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Forum:
elweb Technik
Beiträge im Thema:
15
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Richard, P-Seminar Elektroumbau, el El, J_T_Kirk, el3331, Bernd_M

City El - Geschwindigkeitssensor umprogrammieren

Startbeitrag von P-Seminar Elektroumbau am 13.04.2016 18:59

Schönen guten Abend,

bei unserem schulischen Umbauprojekt (CityEl-Komponenten in Quad) sind wir auf folgendes Problem gestoßen: Da das Quad einen anderen Reifenumfang als das CityEl-Fahrzeug hat, wir die Geschwindigkeit natürlich falsch angezeigt werden. Wir möchten das Problem elektronisch lösen und die vom Geschwindigkeitssensor gelieferten Signale von der Steuerung anders interprätiert haben. Ich stell mir das so vor wie bei nem Fahrrad-Tacho, wo man den Reifenumfang angeben kann, um die richtige Geschwindigkeit zu erhalten.
Kann mir kemand nen Tipp geben, wir wir das Problem konkret lösen können.
Wir sind für Hilfe sehr dankbar.
Gruß
Christoph

Antworten:

Schön, dass es euch noch gibt. Beim EL sind im Grundsatz zwei Komponenten beteiligt Teil 1 ist ein Frequenz Spannung Umsetzer, der aus den Magnetimpulsen eine Spannung macht. Teil zwei macht aus der Spannung die Anzeige. Beide Komponenten sitzen in der Anzeigentafel. Das ganze wurde hier in den vergangenen zwei Jahren einmal detailliert beschrieben, aber mir fehlt die Zeit zum Suchen. Tacho geht nicht und solche Dinge. Zwischen teil1 und 2 ist der Ansatzpunkt. dort lässt sich mit einem Spannungsteiler viel erreichen. Persönlich würde ich allerdings direkt einen der beleuchtbaren digitalen Motorradtachos verwenden, die es inzwischen bei den Zubehörhändlern gibt, oder den originaltacho vom Quad.

von Richard - am 13.04.2016 19:06
Einfacher wäre wahrscheinlich die mechanische Lösung....
-Anzahl der Magneten
-Die Zahlen auf den Tacho neu anordnen

Bernd M

von Bernd_M - am 13.04.2016 19:44
Och, das klingt interessant, sei doch bitte so lieb und stell uns ein paar Bildchen von dem quad hier ein ;)

von el El - am 14.04.2016 09:05
Die Anzahl von Magneten zu ändern, dürfte nicht funktionieren. Dazu sind es zu wenige. Mit unserem Universalregler könnten wir die Zeit zwischen zwei Magnetimpulsen messen und umrechnen auf Geschwindigkeit , indem wir die geänderte Frequenz wieder ausgeben.
Aber ein ganz normaler, billiger Fahrradrechner hat das alles für wenige Cent schon eingebaut.
Samt Geber, Batterie und Anpassungssoftware. Dazu diverse andere Funktionen, wie diverse Entfernungszähler, Durchschnittsgeschwindigkeit, pommes frites -Rechner, Sonnen- und Mondzeit. Teilweise sogar mit Biorythmus ausgabe und Computerspiele gegen Langeweile vor der roten Ampel. Wird fast alles mit dem Radumfang eingestellt.

von Bernd Schlueter - am 14.04.2016 14:04
Die Lösung mit dem Fahrradtacho klingt einfach, hat aber aus meiner Sicht ein kleines Problem (genauso wie das Abändern des Tachoblattes): Auch wenn wir durch diesen Trick die tatsächliche Geschwindigkeit anzeigen können, misst der Geschwindigkeitsensor immer noch zu viel, was wohl bedeutet, dass er unser neues Fahrzeug nicht mehr bis 45 km/h beschleunigen wird, weil er irgendwann vorher glaubt, V-max sei erreicht.
Mein Alternativplan wäre, von der Hinterachse mittels Kettenantrieb (vom Fahrrad) eine Scheibe so anzutreiben, dass die Drehfrequenz dieser mit den Magneten versehenen Scheibe so hoch ist, dass der Sensor dort eine realistische Messung vornehmen kann. Kling vielleicht bisschen geschwollen aber die Idee ist einfach mittels Übersetzung die richtige Drehfrequenz zu bekommen.
Wen unser Projekt interessiert, der kann gern unseren Blog besuchen:
[projektelektroquad.blogspot.de]

Danke schon mal für die Tipps.

Ich geb Bescheid, wenn wir ne Lösung gefunden haben!!!

