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elweb Stammtisch
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 12 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Karl, Bernd Schlueter, Bernd Schlüter

Das Aircar mit 6*600 cbm Hubraum und mit australischem Motor!

Startbeitrag von Karl am 04.01.2005 16:58

Hallo Freunde!

unter [theaircar.ch] stehen die Erfindungen von Guy Negre wieder auf, aber wohl nur teilweise!
Der Motor scheint durch den australischen Drehkolbenmotor ersetzt zu sein, [www.engineair.com.au] allerdings mit 6*600 cbm ( was immer das auch ist?)! Siehe [theaircar.ch]
Auch 183 km sollen mit 300 Bar bei 300 l Luft und 100km/h erreicht worden sein!
Es gibt aber Menschen , die sind dieser Entwicklung nicht wohlgesonnen:

[www.aufklaerungsarbeit.de]

Wer hat solide Infos?

Mit sonnenelektrischen Grüßen
Karl

Antworten:

Eigentlich sind in den Ankündigungen Beschreibungen genug. Zunächst ist einmal positiv anzusehen, dass man von dem Zwei- und Vierzylinderprojekten mit den verlustreichen Ventilsteuerungen und Überschieben von einem Zylinder in den anderen abgerückt ist. Vor allem sind diese fürchterlichen Knickpleuel nicht mehr zu entdecken, die der im Weltall herumschwirrenden freien Energie zu Leibe rücken sollten. Mit anderen Worten, das sieht schon mehr nach einem halbwegs vernünftigen , normalen Motor aus, Nur die Drehventilsteuerung lässt noch Böses erahnen, hatte Guy Negre bei seinen Rennwagenprojekten doch genau mit diesem Ventiltyp bei seinen weltschnellsten Rennautos Schiffbruch erlitten.
Ganz besondere Begeisterung sollte aber die Ankündigung hervorrufen, dass man einen Wärmetauscher ins Auge gefasst hat. Die Erkenntnis ist herrangereift, dass in Australien häufig ein Bedarf an Kühlung besteht. Die angekündigte Klimaanlage kann schließlich nur einen Wärmetauscher enthalten. Das wird den Wirkungsgrad des Motors gleich um einige Prozent anheben, falls der Wärmetauscher zwischen aufeinanderfolgenden Expansionsstufen angeordnet wird.
Vor ein paar Tagen habe ich das Bergbaumuseum in Bochum besichtigt. Dort lief alles mit Pressluftmotoren, sogar die Generatormotoren für das elektrische Licht. Die Pressluftlokomotiven liefen mir lediglich 17 bar. Die Abkühlung der Gase hielt sich damit in Grenzen. Wärmetauscher waren wegen der Vereisung nicht vorgesehen. Aber selbst hier, bei der Expansion von 17 auf 2 bar, kühlte sich das Gas auf unter minus 100 Grad ab.. Tanken konnte man überall. Pressluft gibt es im Bergbau überall. Selbst die Radios laufen mit Pressluft (wenn nur Empfang da wäre). Lokomotivbauer: Demag.
Mit Weitblick sieht Guy Negre damit auf ein neues Jahrtausend. Auch unser Blick schweift mit in die weite Ferne, wo sich die freien Energien ein Stelldichein geben.

Ganz unabhängig von der Esotherik a la Romanshorn, in 300 Liter Pressluft von 300 bar sind 14 kWh mechanische Energie enthalten. Wenn man eine quasi unendliche Menge Wärmetauscher vorsieht. Dann kann man das ganze, gewaltige Expansionsverhältnis erst nutzbar machen. Ein Fortschritt wäre schon einmal, falls der Motor mit den angegebenen 6 PSI noch läuft. Das wäre eine Expansion bis auf etwa 1/2 bar Überdruck. Das konnte das Negremobil nicht entfernt.
Dafür wird ein Problem bei den höheren Drücken entstehen.
Die unendliche Geschichte wird wohl nie zu Hermann Ende geschrieben werden.

