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elweb Technik
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, R.M, el3331, rostefix

Gefährliches "Rucken" bei PSA-Fahrzeugen (Saxo, AX,106...)

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 22.03.2016 09:22

Bisher ist nur zwei Personen aufgefallen, dass das offensichtliche "Aufhängen" der Steuerungsrechner in der Sagembox in einem Zustand enden kann, der die Zerstörung des Motors und dann auch der Box zur Folge haben kann.
Diese Personen sind ich, vor zwei Wochen, und ein Bekannter von Gero, der exakt das Gleiche berichtete. Ich vermute aber, dass vielen dieser Zustand schon begegnet ist, ohne, dass sie dies bemerkten. Es ist auch schwer festzustellen, eigentlich nur daran, dass der Zeiger der Stromanzeige (Ökonometer) ohne ersichtlichen Grund im roten Bereich oder darüber hinaus steht.
Mitten auf der Autobahn bei Tempo 85 bemerkte ich irgendwann eine Art Lahmheit, der Zeiger stand, statt im grünen Bereich am Anschlag, das Fahrzeug fuhr aber , wie normal, weiter. Ich dachte sofort, der Motor brennt gerade durch. Etwas Gegenwind, von einer Steigung war nichts zu bemerken. Da war was faul. Ich schlich langsam, mit 60 km/h zu einer Ausfahrt und legte die restlichen 10 km zu meinem Ziel zum 23 km entfernten Viersener Bahnhof mit 40 km/h, im gelben bis grünen Bereich zurück, während die Energieanzeigenadel sichtbar fiel.
So kam ich bei einem Energiestand von ca 17% , anfangs hatte ich vollgetankt, an. Mit einem kleinen Umweg waren es nicht mehr als 30km, die ich gefahren war.

Ich hatte mein Auto schon aufgegeben und schlich, bei zweimaligem Nachladen , in vier Stunden nach Krefeld zurück. Nichts änderte sich, keine Erwärmung irgendwo feststellbar, alle Kühlaggregate liefen. Beschleunigung: extrem schwach, aber ohne Begrenzung der erreichbaren Geschwindigkeit.
Klar, dachte ich, Feld zu schwach, Motor brennt dann durch...

Warum ich hier noch einmal ausdrücklich frage: es wird hier von vielen gestorbenen Boxen und Motoren berichtet und ich möchte inzwischen wetten, dass dieser offensichtlich systematische Fehler alle unsere PSA irgendwann erwischt.
Wer kann sich erinnern, je einen ähnlichen Verdacht gehabt zu haben? Wie gesagt, das Fahrzeug fährt dann noch, man muss es nicht sofort bemerken.

Dass es ein Softwarefehler ist, wurde dann sonnenklar: ich hatte begonnen, das Fahrzeug zu demontieren, schraubte wieder zusammen, machte das "große", verbotene reset und alles war, als wenn überhaupt nichts gewesen wäre, außer, dass ich in einem anderen Rekuperationsmodus gelandet bin. Noch zeigen die Instrumente falsch an, aber das kenne ich schon.

Das erste, was ich jetzt machen werde, eine deutliche Anzeige anzubringen, die vor zu hoher Stromaufnahme warnt. Kurze Zeit, an steilen Steigungen von 14%, wie im Duisburger Wald, sind selten, da stört ein grelles Blinklicht nicht, oder wenn ich vor einem niederländischen Laster auf die Autobahn muss. Aber 10 kW, die im Anker vernichtet werden, zerstören diesen in wenigen Sekunden. Es war so und ist mit Sicherheit schon vielen von Euch passiert. Deshalb meine Anfrage. Ich hatte es offensichtlich so frühzeitig bemerkt, dass nicht einmal die zweite Gebläsestufe einschaltete, die bei meinem Saxo funktioniert.
Weiß jemand, wo genau der Temperaturfühler sitzt? Auf keinen Fall im Anker, wo er eigentlich hingehörte. Bei den Kohlen? Dann würde das Durchbrennen des Ankers nicht bemerkt.
Bei dem Bekannten von Gero sprang der Mikroprozessor irgendwann spontan in ein zulässiges Programm. Darauf darf man sich nicht verlassen, denn das ist das nur selten beobachtbare "Rucken", das also auch schon mal heilsam ist.
Das blieb bei mir aber aus. Ich musste mit Gewalt "rucken".

Antworten:

Hallo,
der Motor-Temperaturfühler sitzt im Stator; dort sitzt nicht nur einer sondern noch ein Reservefühler. Das kann man umklemmen - rotes Kabel des Steckers mit dem braunen an Anschluss 1 der Klemmleiste verbinden.
Grüße

Lothar

von el3331 - am 22.03.2016 21:25
Irgendwie hatten wir ein ähnliches Phänomen innerhalb kürzester Zeit nun zwei mal - einmal bei dir, einmal bei Nutoka. Scheinbar bricht irgendwie das Statorfeld zusammen.

Mir kommt das Schadensbild bei Nutoka auch bekannt vor, ich hatte mal einen Berlingo, da sahs in der Sagem genauso aus, nach Reparatur der Sagem lief er allerdings wieder, ich bin ihn über 10tkm in 1,5 Jahren gefahren.

