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elweb Technik
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3
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Hotzi-47

Die Elektromobilität kommt in Schwung?

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 17.03.2016 18:12

Ich schaue nicht auf die Zulassungszahlen, sondern sehe mit Freude, dass immer mehr Automobilhersteller Elektrofahrzeuge bauen lassen und sich wenigstens schon mal mit dem Gedanken befassen, auch die elektrischen Komponenten in Deutschland herzustellen. Ford, die sich gesperrt hatten, arbeiten bereits feste daran. Mercedes, VW und BMW, ich sehe schon, dass diese auch so etwas wie den Tesla herausbringen können. Teslas Radarsytem zur 160 Meter weit reichenden autonomen Navigation , auch durch Nebel und Schneetreiben, arbeitet übrigens mit echten Radiowellen. Vor 35 Jahren habe ich schon mal mit so etwas experimentiert.
Ich bin zuversichtlich, dass sich auf dem Gebiet der Elektromobilität viel tun wird. Ihr kennt mein Anliegen, auch Verbrennergetriebe durch elektrische Getriebe zu ersetzen.Schwachpunkt ist nicht der Generator, sondern der Motor.
Falls Ihr es noch nicht bemerkt habt, mein Verbrenneraggregat kann man mittels Griff aus dem Fahrzeug heraushieven. Es ist ein Blockheizkraftwerk, das sowohl das Haus heizt, wie auch das Fahrzeug im Winter und auf der langen Urlaubsfahrt nach Syrien antreibt. Vorteihaft sitzt es in einem Nachläufer (kleiner Anhänger für Gepäck und Aggregat).

Antworten:

Generatorkonstruktion

Wirkungsgradmäßig macht der Generator eines herausnehmbaren Verbrenneraggreagats kein Problem, die Drehzahl ist hoch genug , der Bereich ist eingeschränkt und das Drehmoment steigt mit der Drehzahl, also ideale Bedingungen.
Trotzdem ist eine Neukonstruktion erforderlich. Damit Gewicht un Dimension nicht unsere geforderten Dimensionen sprengen, muss der Generator als Schwungmasse herhalten, der die gewaltigen Beschleunigungen aushält. Dafür ist die bisherige Klebe- und Wickeltechnik nicht geeignet.
Bei Lichtmaschinen für Dieselmotoren behilft man sich heute mit einem Freilauf. Unbrauchbar für ein Schwungrad.
Will man auch die Motoren an den kaum gefederten Rädern anbringen, könnte man die dabei gewonnenen Erkenntnisse verwenden. Also, eine Art nationaler Aufgabe.
Noch hat sich wenig getan. Citroentechniker versuchten sich einst am Entenschwungrad als Lichtmaschine und Anlasser, mit mäßigem Erfolg. Audi baute etwas Ähnliches, Porsche schon um 1900 herum.

Stabile Wickeltechnik bei Motoren

von Bernd Schlueter - am 18.03.2016 03:59

Re: Generatorkonstruktion

Zitat
Bernd Schlueter
.... ist eine Neukonstruktion erforderlich. ...

Na ja, Mitte der 90er Jahres im vorigen Jahrhundert (oder war es Jahrtausend) hatte Siemens eine schöne Drehstrom Synchronmaschine mit Magneten und spezieller Wickel- und Befestigungstechnik geliefert für den Audi DUO. Der konnte nicht nur als Antriebs- und Rekumaschine dienen, sondern auch als Anlasser und als aktives Synchronisierelement für das mechanische Schaltgetriebe. War seinerzeit eine Super-Entwicklung, und es ist schade, dass nach nur rund 50 oder so ausgelieferten Autos die Sache eingestellt wurde.

Von den Motoren gibt es noch einige wenige, einer liegt bei mir. 20 kg Gewicht, 20 kW Dauer, 50 kW Spitzenleistung, und ein Spezi hat mal für 3 Sekunden über 90 kW rausgeholt. Dann war das Motorrad auf über 200 km/h und die Wickelköpfe überhitzt. Ich wollte die wassergekühlte Maschine mal in ein Motorrad setzen, aber da ich das nicht wirklich brauche, blieb es bisher ein Plan. Der vorhandene Wechselrichter ist auch viel zu gross für ein Motorrad, allenfalls für ein Auto oder Schiff geeignet.

Motoren gab es und gibt es zu Hauf. Elektromotoren jedenfalls. Einen kleinen 10 kW Range Extender mit sehr kleiner Elektromaschine und ebenfalls sehr kleinem Zweitakt Diesel hatte ich etwa oder so 2006 in einem SAXO oder 106 gesehen auf der AMI in Leizpig in einem lebensgrossen aufgeschnittenem Schaumodell. Wahrscheinlich steht der Wagen immer noch im Lager der Uni in Zwickau oder Chemnitz oder so, muss mal nachschauen im Archiv. Der Entwickler hatte ihn mir damals genau erklärt und auch erzählt, dass er zwei oder drei nach Frankreich geliefert hatte und dass die Dinger in Paris rumfuhren. Ich glaube es war Citroen, die hatten das erprobt aber nie in Serie gebaut. Wirklich schade, das hätte wirklich was werden können.

Moral von der Geschicht: Die Industrie könnte schon mehr, wenn sie nur wollte. Da hat es schon eine Menge guter Lösungen gegeben, wie Du schriebst sogar schon um 1900 herum. Was können wir kleinen Leute bzw. Anwender tun? So laut schreien, dass die es hören, geht gar nicht (mehr in meinem Alter, da fehlt mir die Luft). Schreiben statt schreien, vielleicht liest ja einer mit.

Selber bauen und basteln? Da lachen die in der Industrie sich kaputt. Wie gesagt: das Problem - wie bei vielem, was uns interessiert - ist nicht das Können, sondern das Wollen.

Schau mal bei Oriental Motors nach. Die machen eine Million Motoren täglich schon vor vielen Jahren. Da sollte was dabei sein. Sind aber eher kleinere Motoren.

Mit resignierten Grüßen, Roland

von Hotzi-47 - am 18.03.2016 14:39
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