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elweb Technik
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Hotzi-47, omitreligion, Christian s

Tatras und Obusse im "Hungerland"

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 11.02.2016 17:44

Die fliegen bald elektrisch zum Mond
Also, die Dürreperioden sind vorbei. Kann man sehen, in welcher Hauptstadt die geradverzahnten Tatras aus Tschechien fahren? Die scheinen nicht gut ausgelastet zu sein. Dafür funktionieren inzwischen die Atomreaktoren und Trägerraketen.

Antworten:

Ist ja toll, dass jemand sich die Mühe macht die Elektrofahrzeuge aus Nordkorea zu filmen.

von omitreligion - am 12.02.2016 07:25
Ja, es ist traurig, diese leeren Geisterbahnen durch menschenleere Siedlungen fahren zu sehen. Dabei hat niemand etwas gegen die geplagten Nordkoreaner. Die Staaatsführung ist nur noch da, weil die Angst vor den USA existiert. Wenn ich in den Nahen Osten schaue, haben sie damit vielleicht auch gar nicht so unrecht. Ich habe Koreaner kennengelernt, ausgesprochen friedliche und fleißige Menschen. Buddhisten. Ich wünschte, die Angst vor dem Westen bestünde zu Unrecht und wir könnten gemeinsam den Gabentisch unserer Welt genießen.
Das noch bestehende, überaus diktatorische System würde einen Vorteil bieten: man könnte noch sehr bequem ein neues, vernünftiges Staatssystem aufbauen, nebenbei auch ein zukunftsweisendes Verkehrssystem. Damit sich die Geisterzüge endlich auch füllen.

von Bernd Schlueter - am 14.02.2016 11:37

Re: Rail 4u

Auch in Deutschland wird mit 70 Jahre alter Elektrotechnik ordentlich Tonnage befördert Dank der wackeren Frau Pirch [www.youtube.com] [www.rail4u.eu]

von Christian s - am 19.02.2016 07:18
Also, die modernen Errungenschaften in diesem Garten Eden elektrischer Mobilität imponieren mir doch so sehr, dass ich Euch weitere Wunder nicht vorenthalten möchte. Vielleicht erspare ich damit dem einen oder anderen ein überflüssige Urlaubsfahrt:

Bitte mitschreiben!

Passt bitte gut auf! Mitschreiben!

Das Haus von Kim Jong Kohl

von Bernd Schlueter - am 23.02.2016 21:11

Erzwungene Loyalität

Nein, diese Diktatur ist einfach nur unerträglich. So schlimm, wie es auf den Bildern zu sehen ist, hätte ich es mir niemals vorgestellt. Bei aller Verehrung der Elektromobilität durch diesen Führer, diese Videos zeigen die Absurdität dieser erzwungenen, nur scheinbaren Führerverehrung. Ob die Heilhitlerei und die Verehrung für unseren großen Genossen Erich Honecker ähnlich schlimm waren?
So stolz ich nun bin, in diesem Video einen waschechten Obus aus dem Jahre 1964 gesehen habe, in dem der verehrte Führer Kim Jong-Il leibhaftig einmal mitgefahren ist, mir geht diese Art von Verehrung einfach ab und ich würde mir sehr überlegen ob ich mir ein elektrisches Fahrzeug zulegen würde, das in diesem Land erzwungener Loyalität mit dem Größten aller "Bewunderungswerten" gebaut würde. Auch meine Elektroloyalität fände da ihre Grenzen.

Eine gute Erklärung des Begriffes "erzwungene Loyalität" in Wikipedia

Ich meine, einige dieser Videos sollten wir uns von Anfang bis Ende antun. Vorauseilender Gehorsam, vor dem sollten wir uns hüten, auch in Bezug auf die Elektromobilität.

Er beruht auf einer "Tugend", die auch uns Deutschen in besonderem Maße in die Wiege gelegt wurde.
Nicht wenige meiner Klassenkameraden waren in das Bad der erzwungenen Loyalität gefallen und hatten etwas zu viel davon geschluckt.

Auch einige meiner grünen Freunde sind sich nicht dafür zu schade, das Kind mit dem Bade auszuschütten.

von Bernd Schlueter - am 25.02.2016 02:27

Bitte lesen! Auch, wenn dieser Beitrag aus politischer Sicht ist

Leider ist meine Begeisterung für die Elektromobilität in Nordkorea um das, was ich um die die Elektrofahrzeuge herum und in Ihnen gesehen habe, in Ungnade gefallen. Es meldete sich beim Betrachten mein Gewissen, dass diese eingeschüchterten Menschen sah. Wie man sieht, gehen die Menschen immer möglichst getrennt, im Gänsemarsch und vermeiden jedes Gespräch in der Öffentlichkeit. Besonders die Szenen bei der Inspektion des menschenleeren Flughafens haben einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen.
Verzichten wir also zukünftig auf Elektrofahrzeugtechnik aus Nordkorea. Wir sollten froh sein, dass wir andere stalinistische Systeme überwunden haben. Die DDR war ja noch Gold dagegen!

