Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Technik
Beiträge im Thema:
23
Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
TURN-E, korbi, Jens Schacherl, DL1DUK, Eba_M, Sven Salbach, cephalotus, weiss, Ralf Wagner

Elektroautos von TURN-E

Startbeitrag von TURN-E am 26.02.2011 13:19

TURN-E baut Autos für die Zukunft: Elektroautos. Wir konvertieren Autos mit Verbrennungsmotor in Fahrzeuge mit Elektroantrieb.
Vor ca. 2 Jahren lernten sich Christian von Hösslin und Vitali Kunstmann über einen Bekannten kennen, der einen Porsche Spyder auf elektrischen Antrieb umzurüsten wollte. Der Spyder war in einem bedauerlichen Zustand und schnell vergessen, aber die Idee, mit einem Smart anzufangen, hat uns sofort fasziniert!
Durch die Kontakte, die von Hösslin schon geknüpft hatte, waren die Komponenten schnell zusammengestellt. Das Fachwissen in Bezug auf Elektroautos, angeeignet durch Restauration und Upgrade auf moderne Batterietechnik (Lithium) der kultigen "Hotzenblitze", brachte der Maschinenbauer Kunstmann in die Firma ein. Von Anfang an war klar, dass ein Start-Up nur mit höchsten Ansprüchen an Qualität und Funktion eine Chance gegen den Mitbewerb haben würde. Dieser Anspruch manifestiert sich in mehr als 10 E-Smarts, die unsere Kunden mit Begeisterung fahren sowie dem Zuspruch, den wir auf Messeauftritten und Probefahrten erfahren durften.

Die dringendste Frage zuerst, was kostet der Umbau auf Basis eines Smart ForTwo?
Unser Standard-Umbau umfasst ein 16kWh-LiFePo4-Batteriepack, einen 25kW-Asynchronmotor und ein 3kW-Onboard-Ladegerät. Als zusätzliche Features verbauen wir u.a. eine 1800W Heizung und eine neue Mittelkonsole mit Button-Interface und Touchscreen-BMS-Monitor.

Die Kosten für den kompletten Umbau inkl. TÜV und Überführung eines Einzelfahrzeugs belaufen sich auf ¤ 22.500,- (netto). Als Basisfahrzeug empfehlen wir Smart ForTwos ab dem BJ 2002, die bereits den ersten Facelift hinter sich haben. Je nach Laufleistung und BJ kosten diese Smarts ca. ¤ 3000,-.


Viele Grüße, Ihr TURN-E Team.
www.turn-e.de




Antworten:

da würd ich doch mal sagen, dass das hervorragend in den Elektroauto-Kleinanzeigen aufgehoben wäre...

(ich persönlich finde 22K¤ für einen Umbau eines Smarts schlichtweg abartig... dafür gibts ja mittlerweile bzw. bald schon fertige Elektroautos von der Stange: z.B. Mia, Tazzari. Trotzdem schön, dass es Leute gibt, die sowas machen)

:cheers:

von korbi - am 26.02.2011 19:50
hallo korbinian :-)
nur kann ich das nicht dahin schubbsen... RALF

von weiss - am 26.02.2011 20:13
Hallo Christian, von turn-e,
grundsätzlich habe ich "unbezahlte" Werbung hier nicht so gerne. Ich finde Eure Idee aber klasse und natürlich wollen wir ein Start-Up Unternehmen gerne unterstützen. Wir wären also interessiert, was für Komponenten Ihr zusammenstellt. Eine Motorsteuerung von Curtis und ...

Freundliche Grüße
Ralf Wagner
webmaster

von Ralf Wagner - am 26.02.2011 20:47
Hallo Korbi,

eigentlich war der Plan TURN-E auf dem ElWeb-Forum vorzustellen und zu beschreiben was wir machen. Die allererste Frage nach der Beschriebung der technischen Details der Autos ist meist die Frage nach dem Preis. Aus diesem Grund haben wir diesen, obwohl das hier nicht die Kleinanzeigen sind, mit angefügt.

Auch wir würden die Umbauten lieber günstiger anbieten, allein die Preise für die Komponenten geben es noch nicht her. Wie bei den Autos "von der Stange" werden die Preise erst fallen wenn man von anderen Stückzahlen spricht. Wir wollten mit einer Basis starten, die im Stadtbild etabliert ist und den Interessenten ein Gefühl von Sicherheit vermittelt. Ordnet man unsere Preise in das Angebot der jetzt erhältlichen Fahrzeuge ein, liegen wir im unteren Drittel.

