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elweb Technik
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Erster Beitrag:
vor 11 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 10 Monaten, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Norbert Kern, omitreligion, schachtelhalm, Maxia, R.M, thegray, Dineu, Martin Heinrich

Elektrische Heizung mit Fön

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 18.12.2016 11:57

In den Bergen wird es bei Fön immer zuverlässig warm. Aber wie ist das im Elektroauto? ich wüsste nur zu gerne, welche Leistung solch ein Gebläse haben müsste, damit ich es im Saxo immer zuverlässig warm bekomme. Der Saxo bietet sich an, weil der 120 Volt Fahrspannung hat und Föne mit 120 Volt sehr preiswert erhältlich sind. Wenn ich rechne, welche Verluste das verwundene Heizungssystem im Saxo haben muss und wie viel Gewicht ich einsparen könnte... Es genügt mir vollkommen, wenn ich es eine Stunde lang warm bekomme und bei wärmeren Wetter kann ich auf zusätzliche Fahrenergie zurückgreifen. Benzintank, Wasservorratsgefäß, Webasto und diverse Pumpen und Gebläse fliegen dann heraus.
Eigentlich reicht es, wenn ich die Innentemperatur um 10 Grad anheben kann, meine zwei Sitzheizungen und mein Pullover schaffen den Rest. Wer hat Erfahrungen damit? Ist da ein großer Unterschied bei den Wärmeverlusten, beim stehendem und beim fahrenden Fahrzeug?
Ich besitze alle Komponenten, die benötigt werden. Die Verluste der Batterien und des Wandlers kämen dem Innenraum zugute. Zusätzlich käme an den Fön eine Zeitschaltuhr. Eine Schukosteckdose findet sich immer.

Im Fahrzeug eine 120-Volt-Dose.
Da hätte ich noch ein besonderes Problem: Über diese Dose könnte ich auch meine Zusatz-Ladegeräte anschließen. In einer Richtung sind die Kontaktstifte meist ungeschützt. Gibt es da etwas, was 100 Ampere verträgt und in beide Richtung einen zuverlässigen Isolierschutz bietet?
Ein Bauteil, das eigentlich unabdingbar ist für die Technik eines Elektroautos. Der Marechall-Leistungsstecker ist entsprechend konstruiert, aber zu teuer und passt nicht an die Tesla-Super-Charger. Sollte jemand so etwas herumliegen haben?

Antworten:

JA es macht ein Unterschied ob du an einem normalen Heizungskonvektor die Schwerkraft nutzt oder mit einem Radiallüfter nachhelft tust im letzten Fall kann man über den Daumen die Wärmetauschfläche um 60 bis 70% verkleinern.

So mal nach B.S.-Manier........Ausufer......

Also -Ja es ist ein Unterschied ob man fährt oder nicht - Weil viele Flächen nicht Isoliert sind und weil die Karre wie auch manche Hohlräume nicht dicht sind - wem erklär ich das:rolleyes:

Selbst bei einem Drilling - kann mir ein Fahrer davon berichten!

Ich kalkuliere bei solchen Fahrzeugen Heizleistungen von 2-5KW - es ist auch die Frage ob die Oberflächen zuvor voll durchgeheizt wurden oder man in ein völlig kaltes Fahrzeug steigt.
Dann benötigt auch unter Vorgabe 10Grad - das System viel!
Lange Sitzend sind 10Grad aber völlig indiskutabel, weil dann Finger und Füße auch so zu gefühlten Eisblöcken werden können - und das ist in verschiedener Hinsicht unvorteilhaft

~25-30% bei trockenen Innenraum läßt sich durch Umluft einsparen.

von thegray - am 18.12.2016 18:03

Gefunden!

Maréchal fertigt auch solche Stecker, jetzt nur noch in runder Form.

Auf Umwegen kam ich an das download.

Hoffentlich funktionierts!


Dann werde ich auch noch bei Bals und Mennekes suchen müssen.

Dann werde ich wohl meinen 2000Watt-Fön bei Kälte ins Auto legen müssen und schauen, was passiert.
Der ist nun gerade nicht auf 230 Volt umschaltbar, aber meine zwei 1200Watt-Föne, die ich mal für je 5 Euro bei Real gekauft habe, schon.

Ich sage mir, das Hauptproblem bei der maximal einen Stunde Fahrzeit ist nicht die Kälte, sondern das Beschlagen und die ungemütliche kaltfeuchte Luft. Bei 1000Watt verschwindet die. Hat noch niemand Erfahrung gemacht?

