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elweb Technik
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6
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Yardonn, Eba_M, Manfred aus ObB

Elektroautos können auch billiger sein

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 03.06.2013 12:10

Hätte der ADAC in seiner Umfrage gefragt:
Wieviel weniger würden Sie für ein Elektroauto zahlen? sähe das Ergebnis ganz anders aus.

Meine Ansicht: Elektroautos sind als Zweitwagen für den Nahverkehr sehr geeignet, können billiger und leichter gebaut werden und benötigen nicht den Komfort eines Langstreckenfahrzeugs.
Wichtig sind die ereichbare Schukosteckdose zuhause und am Arbeitsplatz.

Asynchronmoren und deren Steuerung gibt es sehr preiswert von der Industrie, die Adaption an ein Fahrzeug ist überaus einfach, den Kauf der Batterien sollte man den Nutzern überlassen.
Batterie und Ladegerät sollten eine Einheit bilden und eine aktive Ausgleichsladung ermöglichen.

Das bisherige BMS ist damit verzichtbar. Als Tiefentladeschutz habe ich ausreichende Überdimensionierung und die preiswerte Technik der einen "Opferzelle" vorgestellt.

Mietbare Generatoranhänger leichter Bauweise sollten in Ausnahmefällen größere Enfernungen überbrückbar machen.

Die Angebote unserer Industrie gehen in die falsche Richtung.
Der ADAC ist nicht die Vertretung der Verbrennerindustrie und zeigt mit der Umfrage ganz klar, dass diese die falschen Produkte anbietet.
Unabhängig davon bleiben wir Elektroenthusiasten unseren Teslas und Mievkisten treu.

Ich habe mir die kleinen Chinesinnen angeschaut, die sollten auf unsere Bedürfnisse angepasst werden. Sie sind oft dem Smart nachempfunden und bieten für ihren Preis nicht das, was wir von einem Zweitwagen erwarten. Vor allem nicht ersatzteilmäßig.

Der Smart-Umbausatz wird nicht lange auf sich warten lassen und den größeren Einstieg in die Technik des Elektroautos ermöglichen. Zum Selbstumbau, versteht sich.
Der Rest kommt von selbst.
Auch die Verladung auf die Bahn dürfte technisch keine Schwierigkeiten bereiten, wenn die Abmessungen quergestellt das Lichtraumprofil der Bahn unterschreiten. Das beträgt bei uns 2,8m.

Bahnverladung und Elektroauto gehören meiner Meinung nach zusammen. Auf der Bahn kann vollgeladen werden. Doppelstockzüge.

Ein wichtiger Punkt ist auch, dass für den Verbrennerverkehr heute gesperrte Städte für den Elektroantrieb freigegeben werden können, um es mal positiv auszudrücken.
Ich hätte auch kein Problem mit Elektromietautos mit Holzbänken, um hygienischen Gesichtspunkten Genüge zu tun. In den Wagen zu spucken, sollte allerdings verboten bleiben.

Da der TÜV sich nicht umzustellen vermag, sollte für Elektrofahrzeuge eine eigene Einrichtung geschaffen werden. Der ADAC bleibt auch unsere Interessenvertretung. Ob der ADFC sich auf unsere Bedürfnisse umzustellen vermag, wage ich zu bezweifeln. Ich würde dieses allerdings sehr begrüßen, zumal meine Bestrebungen in Richtung Leichtbauweise mit Verlademöglichkeit gehen.
Mindestens 50% unserer Verbrenner werden durch die elektrische Technik überflüssig.
Zudem wird bald auch die rein elektrische Getriebetechnik bei den Verbrennern Einzug halten. Sie ist dem Hydraulikgetriebe in vieler Hinsicht überlegen.

Antworten:

Re: Elektroautos könnten billiger sein

Mit Sicherheit werden sich bei den hohen Preisen Selbstumbausätze durchsetzen. England liefert für diesen Zweck die schönsten Fahrgestelle, Lotus unter 6000Euro und viele Replicen.
Antriebsstrang und Batterien getrennt.Motoren und Controller bietet die industrie teilweise schon an.
Zugelassen wird natürlich im Ausland, deutschland ist da nicht konkurrenzfähig, wo die Empfangsantennen für die EMV-Prüfung aus mit Edelsteinen besetztem puren Gold gefertigt werden.
Rafal könnte da helfen...
Batterien hat er auch : In einen Prius2 passen auch Cälber der Größe CA100Fi, die haben die gleiche Größe wie die Churchills, die Niko in Deurne verwendet hat. Ca 64 Stück sind erforderlich, für rund 7500 Dollar plus Steuer, plus BMS. Bei den 60er Winstons , die Niko verwendet hat, nur 60% davon. Dollars und Euro sind nicht gleichwertig.
Kapazität1,7 fach, Masse 1,5 fach bei den Calb-Zellen von 100Ah.
Die eleganten Kunststoffdesignstreifen der Winstons dienen wohl der Wärmeisolation im Falle eines Kurzschlusses.

