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elweb Technik
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vor 3 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 1 Monat
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welche Steckverbindung für 200V Gleichstrom?

Startbeitrag von korbi am 11.04.2015 16:26

Hallo,

in meinem Saxi will ich den DCDC, der bislang fest verdrahtet ist, steckbar machen. Auf der Eingangsseite bräuchte ich dazu einen Steckverbinder, der 600W/200V= aushält.

Der Stecker wird ja immer ohne Last gezogen, also gibts keine Funken. Was nimmt man dafür her?
Die Steckverbindung liegt trocken im Innenraum und sollte halt isoliert sein.
Lüsterklemmen sind mir da doch etwas popelig... :cheers:

(auf der Niedervoltseite verwende ich Anderson-Stecker).

Tut es da vielleicht auch dieser Wago-Stecker?
WAGO 890-232

Antworten:

hallo korbinian :xcool:
tendiere da eher auf solche stecker:
[www.google.de]

da sind die kontaktflächen grösser.

von weiss - am 11.04.2015 18:24
Hallo Werner,

welche genau meinst Du?
Der erste google-treffer war ein Hochstromstecker (brauch ich nich, oder meinste als Ersatz für Anderson?)...

von korbi - am 11.04.2015 21:43
Ich kenne jemanden, der nimmt gerne die Stecker vom Elektroschweissgerät. Die Überlegung, die beiden Enden der Batterie sind isoliert. Wenn ich die Drähte so unterbringe, dass ich garantiert nie beide Enden gleizeitig anfassen kann, dann kann nichts passieren. Zwar kann ich die beiden Pluspole oder die beiden Minuspole anfassen, wenn ich die zusammenstecke, aber da ist auf beiden Seiten meist die selbe Spannung drauf, also kann auch da nichts passieren.

Vor Steckern auf denen beide Pole drauf sind, hat Jack (EVTV) panische Angst. So ein Teil hat ihn um Haaresbreite einen Arm und ein Auge gekostet. Bei Steckerziehen gab es einen Überschlag. Der Lichtbogen hat UV geleuchtet und Haut und Auge versengt.

Bei Wechselstrom kann nicht viel passieren, weil bei 50 Hertz der Bogen innerhalb von 1/100 Sekunden ausgeht. Aber bei Gleichstrom tut es das nicht. Es muss schon etwas drastisches passieren, dass der wieder ausgeht.

Bei Landrovern sieht man gelegentlich einen Anderson direkt an der Batterie. Das Ding ist ein riesen Otto, für 200 Ampere? Aber da sind nur 12 Volt drauf. Die Leute geben sich damit gegenseitig Starthilfe, wenn im Schlamm ...

Das geht von Fenster zu Fenster. Das normale Starthilfehilfekabel bekommt an beiden Enden Anderson. Das hat weniger Widerstand als die Krokodilklemme.

Der 12 Volt Anderson kann aufgetrennt werden. Aber Obacht, danach kann man die beiden Teile verwechseln ...

Die Hochspannungsversionen kann man nicht auftrennen.

von Peter Dambier - am 12.04.2015 04:34
Gegen den Lichtbogen im Fehlerfall solltest Du unbedingt auf der Speiseseite passend absichern. Das ist teuer und umständlich, aber dann ist auch schnell wieder aus.

von R - am 12.04.2015 05:52
Hallo


Die Anderson Stecker sind bis 600V DC zugelassen also warum nicht auch dort verwenden. Alternative wäre Schütz.


Gruß

Roman

von R.M - am 12.04.2015 10:50
Mir gehts ja nur um die 200V-Seite, die im spannungslosen Zustand getrennt werden sollen kann...

Anderson-Stecker sind doch hier viel zu aufwändig und teuer?

Zur Landrover-Geschichte "für 200 Ampere, aber da sind nur 12V drauf": klar, hier braucht man Anderson, da die Autoanlasser nicht wenig Strom ziehen. Bei 12V gibts aber keinen Lichtbogen...

von korbi - am 12.04.2015 19:24
Zitat
korbi
Anderson-Stecker sind doch hier viel zu aufwändig und teuer?


Teuer ist relativ. 4,-€ /Stück ?
Gruß
Christian

von wchriss - am 12.04.2015 20:10
Zitat
wchriss
Teuer ist relativ. 4,-€ /Stück ?


Wo findest Du welche Anderson Stecker für welche Spannung die für 200A zugelassen sind komplett mit den Polen zu diesem Preis?

SB120 sind bei 200A Dauerlast schon grenzwertig.

SB175 sind gerade so ok.

Bei beiden Steckern tut man sich schon schwer diese von Hand ohne entsprechendes Handle zu trennen, was die Kosten noch weiter erhöht.

Man braucht auf jeden Fall einen teuren Schalter oder Schütz damit man die Stecker nur stromlos trennt.

Übrigens gibt es auch täuschend echt aussehende chinesische Nachbauten der Anderson Stecker. Vor dem Kauf würde ich aber angesicht unbekannter Spezifikation für diesen Anwendungsfall absehen.

Ach ja, man braucht natürlich auch noch eine passende Crimpzange.

von Emil - am 13.04.2015 05:20
Zitat
Emil
Zitat
wchriss
Teuer ist relativ. 4,-€ /Stück ?

Wo findest Du welche Anderson Stecker für welche Spannung die für 200A zugelassen sind komplett mit den Polen zu diesem Preis?