Ich bin schon oft bei klirrender Kälte mit Sitzheizung gefahren, die hilft dann alleine schon enorm. 60 Watt, maximal 10 Minuten, dann zurückschalten auf 30 Watt, sonst verbrennt man.

Von der energiesparenden Heizung mit wiederaufladbarem Natriumacetat bin ich abgekommen.
Latentwärmespeicher, Umwandlungspunkt bei 58 Grad. Als Taschenwärmer Prima. Wenn ich das Auto heizen will, zu langsam. Ein sehr guter Latentwärmespeicher ist auch Wasser. Wenn einem 0 Grad winterliche Hitze genügen. Meine Batterien wären eigentlich zufrieden damit. -20 Grad und 0 Grad sind schon ein Unterschied. Die kWh Wärme aus der Wasserleitung kostet inclusive Kanalgebühr ca.5 Cent. Aus dem Brunnen oder Fluss kostenlos. Vielleicht baue ich mir mal solch einen Eiserzeuger. Ist doch fast alles für vorhanden im Saxo! Nur das entstehende Eis ist unpraktisch

von Bernd Schlueter - am 19.12.2016 09:51

Re: Gefunden!

Hallo Bernd,

hast du Wechselstrom in den Akkus gespeichert? So ein Spaltmotor eines Billiglüfters tut sich mit Gleichstrom etwas schwer. Warum nicht gleich ein Wechselrichter für 230V und ein geprüfter Heizlüfter von der Stange, der dann an der Steckdose angesteckt, das Auto vorgewärmt kann?

Defa Termini 1350/2100W 230V AC

Brandson Turbo Komfort 1400W 230V AC

Dometic WAECO MagicComfort Cartronic 1000/1100W 230V AC

Es gibt noch viele andere Hersteller, wobei ich von den drei oben genannten (produzieren auch andere Modelle) nur von DEFA eine Beschreibung auf der Herstellerseite gefunden habe.

Von billigfön möchte ich abraten - meiner hat im nicht lange gehalten, bevor das mini-Gleitlager verrieb ;-)

Danke für den Link zu Marechal - so einen Stecker hatte ich mal gesucht :-)

von Dineu - am 19.12.2016 18:55

Re: Gefunden!

Hallo,

in den billigen Reiseföhns sind kleine DC Motore drinn, über Gleichrichter meißt irgendwo an der Heizwicklung als Vorwiderstand abgegriffen.

Das geht also mit DC, so mach ich das auch von Zeit zu Zeit zum Entladen.
Da ist es auch kein Problem da man an der Entladeschlußspannung ist.

Bei voller Batterie wird es das Teil allerdings nicht lange machen.


Gruß
Martin

von Martin Heinrich - am 20.12.2016 08:40

Re: Gefunden!

Hallo

Ich würde die Defa nehmen die ist fürs Auto optimiert, großer Luftdurchsatz geringere Temperatur.

Nehme ich auch fürs El ist dort etwas suboptimal da beim Öffnen der Haube die warme Luft entweicht, aber um ein Feuchtbiotop im El zu vermeiden genau das richtige


Gruß

Roman

von R.M - am 20.12.2016 19:04

Re: Gefunden!

Zitat

...Jedenfalls habe ich die Dieselheizung verkauft und mir nun eine elektrische Heizung eingebaut.
1. Wechselrichter (48 auf 230 V) montiert.
2. Haarfön mit 1200 W so modifiziert, dass er die das bestehende Luftschlauchsystem passt.

Inbetriebnahme erfolgreich - Stromaufnahme ca. 22 A bei Volllast aus dem Fahrakku kann fast vernachlässigt werden, da ich durchschnittlich nur ca. 1/3 der Kapazität von 200 Ah pro Fahrt entnehme. Die Leistung habe ich mit einer Diode für Halbwellenbetrieb umschaltbar gemacht.
Ein Dreistufenschalter für AUS-HALB-VOLL an die Stelle des Webasto-Reglers montiert und fertig.

Die Kosten sehen so aus: Verkaufserlös für die alte Heizung: 320 €, Anschaffungpreis für Wechselrichter: 170 € - Föhn war vorhanden.

Zusätzlicher Nutzen: 230 V - 2 kW Schukosteckdose immer dabei...


1,2 kW reichen vollkommen aus.