Batterien aus Breslau

Also, es tut sich was und es wird sich auch weiter etwas tun. In Deutschland wird noch nicht ausgebildet für das neue Feld. Es wird weiterhin vor dem Autoschlosser gewarnt.

von Bernd Schlueter - am 05.06.2013 11:00
Laßt doch endlich die Versuche eine Schukosteckdose als Lademöglichkeit auszuloben.
Investiert wenigstens ein paar Euro in eine blaue CEE Steckdose und in einigen Metern Kabel mit mind. 2,5mm. Dann hat man keine Probleme mit verschmorten Schukosteckdosen und überhitzen Stromleitungen.

lg

Eberhard

von Eba_M - am 09.06.2013 17:21
Zitat
Eba_M
Laßt doch endlich die Versuche eine Schukosteckdose als Lademöglichkeit auszuloben.



Ich geb zu das ich noch vom Hochwasser geschlaucht und so alles andere als Fit bin.

Es wäre als schön wenn es möglich wär die Stelle etwas zu präzisieren wo Bernd selbiges gemacht.

Außerdem kenn ich genug E-Fahrer die wenn die Lademöglichkeit knapp, dem Herrn auch für eine
Schukodose danken, na ja gut das sind dann zu 99,852% keine Teslafahrer :o

von Manfred aus ObB - am 09.06.2013 17:53
Zitat
Eba_M
Laßt doch endlich die Versuche eine Schukosteckdose als Lademöglichkeit auszuloben.
Investiert wenigstens ein paar Euro

Es geht nicht darum die alte Schukosteckdose in den Himmel zu loben.

Es geht darum, heute zu fahren, und nicht morgen (oder eher am Sankt Nimmerleinstag), wenn mal flächendeckend bessere Steckdosen zur verfügung stehen.

Die beste Steckdoese ist nämlich die, die da vorhanden ist, wo ich parken will... Niemand betreitet, das man da nicht auch in vielen fällen ne bessere verbauen könnte, aber solange das noch nicht der Fall ist...

Man hat wohl den guten alten Spruch vergessen: Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach....

Gruß Yardonn, der sich gerade einen Adapter Typ 2 auf Schuko gekauft hat... weil, ich fahre doch ganicht solche Stromverschwender, das ich ne Schukosteckdose ans schmoren bringen könnte...
Trotdem hab ich natürlich verständniss für die Notwendigkeit höherwertiger Strominstallationen. Aber solange die nicht da sind....

von Yardonn - am 28.06.2013 11:55
Ich habe es schon oft gesagt, ich halte hydraulische Getriebe für anno tobacco. Automatik muss aber sein, das twike-Getriebe lässt noch zu wünschen übrig.
Es muss ein elektrisches werden, dann wird es billiger, sparsamer und ruckfrei.

Man kann auch die Hälfte des Getriebes einsparen samt Verbrennungsmotoranlage und stattdessen eine Batterie einbauen, dann wird es auf längere Sicht nur billiger. Allerdings, nach wie vor, nur für den Nahverkehr, der fürs Zweitauto völlig ausreichend ist.
20 kWh Churchills kosten unter 6000 Euro und wiegen 200kg. Mehrere 100.000km in zehn Jahren, da kommt Benzin fast nicht mit.
Kommt aber wohl, wenn man mit einem elektrischen Hochwirkungsgradgetriebe mit einem 20kW-Verbrenner in der Dreizack-Karosserie fährt.

Batterien:
Nahverkehrsauto: 20kWh rein elektrisch

Fernverkehr: 5kWh Hochleistungsbatterie plus elektrisches Getriebe/Verbrenneraggregat 20kW.

Mein fetter Diesel verbraucht im gemischten Verkehr 6,7l/100km. Anzeige: 5,5 Liter (gelogen).
Mein Elektroauto umgerechnet 4 Liter. Knapp 120km/h zu 80km/h. Da ist der Diesel relativ sparsamer. Das muss nicht so bleiben.

von Bernd Schlueter - am 30.06.2013 07:31
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