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elweb Technik
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Ralf s Tesla

Startbeitrag von Ralf Wagner am 28.03.2015 23:29

Berichte aus der neuen Welt, Erlebnisse mit meinem neuen Tesla.

Am Dienstag wird der Tesla drei Wochen alt, 4000 km war ich unterwegs seit dem Die meisten km waren beruflich,d.h. allein drei Touren in die Schweiz.

Heute waren wir am Bodensee, davon ein kurzer Bericht. Vorneweg, ich war auch früher schon elektrisch mit dem Serie 1 mini el am Bodensee, mit Ladung in Reutlingen, Zwiefalten ging das schon 1992 ;-). Damals mit umgebauten Schweißtrafo und Improvisation, heute gehts anders...

Heute früh, vor dem Frühsteck, setzen der Batteriekapazität von Daily auf Trip, d.h. hochladen bis 100% und vorheizen des kalten Fahrzeuges ab Netz. Start nach dem Frühstück mit Reichweitenanzeige 401 km typical, d.h. basierend auf einem typischen Verbrauch von 200 Wh/km.

Erste Etappe in Metzingen zum Test der Ladestation bei den Stadtwerken, Authentifzierung klappt, da parken wir das nächste mal wenn die Damen shoppen gehen in der Outletcity. Im Moment ist der Tesla voll, also ging eine schöne Tour über die Alb, Urach, Münsingen, Lautertal, Zwiefalten, Riedlingen, Saulgau dann weiter gerade runter über die Dörfer Richtung Friedrichshafen. Von Filderstadt aus steigt es hinter Urach auf die Alb und fällt dann schön Richtung Bodensee.
In Friedrichshafen Ankunft mit 250 km Restreichweite. Ich weiß viele andere wären froh überhaupt so weit zu kommen, mit dem Tesla könnte man jetzt ohne Nachladung wieder heim...


In Friedrichshafen habe ich das schöne EMMA Kärtchen rausgesucht, am Hafen haben wir noch einen Platz bekommen, der zweite war schon zugeparkt. Die Beschilderung ist verbesserungswürdig, Email ist schon geschrieben. Ein Eis an der Uferpromenade mit der Familie und der Blick auf die Tesla App, Auto lädt mit 100 km/h wunderbar ;-).

Nach einer guten Stunde in der Sonne am See, stehen 370 km Reichweite zur Verfügung, nachladen wird auch völlig überbewertet ;-). Weiter nach Wasserburg eine Station testen der Stadtwerke Lindau. Station ist da Ladung würde gehen, aber leider kein offenes Lokal in Sicht.

Also weiter nach Lindau, dort haben wir eine Ladestation am Parkplatz vor der Inselbrücke gefunden. Nach verscheuchen von Verbrennern hatten wir einen von zwei Ladeplätzen. Der Ladesäule schien alles egal zu sein, hauptsache ein NFC Kärtchen.


Das Essen auf der Insel war überraschend preiswert und gut, der Tesla lange voll. Innenraumtemperatur bei 27°, also auf dem Fußmarsch zurück, die Klimatisierung kurz anwerfen.

Sohnemann wollte noch einen kurzen Abstecher nach Bregenz machen, also auch das, ein kurzer Abstecher zur Seebühne.

Der Rückweg war dann eher flott, auf die A96 bei Lindau Richtung Memmingen. Wenn am Tacho vorne die "2" steht, steht am Verbrauch auch fix die "3" in dem Fall 360 Wh/km. Ich hätte mir das früher nicht träumen lassen dass man elektrisch so ein leistungsfähiges Auto bauen kann. DIe Kraft ist wirklich beeindruckend, die Konsequenz der flotten Fahrt lässt sich schnell ablesen.


Am Supercharger ein 15 Minuten Stop, die Batterie hatte noch fast 300 km Reichweite entsprechend ist die Ladeleistung auch "nur" 300 km/h. Die beste Ehefrau ist dann über Memmingen, Ulm A8 heimwärts gefahren.
Zu Hause habe ich knapp 2 h mit 11 kW geladen jetzt ist er weitgehend wieder voll.

Gesamttour heute 399 km, Schnitt 210Wh/km.

Ich finde es faszinierend was heute möglich ist. Auch wenn der Tesla teuer ist, die Betriebskosten sind vergleichsweise niedrig.


Ralf
P.S. Ich kann nichts dagegen tun alt zu werden, aber ich kann Spaß haben dabei :-)

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Ein schöner Bericht! Danke Ralf!

Auf der anderen Seite zeigt es dass die Verwendung von leistungsfähigen und reichweitenstarken Elektroautos nicht unbedingt zu einer Energieersparnis gegenüber Verbrenner führt, wenn man dann aus Spaß mehr Fahrten macht. Dies kann man insbesondere bei vielen Teslanutzern sehen, weil hier das Tanken kostenlos ist.

Ich als Teslafahrer würde es wahrscheinlich auch nicht anders machen, aber langfristig kann so ein Trend genau das Gegenteil von dem bewirken was das Ziel der Elektromobilität ursprünglich war.

von Emil - am 29.03.2015 08:21
Auch beim Tesla gilt, "wer schnell ankommen will, muss langsam fahren!". Wenn man 20 Jahre mit 2,5 kW gefahren ist, darf man schon mal draufdrücken.

Bei hohen Tempos ist man immer noch Faktor 2 besser zum Verbrenner bzw Hybrid im absoluten Energieverbrauch, im CO2 unter den gegeben Bedinungen um ein mehrfaches. Es ist kein Freibrief zum rasen, aber technisch interessant was geht. Viele Verbrennerfahrer haben keine Ahnung dass sie von einem Elektroauto überholt wurden. Der neue P85D läuft 250 km/h, der Verbrennerfraktion gehen langsam die Argumente aus.

Auf dem Heimweg gestern fiel mir auf, dass man sich bei 120 auf der Autobahn relativ leise unterhalten kann, das Fahrzeug ist einfach ein idealer Reisewagen. Auf dem Weg zum Bodensee über die Alb lag der Verbrauch übrigens bei 168Wh/km, das finde ich bei 4 Personen erstaunlich wenig.

Ralf

von Ralf Wagner - am 29.03.2015 08:54
Zitat
Ralf Wagner


Ich finde es faszinierend was heute möglich ist. Auch wenn der Tesla teuer ist, die Betriebskosten sind vergleichsweise niedrig.


Ralf
P.S. Ich kann nichts dagegen tun alt zu werden, aber ich kann Spaß haben dabei :-)


Tja Ralf, Granteln kann auch Spaß machen, verbraucht aber weniger Energie ( obwohl ich noch nie die Mod's mit eingerechnet hab :o )

Aber der echte Vorteil des Teslas in meinen Augen ist, daß die Beifahrerin neben dem stolzen Fahrer,
nicht die ganze Zeit über die Manie des Fahrers grantig ist, unbedingt elektrisch Unterwegs zu sein,
ja im Idealfall sogar entspannt selbst fährt :spos:

von Manfred aus ObB - am 29.03.2015 10:09
Hallo Ralf ! nach vielen Jahren El u Pionierarbeit mit dem Aufbau des Elweb hast Du nun die Fraktion der schrulligen verlassen

Wenn aber nur schrullige wie ich elektrisch fahren wird der Gestank neben den Staus in den Stadtzubringern nie verschwinden . Daher je mehr Teslas unterwegs sind doch gute Vorbildwirkung u auch Motivation für jene Menschen elektrisch zu fahren denes außer Spaß alles wurst ist. Aber nur so gibts Breitenwirkung.

