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Forum:
elweb Technik
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Monaten, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Berlingo-98, wolfgang dwuzet

Elektrobusse in Shenzhen

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 16.11.2017 03:48

Der elektrische Antrieb für Stadtbusse ist einfach ideal. Meiner Ansicht nach aber noch sehr verbesserungsfähig. Warum? Stadtbusse beschleunigen und bremsen unentwegt. Dabei sind die Wirkungsgrade des Motorgenerators und des Energiespeichers absolut entscheidend.
Als Energiespeicher kommt da eigentlich nur ein Schwungradgenerator mit über 95% Wirkungsgrad und maximal 50kg Masse in Frage, der Fahrmotor sollte ebenfalls mindestens diesen Wirkungsgrad aufweisen. Nicht nur die Firma Oswald in Miltenberg ist in der Lege, so etwas zu liefern.
Für Bergstrecken kommt dann noch eine kleine Batterie hinzu.
Klein, weil eine große für den Ganztagesbetrieb nicht ausreicht. Einen abgasarmen und wirkungsgradstarken Verbrennermotor von weit unter 100kW Leistung als Generator halte ich als Energiequelle für ausreichend. Trotzdem startet man morgens mit frisch geladener Batterie und Schwungradgenerator und kehrt mit beiden geleert abends zurück. 10 Liter Kraftstoffverbrauch auf 100km sollten für einen 20 Tonnen-Gelenkbus dann möglich sein.

Die entsprechenden Düsseldorfer Dieselbusse ohne diese Energiespareinrichtungen und mit energiezehrendem Hydraulikgetriebe verbrauchen 17 Liter auf 100km. Die Gasbusse ganz gehörig mehr und kommen nicht über die Runden.

Antworten:

hallo bernd,
nix gegen deine ausführungen,
aber an der notwendigkeit von atemschutzmasken und sauerstoffmasken in shenzhen
ändert der unterschied von 10liter zu 20litern :rolleyes:nich viel
aber der wegfall von allen litern durch die benutzung von elektrobussen:D schon ne menge
sch..egal woher der strom dafür kommt,
er wird bestimmt nicht direkt im stadtgebiet mit dieselgeneratoren erzeugt

von wolfgang dwuzet - am 16.11.2017 06:19
Ich nehme alles zurück

Der Byd-Bus hat tatsächlich 547 kWh Kapazität, genug für 440km, wie sie schreiben.
Die beiden Düsseldorfer Gasbusse hatten nur 400km und blieben laufend im dichtesten Verkehr stehen und mussten abgeschleppt werden, sodass sie wieder abgestoßen wurden. Solch ein Bus muss schon eine Dauerschicht durchhalten. Man kann ihn nicht leer irgendwo hinstellen. Nein, der Strom kommt aus Kohlekraftwerken.
Aber Du hast recht, Busse benötigen im Stadtverkehr so wenig Energie, da kommt es auf 10 oder 20 Liter Diesel auch nicht an. Der PKW-Verkehr ist da viel schlimmer. Von Tuktuks in den anderen südostaiatischen Ländern ganz abgesehen.

Genf: mit Nachladung

Die Baseler Rechnung

Ich bin allerdings der Meinung, dass man sehr wohl an den zentralen Umsteigepunkten, für die Basel berühmt ist, sichere 10 Minuten Nachladezeit einhalten kann. Problematisch ist allerdings die enge Busfolge von wenigen Minuten.
Die elektrischen Testbusse habe ich sowohl in Basel, wie auch in Luxemburg getestet. Auch dort waren die Fahrer nicht zufrieden.
Kathmandu: da ist Hopfen und Malz verloren. Die Chinesen sollen nicht den Fehler machen und denen noch mal elektrische Busse schenken. Die neue Regierung soll auch nicht viel besser sein als die alte. Da ist Beseitigung der Tuktuk-Pest vordringlicher.

Jetzt, da es leistungsfähige Batterien gibt, existiert Winterthur nicht mehr. Die Schwungradbusse fuhren eine halbe Ewigkeit lang und wären nach Einbau einer zusätzlichen Batterie nicht zu schlagen.

Ein neuer Versuch

Das Schwungrad sollte auch beim Elektrobus nicht fehlen. Mit dem richtigen Antrieb ist die Rekuperationsfähigkeit nicht zu schlagen, kann leicht und billig ausgeführt werden. Ein Schwungradgenerator ist extrem schnellladefähig. 1 Megawatt ladeleistung sind drin. Damit auch 600km für den Byd-Bus. Kommt noch.

von Bernd Schlueter - am 16.11.2017 09:44
Zitat
wolfgang dwuzet
...aber an der notwendigkeit von atemschutzmasken und sauerstoffmasken in shenzhen
ändert der unterschied von 10liter zu 20litern :rolleyes:nich viel


Shenzhen und Elektrobusse: Ja, das trifft wohl zu.
Aber Atemschutz und Sauerstoff wird mehr in anderen Gegenden in China benötigt, siehe hier die Daten zur Luftverschmutzung in China. Und viel schlimmer ist es derzeit bzw. fast dauerhaft in Indien in New Delhi.

Übrigens gibt es eine neue Geschäftsidee: Kein Scherz – Chinesen kaufen frische Luft in Flaschen.
Wieso erinnert mich das irgendwie an Himalaya Salz?

von Berlingo-98 - am 16.11.2017 10:17

Cityel mit Schwungradantrieb

Wie ich Euch kenne, könnt Ihr es alle nicht erwarten, in Eurem Cityel auch solch einen Schwungradantrieb einzubauen. Hier zur Anleitung ein Bild:

Oerlikon-Bus

Groß ist so ein Gerät nicht und wird auch in Porsche-Rennwagen eingebaut, 0,1 Sekunde Null auf 100

Für das Citael reicht sicher auch eine ältere Wäscheschleuder.

Allerdings würde ich das Gerät viel kleiner bauen und es nur beim Beschleunigen und Bremsen verwenden. Für das Cityel reichen dann 5kg Masse um es in zwei Sekunden auf 80km/h zu beschleunigen. Umfangsgeschwindigkeit: 270 m/s. Eine massive 5 kg Eisentrommel ist nur gut einen halben Liter klein!

von Bernd Schlueter - am 16.11.2017 15:16

Re: Cityel mit Schwungradantrieb

.... nicht schon wieder die Schwungrad Beiträge. Mal die Suchfunktion hier im Forum nutzen:
Hatten wir alles bis zum Abwinken, 10 bis 15 Jahre ist es her.

von Berlingo-98 - am 16.11.2017 16:03
Ja, ich sehe es endlich ein: Batterierückspeisung bringt mindestens den gleichen Wirkungsgrad und 100kW Beschleunigungsleistung sind für einen Stadtbus mehr als genug.
Schluss damit. Lithium und Eisen gibt es genug. Lithiumeisenphophat wegen der hohen Zyklenzahl und dem geringen Innenwiderstand/kurze Aufladezeit.

von Bernd Schlueter - am 04.12.2017 10:06
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