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Forum:
elweb Stammtisch
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Michael Rieken, Ralf Wagner, Peter Reutegger, Bernd Degwer

Fliegende Windkraftwerke

Startbeitrag von Bernd Degwer am 15.06.2001 21:01

Hallo Leute,
wer hat mehr Informationen zu dem unten abgebildeten fliegenden Windkraftwerk??




Wäre doch eine tolle Sache so ein Ding auf dem EL zu befestigen und seinen Strom immer dabei zu haben :-) :-).

Nein, aber nun ernsthaft:
Leider hab ich nicht viel im Netz gefunden, aber vielleicht findet Ihr ja mehr! Den Bericht aus der Geo kenne ich schon. Ich weiß nur, das ein australischer Ingenieur fliegende Windkraftwerke bauen will. 4500 m über der Erde sollen sie den Strom der Zukunft liefern.

Funktion:
Zwei mächtige 35 - Meter - Rotoren von alten russischen Mi – 12 Hubschraubern werden vom Jetstream angetrieben. Außerdem benötigt man als Befestigung etwa 14 km daumendicke Stahlkabel.

Zunächst befördern die zwei Rotoren die Maschine wie einen Helikopter in die Höhe. Sind windige Gefilde erreicht, schalten die Rotoren auf Stromgewinnung um und halten das Flugobjekt gleichzeitig weiter in der Luft.

Angetrieben vom subtropischen Jetstream – einem starken Luftstrom, der etwa 30 Grad südlicher und nördlicher Breite in großer Höhe über die Erde braust – sollen rotieren und so den Strom der Zukunft liefern.

Gleich im Zehnerpack sollen die aeronautischen Kraftwerke künftig am unteren Rand des Jetstreams auf dem Wind reiten und jeweils 10 bis 20 Megawatt Leistung bereitstellen – Windfarmen also die insgesamt die Gesamtleistung konventioneller Kraftwerke erreichen. Auf Schiffen, Plattformen im Meer oder in dünn besiedelten Landstrichen will der Ingenieur seine fliegenden Generatoren verankern.


Vorteil:
Anders als erdgebundene Windkraftanlagen würden die fliegenden Rotoren weder die Ruhe von Anwohnern stören noch den meisten Vögeln ins Gehege kommen


Nachteil:
Eine hohe elektrische Spannung ist notwendig um die Strecke zwischen Kraftwerk und Erde verlustarm zu überbrücken. Weit gravierender noch: Auf Grund der Stromleitungen können die Windräder nur in Flugverbotszonen oder fernab der Flugverkehrswege gestartet werden. Einer der Windparks würde eine kreisrunde Sicherheitszone von 28 km Durchmesser erforderlich machen.

Gruß
Bernd Degwer
www.degwer.de

Antworten:

Hallo Bernd und die anderen Freaks
Nächstens starte ich mein Projekt "Wind-Dachgarten". Ich will versuchen, ein paar Kw am Fiskus vorbei zu schummeln.
Ich lebe in einer thermisch sehr interessanten Gegend, immer Wind von Ost oder West.
Den Strom vom Dach zum El zu bringen ist zu auswändig und würden die Einwilligung der anderen Wohnungsbesitzer erfordern. Die Hausdurchfahrt aber, wo üblicherweise mein El steht, wirkt zusätzlich als Düse. Deshalb noch meine Idee ein Axialwindrad auf dem El zu installieren, um so die Batts. zu laden. Ich denke hier auch an eine Alternative zur Rekuperation beim Fahren.
Nun meine Fragen an die Experten. "Lohnt" sich der Aufwand ? oder gibt der erhöhte Luftwiederstand ein Nullsummenspiel ?
Grüsse Peter

von Peter Reutegger - am 17.06.2001 10:59
Hallo Peter,
ein Segel wäre effektiver , nur das kruezne gegen den Wind önnte schwierig werden.. Spaß beiseite ich glaube auf dem Fahrzeug bringts nichts, stationär wäre es eine übelegung wert.

Gruß Ralf

von Ralf Wagner - am 17.06.2001 17:54
Apropos "gegen den Wind kreuzen":

Mit einer Luftschraube auf einem Fahrzeug (oder Wasserfahrzeug) ist es sogar möglich, mit Hilfe der Windkraft direkt gegen den Wind zu "fahren". Siehe Spektrum der Wissenschaft, 4/2001, Seite 115 "Gegenwindboot".
Oder auch sehr schön:
[fluorine.e20.physik.tu-muenchen.de]

MfG Michael

von Michael Rieken - am 17.06.2001 18:50
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