Deinem letzten Satz kann ich voll und ganz zustimmen. Es sollten mehr Leute Ihre Autos umrüsten. Für alle, die das nicht selber können oder aus Zeitmangel nicht dazu kommen, bieten wir eine Alternative.

Tschau, Christian]

von TURN-E - am 26.02.2011 22:04
Hallo Christian.

Wie macht Ihr es mit dem Getriebe? Wie alle festen Gang einstellen oder kann man schalten?
und: Euer Umbau bezieht sich bestimmt nur auf einen Fortwo ?

Grüße , Frank


von DL1DUK - am 27.02.2011 07:21
Hallo Frank,

der Roadster ist ein super Kandidat für den Umbau. Bis auf das Batteriepack passen unsere Komponenten auch in den Roadster. Der Achsträger ist identisch zum 42. Wir fahren im 3. oder 4. Gang. In der Stadt ist der 3. optimal, über die Autobahn eher der 4. Mit dem 25kW Antrieb kommt man auch im 4. Gang jede Steigung rauf und an der Ampel ist man mindestens so schnell wie die anderen.
Wir probieren in unserem Vorführwagen gerade eine Lösung zum Schalten des Getriebes aus. Geschalten wird im Stand, weil die Kupplung nicht mehr da ist. So kann man für die Stadt und für Überlandfahrten jeweils den passenden Gang wählen.

Im Roadster ist ja relativ wenig Platz für die Batterien, weil der Sandwich-Boden wie im Coupé fehlt.
Wo packst Du die Zellen hin und welche verwendest Du?
Wir haben bis jetzt ein Batteriepack mit 18650er Panasonic Zellen aufgebaut. Damit ist man sehr flexibel was das Packaging angeht. Das Pack im 42 haben wir allerdings noch nicht im Sommer getestet und diese Zellen sind weit aus temperaturempfindlicher als LiFePo4. Mir entsprechender Kühlung ist das aber eine sehr gute Lösung, weil die Energiedichte der Panasonics eben um einiges höher ist als TS oder CALB.

Kann man Dein Umbau-Projekt im Netz finden?

Tschau, Christian]


von TURN-E - am 27.02.2011 14:29
Hallo Ralf,

ich versteh' die Richtung. Sorry.
Ziel war es, wie gesagt, uns vorzustellen. In den Kleinanzeigen geht es ja um konkrete Fahrzeuge, wir dagegen bieten den Umbau an. Komplette Fahrzeuge werden wir aus rechtlichen Gründen bis auf weiters nicht anbieten.

Zu den Komponenten, die wir verwenden:
Die 25kW oder 30kW-Motoren kommen aus Italien. Es handelt sich um Asynchron-Maschinen, die von einem Curtis 1238-7501 Controller gesteuert werden. Der Controller ist programmierbar und kann die Motoren über eine Auto-tune-Funktion "lernen". Dadurch ist eine sehr feine Anpassung an Motor und Fahrverhalten möglich. Im Eco-Mode, ist im Vergleich zum normalen Fahrmodus, die Stromaufnahme und die Drehzahl begrenzt. Das Gaspedal spricht bei der Beschleunigung etwas gedämpfter an. Die Höchstgeschwindigkeit im Eco-Mode ist bei 80km/h limitiert.

Die Rekuperation wird in 2 Stufen aktiviert. Fuss vom Pedal ist Stufe 1, ein leichter Druck auf das Bremspedal (Schaltkontakt des Bremslichts) aktiviert die 2. Stufe, die dann schon sehr viel heftiger bremst. In der Stadt braucht man die mechanischen Bremsen nur selten oder zur Notbremsung. In Zukunft wollen wir die Rekuperation komplett über das Bremspedal steuern, weil sich das eher wie eine herkömmliche Bremse anfühlt. Das geht entweder über einen Drucksensor oder über einen Hallsensor, der die Winkelstellung des Bremspedals ausgibt.

Wir verbauen ein 16kWh Pack mit CALB 70Ah Zellen. Die Systemspannung liegt bei 108V, der Curtis kann bis zu 550A bereitstellen. Mit dem 25kW Motor zieht man allerdings maximal 450A was etwas über 3C entspricht.

Überwacht wird das Pack von einem Guantou BMS. Das "M" steht hier für Monitoring, d.h. es findet kein Balancing statt. Das Elcon 3kW-Ladegerät kommuniziert per CAN mit dem BMS und regelt bei Erreichen von einer vordefinierten Schwelle den Strom runter sodass weitergeladen wird bis der Ladestrom bei 3A landet und der Ladevorgang beendet wird. Nach ca. 150 Zyklen sind die Zellen immer noch auf's 100stel Volt zusammen, Zelldrift konnten wir bis jetzt nicht feststellen.

