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elweb Technik
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vor 6 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
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Chinesische Elektroautos gefahren

Startbeitrag von Thomas.Keller am 26.11.2011 17:57

Seit einiger Zeit Geistert im An-und Verkauf die Firma Brandner herum mit so billigen Chinesischen Elektroautos.
Ich war heute in Reutlingen und hab mal eins angeschaut und Probegefahren.

Ich dachte, ich teil mal meine Erfahrung mit euch.

Also: es ging um das dreirädrige Teil.
Aus 5 m Abstand optisch top. Im detail kommen dann kleine Unzulänglichkeiten zutage, die mich aber nicht wirklich stören.

Tür aufgemacht zeigen sich 4 akzeptable Sitzplätze. Vom City-El verwöhnt muss ich sagen ziemlich eng, als Fahrer kuschelt man sich an die A-Säule. Aber nicht unbequem.

Unter dem MiniKofferaum findet man einen Controller mit vielen Chinesischen Schriftzeichen drauf.
Darunter liegt ein recht großer Gleichstrommotor.

Alles gut zum drankommen und so simpel gestrickt wie Autos aus Deutschland vor 50 Jahren.

Auf den ersten Blick würde ich sagen, alles recht einfach selbst zu reparieren.

Die Bleiakkus sind nicht erwähnenswert, aber für einen Tausender weniger bekommt man die Kiste auch ohne die Klötze.
Das sind 6 Akkus mit 150 Ah, 45 kg Pro Stück = 270 kg Akkus....
In Lithium: 24 Zellen mit 160 Ah, 5,8 kg = 140 kg

Damit fällt das Gesamtgewicht von 800 kg auf 670 kg. Ein prima Wert finde ich, da könnten die 100 Ah Zellen eigentlich auch reichen, dann sinds noch 610 kg Gesamtgewicht.

Beim Probefahren war die Beschleunigung wie beim Cityel 48 V, allerdings brachen die Bleiakkus sofort auf 63 V ein :-)

Fahrwerk ist angenehm weich, und die Fahrgeräusche sind minimal.

Unterm Strich kann man für 9000 ¤ Ein feines Gefährt erwerben, in das 4 Leute reinpassen.

Alleding sollte man meiner Ansicht nach zuerst alles Zerlegen, Sandstrahlen und verzinken, donst siehts nach 5 Jahren Zappenduster aus ;-)



Hat noch jemand Erfahrung mit dem Teil gesammelt?
Ich könnts mir richtig gut vorstellen für mich^^


Antworten:

Zitat
donst siehts nach 5 Jahren Zappenduster aus


Danke Anke - 5 Jahre boheje muß das aber ene gute Verarbeitung sein ich bin da anderes gewohnt, ich würde da eher auf die hälfte der Zeit tippen.

Mal nachgefragt hast du den 5B mal mit dem 8B verglichen?
Also da würde ich die 10% mehr an Gewicht und und das mehr an weniger in der Börse für ein viertes Rad investieren.

von thegray - am 26.11.2011 18:23
Ich muss zugeben, dass ich nur Zeit für ein Auto hattte.

Ist aber ne Überlegung wert, allein schon, weil 48V für mich besser sind. Da hab ich passende Lader dafür^^

von Thomas.Keller - am 26.11.2011 18:29
Man kommt zwar billig an eine Kiste aber was ist mit Ersatzteilen in der Zukunft?
Wenn die z.B. die Scheibe defekt ist kann ich die Kiste einmotten.
Da nicht viele Fahrzeuge in D fahren kann ich nicht einmal eine Kiste ausschlachten.
Oder ich kaufe bei dem Preis gleich 2 (eines als Ersatzteillager);-)

von Claus. - am 26.11.2011 23:44
Zitat
Thomas.Keller
Hat noch jemand Erfahrung mit dem Teil gesammelt?


Hallo Thomas,

soweit ich das sehen ist der B3-5B praktisch identisch zum ZAP Xebra, der seit 2006 in den USA verkauft wird.
Und zu dem gibt es jede Menge Erfahrungen: [autos.groups.yahoo.com]
Die Pickup-Version wurde hier in Deutschland auch mal als "Indimo Cobra" angeboten, aber jetzt hat die Firma Indimo sie nicht mehr im Programm.

