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elweb Technik
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Erster Beitrag:
vor 2 Monaten, 2 Wochen
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter

Ladehindernisse

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 05.06.2017 07:17

Je höher die Elektroautodichte wird, desto mehr Chaos werden wir bei der Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten erleben. Allein die statistischen Schwankungen bei der Blockierung der Ladestationen kann dann sehr ärgerlich werden. Defekte Ladestationen sind keine Seltenheit und die relativ geringen Reichweiten bei der Richtgeschwindigkeit 130km/h auf Autobahnen tut das Ihrige dazu, dass die zum Fahren verfügbare Zeit eingeschränkt wird. Selbst mit dem Tesla kam man auf 1000km Entfernung nicht über eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 70km/h, ganz ohne Stau. Normalerweise ist man bei rein elektrischer Fahrweise viel, viel langsamer.
Einen großen Vorteil würde es bedeuten, wenn wir immer genug Energie zur Verfügung hätten, alle ladebedingten Hindernisse zu überbrücken. Mit einem zusätzlichen Verbrennerantrieb, sprich, einem Zusatzgenerator von mindestens 10 kW Leistung.

Ich schätze , dass sich die Fahrzeiten dabei um mehr als 30% verkürzen lassen, bei Einsatz von vielleicht durchschnittlich 2% Verbrennerenergie. Gleichzeitig könnte solch ein kleines Verbrenneraggregat die winterliche Heizung bei Unterstützung der Batterien, 2kW Heizleistung und zusätzliche 1 kW elektrische Leistung zur Verfügung stellen.
Beliebig weite Fahrten in Europa und darüber hinaus sind dann ebenfalls möglich.
Allein die Sicherheit, nie stehen zu bleiben, und, dass man näher an die selbst gesetzten Grenzen der Reichweite gehen kann, schont nicht nur die Batterien, sondern verkürzt die Fahrzeiten ganz enorm.

Rasenmähermotoren und die üblichen chinesischen Notstromgeneratoren sind völlig ungeeignet dafür und ich halte es für vordringlich, dass ein solches, möglichst zuladbares Aggregat endlich entwickelt wird, dass auch im Wirkungsgrad akzeptabel ist. Dazu würde ich die untere Grenze bei 30% sehen.

Bedenken wir, dass dann alle Strecken im Nahverkehr weiterhin rein elektrisch erfolgen, das dürfte 80% der Durchschnittsfahrleistung ausmachen.

Ultraleitflugzeugbetreiber würden sich ebenfalls über solche Verbrennermotorentwicklungen freuen. Deren Serienzahlen sind immer noch so gering,
dass sich eine vernünftige Neuentwicklung noch nicht lohnt. Vielleicht kann die Mobilitätsinitiative der Zeppelinwerke Friedrichshafen daran etwas ändern?

Gerade bei der Entwicklung geräuscharmer Getriebe haben sich die Zeppelinwerke einen Namen gemacht. Elektrischer Direktantrieb ist mit der Verteuerung des Neodyms tot. Getriebe bei Elektromotoren auch für Fahrzeuge sind damit wieder erforderlich geworden, und, wie ich es sehe, sind die Möglichkeiten von Radnabenmotoren mit höherer Drehzahl und sehr geringem Gewicht nicht ausgereizt.

ZF ist einer der größten Zulieferer im bisherigen Verbrennerbereich, aber auch in der Luft- und Schifffahrt.
Es gibt bei ZF keine Interessenkollisionen, unter denen die sonstige Automobilindustrie leidet.

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