eher mitten auf der Passfahrt anhalten und bei eingeschaltetem "Zündschlüssel" den Motor auskühlen lassen, bis zumindest die zweite Lüfterstufe abschaltet. Das gilt übrigens für alle Elektrofahrzeuge, deren Motor bekanntlich immer stark unterdimensioniert ist und deren Motor man durch Überlastung sterben lassen kann!
Nach der Rast zügig weiterfahren.
Ein Radialgebläse ist ansonsten bei Kühlaufgaben eine wichtige Hilfe, auch bei unterdimensionierten Perm-Motoren.

Im Wesentlichen zeigt die Stromanzeige bei den PSA den Batteriestrom an, mit einer negativen Beimischung der Fahrgeschwindigkeit. Grün am steilen Berg schont zwar die Batterien, belastet aber den Motor ungemein.

Wer hat Ersatzteile? Ich benötige unter anderem die Plastikladeklappe...

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von Bernd Schlueter - am 18.09.2009 02:53
Die Sagembox lässt sich ja zwischen Blei und Nicd umschalten.
Macht es Sinn für das Laden von LiPo die Sagembox auf die Ladekurve für Blei umzustellen? Und wenn ja, muss ja die für die Bleier hinterlegte Ladeschlußspannung der Ladeschlußspannung der LiPos entsprechen um zuverlässig abzuschalten. Mit der entsprechenden Zellenanzahl an LiPos sollte das doch zu machen sein. Nur, wie verhält sich die Sagembox und eventuell auch der Motor bei dieser höheren Spannung? Denn die Ladeschlußspannung sinkt ja bei den Lipos nach abschalten des Ladevorgangs nicht soweit ab wie bei Blei oder Nicd. Macht das Probleme, oder können die das ohne Schaden zu nehmen ab?

von modulo - am 18.09.2009 06:34
Bei unserem 106er wird das folgendermaßen gemacht: Das BMS der Akkus hat Zugriff auf jede der Zellen. und schaltet bei Erreichen der Ladeendspannung einfach die Sagembox ab. Steuern kann es diese ja nicht. Bis dahin wird über die Schaltung auf jedem Akku eine Angleichung der Zellen erreicht, damit sie keinen unterschiedlichen Ladestand haben (auseinanderlaufen). Also brauchen wir uns keine Sorgen um die Ladezicken der Sagembox zu machen, da ja alles über das BMS läuft. Offenbar gibt es da ganz große Unterschiede, was und wie das BMS arbeitet. Auch gibt es von den Li-Akkus A,B und C-Sortierung, genauso, wie bei PC-Platinen. Und ich kann mir keine C-Akkus leisten, da ich, wenn alles fertig ist, im Jahr fast 35000 km elektrisch fahren werde. Nächste Woche wird bei Andre´ Laukner der Motor und die Akkus mit Steuerung eingebaut. Es sind auch größere Batteriekästen notwendig. Ich werde berichten, wie alles klappt.

Sonnige Grüße

Friedhelm

von trimaransegler - am 18.09.2009 19:46
Motor ist eingebaut (habe mit Andre´ telefoniert) und schnurrt wie ein sanftes Kätzchen, jetzt gehts an die Batteriekästen, dann an den Akku-Einbau und die restlichen Anpassungen, dann bekommen wir hoffentlich bald unser Schätzchen wieder.


Grüße


Friedhelm

von trimaransegler - am 24.09.2009 15:49
Kleine Bemerkung: Der Motorstrom am Berg wird nicht geringer, weil der Wandler diese auf Kosten der Spannung erhöht. Aber Du bist schneller oben und nur dadurch überhitzt der Motor nicht so stark.
Welche Akkus baust Du denn ein, Anzahl usw. , welche Kapazität? Ich habe mal überschlagen, möglicherweise könnte man zwei Sätze 200er Thundersky unterbringen, bin mir aber nicht sicher.
Wie ist das mit der Höhe? 283 statt 260mm? Müsst Ihr deshalb die Kästen vergrößern?