Bei diesem Xebra waren nach 13.000km die Radlager hinüber.
Falls der Händler in Reutlingen also genau so lange durchhält wie Indimo, ist dieses Dreirad eher was für mutige Bastler die spezielle Ersatzteile direkt in China bestellen wollen :rolleyes: ...

Gruß Jens

von Jens Schacherl - am 28.11.2011 13:07
Ja, ich halte es Unternehmerisch auch sehr mutig Autos mit Bleiakkus zu verkaufen...

Ich seh schon die Reklamationswelle^^

Einerseits bin ich über die Einfachheit der Autos total begeistert, ich trau mir zu alles zu richten.
Wenn das mit den Ersatzteilen nicht wäre...



von Thomas.Keller - am 28.11.2011 18:01
Ich fahre da jeden Tag fast dran vorbei auf dem Weg zur Arbeit. Wollte eigentlich am Tag der offenen Tür dort vorbei schauen. Der wurde leider verschoben und dann wohl abgesagt.
Mittlerweile ist das Wetter mistig. Deshalb werde ich meinen Besuch aufs nächste Jahr verschieben.

von Andreas106 - am 10.12.2011 10:45
War gestern bei der Firma EMC in Reutlingen, natürlich auch zum Probefahren vom B2-10B.
Ich kann nur sagen, so etwas würde ich im Leben nicht als Elektroauto anbieten oder in Deutschland auf die Straße bringen. Das ist unverantwortlich hoch 10. Verarbeitung, Fahrverhalten, Fahrgefühl, Geräuschkulisse aus den vorderen Niederungen des Gefährts. Hakt es ab. :joke:
Interessanter sind da schon die Scooter. Ab 1400,- bekommt man da schon etwas ganz ordentliches. Fährt sich auch gut. Nur wie es mit Haltbarkeit und Ersatzteilen aussieht...?

von modulo - am 25.01.2012 16:30
Das ist immer subjektiv...
steigst Du aus dem City-El in die Reistransporter, ist das Fahrgefühl und Geräuschentwicklung super^^

von Thomas.Keller - am 25.01.2012 19:32

Exkursion Solar mobil Heidenheim zu E-M-C Reutlingen!!!

Hier was zum Ablachen für die Kenner von E-Autos.....

[www.solar-mobil-heidenheim.de]

von microcar - am 14.02.2012 09:19

Re: Exkursion Solar mobil Heidenheim zu E-M-C Reutlingen!!!

Faszinierend.
Ich möchte im Winter bei 800-1000kg-Gefährten keine 100-150Ah Bleiblöcke fahren...

lg,
Andy

von N-DEE - am 27.02.2012 18:37
Hallo Thomas

Auf der Suche nach einem passenden Fahrzeug für meine Tochter, dass sie auch mit 16 schon fahren darf und in dem sie auch ein paar Leute mitnehmen kann, bin ich auch auf das Dreirad gestoßen. Ich find die chinesischen Kisten auch wegen der Einfachheit faszinierend und schlechte Lager lassen sich doch eventuell durch gute SKF Industrielager ersetzen, oder? Auch der Austausch der Blei-Akkus gegen LiFe sollte doch nicht zu schwierig sein, oder ?

Gibt es inzwischen mehr Erfahrungen mit dem Ding oder den anderen bei EMC angebotenen low-budget Fahrzeugen ?

Schöne Grüße von der Ostsee

Arne

von APeters - am 03.05.2013 19:24
Leute...
kauft euch nen gebrauchten Franzosen mit noch guten NiCads für weit weniger als die China-Cracher, und freut euch darüber, dass die NiCads noch mehrere Sätze der Bleianker bei den China-Crachern überleben. Blei ist nicht nur Lästig (kommt von Last), sondern auch unwirtschaftlich. Zumindest bei Fahrzeugen über 400 Kg Gesamtgewicht. ;)

elektrische Grüße
Peter

von hallootto - am 03.05.2013 21:23
Dito...:spos:

von thegray - am 04.05.2013 06:12
Ich habe für mein Citroen C-Zero in 12/2012 gebraucht 13000€ bezahlt, da fuktioniert aber auch alles über viele viele viele Jahre. Schmeißt euer Geld nicht weg

kuckst du ;) [www.citroenselect.fr] und [www.leboncoin.fr]

von C-Zero-EV70 - am 28.05.2013 17:49
Wie schon mal - geneigt in gleiche Horn zu blasen.