Wir reden hier von 200V nicht Ampere. Also tut´s die 50 A Version locker auch die Chinaversion ( die verwende ich bis 55A / 140V bei meinem P106 ohne Probleme).
Stecker gibt es hier:
Gruß
Christian

von wchriss - am 13.04.2015 06:49
Uups, sorry. Ich sah nur die 200A im Beitrag davor. :rolleyes:

Du hast recht, der SB50 sollten reichen.

von Emil - am 13.04.2015 06:59
ich habe gelesen, dass man die Andersonstecker auch löten statt crimpen kann?

von korbi - am 13.04.2015 13:42
Zitat
korbi
ich habe gelesen, dass man die Andersonstecker auch löten statt crimpen kann?


Ja so habe ich es auch gemacht.
Gruß
Christian

von wchriss - am 13.04.2015 14:05
Jo, ich auch, keine Probleme.

von Jan-EL - am 13.04.2015 19:04
Löten ist mit hochflexiblen Kabeln ganz schlecht, da dann durch die Versteifung der Leitung die Gefahr eines Kabelbruchs besteht. Und da möchte ich ohne zusätzliche Zugentlastung mit keinen 200 V handieren.

von Emil - am 14.04.2015 04:10
Hallo


Total schlecht hält auch erst seit 12 Jahren bei täglichem Stecken.
Die Kontakte gibts sowohl in Crimp als auch in Lötausführung.


Gruß

Roman

von R.M - am 14.04.2015 05:06
Zitat
Emil
Löten ist mit hochflexiblen Kabeln ganz schlecht, da dann durch die Versteifung der Leitung die Gefahr eines Kabelbruchs besteht. Und da möchte ich ohne zusätzliche Zugentlastung mit keinen 200 V handieren.


Abgesehen davon, dass ich für die 200V/3A keine Anderson nehme...

Ich kenn das so, dass man in Schraubverbindung keine zusammengelöteten Litzen verschrauben soll, weil dann das Lötzinn im Lauf der Zeit wegfließt.

Wegen Kabelbruch bei "versteifter Leitung" eine Verständnisfrage: an irgendeiner Stelle sind die Litzendrähte doch so oder so fixiert, sei es durch die Quetschung oder durch das Lötzinn. Wieso soll es bei mechanischer Belastung eher beim Lötzinn brechen? Das würde als weiches Metall doch eher nachgeben und sich das Kabel dort schlimmstenfalls lockern, aber doch nicht brechen?

von korbi - am 14.04.2015 07:04
hab aber immer noch keine wirkliche Antwort zu der 200V-Verbindung.

Ich werde doch keinen Schütz einbauen, nur damit ich alle heiligen Zeiten mal den DC abstöpseln kann...

Lichtbogen ist doch nur das Problem, wenn Spannung auf dem Stecker drauf ist.
Ansonsten sollten 200V/3A (600W) doch locker mit einer simplen Steckverbindung machbar sein?

von korbi - am 14.04.2015 07:06
irgendwo hab ich gelesen daß lötzinn bei heißen Kontaktstellen ev brennen kann. u deshalb crimpen besser ist . weiß nicht ob das Blödsinn ist. spielt bei wenigen Ampere sicher keine Rolle .

von Christian s - am 14.04.2015 07:07
Lötzinn wird wegen des Kapillareffekts in die Litze hochgezogen. Wenn das bis unter die Isolierung reicht dann kommt es leicht an dem Punkt wo die Isolierung endet zum Bruch, weil dort die höchste mechanische Belastung ist.

Und da wo Vibrationen herrschen sollte man auf jeden Fall verzichten. Nicht umsonst werden praktisch alle Verbindungen in Fahrzeugen gecrimpt.

von Emil - am 14.04.2015 07:12
Zitat
Emil
Nicht umsonst werden praktisch alle Verbindungen in Fahrzeugen gecrimpt.


Ja weil es schneller geht und biliger ist.
Noch ein Grund ist das die meisten nicht richtig Löten können.
Gruß
Chrsitian

von wchriss - am 14.04.2015 10:31
Hallo Korbinian,

wie wärs mit denen hier:

[www.ebay.de]

Da steht zwar nix dabei wg. Spannung weiß aber einen Fall in dem jemand sowas für die Verschaltung von Akkus im TWIKE (bis 435 Volt) genommen hat.
Solange beim Trennen bestenfalls fast kein Strom fließt und man es mit etwas Schwung macht gibts da auch kein Problem.

Die sind zum löten, und ja das ist im mobilen Bereich verpönt, zumindest was die Verkabelung angeht, ansonsten hast es in jedem PKW genug Lötstellen die nicht gleich an der nächsten Ecke abfaulen. Mit etwas zusätzlichem Schrumpfschlauch über beide Leiter und das Gehäuse kann man etwaigen Bruchgefahren vorbeugen, ein fixieren der Kabel am Einbauort kann auch nicht schaden.

Gruß Martin

von Martin Heinrich - am 14.04.2015 10:58
Zitat
Emil
Zitat
wchriss
Teuer ist relativ. 4,-€ /Stück ?


Wo findest Du welche Anderson Stecker für welche Spannung die für 200A zugelassen sind komplett mit den Polen zu diesem Preis?


Würd mich auch interesieren.
Hier zumindest mal 175er zu einem anständigen Preis, die hab ich bei meinem 3xHP Lader Pack verbaut:
175A

von el El - am 14.04.2015 15:38
Ich würd auch einfach einen Anderson nehmen, draufcrimpen, fertig!

von Buggi - am 09.05.2015 20:56
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