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Forum:
elweb Technik
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, hallootto

Elektroantrieb endlich auch für den Airbus320

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 25.01.2016 19:39

Ich bitte Euch, zukünftig an den Elektrotankstellen ein wenig mehr Platz zu lassen, damit auch Airbusse dort problemlos einparken können. Der längst überfällige Elektroantrieb wird jetzt endlich eingebaut. Wundert Euch also bitte nicht, wenn demnächst ein großer Vogel Euch den ganzen Kaffee beim bergischen Kaffeekänzchen wegsäuft!
Man hat längst festgestellt, dass die Düsentriebwerke am Boden denkbar unwirtschaftlich arbeiten. erst ab etwa 300km/h kann man von einem nennenswerten Wirkungsgrad sprechen.
Elektroautofahrer wussten Rat.


Leider nur Hybridtechnik

Antworten:

Warum werden die erst jetzt entwickelt?
Mit den richtigen Akkus ausgerüstet, hat man eine gigantische Rekuperation bei der Landung. Ist die Bremswirkung damit nicht noch größer als lediglich mit Scheibenbremsen. Und der zusätzliche Boost beim Starten, hilft dann auch wieder Treibstoff sparen.

elektrische Grüße
Peter

von hallootto - am 25.01.2016 19:53

Elektroantrieb endlich auch für den Airbus320, Autarkie

Da die "auxiliäre Krafteinheit" die E-Motoren versorgt, ist der Generatorwirkungsgrad im Stand unendlich höher als, wenn man dazu den Schub der Haupttriebweke, auch zum Rollen auf das Taxiway und auf längeren Spazierfahrten missbraucht. Gerade das Rangieren am Boden macht unendlich viel Lärm und Abgasbelästigung, dazu werden laufend Vögel und Hilfsmannschaften von den hungrigen Breitmaultriebwerken angesaugt. Die Kletterfähigkeit des Allradantriebs ist weitaus höher, was sich insbesondere beim Start im Gebirge als nützlich erweist. Auf verschneiten Pisten greift man zu Schneeketten und unter erschwerten Bedingungen, Start auf Geröllfeldern und im morastischen Gelände zu Panzerketten, die sich mit Hilfe der Haupttriebwerke nur ungleich schwerer bewegen lassen.
Man hat so auch viel mehr Zeit, die genaue Parkposition einzunehmen , befreundete Flugzeuge zu besuchen oder in das Hangar zu rollen. Manche Plätze erheben erhebliche Gebühren für den Einsatz externer Hilfsmannschaften, die man erst aus dem Siestaschlaf wecken muss und von Aggregaten.
Noch verbrauchseffektiver sind die erst seit wenigen Jahrzehnten verwendeten wing-und sharklets an den Tragflächenenden, die zu Verbrauchseinsparungen im bis zu 1,2 prozentpunktstelligen Bereich führen. Sämtliche Airbusse, die ich gestern in Düsseldorf starten sah, sind damit ausgerüstet.
Auch die ersten Cityels sieht man bereits damit herumfahren. Hier ist der Erfolg allerdings umstritten ("Angeberflossen").

Wenn wir Safran nicht hätten...

Lolo bekommt Besuch

Hier A320 auch mit sharklets

Flugplätze sind entsetzlich groß. Überall stehen die Vögel im Weg. Sind sie aber abgestellt beweglich, heißt es zumindest auf den großen Flugplätzen: hinten anstellen und einer nach dem anderen. Viel Zeit, Planungslogistik und Durcheinander lassen sich so einsparen.

Noch mal ein Berechnungsversuch: 70 Tonnen ist die Masse des A320. Um auf 80km/h zu beschleunigen, sind ca 5kWh erforderlich. Wir sollten uns dabei nicht täuschen: wegen der ungünstigen Anbringung des Fahrwerks sind keine hohen Beschleunigungen möglich. Die Fans sind viel schubstärker und schieben weiterhin vom Stand an. Eine Beschleunigung von 1 m/s² ist sicherlich ausreichend. Bei 40km/h entspricht das einer Leistung von ca 400kW.
Zum Rollen bei Tempo 80 sind vermutlich ebenfalls 400kW ausreichend. Das leistet das APO, außerparlamentarische Opp, halt, falscher Dampfer, das auxiliary power unit. Rein hybrid. Nur Standortkorrekturen im Batteriebetrieb. Die übliche Bordbatterie hat mit ihren 48 Volt und 23 Ah gerade mal 1 kWh Speicherkapazität, bei 50kg Masse. Aber max. 50kW Leistung. 1700 A Anfangsstrom.
Eine Zusatzbatterie ist nicht erforderlich, jedes kg zählt und man will möglichst wenig von den eingesparten 200kg Kraftstoff pro Start bewahren. Die Haupteinsparung liegt also nicht in einer verkürzten Startphase, klar, arbeitet der Elektroantrieb bis zum Abheben voll mit, sondern in der Spritvergeudung bei den sonstigen Bewegungen am Boden und in der einfacheren Logistik.

von Bernd Schlueter - am 26.01.2016 03:02
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