Daß aber durch Breitenwirkung unweigerlich bei ungebremstem Bevölkerungswachstum ein Energieproblem mit Bereitstellung großer Strommengen und lokal hoher Anschlußleistung auf uns zukommen wird ist klar werde ich persönlich aber nicht mehr erleben

Gegen hohe Automobilgeschwindigkeiten ob elektr oder verbrennend bin ich aber immer noch absolut .

von Christian s - am 30.03.2015 10:55
Wenn Du mit dem Tesla im Stau stehst, wird klar dass auch das Elektroauto dieses Verkehrsproblem nicht lösen wird. Im Moment genieße ich es wie es ist, das muß aber nicht mein Leben lang so bleiben. Ich kann mir gut vorstellen je nach Lebenssituation auch mit dem Thema Carsharing zu leben. Fahrzeuge müssen fahren. Das eigene Fahrzeug lohnt sich wenn man viel fährt. Ich glaube nicht dran dass der Individualverkehr ersetzt wird, dazu bin ich und viele andere viel zu faul, aber Carsharing und selbstfahrende Fahrzeuge kann ich mir für verschiedene Anwendungen gut vorstellen.

Ralf

von Ralf Wagner - am 30.03.2015 18:42

Re:Stauproblem

Das Elektroauto löst das Stauproblem nicht , macht es aber für Passanten und Anrainer und mich als vorbeiradelnden Menschen ertäglich ..


das IST meines Erachtens die Lösung für das Stauproblem zumindest für sehr viele.

Und wenn der Strom durch ein noch so stinkendes Kohlekraftwerk erzeugt wird ist das Abgas dort wo es die Menschen erreicht nie mehr so ätzend wie neben der Einfallsstraße wo schon die Haare und die Kleider stinken. und das Fenster nicht geöffnet werden kann.

von Christian s - am 31.03.2015 08:25

Re: Re:Stauproblem

Zitat
Christian s

Und wenn der Strom durch ein noch so stinkendes Kohlekraftwerk erzeugt wird


Kohlekraftwerke besonders mit Braunkohle ( die Anforderungen an die Technik der Vergasung sind dann
weniger speziell und laßen eine wechslenden Betrieb mit Reststoffen ( z.B. Klärschlamm ) und Biomassen zu )
müßen nicht stinken und sind von CO2 Fußabdruck, mach angeblich Erneuerbaren Endsieg ( 100% Erneuerbar bis ... )technolgie
deutlich überlegen, oder könnten dies überhaupt erst realisierbar machen ( miteinander, statt mit einen ideologischen Brett ( welches nicht
energetisch Nutzbar ) vorm Kopf ) also das es Klima technisch einen Sinn macht und bezahlbar bleibt.

von Manfred aus ObB - am 31.03.2015 08:41

Re: Re:Stauproblem

Zitat
Christian s
Und wenn der Strom durch ein noch so stinkendes Kohlekraftwerk erzeugt wird ist das Abgas dort wo es die Menschen erreicht nie mehr so ätzend wie neben der Einfallsstraße wo schon die Haare und die Kleider stinken. und das Fenster nicht geöffnet werden kann.


Die enteigneten Bürger in der Lausitz haben zu dieser Art der Argumentation sicher eine andere Meinung.

Heiliger Sankt Florian / Verschon' mein Haus / Zünd' and're an!

Und jetzt können wir auch noch darüber diskutieren was an zusätzlichen Umweltbelastungen und CO2 Ausstoß Du als Radfahrer durch den Verbrauch von Energie aus Nahrung zur Fortbewegung erzeugst. Die gesamte Verwertungskette ist nämlich ausgesprochen ineffizient. :rolleyes:

von Emil - am 31.03.2015 08:58

Re: Re:Stauproblem

Hallo,

soll ich deswegen in meinem TWIKE nicht mehr mittreten dürfen?
Ok auf der WAVE war es wohl auch so dass es dann nicht mehr als reines E-Mobil durchgeht.

Und es stimmt: am ökologischten ist es nur den EEG-Strom zu verfahren und nicht das Schnitzel umzuwandeln.
Problem wird dann nur dass die bewegte Masse (meine!) immer weiter steigt und das führt dann wieder zu höherem Energieverbrauch!

Gruß Martin

von Martin Heinrich - am 31.03.2015 09:23
Zitat
Ralf Wagner


Der Rückweg war dann eher flott, auf die A96 bei Lindau Richtung Memmingen.
Wenn am Tacho vorne die "2" steht, steht am Verbrauch auch fix die "3" in dem Fall 360 Wh/km.


So neben dem Telphonieren ( es ist manchmal sehr zäh bis heut einer was versteht ) nochmal überflogen

Also 360 Wh/km wären bei 200 km/h 200 Kilometer in einer Stund ( was bin ich heut toll im Kopfrechnen :cool: )
nehm ich den Solarzellenrechner dazu 200 x 0,360 kommt 72 kWh heraus, rechnet man ( wenn man es kann
alein im Kopf ) dies auf die Motorleistung um so wären das 72 kW das erscheint mir etwas wenig weil ich
mein das die Leistungsanzeige im Tesla bei 200 km/h doch immer ein klein wenig über 80 kW war
( gerade Autobahn ohne Steigung ( also von Lindau bis Memmingen ) oder Gefälle )

Wie ist Dein Beobachtung Ralf, in wie weit mittelt die Verbrauchsangabe den aktuellen Wert mit der
vorherigen Fahrweise :confused:

von Manfred aus ObB - am 31.03.2015 09:25

Re: Re:woher der Strom

wollte damit nicht sagen daß ich Kohle super finde sondern die Aspekte beleuchten wo elektrische Mobilität in Massenverbreitung einen Vorteil hat .
und
Ja es wird bei Fortsetzung der der weiteren Anbetung der heiligen Kuh Wachstum in jedem Aspekt zu jeder Zeit , und damit verbundener zwangsläufiger Vermehrung der Bevölkerung der Tag kommen wo man auch schon beim Radfahren die Luft anhalten muß um nicht zuviel abzuatmen.

Wir erleben dies hoffentlich nicht mehr .

von Christian s - am 31.03.2015 10:06

Re: Re:woher der Strom

Hallo Manfred,
der Tesla hat für das geneigte große Spielkind und für den interessierte Ökofan, viele interessante Anzeigen. Man kann neben der Momentanleistung auch Mittelwerte für die letzten 10,20 und 50 km bilden lassen und darauf basierend eine Vorausschau auf die verbleibende Restreichweite wenn man so weiter fährt wie die letzten 10,20 oder 50 km. Bei hohem Tempo kommen dort erwartungsgemäß kleine Zahlen zusammen, gerne auch mal mit einer 1 vorne. Lange kann man 200 nicht fahren, weil gefühlt nach 30 Sekunden wieder ein LKW überholt und weil mit zunehmender Geschwindigkeiten murrende Geräusche aus dem Bereich des rechten Beifahrersitzt kommen. Der Mittelwert der Geschwindigkeit ist also deutlich niedriger. Schon für einen Schnitt von 100 km/h darf man nicht allzusehr bummeln. Bei konstant Tempo 120 ist man etwa bei der Typical Reichweite mit 200Wh/km ab Batterie.

Ralf

von Ralf Wagner - am 31.03.2015 17:28
Zitat
Manfred aus ObB
Tja Ralf, Granteln kann auch Spaß machen, verbraucht aber weniger Energie ( obwohl ich noch nie die Mod's mit eingerechnet hab :o )

Aber der echte Vorteil des Teslas in meinen Augen ist, daß die Beifahrerin neben dem stolzen Fahrer,
nicht die ganze Zeit über die Manie des Fahrers grantig ist, unbedingt elektrisch Unterwegs zu sein,
ja im Idealfall sogar entspannt selbst fährt :spos:


Ganz sicher Manfred?
[attachment 1257 doc20150401165522.pdf]
(irgendwann mal hier? gefunden)
woti

von wotan,der ältere - am 01.04.2015 18:06
Zitat
Richard
Auf den Tag genau vor ein paar Jahren?