Für den Smart haben wir eine neue Mittelkonsole gebaut und den Ganghebel eliminiert. Der Smart schaut von außen eh schon wie ein normaler Smart aus, da wollten wir wenigstens im Innenraum ein Unterscheidungsmerkmal platzieren. Geschaltet wird über ein Button-Interface mit folgenden Funktionen: Drive/Neutral, Vorwärt, Rückwärts, Rekuperation An/Aus und Eco-Mode. Vorwärts Rückwärts lässt sich nur bei gedrückter Bremse schalten.

Zum Heizen verbauen wir ein 1800W PTC-Element in der Lüftungseinheit, genau da wo der original Wärmetauscher war. Das Element bringt sicherlich niemanden zum Schwitzen, aber der Smart ist ja nicht besonders groß und es reicht um die Scheiben frei zu machen und angenehme Temperaturen selbst bei Minusgraden zu generieren. In Verbindung mit einer Sitzheizung (in den meisten Passion-Modellen) ist der Betrieb im Winter wirklich gar kein Problem mehr.

In der Stadt liegt der Verbrauch bei ca. 9-11kWh, über Land und Autobahn bei ca. 14-16kWh.
Mit den 16kWh kommt man also bis zu 130km weit.

Unser Ziel war es ein Kit zusammen zu stellen, dass den Umbau in 3-4 Tagen ermöglicht. Das wiederum stellt andere Anforderungen an die Fertigung von Batteriewannen und diversen anderen Halterungen als ein Umbau, der Wochen, vielleicht Monate dauern darf.

Tschau, Christian]




von TURN-E - am 27.02.2011 21:51
Zitat
TURN-E
In Zukunft wollen wir die Rekuperation komplett über das Bremspedal steuern, weil sich das eher wie eine herkömmliche Bremse anfühlt.

Hallo Christian,

davon halte ich überhaupt nichts. Ist das etwa eine Anforderung von Kunden?
Ich fand das Verhalten im Renault Express, nur mit dem Strompedal auch entweder rollen oder bremsen zu können, ideal.

Das schlimmste "Feature" solcher Nachahmung herkömmlicher Autos ist der Kriechgang beim Kangoo und auch beim Think, die beide wie ein Automatik-Verbrenner sofort losrollen sobald man den Fuß von der Bremse nimmt :sneg:.
Beim c-zero war es glaube ich auch so, bin mir aber nicht ganz sicher.

Gruß Jens

von Jens Schacherl - am 28.02.2011 12:15
Hallo Jens,

das würde ich so kategorisch nicht ablehnen.

In meinem Saxi bremse ich auch per Rekuperation mit dem Bremspedal. Das hat den Vorteil, dass man ausrollen lassen kann, ohne den Nullpunkt mit dem Gaspedal zu finden.
Und wenn man bremst, dann bremst man mit dem Bremspedal: leichter Druck = Rekuperation, großer Druck = Beläge.
Der Vorteil ist, dass beim Bremsvorgang der Fuß schon mal auf dem Pedal steht, sollte es doch mal schlimmer kommen.

Ich kenne das andere Verhalten auch vom Kangoo, daran kann man sich auch gut gewöhnen.
Letztlich ist es wohl nur Geschmackssache.

Das Selbstanfahren fand ich auch ätzend. Der einzige Sinn wäre es, dass das Fahrzeug auf schiefer Ebene nicht wegrollt und man dann Probleme beim Anfahren am Berg mit dem hohen Startdrehmoment des Elektromotors bekommt. Warum sich das aber nicht mit einem Neigungssensor verknüpfen lässt, erschließt sich mir nicht.
Aber: Anfahren mit Elektromotor und Handbremse ist so simpel wie nur was... Also lieber Stillstand.



von korbi - am 28.02.2011 13:10
Hi Jens,

der Smart fährt nicht im Kriechgang wie ein Automatik. Haben wir auch nicht vor.
Die Problematik beim Bremsen mit dem Strompedal ist, dass man rekuperiert sobald man den Fuß nur ein bisschen vom Pedal nimmt. In der Stadt ist das kein Problem, weil man sowieso alle paar Meter stehen bleibt, über Land und Autobahn ist Rekuperation ein Verlustgeschäft, da man hier die kinetische Energie des Wagens ausnutzen sollte. Die Rekuperation kann schließlich nie die investierte Energie zurückspeisen, die man für's Beschleunigen gebraucht hat.
Jack Rickard (evtv.me) hat da einige schöne Tests (5) über jeweils 75km gemacht. Die Ergebnisse waren in Bezug auf die Gewinne durch Rekuperation ernüchternd.
Wie immer hängt es natürlich auch von der Fahrweise ab wie viel man durch Reku gewinnt oder verliert.