Hier ein Wikipediabericht, den man, so meine ich, gelesen haben muss.

Nach Hitler, Stalin und Ulbricht noch so etwas!

von Bernd Schlueter - am 25.02.2016 05:50

Re: Obusse in der Schweiz

Oh Bernd,
warum in die Ferne schweifen und dann noch in so ein (politisch) rückständiges Land.
Fahr lieber in die Schweiz, z.B. nach Lausanne.
Ich erinnere mich noch heute gut, dass wir anläßlich der Durchfahrt während der Tour de Sol 1992 oder so ähnlich in Lausanne an einem Eck-Strassencafe gesessen haben und dort immer wieder ein O-Bus vorbeikam. Es ging nach der Haltestelle gut bergan, und wir beobachteten voller Freude und Bewunderung, wie der Bus surrend und sehr flott anfuhr.

Trolleybusse Lausanne bei Wikipedia

Ach nochwas: Sogar in Peking konnte ich anläßlich (m)eines Besuchs einer Batteriekonferenz 2007 ganz moderne Trolleybusse "bewundern". Wundersam für mich war seinerzeit, dass an einer Haltestelle die Oberleitungsdrähte endeten. Der Fahrer stieg dann aus, holte an einer Leine kurz die Stromabnehmer runter aufs Dach und fuhr weiter. Elektrisch, wohl mit Akkus. Wie erwähnt: 2007, moderner Bus-Neubau. Zu einer Zeit als in Europa die Trolleybusse nur noch sozusagen als historische Überbleibsel fuhren.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 25.02.2016 09:58

Re: Obusse in der Schweiz

Das Geklapper und Geschepper der Tatra-Straßenbahnen in Pjöngyang ist ja wirklich heftig und von den deutschen Testern gut aufgenommen worden. Geradverzahnte Getriebe sollten wirklich nicht mehr auf die Straße gelangen und die zunehmende Ruhe auf den Straßen, dazu auch noch elektrisch, zunichte machen. An der Geräuschkulisse der Düsseldorfer Straßenbahnen hat sich ebenfalls enorm viel geändert. Das Kurvengequietsche durch Anlauf der Spurkränze in den engen Radien war markerschütternd. Das Gleiche gilt für die Wuppertaler Schwebebahn, deren Räder nicht selbststabilisierend genug liefen, um in den Kurven nicht mit den Radkränzen anzukreischen. Die Kurven wurden manchmal eingefettet, damit die Bevölkerung wenigstens ab und zu ein paar Stunden schlafen konnte. Die neuen Obusse aus Solingen laufen geräuschlos. Geradverzahnung bringt die Elektromobilität in Verruf.
Im gut ausgebauten Netz in Nepal fuhren die chinesischen Shanghai-Busse ebenfalls, zumindest teilweise, geradverzahnt. Das war alleine schon vom Wartungsaufwand günstiger und billiger.
Zeitweise war da nur ein Einziger Obusfan um die Wartung der Busse bemüht,wie er mir während meines Zwangsaufenthalts auf Veranlassung der deutschen Regierung berichtete, ohne, dass ihm das entsprechend gedankt wurde. 2008 wurde dem Obusnetz der Saft abgedreht.

Ja, eine gute Idee. Viel mehr als die Straßenbahnoberleitung zusammen mit der Erdschiene stören die zwei Leitungen auch nicht und ich denke, man sollte sich Gedanken machen, wie man die Stromabnehmer wieder automatisch einfädeln lässt. Dann könnte man den weitaus größten Teil der Oberleitungen einsparen und mit Akkutechnik kombinieren. Im bergischen Land und in der Schweiz wirken schon die vielen Gefällestrecken als Akkustrecken ewiger Lebensdauer.
In meinem Kopf macht ja auch schon die Ladetechnik an der zweidrähtigen Oberleitung, nur beim Parken und gleichzeitigen Laden, der Induktionstechnik Konkurrenz. Für die gegenwärtige Strippentechnik kann ich mich nicht erwärmen, außer für die Steckdose am Haus.

Die Gyrobusse von Winterthur waren in der Rekuperation unschlagbar. Die vielen Stops beim zunehmenden, ungeregelten Verkehr machten diesen den Garaus. Ich sah oft abgeschleppte grau-grüne Gefährte, deren Stecker die nächste Aufladehaltestelle nicht mehr erreicht hatte. Deshalb findet man heute nur noch Trolleytechnik in der Schweiz.

Köln ist heute ein Verkehrschaos. Alle vielversprechenden Ansätze waren vorhanden, und wurden vertan. Der letzte Verfechter der reinen Elektromobilität in der Innenstadt war Dr. Winkler von der FDP, der dann sogar in der eigenen Partei wenig Unterstützung fand.
Et kütt wie et kütt, alles egal.
Der teure Ubahnbau war die zwingende Folge mit unglaublichen Anfangsfehlern.

Landwirtschaftliche statt Elektrotechnik

von Bernd Schlueter - am 26.02.2016 06:10
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