Nein

[www.goingelectric.de]

von Manfred aus ObB - am 01.04.2015 18:48
... Heute unser Briefträger mit dem Blick auf den Tesla: "Elektroautos sind ja ok für die Stadt", meine Frau: "Ja, im Sommer fahren wir damit nach Kroatien!"...

:-) :-) :-)

Ralf

von Ralf Wagner - am 25.04.2015 19:52
Hallo Zusammen,

als kleiner Gegensatz zu all den Zukunftserwartungen zu den Elektrofahrzeugen, ein kurzer Bericht zu Elektrofahrzeugen aus der Gegenwart.

Ich war mit der Familie zwei Nächte in Holland mit dem Tesla.
> Start in Filderstadt mit 85% Batterieladung zum Supercharger nach Hirschberg bei Mannheim zum Frühstück. Weiter nach Mogendorf bei Koblenz zum nächsten Supercharger. Da die Etappe vergleichsweise kurz ist, frei Fahrt, soweit es die Baustellen zulassen. Die erste länge Etappe mit 260 km nach Zevenaar, durch viele Baustellen war ebenfalls kein hoher Verbrauch möglich.



Letze Etappe von Zevenaar nach Amsterdam, dort bin ich das erste Mal 5 Minuten am Supercharger angestanden!



Die Taxis laufen dort in großer Anzahl ein, letztlich gings doch fix. In der Tesla Driver Lounge gibt’s einen Kaffee und dazu noch einen Blick in den Showroom und die Werkstatt.





Die letzten 8 km dann zum Hotel mit 3/4 geladenem Auto.



Amsterdam ist eine umtriebige Stadt, trotz vieler freier, kostenloser Ladestationen hatte man uns empfohlen nicht mit dem Auto reinzufahren. Letztlich haben wir Tagestickets geholt und sind entspannt mit dem Bus in die Stadt gefahren. In der Stadt findet man Hybride (Prius, Ampera, Volt, i3) und jede Menge Elektrofahrzeuge (Leaf, Smart, IMIEV, Tesla).



Wir haben einige freie Ladestationen gesehen, die übrigens von RWE betrieben werden.




Das Hauptverkehrsmittel ist das Fahrrad ohne das Amsterdam wohl nicht exisitieren könnte. Schwer für uns zu verstehen das fast alle ohne Helm fahren, die meisten Fahrräder haben nur eine Rücktrittbremse. Die Amsterdammer fahren trotzdem völlig entspannt und flüssig mit den Rädern durch den Verkehr und Fußgängerströme. Für die Radfahrer gibt’s ganze "Autobahnen" mit samt Ampeln Abbiegespuren, sehenswert.

Was an Sachen in der Stadt verkauft wird ist schon interessant, an einigen Stellen weht massiv ein süßlicher Duft durch die Strassen, dass man froh ist zwischendrin mal wieder Frischluft schnappen zu können.

Einen Abend sind wir noch ans Ijsselmeer und später an die Nordsee im Westen gefahren, obwohl es dort flach war hat man den Wind deutlich im Verbrauch gemerkt. Dort war mein bisher nördlichster Punkt mit dem Tesla.

Nachdem wir am nächsten Morgen Richtung Heimat starten, sind wir in der Nacht nochmal zum Supercharger.



Auch in der Nacht kann man im Verkehrsstau stecken haben wir gelernt… Immerhin der Supercharger samt Lounge ist 24/7 offen. Nach 25 min genug getankt für den Rückweg am nächsten Tag.



Die Planung meines Autos ist mal wieder ambitioniert… irgendwie fehlt mir dazu der ruhige rechte Fuß und das Vertrauen das Fahrzeug so weit runter zu fahren… Je weiter man runter fährt umso stärker lädt er. Die Ladung startet mit über 100 kW Ladeleistung und fällt bei 300 km Restreichweite Richtung 40 kW ab. Am schnellsten kommt man voran wenn man möglichst leer ankommt und nur so viel lädt um an den nächsten Supercharger zu kommen.

In Zevenaar mussten wir etwas länger laden, da wir am Abend vorher in Amsterdam relativ früh gestartet waren, ich lade für das ruhige Gewissen manachmal 10 Minuten länger, das führte allerdings wieder dazu weniger ökonomisch zu fahren, Nunja es macht ab und zu Spaß, besonders den Berg hoch werden die anderen langsamer...

Einen Zwischenstop haben wir am Ladekreuz Hilden eingeschoben, bei der Bäckerei Schüren.



Das Ladekreuz ist eine freie private Ladestation, wie ich keine größere kenne! Schaut Euch das mal an, das ist beeindruckend. Die Bäckerei Schüren fährt komplett elektrisch, Nissan, Renault, Tesla , stellt auch Lehrlingen Twizzys für die "Helden der Nacht". 8 kWh haben wir geladen und die Familie mit süßen Stückchen versorgt.



Nach Mogendorf zurück für ein kurzes Mittagessen und weiter mit kurzen Ladungen in Hirschberg und Bad Rappenau nach Hause. Wir waren 1530 km unterwegs mit 340 kWh mit vollem Auto, Kosten dafür ca 40 kWh für die Ladung davor und danach zu Hause, der Rest am Supercharger.



Auch solche Touren gehen mit dem E-Auto, heute! Tesla hat Vorsprung und die anderen müssen sich beeilen.

Sonnige Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 31.05.2015 12:01
Zitat
Ralf Wagner
Je weiter man runter fährt umso stärker lädt er. Die Ladung startet mit über 100 kW Ladeleistung
und fällt bei 300 km Restreichweite Richtung 40 kW ab. Am schnellsten kommt man voran wenn man
möglichst leer ankommt und nur so viel lädt um an den nächsten Supercharger zu kommen.



Wenn man das so ließt, ist bis auf Staufahrten der Akku mit so einer C-Rate von 0,35 bis etwas über 0,4 Belastet,
beim Laden geht's dann teilweise über 1 ( 1,25 nicht ganz ) bis dann halt die Kadung unter 0,5 fällt.

Wie verhält sich da eigentlich die Temperatur :confused: Denke die Außentemperatur war so zwischen
umara 15° Nachts bis um 25°

von Manfred aus ObB - am 31.05.2015 21:40
Der Akku wird aktiv geheizt und gekühlt, die Aussentemperatur ist deshalb nur vor der ersten Etappe an so einer Tour relevant.

Es lässt sich durchaus mit 20 kW und darunter fahren, also bei deutlich niedrigerer C-Rate.

Ralf

von Ralf Wagner - am 31.05.2015 22:50
Zitat
Ralf Wagner
Es lässt sich durchaus mit 20 kW und darunter fahren, also bei deutlich niedrigerer C-Rate.


Hmm

Niedrige C-Rate erhöht aber die S-Rate auf so einer Tour :o

und beim Schnellladen bleibt die C-Rate hoch.

von Manfred aus ObB - am 01.06.2015 06:22
Hallo,

habt ihr gehört ? Audi bringt einen ich glaube Avant Sportback Kombi V10 auf den Markt...
natürlich ein Stinker...
mit 631 PS 500 Nm und min. 14 Liter auf 100 km soll das Teil in der Basis 165 000 Euro kosten...
von Null auf 100 in 3,5 sec. ?
Also schlechter wie der P85D...in fast allem, oder ?