Reku zu 100% im Bremspedal hätte den Vorteil, das nur gebremst wird wenn man wirklich will, ansonsten gleitet das Auto ohne Verluste.

Tschau, Christian]

von TURN-E - am 28.02.2011 13:19
Hallo..

Ich finde den Gedanken mit der Rekuperation über das Bremspedal super!
So kann man wenigstens rollen , wenn man vom Strompedal geht. Es bleibt die mühsame Suche nach dem Leistungsnull mitten im Pedalweg erspaart.
Rollen ist wohl wirklich noch die spaarsamste Art der Fortbewegung.
Wenn die ersten 2-3cm vom Bremspedal die Rekuperation steuern und danach einfach die Scheiben mit einsteigen , guter Gedanke.
Ich finde die TURN-E Ausführungen gut und nachvollziehbar.

Grüße , Frank

von DL1DUK - am 28.02.2011 16:33
Hallo Korbinian & Christian,

die Reku übers Strompedal ist nur dann brauchbar, wenn die Nullstellung in der das Auto rollt ausreichend groß ist, sodaß man nicht lange "wackeln" muß um sie zu finden.
Also nicht so wie im Tazzari Zero :rolleyes: ...

Bei Reku nur übers Bremspedal gibt es ja, wenn man nicht viel Aufwand betreiben will, nur eine Rekustufe die vom Bremslichtschalter aktiviert wird, und sobald man etwas stärker zutritt greift gleich die mechanische Bremse.

Die Strompedal-Variante hat allerdings den Nachteil, dass man bei einigermaßen vorausschauender Fahrweise die mechanische Bremse nur noch selten braucht, was speziell Scheibenbremsen dann mit Rosten und Festhängen bestrafen :(.

Trotzdem finde ich persönlich diese Möglichkeit besser zu fahren.

Gruß Jens

von Jens Schacherl - am 28.02.2011 17:09
Hi Jens,

in meinem Saxi ist die Reku über das Bremspedal stufenlos durch ein Poti ähnlich wie beim Gaspedal gelöst (Brusa). Also nix Bremslichtschalter ;)

Die Bremsbeläge rosten und schleifen bei mir aber genauso dahin...



von korbi - am 28.02.2011 17:26
Hi Jens und Korbi,

mir geht es eigentlich nur um die größtmögliche Effizienz. Gleiten ist die maximale Ausnutzung der Energie, die investiert wurde. Sobald man rekuperiert obwohl man nicht wirklich bremsen will wird mit großem Verlust kinetische Energie in Strom gewandelt.
Ich empfehle mal diese Videos anzuschauen (Vorsicht, sind leider riesig):
[media.ev-tv.me]
[media.ev-tv.me]
[media.ev-tv.me]
[media.ev-tv.me]

Die Quintessenz aus diesen, sehr informativen Videos, ist, dass regeneratives Bremsen nur in der Stadt, d.h. bei häufigem bremsen etwas bringt.Über die Autobahn oder Landstrasse ist Rekuperation ein Verlust. Tesla- und MiniE-Fahrer können das leider nie ausprobieren, da man die Reku nicht deaktivieren kann.

Tschau, Christian]

von TURN-E - am 03.03.2011 22:28
Interessant.

Ein paar Fragen:

108V und 140Ah (die 70Ah Zellen als 30s2p) ergibt bei mir 15,12kWh statt 16kWh.
Die hohe Zyklenzahl wird bei 70% oder 80% DOD erreicht, das wären dann 10,6kWh bis 12,1kWh.

Was macht man als Kunde, wenn die Zellen doch mal das driften beginnen?

108V x 450A macht bei mir 48,6kW. Nun hat der E-Motor keine 100% Wirkungsgrad, bedeutet das, dass der 25kW Motor in der Spitze schon deutlich mehr liefert?

vmax im Eco Modus ist also 80km/h. Aber wie schnell fährt der Smart ohne aktivierten Eco Modus maximal?

mfg

von cephalotus - am 03.03.2011 22:31
Wenn Du auf 3,4V lädst bist Du bei 108,8V. Die 70Ah Zellen haben meist um die 74 – 76Ah, parallel also um die 150Ah. Daher die 16kWh.