Gruß - Peter

von Maxia - am 27.12.2016 08:31

Heizung

Mit einem 1,5 kW Heizlüfter wird es auch bei jetzigen Temperaturen " angenehm " halt nur im Umluftbetrieb Von dem PTC welches ich im Luftkanal eingebaut hab der " frische " Luft von außen bekommt gibt's nicht wirklich warm. Er zieht fast 30 A bei knapp 100 V hab noch nicht rausgefunden wo die Leistung hin geht.

von Norbert Kern - am 07.01.2017 06:33
Habe gerade zwei Tage im Wohnmobil auf dem höchsten Berg von NRW bei schönstem Winterwetter verbracht. Nachteil: nachts -11 Grad, alles unterhalb 1 Meter blieb bei ca -5 Grad blieb gefroren nur oben in der Schlafkoje war es nahe dem Gefrierpunkt. 500 Watt PTC-Heizer im Dauerlauf, Umluft, Tagsüber in der Sonne taute es wieder, bzw, begann damit. jetzt habe ich so eine Vorstellung, wieviel man wäjrend des Fahrt benötigt. Bei meinem Saxo zwei Säfte mit Wandler 12 Volt plus Sitzheizung, das müsste wenigstens auszuhalten sein. Besonders kälteempfindlich bin ich nicht.Nasen-und Schuhheizer, das wär nicht schlecht. Den Wandler kann ich dann auch wahlweise zum Fahrbatterieladen verwenden und vielleicht vier oder sechs volle Säfte mitnehmen. Also 1,2 2,4 oder 3,6kWh für Heizung oder zum Fahren extra. Mal sehen, was der 500 Watt PTC bei der Mindergleichspannung von 160 Volt leistet...PTCs halten ja bei Minderspannung die Heizleistung relativ konstant. Andererseits bedeuten 3,6 kWh, wegen dem Wandler nur 3kWh zum Fahren rund 20km mehr Reichweite, vermutlich 1kWh dabei Heizung.
Zusätzliche Masse 80kg. Bei Lithium 16850ern reichen ca 20kg.

Eine gute Gelegenheit, altersschwache Lithiumbatterien aufzubrauchen. Also, wer solche hat, ich hätte Verwendung!

Der Wirkungsgrad der Batterien liegt, in Verbindung mit der Heizung, bei 100%, weil alle Verluste in Wärme verwandelt werden.
Trotzdem, ein kleiner, .leiser Verbrennergenerator als Heizkraftwerk wäre nicht schlecht. Aber vermutlich knattern die alle ungenießbar schlimm und duften verführerisch..

von Bernd Schlueter - am 07.01.2017 13:20
Hallo Bernd,

Es gibt eine schöne "Überlebenstechnik" wenn man nicht in der Nacht im Schlaf zu kalte Luft atmen möchte, dass belastet schon sehr die Atemwege. Ich nehme eine nicht zu stramm sitzende Mütze auf den Kopf die lang genug ist sie mir ins Gesicht zu ziehen und je nach Wunsch bis weit unter die Nase.

Damit atmet man vom Körper angewärmte Luft was deutlich angenehmer ist als dauerhaft Luft mit null Grad zu atmen. Im Winter draußen machen das Dauerläufer mit einem Schal den sie sich um den Kopf wickeln... Es gibt sogar extra Utensilien mit Gummizug die man für diesen Zweck kaufen kann.

Schau mal hier: [www.lowtechmagazine.com]
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Nun ich hatte ein Bulli-Wohnmobil der eine Gasheizung hatte, die lief schön mit Temperatursteuerung zuverlässig. Damit konnte man auch bei Minusgraden angenehm schlafen. Natürlich hörte man ein leises Lüftergeräusch, aber es war völlig o.k..

Im Wohnmobil ist das Hauptproblem beim Wintercamping die Feuchtigkeit wenn nicht genügend geheizt wird. Dann schlägt sich überall die Feuchtigkeit nieder und es besteht auf Dauer Schimmelgefahr.

Eigens dafür würde ich mir einen kleinen Entfeuchter ins Wohnmobil stellen, wenn klar ist, dass nur wenig geheizt wird. Kleine 230 Volt Geräte die leise Laufen (30 db) gibt es schon für 200 Euro. Dass sind die etwas besseren Kleingeräte, da muß man dann extra nach der Lautstärke des Lüfters schauen, wird oft nicht angegeben.

Wer also Strom zur Verfügung hat kann einen Entfeuchter mitlaufen lassen, dann kann man auch bei großer Kälte dauherhaft im Wohnmobil schlafen ohne ein Feuchteproblem zu bekommen.

Ich weiß dass, weil ich mal fürs Studium in Italien ein Jahr in einem "normalen" 80er Jahr Wohnmobil lebte.