Und die glauben immer noch wir haben die Nase vorn.
Ich glaube nicht das die Reichweite größer ist, haben die bestimmt keinen 100 Liter tank eingebaut...

bitte weiterschlafen... Liebe deutsche Autoindustrie !

von Twiker76 - am 22.06.2015 10:53
Ein kurze Zwischenmeldung für die die es interessiert. Mittlerweile bin ich 28.000 km gefahren, das macht viel zu viel Spaß... Rebound Effekt nennt sich das wohl, die allermeisten km fahre ich davon allerdings beruflich.

Nach 24.000 km habe ich das kostenlose Speed Update bekommen, er rennt jetzt 231 km/h GPS - ab und zu -kurz mal geht das, energetisch ein Wahnsinn :-). Im Zuge der Missionarstour Elektrofahrzeug machts mal Spaß vorbei zu ziehen. Das hilft gegen das Vorurteil dass Tesla Fahrer immer mit 100 km/h hinter dem Bus herfahren, wie man es ab und zu liest.

Nicht verschweigen will ich dass bei 24.000 km, die Drive Unit getauscht wurde, wie bei vielen anderen auch. Tesla hat(te) Probleme mit der Lagerung. Die hohen Drehzahlen und Kräfte vermutlich in Verbindung mit elektrischen Streuströmen über die Lager schädigen diese, so dass sie laut werden. Man erhält eine Austausch Drive Unit, seit Seriennummer 90.000 soll man das Thema im Griff haben. Ich bin ganz froh, dass ich eine 8 Jahres Garantie auf dem Antrieb habe ohne km Beschränkung. Es wäre auch möglich nur die Lager zu tauschen, das dauert aber länger. So hatte ich ein Wochenende einen 70D und konnte Mo Mittag mein S85 wieder abholen.

Bild

Zweites Problem war die Ladeklappe, die per Elektromagnet geöffnet wird. Unregelmäßig wollte die Klappe nicht aufspringen. Es war zwar möglich per Daumendruck auf die richtige Stelle die Klappe zu öffnen, aber es hat eine Weile genervt. Der erste Ansatz war per Software die Bestromung des Magnet zu ändern, Abhilfe brachte dann der scharfe Blick des Mechanikers. Wenn es warm war hat die Klappe leicht an der Karosserie gestreift und damit geklemmt. Eine kurze Justage der Klappe hat jetzt dauerhaft Abhilfe geschafft.

Richtig super ist der adaptive Geschwindgkeitsregler, der schön Abstand zum Vordermann hält und mit dem man sehr entspannt fährt. Das ist ein echter Sicherheitsgewinn, wenn vorne urplötzlich mal einer bremst. Auch sonst passt das Auto mit auf, da hat Bosch schöne Sensorik gebaut und Tesla wohl gut programmiert. Der nächste Step ist das "Autosteering" auf das wir sehnsüchtig warten... mal sehen wie das funktioniert. So eine Automatik ist ein kleines Kind, das muss man eine Weile beobachten um zu sehen wie sie reagiert, bevor man vertrauen dazu fasst und sie alleine arbeiten lassen kann.

Das Navi per Google ist schön, kann aber einige Basics wie z.B. ein Zwischenziel nicht, das ist etwas unwürdig. Gut funktioniert die Vorhersage der Restkapazität am Zielort, abhängig von Topologie, Wetter, Verkehr. Es lässt sich auch schön beobachten wie die Restreichweite am Ankunftsort schmilzt, wenn man z.B. auf der Autobahn draufdrückt. Auf der Landstraße bekommt man kaum einen erhöhten Verbrauch zusammen ohne Überschreitung der zulässigen Vmax.

Die gute Kalkulation brauche ich demnächst, wir fahren mit dem Tesla nach Kroatien. Der letzte Supercharger steht in Slowenien, aber es sollte passen. Unser Hotel ist informiert und wenn sie mich richtig verstanden haben bekommen wir eine CEE16A rot. Wenn die sicher funktioniert kann man sie in entsprechende Verzeichnisse eintragen.

Auf meinem Arbeitsweg in die Schweiz gabs zwei Supercharger in Achern und Sulz, mittlerweile ist noch einer in Mulhouse (F) dazu gekommen, der nächste soll in Pratteln (CH) kommen, ebenfalls auf der Strecke. Mein "Destination" Charging im Hotel mit CEE16 rot bräuchte ich damit eingentlich nicht mehr, ist aber sehr komfortabel.

Über flinc nehme ich ab und zu Leute mit zwischen Filderstadt und Basel, das ist regelmäßig ein Spaß für beide Seiten. Einige haben erst nach einer Weile realisiert dass sie in einem E-Auto fahren :-).

VG
Ralf

von Ralf Wagner - am 01.08.2015 18:17
Zitat
Ralf Wagner
.
Das hilft gegen das Vorurteil dass Tesla Fahrer immer mit 100 km/h hinter dem Bus herfahren, wie man es ab und zu liest.


Hmmmm

Ist das der Grund warum Busse in Zukunft 120 km/h Fahren sollen :confused:

[www.heise.de]

Zitat

Das derzeitige Tempolimit von 100 km/h für Busse sollte auf 120 km/h erhöht werden. Das forderte der .....


Hmmmm das Elon das fordern könnt, ist mir noch garnicht durch den zu vollen Kopf gegangen ;-)

von Manfred aus ObB - am 01.08.2015 18:41
Zitat
Marcus Maier
Hallo,

habt ihr gehört ? Audi bringt einen ich glaube Avant Sportback Kombi V10 auf den Markt...
natürlich ein Stinker...
mit 631 PS 500 Nm und min. 14 Liter auf 100 km soll das Teil in der Basis 165 000 Euro kosten...

bitte weiterschlafen... Liebe deutsche Autoindustrie !


Ich Tippe mal in der Praxis wird es sich so bei unter 20L/100km und Sportlicher Fahrweise 1/2Stadt/Landstr. einstellen.
Topspeed natürlich noch mehr.

Aber was interessiert es -Der Hersteller bedient Kunden bei denen man mit Werbung erst die entsprechenden Wünsche geweckt hat. Macht mit jedem Wagen ordentlich Gewinn. Da in der Regel als Geschäftswagen - zahlen die anderen die Kosten durch Steuerersparnis bei der Firma.

von thegray - am 01.08.2015 20:18
Zitat
Manfred aus ObB

... ist mir noch gar nicht durch den zu vollen Kopf gegangen ;-)


Holzwolle leitet auch in Oberbayern nicht ;-)

von i-MiEV - am 01.08.2015 20:20
Zitat
i-MiEV
Zitat
Manfred aus ObB

... ist mir noch gar nicht durch den zu vollen Kopf gegangen ;-)


Holzwolle leitet auch in Oberbayern nicht ;-)


Das bezog sich aber auf transkritische Wärmepumpen für 90° Fernwärmenetze um diese Ansätze
( ist wie Eautos zu fördern in dem das nach möglichkeit alles Verboten wird was Autofahren an sich ausmacht )
wie in diesen Link [www.energiesystemtechnik.iwes.fraunhofer.de] also nur noch Niedertemperaturnetze
zu erlauben im Ansatz als Energiestalinsmus erkannt wird und so geht halt Gedanken in mein
Kopf um, ob da noch mehr als Wärme drin wär in solch CO2 Wärmepumpen
( das man mit CO2 auch Windgas machen kann wen zuviel Wind in der Natur und nicht
nur in Beiträgen, liegt ja auf der Hand, dazu brauchts wenig Kopf, mehr einen Rechenschieber für die
Finanzen ab wann der Punkt gegeben ) so wäre dan mit diesen nicht Power-to-Heat zu machen,
sondern etwas Power, ob aus Heat oder aus einen Drucktank ist eben noch in der Holzwolle, so als
Gedankenspiel [tu-dresden.de]

In diesen Sinne Gruß in die Schweiz wo man auch aus Holzwolle Strom machen kann

[www.heissluftturbine.ch]

von Manfred aus ObB - am 01.08.2015 20:58
Hallöchen Zusammen,

wir waren im Urlaub, mit Tesla bei Tesla :-).