Nach ca. 200 Zyklen in unserem Smart konnten wir noch kein Drifting entdecken. CALB Zellen in Kundenfahrzeugen haben schon deutlich mehr Zyklen drauf und die Zellen sind auch hier nicht gedriftet. Wir werden in Zukunft auf das BMS eines anderen Herstellers umstellen, das eine Balancing-Funktion hat. Parallel arbeiten wir auch an einem eigenen aktiven System.

Ja, der 25kW Motor kann kurzzeitig überlastet werden. Kurven von einem Prüfstand habe ich leider noch nicht.

Im 4.Gang fährt der Smart ca. 110km/h. Der 30kW Antrieb schafft 120km/h. Der Energieverbrauch ist bei diesen Geschwindigkeiten dementsprechend hoch.

Tschau, Christian]

von TURN-E - am 03.03.2011 22:55
Hallo,

noch eine kleine Ergänzung von mir.

Es sind 32s 2p, also 64 Zellen verschalten.

Wenn man Driften vermeiden möchte, sollte man Tiefentladungsphase vermeiden, die Zellen driften nämlich erst dann auseinander. Ein Härtetest mit unserem Vorführsmart hat gezeigt, dass wenn man die (neuen) Zellen mehrmals hintereinander teifentlädt (bis die schwächste 2,0V hat) stimmen diese nach dem Vollaufladen auf Hundertstel Volt zueinander, wobei es jedes Mal eine andere Zelle 2,0V erreicht hat (was auch ein guter Zeichen ist).

Wir stellen BMS so ein, dass es bei 2,7V gewarnt und automatisch auf ECO-Mode umgeschaltet wird und bei 2,5V dauerhafte Warnung gibt.

Zwischen 3,4V und 2,7V zählt das BMS beim Laden ca. 16kWh.


Gruß,

Vitali

von TURN-E - am 04.03.2011 10:33
Hallo Christian,

nach meinen Erfahrungen mit Kangoo und Saxi glaube ich (ohne es belegen zu können), dass es , was die Effizienz angeht ziemlich wurscht ist, ob man mit Gas- oder Bremspedal rekuperiert. Ich habe weder beim einen, noch beim anderen Typ unterschiedliche Verluste oder Gewinne feststellen können.
Aber ich fahre nicht in der Stadt, sondern kurze Entfernungen am Land. Da lässt man rollen.

In der Stadt bei Stop&Go würde ich tatsächlich die Gaspedal-Methode vorziehen, da sie wesentlich komfortabler ist.

Viel entscheidender für den Stromverbrauch ist es, ob man schnell oder langsam beschleunigt und ob man schnell oder langsam fährt.

von korbi - am 04.03.2011 16:40
Mit dem neuen BMS meint ihr sicher ein solches :-)
Link

Die Preise sind noch nicht komplett ausgearbeitet...kommt die Tage sobald es lieferbar ist..

von Sven Salbach - am 05.03.2011 20:59
HI Sven,

korrekt. 2 Autos machen wir jetzt noch mit dem GT System, danach werden wir auf das neue System wechseln. Bin gespannt wie es hier mit dem technischen Support läuft.

Tschau, Christian]

von TURN-E - am 05.03.2011 21:54
an E-Turn:

welche Zellen von Panasonic verbaut Ihr. Habt Ihr auch schon die 18650A mit 3100mAh getestet?

grüße

Eberhard

von Eba_M - am 15.03.2011 16:52
Hallo Eberhard,

wir haben die CGR Zelle von Panasonic verwendet. In einem der nächsten Smarts wollen wir die NCR mit 2900mAh verwenden. In Kundenfahrzeuge werden wir dieses Pack erst einbauen, wenn sichergestellt ist, dass auch im Sommer bei hohen Temperaturen keine Probleme zu erwarten sind.

Bei einer Außentemperatur von –5°C waren die Zellen nach 20Min. Autobahnfahrt schon 45°C warm.
Das ist die Wohlfühltemperatur der Zellen, aber was passiert wenn man bei höheren Temperaturen startet?

Der Innenwiderstand der NCR soll noch mal um einiges niedriger sein als der der CGR. Vielleicht verhält sich die Temperatur dann auch entsprechend. Sobald es mal richtig heiß wird machen wir die Tests und entscheiden dann ob es eine Kühlung braucht oder nicht. Mit diesen Zellen sind dann Packs bis zu 28kWh drin, was einer realen Reichweite von ca. 180 – 220km entspricht.

Tschau, Christian]


von TURN-E - am 23.03.2011 09:43
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.