Im Winter wos mal Kälter wurde wars heftig, die Heizung lief dauernd, aber der Boden war von unten nicht gedämmt. Damals kam ich nicht auf die Idee von unten auf die Bodenplatte einfach 3cm Styropor aufzukleben, wäre leicht gewesen, kam ich nur nicht drauf. Der Boden war nur einfaches Holz...

Gruß, Dragan

von omitreligion - am 08.01.2017 19:20
Eine Schlafmütze bin ich zwar so schon, trotzdem setze ich, wenn es kalt wird, zusätzlich noch eine auf, dazu ein ganzer Stapel dünner Decken aus Chinesien zu je 2 Euro. Um den Kopf immer so eine Art Höhle . Nein, das ging sehr gut und Feuchtigkeit schied sich nur auf dem Boden ab, weil oben der 500 Watt-Lüfter für minimale Erwärmung sorgte.
Ja, da kann man viel machen mit der vorgewärmten Luft, durch den eigenen Atem. Was man dabei auch beachten sollte, ist die erhebliche Wärmestrahlung, die vom Gesicht ausgeht.
Bei der nächsen Kaffeefahrt mit dem Altersheim lasse ich mir auch so eine Heizdecke für 20 Euro andrehen, 30 zusätzliche Watt wirken Wunder und sind auch im Elektroauto nicht zu verachten.
Wohin die Kaffeefahrt geht? Nach Chinesien, da sind die Heizdecken billiger als hierzulande.
Stelle gerade fest, die 12Volt-Heizdecken haben nur eine Heizstufe. Die unverzichtbaren Sitzheizungen jedoch mehrere. Die kommt nächstens unter den Schlafsack.
Übrigens, diese Kalziumchlorid-Luftentfeuchter erzeugen Wärme, wenn sie die Atemfeuchtigkeit binden. Ich schätze mal, 30 Watt. Verwendet man sie im Elektroauto, ist das ein guter Schutz gegen Feuchteschädenund Beschlagen, wenn man die entstehende Flüssigkeit nicht verschüttet. Den Entfeuchter kann man selbst bauen. Das Salz ist spottbillig und kann wieder eingedampft werden. Es verträgt beliebig hohe Temperaturen und schimmelt nicht.

von Bernd Schlueter - am 09.01.2017 04:45
Ich habe meinen 500 Watt-Heizer 6 Stunden im Saxo laufen lassen. Die Temperaturerhöhung beträgt gegenüber der Außentemperatur mindestens 15 Grad. In der gleichen Zeit ist die Außentemperatur um ca 5 Grad gesunken. Deshalb sehe ich das nur als groben Anhaltswert an.
Zum effektiven Anheizen braucht man jedenfalle sehr viel mehr Leistung.
6Liter Wasser von 0° auf 60° bringen kostet etwa 1/2 kWh. das schafft der 5 kW-Webastoheizer in ca 6 Minuten. Den Wagen aufzuheizen, danach mit "links". Also, ich habe mich entschlossen, ich bleibe bei der Webasto, mit dem Ausschalter in der Spulenleitung des gelben Relais, was sehr viel Energie einspart.
Der 500 Watt-Heizer läuft beim Laden mit, wenn es sehr kalt ist.
Ansonsten, Pullover, Schlafmütze und Sitzheizung.

von Bernd Schlueter - am 16.01.2017 07:08
12V Sitzheizung Seat? bei VW gekauft. War Auslaufmodell. Hat 2 Stufen. Karin ist zufrieden. Mein Verdacht, die heizt nur den Hintern und nicht das Kreuz.

Den i-MiEV heize ich mit einem 2kW Heizlüfter aus der Steckdose. Als Lade-Üb-Auto hat der natürlich einen CEE Stecker bekommen. Der Schuko wurde heiss und ausserhalb vom Auto macht das wenig Sinn.

Die Heizung im i-MiEV ist ein 5kW Tauchsieder, welcher einen Verbrennungsmotor simuliert und dann über die Kühlung das Auto wärmt. Der 5 kW Tauchsieder funktioniert besser als der ursprüngliche Verbrenner.

Ich bilde mir ein, der 2kw Heizlüfter im Fussraum funktioniert besser als der Tauchsieder.

Mit 1kW schafft es der Heizlüfter die Temperatur zu halten, aber zum Aufwärmen reicht es nicht.

Liebe Grüsse von
Peter und Karin

von schachtelhalm - am 18.01.2017 16:58
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