Wer mal lesen will, ist etwas länger...
[ralfwagner.de]

Sonnige Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 23.08.2015 08:15
Danke Jörg,
mittlerweile sind fast 40.000 km voll, es macht nach wie vor täglich Spaß.

Ich kaufe ein "E"


Seit heute mit E Kennzeichen.


Ladung heute in Sigmaringen

Ralf

von Ralf Wagner - am 05.10.2015 19:14
Zitat
Ralf Wagner
...
Ich kaufe ein "E"


Seit heute mit E Kennzeichen.
...

hallo ralf :-)
brauchts das beim tesla? :confused:
der sticht ja immer hervor und hat keine verbrenner im programm.

von weiss - am 06.10.2015 06:05
Hallo Ralf
40´000 in ca. 214 Tagen macht knapp unter 200 km am Tag gibt eine Fahrzeit von drei bis vier Stunden Täglich.... kannst Du vom Tesla fahren leben ?
Weiterhin frohes fahren
Gruß
Norbert

von Norbert Kern - am 06.10.2015 07:10
Zitat
weiss
Zitat
Ralf Wagner
...
Ich kaufe ein "E"


Seit heute mit E Kennzeichen.
...

hallo ralf :-)
brauchts das beim tesla? :confused:
der sticht ja immer hervor und hat keine verbrenner im programm.


... und Ralf, warum steht denn da in der Mitte ein "EV" statt "EL"?
Immer dieses Denglisch... oder hat das etwa was mit dem "ES" davor zu tun?

Gruß Jens ;)

von Jens Schacherl - am 06.10.2015 07:21
Hallo Norbert,

Du kennst meinen Geschwindigkeitsschnitt nicht.... In die Schweiz lade ich nicht mehr, sondern rausche durch.

Es gibt Tage da bin ich mehr im Auto als im Bett, das gibt mir dann schon zu denken... Leider kann ich vom Autofahren nicht leben, aber das berufliche Leben dass ich mir ausgesucht habe erfordert diese Flexibilität. Die Assistenzsysteme bringen eine gewisse Sicherheit zusätzlich. Aktuell bremst und beschleunigt er selber, warnt bei Spurwechsel. In einem Monat ca.wird er auf der Autobahn selber lenken. Mal sehen wie gut er das macht. Spass machts jeden Tag.

@Werner, mit dem E sind Erleichterungen in D verbunden, z.B. keine Parkgebühren in vielen Städten.

@ Jens, mittlerweile sind drei E auf dem Kennzeichen, das sind dann genug. In Esslingen empfiehlt sich EL nicht, sonst hat meinen ES EL, das wollte ich nicht.

Trotzdem bin ich gestern wieder gefragt worden, wie weit er kommt, wenn er im Elektromodus fährt, d.h. den Verbrenner abschaltet. Die Leute kapieren nicht, dass es kein Hybrid ist, sondern wirklich nur mit Strom fährt...

Ralf

von Ralf Wagner - am 06.10.2015 07:48
In der Schweiz durchrauschen ? Du kennst die Tarife sicher.
Da wäre doch Länder gebundene Höchst-geschwindigkeits-Automatik sinnvoll.
so: 52 / 83 / 124 für CH zum Beispiel Tesla weiß ja wo Du grad bist....
frohes schaffen
Gruß
Norbert

von Norbert Kern - am 06.10.2015 08:21
Hallo Norbert,
genau das kann der Tesla, den Tempomat nach den aktuellen Schildern richten. Es lässt sich ein Offset einstellen zum Schild, steht bei mir auf "0", also safe auch in CH.

Ralf
P.S. Morgen früh wieder in BS

von Ralf Wagner - am 06.10.2015 08:57
Wir waren im Winterurlaub mit dem Tesla,
hier mein Bericht
[ralfwagner.de]



P.S. Auch mit dem mini el war ich schon im Winter und im Schnee unterwegs, das war noch aufregend...

Viele Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 14.02.2016 18:02
Zitat
Ralf Wagner
Wir waren im Winterurlaub mit dem Tesla,
hier mein Bericht ...


Vielen Dank!
Nicht nur schön zu lesen, sondern auch immer mal wieder ein Link für alle Realitätsverweigerer.
Was mich (Frage an alle) noch interessieren würde wäre der Verbrauch des Tesla Model S ab Steckdose. Mit Ladeverlusten, Vorheizen und Akkuklimatisierung kommt ja noch was zur Bordcomputeranzeige "ab Akku" drauf - nur: wieviel etwa?!?

von Joe-Hotzi - am 15.02.2016 07:47
Hallo Joe-Hotzi,

ich kann den Aufheizverbrauch mal messen. Mit "ground Power" startet die Heizung mit 6kW und fällt innerhalb einer halben Stunde auf 1 kW zurück, dann schaltet die Standheizung ab. Es könnten also rund 4 kWh sein zur Aufheizung. Im Fahrbetrieb zieht die Heizung ca 1 kW +/-. Die Abwärme der Driveunit wird auch zur Heizung herangezogen. DIe Wasserkreisläufe sind recht komplex.

von Ralf Wagner - am 16.02.2016 13:47
Hallo Ralf,

+-1kW für das große Auto ist echt wenig. Mein gedämmter iMiEV braucht das auch. Habe einen Durchschnitt zwischen 0,5 kW (6°C) und 1,8 kW (-12°C) bisher beobachtet. Zum Aufheizen an der Steckdose reichen knapp 1 kWh (ab Steckdose) aus (-10°C), damit es warm ist. Das ist ca. eine halbe Stunde, dann schaltet die Standheizung sowieso ab.

von Andreas106 - am 17.02.2016 09:52
Hallo,

ja das ist leider so bei den Kleinwagen, da ist halt auch an Isolierung und Dämmung gespart.
Wenn es Frost hat werkelt bei meinem AX die Webasto auch so gut sie kann und mir wir grad so warm.
Geht halt viel über die Scheiben und das Blech (ist ja teilweise unverkleidet bis innen) verloren obwohl ich nicht mal 100 km/h fahren kann und die Luftkühlung nicht so zuschlägt wie bei einem Tesla.


Gruß
Martin

von Martin Heinrich - am 17.02.2016 10:51
Zitat
Ralf Wagner
... ich kann den Aufheizverbrauch mal messen. ...

Na, das meinte ich nicht wirklich, sondern den Verbrauch über eine gewisse Fahrstrecke insgesamt, inkl. aller angefallenen "Verluste". Aber das ist wohl beim MS nur feststellbar, wenn jemand nur daheim lädt und einen separaten Zähler gesetzt hat. Am Tesla SC wird ja wohl keine Energie ab Säule angezeigt, ...

von Joe-Hotzi - am 17.02.2016 10:54
Hallo Ralf und danke für die Rückmeldung.

Letztlich hängt der "Verbrauch ab Steckdose" ja auch stark vom Fahrprofil ab. Wenn man Langstrecke wie in Deinem Beispiel fährt, verteilen sich die max. 4kWh "Aufheizenergie" auf 900km Fahrstrecke - da kommen zu den 22kWh /100km "ab Akku" halt noch eine halbe kWh für die anfängliche Vorklimatisierung hinzu und sicher 1-2kWh /100km an Ladeverlusten am Lader +Akku bei der Aufladung.

In Summe also etwa 24-25kWh/100km "ab Steckdose" - m.E.n. ein guter Wert für ein solch großes Auto mit der Fahrleistung.