Allerdings ist dann das mit den ET´s so eine Sache.

Das Teil ist ja nicht wirklich Großserie geworden, hast dich mal Kundig gemacht - Was Kotflügel ; Spiegel; Stoßstange ect. bei dem Teil kosten "da legst dich nieder".
Und bei den jetzigen Verkaufzahlen - glaube ich nicht das sich da mal eine Sekundärmarkt über den Autoteilehandel entwickelt.

Da ist es, wie wegen der Twike-Glasscheiben die man in Deutschland braucht, mal ratsam sich um eine VK-Versicherung Gedanken zu machen

von thegray - am 28.05.2013 20:40
Vermutlich sind die Dinger sicherer als ein Fahrrad, wenn sie nur 45 fahren.
Wir sollten uns schonmal auf 45km/h Höchstgeschwindigkeit in den Städten und auf Landstraßen einstellen.
Die kleinen Chinesinnen sind dann super, Porsches nur Schrott.
Ich kann hier ein von mir Repariertes fahren. Das pendelt zur Zeit täglich zwischen einem Dorf an der Düssel und einem Tal an der Wupper.
Die haben die Größe, die quer in die untere Etage von Görlitzer Doppeldeckern passen. Ja, in eine Antonow auch. Sie entsprechen fast dem, was ich gerne über unsere Feldwege jagen lassen möchte.
Dafür aber schon zu groß und schwer. 5000 Euro sollte der Zielpreis sein. Meine erste neue Ente kostete 2200 Euro (4100DM) und brauchte 7 Liter.

von Bernd Schlueter - am 29.05.2013 10:52
Die Kiste jault immer noch täglich düsselaufwärts die Schwebebahn besuchen. Schon erschröcklich die Geräuschkulisse, aber 70km mit Bleigel gehen immer noch. Ich hätte da gewisse Verbesserungsvorschläge für die kleinen Chinesinnen. Damit könnte man sich dranhalten...
Wenn man länger damit fährt, wie ich eben, könnte man glatt mitjaulen.
Macht jetzt Wahlkampf für die SPD in Düsseldorf. ich glaub', die wählen jetzt alle CDU oder Manfreds Lieplinkspartei.

von Bernd Schlueter - am 27.07.2013 17:31
Blei? Kann man daraus was anderes als Bleizucker machen?

[de.wikipedia.org]

Blei ist noch schlimmer als Erdöl.

Für den Geldbeutel ist Blei ebenfalls Gift. Die Batterien halten im Auto zwei Jahre und dann kommt der finanzielle Garaus. Abgesehen davon sind Bleibatterien weich. Wenn der Strom stimmt, kann man eine 12V Batterie durchaus als Ersatz für eine 9V oder 6V nehmen.

Entschuldigung wenn mein Tonfall ... Ich habe zu viel evtv.me geschaut und bei uns im Odenwald muß man deutlich sprechen und möglichst in kurzen Sätzen.

Reiskarren mit Lithium, das könnte eine Rakete geben. Autobahn muß nicht sein, die mag unser i-MiEV auch nicht, obwohl er entweder 130 km schnell kann oder 130 km weit, aber nicht beides gleichzeitig.

Liebe Grüße von
Peter Dambier

von Peter Dambier - am 28.07.2013 09:41
Zitat
Peter Dambier


Für den Geldbeutel ist Blei ebenfalls Gift.


Die Aussage ist Irrelevant, deshalb Widerstand dagegen.

Es war noch nie so billig Bleibatterien zu beschaffen, auch von Europäischen Herstellern
mein Staplerbatterien haben und hattn alle mehr als 20 Jahre auf den Buckel.


Wie überall gilt wer Ahnung hat für was und wofür man es Kostengünstig einsetzen kann
schont den Geldbeutel, macht aber dann auch nicht so auf dicke Hose.