Irgendwie passt es doch nicht zusammen... nach dem Reset gings bei dir wieder.

Würde der Regler für den Statorstrom softwarebedingt voll aufreißen, wäre der Schaden in der Sagem und an der Erregerwicklung erklärt. Nur das deiner nach Reset wieder geht, passt nicht dazu.

Würde der Regler für den Statorstrom softwarebedingt voll zumachen, wäre dein Fehler erklärt, ein Hardwareschaden aber nicht.

Das "Rucken" kenne ich auch. Sowohl bei der 3.5er als auch bei der 2.? Revision des Rechners schon erlebt. Immer folgenlos gewesen.

Was waren denn das für Rechnerrevisionen, bei Nutoka und dir? Vielleicht machts nen Unterschied, ob 3.5 oder älter... Das wär ein Grund für ein Upgrade, obwohl ich die 2.xx Rechner eigentlich lieber fahr (zweite Chance bei Akku leer und stehen geblieben - Zündung aus, an, geht wieder ein paar Meter...)

von rostefix - am 23.03.2016 16:59
Dann sind wir schon drei! Ein Bekannter von Gero, der Fehler sprang von selbst zurück.
Also , mein reset war, Fahrsicherung aus Zündung ein, 12 Volt ab und wieder an. Diesmal mur einmal und er lief normal, abgesehen von der schätzungsweisen nur halben Reku=Bremsleistung, die ich tunlichst nicht anfasse. So kann man fast genau so gut fahren.
Ich hatte die Sagembox noch nicht auf, nur rundherum Platz geschaffen, um die Schrauben zu öffnen. Kohlenkasten inspiziert, dann kam mir die Erinnerung an den Zustand auf dem Schrottplatz und ich dachte nur: erst Gero anrufen!
Auf einem Rechner habe ich den Briefwechsel mit Thomas Stein in Berlin. Da steht die Versionsnummer der Steuerung drin. Das waren auf jeden Fall verschiedene Hersteller. trotzdem genau gleiches Verhalten.
Das deutet darauf, dass Safran mit dem Fehler nicht klar kam und wohl heute noch nicht weiß, was da falsch läuft.
Nein, bei mir ist nichts kaputt und es war während der Fahrt mit 85km/h auf der Autobahn eigentlich nicht festzustellen, das etwas unnormal war.Nur der Blick auf den zu hohen Strom brachte mich dazu, Gas wegzunehmen und dann bemerkte ich erst die schlechte Beschleunigung.
Nein, ganz eindeutig ein Softwarefehler bei mir. Ein Aufhängen nach einem missratenen Sprungbefehl, normalerweise. Solche Einsprungstellen sollte es eigentlich gar nicht geben. Früher füllte man leere Speicherplätze mit "nops", um so etwas auszuschließen.
Mit Hoher Wahrscheinlichkeit, sind diese kurzen, harmlos erscheinenden Aussetzer, die wohl alle PSAs haben, volle Abstürze, die meistens sanft landen aber eben nicht immer. Einmal verbrannter Motor genügt , dann resettet nichts mehr.
Der Anker wurde anscheinend normal bestromt und da wurde auch die irrsinnig hohe Wärmeleistung verbraten. Dass die Feldroutine in verschiedene falsche Zustände fallen kann, ist da auch nicht mehr ungewöhnlich.

Wenn ich noch einmal überlege, wurde das Feld in ganz normaler Weise geregelt, aber eben nur mit konstant 40% des eigentlich erforderlichen Stromes. Ich möchte behaupten, dieser Programmteil ist für ein anderes Fahrzeug angelegt und ist offen für einen fehleraften Einsprung, von denen es mehrere in der Sagembox gibt. Beim Militär ist man eben großzügig mit "Kollateralschäden". Auf ein paar hundert kaputte Sagemboxen und Motoren kommt es denen bei Safran gar nicht an.

Das Drehmoment ist ja proportional dem Produkt beider Ströme. also, auch bei zu geringem Feldstrom läuft der Wagen. Aber 2,5 facher Stromverbrauch, auch beim langsamen Fahren.trotzdem, weil das Gebläse unverändert läuft, weniger Leistung in mehr Zeit. das ist ungefährlich, schloss ich und schlich im Sprühregen nach Hause. Sonst hätte ich vielleicht das reset früher versucht.

Egal wie, und wenn auch unterschiedlich, wie bei Nutoka. Wenn so etwas oder Ähnliches auffällt, sollte man vor dem Auswechseln ein reset probieren.

Möglicherweise bewahrte aber auch "das gefährliche Rucken" manchen PSA vor dem frühen Tod, denn das könnte auch eine Art "reset" sein.

Ich halte den Leroy-Somer für unschuldig.

von Bernd Schlueter - am 23.03.2016 20:04
Hallo

Also eigentlich ist ja der Strom das wichtigste da schau ich immer drauf, meistens fahre ich sogar nach der Stromaufnahme.

Gruß

Roman

von R.M - am 24.03.2016 17:58
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