Mir hatte gerade jemand von seinen E-Golf vorgeschwärmt und von "um 28kWh/100km" ab Steckdose beim MS gewarnt. Dieser Wert ist bei Kurzstrecke mit regelmäßiger Vorwärmung sicher erreichbar - ein plausibler Durchschnittswert ist es wohl eher nicht.

Dazu kommt ja auch, dass "ab Steckdose" für die Reichweite ja völlig irrelevant ist und vor allem eine Rolle spielt, wenn man die Betriebskosten hochrechnen will. Da darf man dann aber wiederum nicht vergessen, dass das MS am SC kostenlos lädt, während "der tolle E-Golf" gerade an CCS regelmäßig ordentlich zur Kasse gebeten wird ...

Ich habe beim Stromos im Winter (Hallo Martin ;) ...) auch etwa 22kWh/100km ab Steckdose Verbrauch. Trotz intensiver Nachrüstung in Wärmedämmung und Winddichtigkeit und ohne die Möglichkeit einer Vorklimatisierung. Fahre halt viel Kurzstrecke und da kostet das regelmäßige Aufheizen halt Strom.

von Joe-Hotzi - am 18.02.2016 15:36
Eine Zwischenmeldung zu meinem Tesla.

Das Auto macht nach wie vor jeden Tag Spaß! Da ich den km Stand nicht bei meinen Standardanzeigen im Display eingestellt habe, erschrecke ich manchmal wenn ich den km Stand sehe. 71.700 km sind es jetzt nach 14 Monaten. Nach wie vor bin ich viel beruflich unterwegs, mindestens 1 x die Woche in die Schweiz und auch sonst macht man gerne mal eine private Tour.

Mängel:
Jammern auf hohem Niveau. Im März habe ich die hintere Tür kontrollieren lassen, da der Türgriff beim ausfahren geknarzt hat, dabei wurde offensichtlich das Kabel der Türausstiegsleuchte beschädigt. Das lasse ich bei Gelegenheit richten. Ein leichter Einparkkratzer tut weh. Die Familie "modulierte" mal wieder so laut dass man keinen Einparkpiepser gehört hat. Der erste Kratzer tut am meisten weh... Eine Gummidichtung am Kofferraum löst sich immer wieder, drücke ich ab und zu wieder zurück. Probleme gab es mit Geräuschen der Motorlager. Tesla tauscht dort recht kulant die komplette Driveunit und repariert die Lager. DIe Aktion habe ich jetzt 2 x gehabt, jetzt soll eine Lösung gefunden sein, die Lager vor den parasitären Streuströmen zu schützen.

Ärgerlich war ein Steinschlag im Sichtbereich der Frontscheibe 1500 € kostet die Scheibe (500€ Eigenanteil) + den Tausch der Autobahnplaketten Österreich (10€) und Schweiz (0€). Scheibentausch nicht bei Tesla und die Werkstatt hat das Fahrzeug nicht rechtzeitig zurück gebracht. Dazu wurde noch wild rumgefahren mit dem Fahrzeug, konnte ich schön per App verfolgen. Die Werkstatt hat Besserung gelobt, man kann den Kunden halt nicht mehr jede Story erzählen...

Verbesserungen:
Die Kofferraumbeleuchtung (hinten und vorne!) ist ziemlich mickrig beim Tesla, es gibt Tauschleuchten von einem US Anbieter, so dass man die Leuchten gerade 1:1 gegen hellere austauschen kann. In dem Zug konnte ich einen ganzen Teil des Lichtpaketes nachrüsten, die Leitungen und Stecker liegen sowieso, es müssen lediglich die zusätzlichen Leuchten montiert werden.

Auch ein kleines Schnürchen, damit die Heckablage mit der Heckklappe aufklappt gibts bei den Drittanbietern (grummel das 100.000 € Auto hats nicht, unser 10.000 € Verbrenner schon).

Fahren
Das Fahren hat sich auf der Autobahn durch den Autopilot ziemlich verändert, rund 80% der Strecke fahre ich damit. Der AP funktioniert bis 150 km/h, eine gute Geschwindigkeit ist zwischen 110 und 120 km/h. Ideal ist dann wenn man lange Zeit ohne Spurwechsel fahren kann und die Geschwindigkeit auf 120 km/h beschränkt ist. Ein Kollege von mir nervt dabei, von wegen die Teslas schleichen immer durch die Gegend. Durch die AP Fahrerei bekommen die Teslas noch das Schleicherimage, dabei kann man damit auch anders fahren. Meine schnellen Strecken habe ich auch mal, insbesondere zum Supercharger hin auch wenns energetisch und meistens auch zeitlich sinnlos ist. Spaß macht es schon auch mal 225 mit dem Elektroauto zu fahren. Es gibt mittlerweile Autos die einen Wahnsinnskrach neben einem machen, aber dann doch im Rückspiegel verschwinden :-). Die meisten Oberklassefahrer kenen die Teslas und sind ganz brav, die wissen dass sie verlieren ;-).

Der AP lernt kollektiv, d.h. alle Teslas liefern und teilen Daten für den Autopilot, so laufen auch viele Bundesstraßen sehr gut mit Autopilot. .

Kosten:
Die Anschaffungskosten sind ein dunkles Thema. Konnte ich 2014 meinen Tesla noch zu einem Preis einer gut ausgestatten Mercedes E-Klasse bekommen, sind die Preise so angehoben worden, dass man jetzt schnell über 100.000 € ist. Spätestens da hätte damals mein Verstand wieder eingesetzt. Die Gebrauchtpreise fallen dafür langsam, mittlerweile findet man auch mal um 54.000 € ein Modell S - immer noch eine Wahnsinnssumme.

Tesla braucht Geld für das weitere Wachstum und hat die Preise bis zur Schmerzgrenze angezogen auch für Zubehör. Da sie immer noch Lieferzeiten haben für Modell S und Modell X erst recht können sie es sich erlauben. Leider ist man damit von dem Punkt weg, dass man sich als "Normaler" so ein Fahrzeug leisten kann. Es muss dann schon eine Passion sein für das Thema und die Möglichkeit geben.

AP auf Probe
Schon fast gemein ist den AP wenn man ihn nicht bestellt hat auf Probe für einen Monat freizuschalten. So eine Taktik kennt man von Software und ja, eigentlich ist der AP auch nur Software, die Hardware ist ohnehin verbaut. Wenn man ihn nachträglich will, kostet er 3000 €. Ich will ihn auf jeden Fall nicht missen. Tesla hat ausgewertet dass die Anzahl der Unfälle bei dem ein Airbag aufgeht um 50% zurück gegangen ist, seit dem sie AP drin haben.

Betriebskosten
Die Betriebskosten entwickeln sich erfreulich niedrig. Ich lade an vielen Stellen. Zu Hause habe ich für 2015 500€ Strom nachbezahlt, Supercharger gibt es jetzt ca im 100 km Abstand in DE. Mein nächster SUC ist in Leonberg. In den Hotels (wöchentlich) bezahle ich nichts für den Strom extra. Noch habe ich eine Flatrate von Ladenetz und einen Vertrag von der ENBW (Elektronauten 9,9€/m + 2h / Ladestunde). Die Kosten für Strom sind überschaubar.