Blei läßt sich hervorragend Recyceln im Gegensatz zu Erdöl das durch den A6 Motor gejagt :o

von Manfred aus ObB - am 28.07.2013 11:24
Die etwas längere Fassung, warum Blei (in meinen Augen) Gift ist:

Als Funkamateur ist mir Blei nicht neu, aber schon Nickel-Cadmium war leichter und steifer und hat länger überlebt. Für 1A Strom brauchte ich 20Ah Kapazität bei Blei. Bei Ni-Cd kam ich notfalls mit 1,5 AH hin. Überlebt haben meine 9,5 Ah Blei dann 5 Jahre, wobei ich sie die letzten 3 Jahre nur parallel zum Lader betreiben konnte. Die 9,5 Ah bei 12V gehören in eine Notstromversorgung, die 650 Watt aufnimmt und 400 Watt liefert, bei 240 V - reicht aber nur für einen schnellen Schutdown von Linux, falls der Strom ausfällt. 650 Watt sind etwa 50A der wirklich kurze Anschlußdraht hatte etwa 4 Millimeter Durchmesser. Die 4,5 AH Ni-Cd Batterie sieht komisch aus, hat aber schon über 10 Jahre auf dem Buckel und wird vielleicht mal durch Lithium-Eisenphospat ersetzt.

In der Notstromversorgung habe ich sie noch nicht gequält. Ich bin froh, daß sie durchgehalten hat und keine Frage, bis der Rechner unten ist, wird sie "warm". Am Funkgerät die 1A schafft sie immer noch locker.

Wer Gabelstabler fährt, was was er von seiner Batterie hat.

Wer Blei durch Lithium ersetzt hat weiß auch was er davon hat. Gefühlt 3 mal so viel bei 3 mal so langer Lebensdauer und er kann sie 3 mal so weit werfen, weil sie leichter sind.

Wenn der erste Satz Blei durch ist, haben viele Elektrobauer das Handtuch geworfen und den ideellen Bankrott erklärt. Der Nachfolger hat zum Preis von einem Satz Lithium Eisenphosphat ein tolles Auto bekommen. Von daher kommt mein Gefühl, daß Blei Gift für das Portemonaille ist.

Bin halt ein Gefühlsmensch.

Liebe Grüße von
Peter und Karin

von Peter Dambier - am 28.07.2013 15:47
Hallo
es gibt kein schwarz weiß / gut schlecht mit Blei oder LIxx.
wie Manfred schon sagt: kommt drauf an was und wie.
Gestern hab ich kurz bereut LiFe... gekauf zu haben.... mein erster Bleisatz war für mich gut und günstig. Ich hab eben und nicht viel km. Hab nur grad keine mehr bekommen und nu geht´s halt nich ohne das Fahrwerk zu ändern. Lixx , Bms, Ladegerät und soweiter kost schon was.
Mit dem ersten Satz gebraucht Blei für 200 € bin ich 10´000 km ! gefahren.
Beim City El z.b. wechsel von 100AH Blei auf 75 AH Blei bin ich in der ersten Kurve fast umgefallen weil es leichter war.
Also: Blei ist nicht für alles gut aber auch nicht für alles nix.
Gruß
Norbert

von Norbert Kern - am 28.07.2013 17:48
Es kommt immer auf die Ströme an.
Die Elektroboote am Königsee fahren Blei, Kawenzmänner! Eine Zelle hat ne halbe Tonne, Belastung 0,03C, halten schon 40 Jahre Zyklenbetrieb
Gruß Stefan

von Stefan B. - am 29.07.2013 07:44
Ich würde mir keinesfalls so etwas blind aus China bestellen. Es gibt mit Sicherheit gut verarbeitete und konstruierte Produkte, aber auch viel Schrott. Mindestens einmal reinsetzen und an allem wackeln! Ersatzteile: die große Pleite. fast jedes Teil muss an einem anderen Fahrzeug abgebaut werden. Das kann schwierig werden. China ist immerhin am anderen Ende der Welt. Irgendetwas zurückschicken? Wie soll das gehen? In München habe ich auch zwei anscheinend gut verarbeitete Fahrzeuge gesehen, neben, sagen wir, Schrott.

Die Kiste, die täglich nach Wuppertal, fast 60km, fährt, hat ca 1/2 Jahr entladen gestanden, bis ich es erweckte. Geradverzahnte, ungehärtete Getriebe sind eine Zumutung, möchte ich sagen.
Als Klebstoff reicht Uhu, steht ja drauf, dass man da Papier mit kleben kann. Die Innenraumverkleidung, naja.
Eigentlich sollte es so etwas zum Ausschneiden aus Papier geben, das man dann mit Polyester verstärken kann. Aber Thermoplast ist einfach eine Zumutung.

von Bernd Schlueter - am 30.07.2013 11:04
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