Die Flucht nach Australien hat sicherlich, außer der Flucht vor Gläubigern und Guy Negres Fans hier aus dem Forum, auch ihr Gutes: Setzt man einen Sonnenkollektor von z.B. 5 m² auf das Dach, kann man im vollen Sonnenschein mit 3kW Antriebsleistung rechnen, ohne, dass die Wärmetauscher groß und schwer werden. Auch die Vereisung bleibt dann aus. Nicht zutreffend wäre aber die Behauptung, dass man dann mit Sonnenenergie führe. Es ist dadurch keine Spur mehr Energie in der Pressluft enthalten. Nur die sonst gewaltigen Tauscher werden kleiner und leichter.
Ob der Motor wirklich schon 100.000km gelaufen ist? Nunja, schließlich haben die besten Kraftwerke der Welt, unsere deutschen, auch noch keine 100 Millionen Laufzeit hinter sich, zeigten aber schon Ausfälle...
Meine Bekannten aus der Erfinderklasse haben jedenfalls ähnlich konstruierte Verbrennungsmotore nicht an eine zufriedenstellende Arbeit heranführen können, sagte das Kängeru und wedelte mit dem Schwanz.

Übrigens, wenn man die Energie der Pressluft voll ausnutzen würde bis zur Expansion auf 1,5 bar absolut, dann braucht man nur folgende Rechnung aufmachen: 60 m³ Luft sind in den Flaschen, isotherm auf 1,5 bar entspannt , damit ca 13 kWh, enthalten. Bei 1200 Umdrehungen/ min fließen 133 Liter aus dem Motor . Nach 450 Sekunden ist der Tank leer. Dabei wurden ziemlich genau 100 kW mechanische Leistung vernichtet. Es ist die Frage, wieviel davon Guy Negre bei dieser Entspannung, auf eben 1,5 bar Enddruck, nutzbar macht.
Sollte die Luft kalt austreten, dürfte der Tank schon nach 200 Sekunden leer sein, bei weniger genutztem Druck noch viel eher. Aber für die große Show wird es reichen.
Von Schmierungsproblemen wollen wir gar nicht erst anfangen, zu reden...

von Bernd Schlüter - am 05.01.2005 12:53

Re: Das Aircar mit australischem Motor! Knickpleuel Atkinson

Hallo Bernd,

ich denke, daß die Knickpleuel-Geschichte eine (gewollt? ) unverstandene Übernahme aus dem Atkinson Motor ist! Die Atkinson Maschine feiert aber derzeit ihre Auferstehung im Prius und dessen Derivaten!

Ich entwerfe gerade ein kleines Prosa-Stück":

"Ich hatte einen Albtraum bei meinem letzten Besuch in Monaco, ich träumte von Formel Rennen und mir kam G. N. in den Sinn, der sandte seinen Adlatus M. Marsch-ner in meine Heimat um am Weißwurstäquator den berühmten Schullehrer M. Schmid von den Vorzügen der Luft in geteilter, nasser Form zu überzeugen. n-gine.ag ierten aber nur mit der Adresse würth-ag.com men Boten in die Schweiz um theaircar.Ch ergen dort über den Vorteil der Außenbootmotore zu informieren. Andere Boten begaben sich über Weinberg e zu aircars.de nen in heimatlichen Gefilden die eigene mail Adresse zu heiß geworden war und fanden atiro.De ren Fahrzeuge vereinigten alle Wünsche des Formel-Eins Piloten welche nicht viel rum Bossel n wollten."

Aber es sind noch viele Rechtschreib und Satzfehler drin! Bitte sende eine Korrektur

Mit sonnenelektrischen Grüßen

Karl

von Karl - am 05.01.2005 20:50

Kühlung für die Kängerus

Da fällt mir gerade auf, warum die Bergleute hier im Ruhrgebiet alles mit Pressluft betrieben: Die Pressluft unter 17 bar transportierte im Wesentlichen Kälte, daneben auch mechanische Energie. Bei dem niedrigen Druck sogar mit passablem Wirkungsgrad, Kälte mit ca. 150% (wirkt als Wärmepumpe) , mechanische Energie mit ca. 50%. Da es in der untersten Sohle ganz schön heiß ist, abeitete man am liebsten ununterbrochen mit dem Presslufthammer, weil der Kühlung verbreitete. Ebenso der Pressluftgenerator für die Beleuchtung und ein besonders gern gesehener Gast waren die Pressluftkokomotiven.
Guy Negre bekam schon wiederholt eine Einladung in Sohle 10. Warum er sich da nicht blicken ließ, ist allen schleierhaft.
Ich werde mal mit der heiligen Barbara sprechen. Das erlauchte Publikum , dass Du in Deiner Ode ehrst, könnte dort unten echt Staat machen.

Die Kohlebagger sozusagen unter sich.



[www.awt-online.de]
schön, die Seite, auch die weiteren Verweise.

von Bernd Schlueter - am 07.01.2005 08:11
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