Reifen
Etwas mehr als Strom kosten die Reifen. Die mitgelieferten Allwetterreifen waren nach 45.000 km so dass ich sie nicht aufbewahrt habe. Auf die Standardfelgen kamen Winterreifen, für die neuen Sommerreifen habe ich Felgen aus dem Ländle von BBS. Die BBS sind günstiger als die Standardfelgen von Tesla insofern hat sichs doppelt gelohnt. Es gibt noch die Wahl 19 oder 21". Die 21" sehen deutlich besser aus, kosten aber mehr, sind leichter beschädigt, insofern bei mir die Vernunftentscheidung zu 19"

Versicherung sind nach wie vor 950 €/a mit VK und 500€ SB, bei freien Kilometern. Mein Prius hat 740€/a gekostet. Ein 4 Jahresservicepaket ist in der Finanzierung über Tesla / Bank 11 enthalten. Einen Jahresservice habe ich machen lassen, da passiert allerdings nicht viel. Vermessung des Fahrwerks, Tausch von Luftfilter und Schlüsselbatterie. Das Fahrzeug selbst ist ohnehin im Dauercheck, d.h. meldet sich bei Tesla wenn etwas nicht stimmt.

Batteriekapazität
Die Degradation ist spürbar. Nach meiner Rechnung fehlen mir 4-5% nach den 70.000 Tkm, gemessen an typical Range. Einige Tesla Fahrer meinen dass die Anzeige nicht verlässlich ist. Reichweitenängste sind weitgehend unbegründet bei der Laderdichte.

Abzuwarten bleibt wie sich der Tesla bei hohen Kilometerleistungen verhält. Erfahrungswerte gibt es z.B. von Eberhard der deutlich über 200.000 km liegt, Fahrer in USA mit 320.000 km. Die Fahrzeuggarantie läuft mit 80.000 km ab, also bald. Die Garantie auf Batterie und Antrieb sind jedoch 8 Jahre ohne Kilometerbeschränkung. Ich hoffe mal dass er sich weiterhin ohne größere Reparaturen hält.

Ein paar Infos auch auf meiner Tesla-Seite [ralfwagner.de]

Schöne Grüße
Ralf Wagner
webmaster@elweb.info

von Ralf Wagner - am 14.05.2016 10:55
Zitat
Ralf Wagner

Spaß macht es schon auch mal 225 mit dem Elektroauto zu fahren.


Hmmm

Da mußte den VW GTE schon wieder selber Fahren, bei 210 km/h klingt sich Elfriede ( der autonome Steuerrechner,
ist aber nicht die Elefriede aus Wuppertal ) aus.

Wieviele kW stehnen dann da wo die Leistung angegeben, am Amaturenbrett ( bzw. auf der Anzeige weil
Armaturen gibts ja da nicht, nur Virtuell ) wenn die 225 km/h sich eingependelt haben auf der Ebene :confused:

von Manfred aus ObB - am 14.05.2016 11:25
Hallo Manfred,
bei über 200 pendelt es irgendwo zwischen 60 und 100 kW, womit dann klar ist, dass die theoretische Reichweite dann unter 200 km fällt. Mehr als 5 Minuten klappt das selten so schnell zu fahren. Wir haben zwar keine Trabbi Fahrer mehr aber andere die unter Einsatz Ihres Lebens mit "Augen zu" mal fix links rausziehen. Die Abnützung der Bremsbeläge scheint mir trotz höherer Rekuleistung (60 statt 20 kW) im Tesla höher wie damals beim Prius...

Sonnige Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 14.05.2016 11:50
Zitat
Martin Heinrich
Hallo,

ja das ist leider so bei den Kleinwagen, da ist halt auch an Isolierung und Dämmung gespart.
Wenn es Frost hat werkelt bei meinem AX die Webasto auch so gut sie kann und mir wir grad so warm.
Geht halt viel über die Scheiben und das Blech (ist ja teilweise unverkleidet bis innen) verloren obwohl ich nicht mal 100 km/h fahren kann und die Luftkühlung nicht so zuschlägt wie bei einem Tesla.


Gruß
Martin


Ja das kann ich im besonderen beim Rapid Express bestätigen - dort wird die Luft durch den Hohlraum geleitet der sich aus Spritzwand und unteren Teil des Scheibenrahmen bildet und so auch als Querträger dient.
Nur das bei alle den Fahrzeugen dieses Bauteil absolut unisoliert ist kann man sich Vorstellen was da an Heizleistung verloren geht - ich sinne grade darüber nach..... Den kompletten Lüftungsheizungsblock "erstazlos" zu streichen da dieser auch keine Umluftfunktion hat.

Stattdessen einen fetten Heizungskühler mit ein paar Leisen PC-Lüftern zu versehen, Frischluft bei bedarf über die Windabweiser die man in die Fensterrahmen klemmen kann.

Ich denke da lassen sich mal mit dem Radiallüfter der rausfliegt zusammen schon so 10-15Kg "mobilisieren"
Am Ende Spart das 5-7KG Masse; es kommen etwa 1-2KW mehr Wärme innen an was also auch Sprit sparen könnte, Strom würde dann auch noch gespart da die klassische Leistungsregelung des Lüftungsystems mit Vorwiderständen mal in Stufe eins so an die 50-80Watt umsetzten kann - Sinnfrei nach alter Automobiler Konstruktionskunst!

von thegray - am 14.05.2016 12:42
Schit - hab ich doch schon Alzheimer?!? ;)

Aber das Wetter war halt grausig. Viel mehr Eindrücke aus Sinsheim wie die Fahrt im Mirai (dessen "Promoter" einige Antworten schuldig blieb), ein Plausch im warmen Foyer mit Navigon-App-Tausch für die Heimfahrt und die Hoffnung auf eine AHK für den Stromos habe ich dieses Jahr tatsächlich nicht mitgenommen.
Da waren die Abende an der Mühle doch etwas kuscheliger.

Also entschuldige, wenn Du "runtergfallen" bist und allzeit knitterfreie Stoßstange mit Deinem Tesla!

von Joe-Hotzi - am 14.05.2016 16:10
Heute am 10. März 2017, wird mein Tesla auf den Tag genau 2 Jahre.

Es macht immer noch Spass reinzusitzen und es ist immer noch aufregend damit zu fahren, jedoch etwas selbstverständlicher als in der Anfangszeit. Selbst bei Regenwetter wie jetzt am Donnerstag macht es Spaß über den Feldberg zu fetzen. Beruflich bedingt bin ich nach wie vor viel unterwegs, insbesondere auf meiner Stammstrecke von Filderstadt nach Basel, wo ich oft schon früh morgens in Besprechungen sein muß.

117.004 km hat er jetzt und es gibt keine besonderen Vorkommnisse. Ich will gar nicht an die vielen Schrauberstunden meines ersten Elektrofahrzeugs denken, bei deutlich weniger Laufleistung. Ich habe am Tesla gerade die zweite Jahresinspektion machen lassen, viel gibt es dabei nicht zu tun. Ein knacken im Antriebsstrang hatte der Service bei der Inspektion festgestellt und es schien als kündigt sich die erste kostenpflichtige Reparatur an. Bei näherer Prüfung in einem separaten Termin hat sich der Punkt mit etwas Fett auf Kulanz beheben lassen. Der Tesla MA meinte, dass die Verzahnung der Antriebswelle im Radlager bei meiner (sanften) Fahrweise noch eine ganze Weile hält.

Seit einem Jahr ist die angezeigte Restreichweite bei 90% Batterieladung nahezu konstant geblieben. Ganz voll lade ich nur selten um die Batterie zu schonen. Die Degradation passt zu den Erfahrungen der anderen Fahrzeuge.

Aktuell sind wir aus dem Skiurlaub zurück aus Kärnten. Auch diese Tour war vom Auto her kein Problem. 4 Paar Ski in Skisäcken lassen sich hinten mit 1/3 umgeklappten Sitz längs einladen. Skischuhe, Helme, Skiklamotten passen vorne in den Frunk. Wenn da nicht auch noch eine Klappbox mit Essen mitmüsste, ok im Winterurlaub ist auch der Tesla voll. Da steckt man dann schon mal Müslischachteln unter die Vordersitze...