von Bernd Schlueter - am 24.09.2009 20:02
Hi,

Wahrscheinlich wird alles auf 168 V umgebaut, z.T. Partner-Steuerung, dann haben wir Power satt, ohne die vorhandene Technik zu überlasten (vgl.Geros City-Stromer!!) und wir haben echte 25 kWh Speicherkapazität. Das müsste in der Ebene über für 200 km reichen, hier bei uns auf jeden Fall 140 km und ich kann jederzeit nachladen, um immer im mittleren Ladungsbereich zu fahren.
Werden so 53 Stück 160 Ah Zellen sein, (200er sind nicht vorrätig) eben so viel wie reingehen, hinten kommt ein ganz neuer Kasten rein und etwas Mehrgewicht werden wir auch haben.

Mal sehen, wie es wird. Wir brauchen das Auto dringend und täglich. Wie gesagt, wenn allles so klappt, wie ich mir das denke, werden fast 35000 km pro Jahr gefahren werden.


Grüße

Friedhelm

von trimaransegler - am 25.09.2009 06:48
Kommt also die Sagembox heraus und ein anderer Motor hinein? Oder vertragen die etwa die 168 Volt?
160 Amperestunden? Welche Batterien sind das, die Du einbauen lässt?
Was ich auch gerne wüßte, ob die Donnerhimmel mit 283mm Höhe plus Anschlüsse in die Kästen passen...

von Bernd Schlueter - am 25.09.2009 15:45
Hi Bernd,

Der Motor bleibt, der verträgt locker über 180 V, werden beim Rekuperieren auch erreicht. Die Sagem-Box wird eine modifizierte mit teilweise Partner-Steuerung.Hat den Nachteil, dass ich keinen schönen Rückwärsknopf mehr habe, sondern einen Drehpoti, wird schon gehen.
Die Batterien sind Thundersky (A-Sortierung) TS-LFP160AHA. (Höhe sogar 285!) und die passen nicht in die Kästen, sind zu hoch, also werden die Kästen geändert und hinten ein ganz anderer Kasten angefertigt, damit die alle auch passen .

Grüße

Friedhelm

von trimaransegler - am 27.09.2009 07:20
Friedhelm, wie ich das sehe, passen die 100 Ah-Batterien von Rafal in die Kästen, mit etwas Glück sogar zwei parallel geschaltete Sätze. 22cm Höhe, da bleibt genug Raum für Anschlüsse und eine Batterieheizung, die ich dann als Batteriefußwärmer an die Webasto anschließen würde. Ist, soweit ich das weiß, das gleiche Kühlmittel, bzw. hier, Heizmedium. Vielleicht muss man dann den Glycolanteil auf 100% bringen, weil Wasser und Lithium sich im Falle eines Falles nicht sonderlich vertragen? Hast du die Möglichkeit, die genaueren Kisteninnenmaße aufzuschreiben? Das könnte für viele interessant werden.

Wenn die Zyklenzahlen stimmen und Du dann mit über 100 km/h bei hochgedrehter Abregelung herumsaust, wäre die Kiste ja der reine Wahnsinn! Mit den angegebenen 21 kWh Stromverbrauch wärst Du dann über 100 km/h schnell, auch dann noch mit über 120 km Reichweite...

Weißt Du, wo man die Endgeschwindigkeit justiert? Bei der alten Box, meine ich.

von Bernd Schlueter - am 27.09.2009 11:31
Nein, ich weiß die Maße der Boxen nicht, das macht ja alles Andre´ Laukner in Thüringen. Es wird auch die Endgeschwindigkeit nicht erhöht. (Sonst bekämen wir ja auch Probleme mit dem TÜV!) Bei mir sind keine Batterien eingetragen, daher kann ich einbauen, was ich will.
Einfach nur satte Leistung am Berg und gute Reichweite, das ist alles ,was wir brauchen:;), Warten wirs ab

Grüße

Friedhelm

von trimaransegler - am 27.09.2009 15:30
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