Gruß

Christoph

von P-Seminar Elektroumbau - am 14.04.2016 16:17
Klar, ein Mechaniker wird immer eine mechanische Lösung finden. Jemand, der ein wenig programmieren kann, findet die andere Lösung einfacher, schneller und billiger.
Zahnräder kann man mit beliebigen, ganzzahligen Zahnzahlen bestellen.
Nein, der Fahrradtacho passt nicht an den des Cityels. Dass über den Tacho eine Geschwindigkeitsbegrenzung geht, wusste ich noch nicht.

von Bernd Schlueter - am 14.04.2016 17:50
Geht auch nur in Ausnahmefällen. In der Regel begrenzt der Motor durch seine Eigenschaften. Der TT durch das Feste Compoundfeld, der Perm durch die Permanentmagnete.

von Richard - am 14.04.2016 19:00
Geschwindigkeitssensor? Wenn Du die originale El Platine verwendest kannst Du die Endgeschwindigkeit beliebig einstellen.

von el El - am 15.04.2016 10:25
Hallo,
nicht gerade beliebig, aber sehr weitgehend. (Für Geschwindigkeiten von max. 15 km/h oder gar 6 - soll es auch gegeben haben - gab es von CityCom relativ komplexe Regelboxen).
Außerdem geht das Einstellen der Höchstgeschwindigkeit m.W. nur mit der Strombegrenzer-Platine Vers. 3. Wie das mit Vers. 1 und 2 ist, weiß ich nicht; mit Vers. 4 geht es jedenfalls nicht, obwohl ein entsprechender Anschluss vorhanden ist.
Eine irgendwie geartete Geschwindigkeits-Regelelektronik ist im El nicht vorhanden.
Grüße

Lothar

von el3331 - am 15.04.2016 21:10
Schule ist was Tolles, wenn man da Nützliches lernt. Wie wäre es, wenn Ihr an diesem unscheinbaren Projekt lernen würdet, eine Frequemzumsetzung mittels Mikroprozessor zu machen? Ihr braucht dazu außer einem lötfähigen Kolben und einer Spannungsquelle zwischen 3 und 5 Volt (findet sich bestimmt irgendwo im Cityel, nur einen "Tiny" Atmel- Prozessor für 1 Euro 40 (nur 40 Cent in großer Stückzahl. Im Internet lässt sich alles finden, was zur Programmierung erforderlich ist und gute Tips dazu. Programmieren geht über eine Übersetzungsprogramm von der deutschen Sprache in Computerhochchinesisch. Sollte man wirklich möglichst vielen Leuten in Deutschland beibringen, denn da haperts oft dran.
Ihr müsstet die Zeit zwischen dem Durchlauf der zwei Magnete messen und daraus die Frequenz berechnen. Die Frequenz ist dann der kehrwert, den mit dem Durchmesserverhältnis aus originalem und jetzigem Rad multipliziert und in den Tacho gegeben, ergibt die tatsächliche Geschwindigkeit. "Verhältnis" heißt Division, und die ist nur etwas für Fortgeschrittene, aber den Matheexperten habt ihr doch sicher?
Warum eine Zeitmessung statt Frequenzmessung? Weil es sonst viel zu lange dauern würde, bis man die zum neuen Reifen passende Frequenzinformation gewonnen hätte

von Bernd Schlueter - am 15.04.2016 23:49
Habe es gefunden. Hier ein Auszug daraus.
Um die Impulse in eine Spannung umzuwandeln wird der IC LM2917N verwendet, von diesem geht es dann weiter auf den IC UAA180 zur Ansteuerung der LED-Bandanzeige. Allerdings ist die Platine äußerst unübersichtlich, da von beiden Seiten Leiterbahnen gedruckt sind und z.T. die Leiterbahnen unter den IC´s liegen. Wenn man den richtigen Widerstand lokalisiert, müsste man eigentlich durch Ersatz durch ein Poti einen kalibrierbaren Tacho bekommen. Aber welcher ist der richtige Widerstand?

von Richard - am 16.04.2016 07:32
Da gibt es nur eins: Das Poti sollte während der Fahrt einstellbar sein und Du leihst Dir ein Navi mit Geschwindigkeitsmesser aus. Eine Strecke ohne große Bäume und Hochhäuser ist Deine Messstrecke. Dann änderst Du die Potieinstellung, bis Navi und Tacho übereinstimmen. Den gefundenen Widerstand teilst Du dann uns allen mit, samt Reifengröße.
Natürlich kannst Du auch vorher eine Wahrsagerin in die Kristallkugel blicken lassen und dort den Widerstand auslesen lassen. Du kannst dann mit Deinen Messergebnissen vergleichen und die Wahrsagerin bewerten.
Wenn wir einen Plan von der Platine hätten, könnten wir wahrscheinlch auch sagen, wo welches Poti angeschlossen werden muss oder sogar den Widerstand berechnen, der ausgetauscht werden muss?

von Bernd Schlueter - am 16.04.2016 18:44
Bernd hat schon recht. Das einfachste ist tatsächlich mit einem ATTiny (da reicht der kleinste mit 8 Beinchen) die Pulslänge zwischen zwei Magnetimpulsen am Rad zu messen und in die Pulslänge für den EL-Tacho umzurechnen. Die am Quad-Rad gemessene Pulslänge wird dazu mit dem Durchmesserverhältnis EL-Rad / Quad-Rad multipliziert und an den EL-Tacho weitergegeben. Den ATTiny kann man mit jedem 15 EUR Arduino UNO programmieren.

Gruß, Uwe

von J_T_Kirk - am 16.04.2016 19:52
Alle klar. Danke euch. Klingt machbar. Ich werd mal schauen, was meine "Experten" sagen und versuchen eine eurer Lösungen umzusetzten.

von P-Seminar Elektroumbau - am 20.04.2016 06:14
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