Unsere Tour ging von Filderstadt los, Dank Mega Staus gleich quer über die Schwäbische Alb Richtung Memmingen zum Supercharger nach Aichstetten. Die Holländer waren auf Tour und der SUC war immerhin 50% ausgelastet. Weiter durch den Pfändertunnel mit einem kurzen Einkaufsstop am Supermarkt in St Anton am Supercharger. Die Autobahn in Österreich war leider ein einziger Stau, das war nicht mein Plan. Die Route führte uns Richtung Innsbruck und dann auf den Brennerpass zum nächsten Supercharger an der Passhöhe. Der wichtige Tip war nicht vollzuladen, da man sonst mit voller Batterie und ohne Reku immer auf der Bremse steht. Durch Italien ging es weiter nach Osten wieder nach Österreich ins Mölltal. Die Tour war nicht die schnellste und hat durch die Staus länger gedauert als kalkuliert.

An der Ferienwohnung hatten wir eine Schukosteckdose vereinbart, die der Vermieter stolz gezeigt hat. Viel mehr hat mir die 32A Drehstromsteckdose daneben gefallen . Leider war die Installation recht schwachbrüstig, so dass die Spannung gleich mal um 10Volt abfiel bei geringer Belastung. Geladen haben wir mit 10-16A Drehstrom, damit dauerte es nur wenige Stunden. 700 m vom Haus entfernt waren 5 Ladepunkte der KELAG mit 22kW AC und 50 kW DC. Eine Authentifizierung war möglich mit der New Motion App, allerdings war die Ladung dort unverschämt teuer (50€ bei DC hätte es gekostet) so dass wir gerne wieder an der Wohnung geladen haben. Den Strom dort haben wir bezahlt, es waren letztlich 22€ für 100 kWh in der einen Woche.

Skifahren am Mölltaler Gletscher war toll. Ein vergleichsweise leeres Skigebiet bis auf 3200 m bei 4 schönen Fahrtagen und ein Tag Schneefall dazwischen.

Der Rückweg sollte schneller gehen über die Tauernautobahn. Ausnahmsweise habe ich mal hochgeladen auf 98%, wir sind dann gefahren bis zum Supercharger am Chiemsee. "Ungeschickterweise" hat es dort ein Chiemsee Outlet. Die Ladezeit verging schnell und die Tour ging anschliessend weiter um München bis nach Jettingen an der A8. Am Supercharger dort haben wir etwas gegessen und das Nike Outlet daneben besucht (schon wieder eins...). Wir standen über eine Stunde durch den Einkaufsbummel und der Tesla war dann auch wirklich ganz voll. Voll genug die 115 km vollends nach Hause zu kommen und dort über 50% Restkapa zu haben.

Der Rückweg waren 555 km in 5 1/2 Stunden Fahrzeit und 0,5 + 1h Ladezeit. Die Tour wäre auch mit einem Ladestopp in Irschenberg gegangen. Die Erfahrung zeigt, dass 2h Fahrzeit ein gutes Maß für die Mitfahrer(innen) sind, auch wenn das Auto da noch nicht leer ist.

Ich habe für den Tesla eine eigene Unterseite auf meiner privaten Homepage
[ralfwagner.de]
dort ein Bericht zu unserer Norwegen Tour
[ralfwagner.de]



Gruss
Ralf

von Ralf Wagner - am 10.03.2017 06:35
Eine kurze Zwischenmeldung, heute habe ich die 120.000 km voll gemacht. Ich vergleiche es immer mit meinem Prius davor. Interessant wird es wenn ich dann in die 200.000 km Bereiche komme. Ein anderer Bekannter Tesla Fahrer hat jetzt 410.000 km, also mache ich mir nicht besonders Sorgen.

Mein Ladeverhalten hat sich etwas geändert. Ich lade nicht mehr so oft auf die 90% zu Hause auf, sondern oft nur auf 50% wenn am Tag drauf nichts besonderes ansteht. Es gibt viele günstigere (ENBW) oder kostenlose Lademöglichkeiten, so dass man das geschickt mitnehmen kann. Bei der ENBW lade ich nach wie vor für 2€/h und kann mit 22 kW laden. Auch bei uns in Filderstadt werden drei Ladenetz- Ladestationen kommen.

Letzten Sonntag haben wir eine kurze Tour zum Bodensee und Vorarlberg gemacht, neue Ladestationen anzusehen. Es gibt mittlerweile richtig viele Ladestationen zumindest mit Typ2. Auf den Autobahnen in BW war die ENBW fleissig, da hat es zumindest mal schon 50 kW Lader und mehr Leistung kommt. Was noch fehlt sind Schnelle Lader auf dem Land und in den Metropolen. Ich wüßte da ein paar gute Stellen und habe schon mal gerechnet, was es kosten würde dort etwas zu bauen :-).

Das nächste größere Softwareupdate 8.1 kommt die Tage, mal sehen was es an Neuerungen bringt. Man kann Bilder malen und direkt an Tesla schicken und ein verbesserter Mediaplayer.

Sonnige Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 30.03.2017 22:37
Hallo

Bei uns wollte die ENBW eine Station im Einkaufszentrum aufstellen , wurde leider vom Gemeinderat in nicht öffentlicher Sitzung abgelehnt.

Gruß

Roman

von R.M - am 31.03.2017 21:29
Heute habe ich 130.000 km mit dem Tesla voll gemacht. Ich bin dran, dass ich jetzt mehr km rein elektrisch als mit meinem Prius zurückgelegt habe. Mit dem Prius waren es 215tkm. Mit dem mini el damals 80.000 km (in 20 Jahren) und mit dem Tesla jetzt 130.000 tkm (in 26 Monaten).

Batteriedegradation Tesla: Im ersten Jahr ging die angezeigte typische Reichweite von 400 km auf 380 km zurück. Meistens lade ich nur auf 90% auf, dort ist die typical Range seit einem Jahr konstant bei 341 km, das entspricht den bekannten Werten.

Defekte: DIe Motorlager haben Anfangs die bekannten Probleme gemacht, wobei im ersten Jahr 2 x die Antriebseinheit auf Garantie getauscht wurde. Mittlerweile hat Tesla das im Griff, die neue Antriebseinheit hält. Es gibt einige kleine Defekte die alle bekannt waren und auf Garantie behoben wurden, z.B. Feuchtigkeit im Rücklicht, knackende Vorderradaufhängung, klemmende Ladeklappe. Ein Steinschlag in der Scheibe im Sichtbereich war ärgerlich, ebenso Ärger mit der langjährigen Reifenwerkstatt, die den Schlüssel für die Felgenschlösser nicht mehr gefunden hat. Das alls ist nichts gegen den Spaß den man mit dem Tesla hat.

Ausgetauscht habe ich die LED Leuchten in den Kofferräumen, Fußräumen und den Aussstiegsleuchten gegen deutlich leistungsstärkere Leuchten. Es gibt da einen Drittanbietermarkt.

Das fahren wird entspannter, ich lass öfters mal einen Supercharger links liegen und fahre dafür einen Schritt langsamer mit Autopilot. Die Ladepausen empfinde ich vom Zeitraum her nach wie vor als notwendig. Etwas schneller könnte das laden gehen, vor allem zum Schluß hin, das können die neuen Teslas dann schon besser.

Ich freue mich auf weitere Jahre mit dem Tesla und habe noch manches Ziel vor.
Sonnige Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 05.06.2017 22:44
Hallo Ralf,
schönen Dank für Deinen Bericht.
Hört sich nach erstaunlich wenig Kinderkrankheiten an.
Für ein grundsätzlich neu entwickeltes Auto wirklich bemerkenswert!
Weiterhin viel Spass mit Deinem Renner.
Gruß Karlfred

von Karlfred - am 06.06.2017 08:11
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