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elweb Technik
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4
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Manfred aus ObB

Warum ich das neue weichmagnetische Material für extrem wichtig halte

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 01.10.2013 12:21

Mir schwebt ja vor, dass jede Krankenfahrstuhlklitsche problemlos und preiswert Elektrofahrzeuge bauen kann. Größere Fahrzeuge kann man mit Standard-Induktionsmotoren ausrüsten, da spielt das Gewicht keine große Rolle.
Bei den Kleinen sind die einzig geeigneten Permanentmagnet-Synchromotoren in einer Zwickmühle zwischen Wirkunggrad bei hohen Geschwindigkeiten und Drehzahl. Das inzwischen weltweit genormte Dynamoblech ist für die Kleinen ungeeignet.
Eine Verbesserung um den Faktorb 2 versprechen vielleicht Reluktanzmotoren mit dem neuen Statormaterial.
Auch Reluktanzmotoren arbeiten mit automatischer Feldschwächung, was dem Wirkungsgrad und dem elektronischen Aufwand entgegenkommt. Man kann Reluktanzmotoren auch als Schrittmotoren bezeichnen. Autofirmen auf Mond und Mars nutzen sie gerne

Man braucht nur den Teil des Motors, dessen Feld wechselt, mit dem neuen Blech oder sonstigem Material ausrüsten, dann kann auch der Elektromotorherstelle um die Ecke für wenige Euros geeignete Motoren herstellen. Lynch ist eigentlich zu aufwendig, aber gut. Hat 0,2mm-Blech, immerhin.

Eine andere Möglichkeit, die der elektromotorischen Revolution Flügel verleihen kann, sind sehr hochtourige Asynchron-Außenläufer. Diese benötigen allerdings neben einem energiefressenden Getriebe eine Sicherung gegen die hohe Rotationsenergie des Läufers bei Defekten.

Fahrzeuge müssen zukünftig nicht mehr weggeworfen werden, wenn wichtige Antriebsteile sterben.
Verbrenner raus, Elektroanatrieb als Plug in hinein, den man dann innerhalb eines ganzen Fahrzeugpark auswechseln kann und der motormäßig ewig und batteriemäßig wenigstens zehn Jahre hält.
Jeden Tag dann eine andere modische Farbe oder anderes Modell, passend zu Kravatte , Fliege oder Hut. An Batteriepaketen , Motor und Elektronik ein Griff zum schnellen Wechseln.
Klar, Drehstromliste im eigenen Netz. Alternativ bis dorthinaus.
Die Kleinfahrzeuge sollten dann geschwindigkeitsbegrenzt sein und überall da fahren dürfen, wo sich auch Fußgänger und Radfahrer bewegen.
Sprich, im Wald, auf dem Feld und in grüner Au.

Mein Ubuntu macht Fisimatenten, die Programmierer arbeiten wohl gerade daran, Ich hatte da zugestimmt. Open Bernd, sozusagen.

Antworten:

Zitat
Bernd Schlueter

Die Kleinfahrzeuge sollten dann geschwindigkeitsbegrenzt sein und überall da fahren dürfen, wo sich auch Fußgänger und Radfahrer bewegen.
Sprich, im Wald, auf dem Feld und in grüner Au.


Absolut dagegen, ich hab eh meist den ganzen Sommer den Hals,
könnt Kotzen wenn alle zurück zur Natur wollen aber keiner zu Fuß :mad:
Was dazu führt das erst angehalten wird wenn die Vorderachse im See steht :rolleyes:


Wenn was in die Au gehört dann was anders,
die Stammtischler von der Mäulesmühle haben davon eventuell schon mal gehört

[www.youtube.com]

von Manfred aus ObB - am 01.10.2013 12:45
Warum soll das Schlangestehen nur auf diesen hässlichen Autobahnen stattfinden? Es gibt viel schönere Gegenden, in denen man nicht nur die gute Luft, sondern auch die schöne Aussicht genießen kann. Ich denke da beispielsweise , rund um den Kochelsee, auf der Zugspitze oder in der Fußgängerzone. Auf der Autobahn stören die langsamen Elektrofahrzeuge nur. Wenn es uns dann zu eng wird, können wir ja in die deutschen Ostgebiete ausweichen. Wir sind dann Bürger Russlands und die Weiten Sibiriens stehen uns offen. Ich verstehe gar nicht, dass Du Bedenken hegst.

von Bernd Schlueter - am 01.10.2013 20:52
Zur Erklärung:
Die billigsten Motoren sind die Induktionsmotoren. Die sind aber meist für 50 Hz ausgelegt mit 0,5mm oder allenfalls 0,35mm Blechen.
Mit 0,2mm-Blechen sind die gleichen Motoren auch für 400 Hz tauglich.
Siemens steigerte, ich vermute, in Hinblick auf die Elektromobilität, die Maximaldrehzahl praktisch über Nacht, auf 22.000 pro Minute. Allenfalls die Wicklungsköpfe wurden etwas schlanker ausgeführt. natürlich die Blechstärke.
Der gleiche Motor, der bei 50 Hz 10 kW leistet, leistet bei 400Hz das gut 10 fache. Der E-Wolf hat einen wassergekühlten, vorher ca 30kW-Motor eingebaut.

Der Clio hatte am Anfang einen 70 kg schweren Induktionsmotor eingebaut.
Da hätte man demnach auch ein Megawatt herausholen können. Einfach die Bleche tauschen und eine Getriebstufe mehr.

Mit einem mit dünnen, verlustarmen Blechen ausgerüsteter Induktionsmotor kostet vielleicht fünf Euro Aufpreis. Bei einem Gesamtpreis von 200 Euro kann man damit spottbillige Fahrzeuge herstellen, so, wie es der Herr Lobeck von Greenpeace in dem berliner Geschwafel vorträgt. ihm kann ich voll und ganz zustimmen. Ein Synchronmotor ist für kleine Fahrzeuge viel geeigneter und benötigt ganz besonders das neue weichmagnetische Material. Einen Mehtpreis kostet das bei den kleinen Motoren praktisch überhaupt nicht.
Auch die Pedelecs haben mangels des neuen Materials ebenfalls noch erhebliche Verluste bei 25km/h.

von Bernd Schlueter - am 02.10.2013 09:38
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